Transcription of Franz Schubert Winterreise Op
1 Franz Schubert Winterreise 2 <Gute Nacht> <Einsamkeit> 12 <Die Post> <T uschung> 10 22 24 12 <Einsamkeit> Fine <Gute Nacht> 20 Stra e Wege
2 24 U 24 2009 23 3 Winterreise Op.
3 89 Text von Wilhelm M ller Musik von Franz Schubert ERSTE ABTEILUNG 1. Gute Nacht 1. fremd gute Nacht Fremd bin ich eingezogen, Fremd zieh ich wieder aus, Der Mai war mir gewogen Mit manchem Blumenstrau.
4 Das M dchen sprach von Liebe, Die Mutter gar von Eh . Nun ist die Welt so tr be, Der Weg geh llt in Schnee. Ich kann zu meiner Reisen Nicht w hlen mit der Zeit, Mu selbst den Weg mir weisen In dieser Dunkelheit. Es zieht ein Mondenschatten Als mein Gef hrte mit, Und auf den wei en Matten Such ich des Wildes Tritt. Was soll ich l nger weilen, Da man mich trieb hinaus, La irre Hunde heulen Vor ihres Herren Haus. Die Liebe liebt das Wandern, Gott hat sie so gemacht, Von Einem zu dem Andern, Fein Liebchen, gute Nacht. 4 Will dich im Traum nicht st ren, W r schad um deine Ruh , Sollst meinen Tritt nicht h ren, Sacht, sacht, die T re zu.
5 Schreib im Vor bergehen Ans Tor dir: gute Nacht, Damit du m gest sehen, An dich hab ich gedacht. 2. Die Wetterfahne 2. / Der Wind spielt mit der Wetterfahne Auf meines sch nen Liebchens Haus: Da dacht ich schon in meinem Wahne, Sie pfiff den armen Fl chtling aus. Er h tt es eher bemerken sollen Des Hauses aufgestecktes Schild, So h tt er nimmer suchen wollen Im Haus ein treues Frauenbild.
6 Der Wind spielt drinnen mit den Herzen, Wie auf dem Dach, nur nicht so laut. Was fragen sie nach meinen Schmerzen? Ihr Kind ist eine reiche Braut. 3. Gefrorne Tr nen 3. Gefrorne Tropfen fallen Von meinen Wangen ab: Ob es mir denn entgangen, Da ich geweinet hab ? Ei Tr nen, meine Tr nen, Und seid ihr gar so lau, Da ihr erstarrt zu Eise, Wie k hler Morgentau?
7 Und dringt doch aus der Quelle Der Brust so gl hend hei , 5 Als wolltet ihr zerschmelzen Des ganzen Winters Eis. 4. Erstarrung 4. Ich such im Schnee vergebens Nach ihrer Tritte Spur, Wo sie an meinem Arme Durchstrich die gr ne Flur. Ich will den Boden k ssen, Durchdringen Eis und Schnee Mit meinen hei en Tr nen, Bis ich die Erde seh . Wo find ich eine Bl te, Wo find ich gr nes Gras?
8 Die Blumen sind erstorben, Der Rasen sieht so bla . Soll denn kein Angedenken Ich nehmen mit von hier? Wenn meine Schmerzen schweigen, Wer sagt mir dann von ihr? Mein Herz ist wie erstorben, * Kalt starrt ihr Bild darin: Schmilzt je das Herz mir wieder, Flie t auch ihr Bild dahin. * erfroren 5. Der Lindenbaum 5. 1 Am Brunnen vor dem Tore, Da steht ein Lindenbaum, Ich tr umt in seinem Schatten So manchen s en Traum.
9 6 Ich schnitt in seine Rinde So manches liebe Wort; Es zog in Freud und Leide Zu ihm mich immer fort. Ich mu t auch heute wandern Vorbei in tiefer Nacht, Da hab ich noch im Dunkeln Die Augen zugemacht. Und seine Zweige rauschten, Als riefen sie mir zu: Komm her zu mir, Geselle, Hier findst du deine Ruh . Die kalten Winde bliesen Mir grad ins Angesicht, Der Hut flog mir vom Kopfe, Ich wendete mich nicht. Nun bin ich manche Stunde Entfernt von jenem Ort, Und immer h r ich s rauschen: Du f ndest Ruhe dort! 6.
10 Wasserflut 6. 5 5 5 7 Manche Tr n aus meinen Augen Ist gefallen in den Schnee; Seine kalten Flocken saugen Durstig ein das hei e Weh! Wenn die Gr ser sprossen wollen, Weht daher ein lauer Wind, Und das Eis zerspringt in Schollen, Und der weiche Schnee zerrinnt. Schnee, du wei t von meinem Sehnen: Sag , wohin doch geht dein Lauf? Folge nach nur meinen Tr nen, Nimmt dich bald das B chlein auf. 7 Wirst mit ihm die Stadt durchziehen, Muntre Stra en ein und aus F hlst du meine Tr nen gl hen, Da ist meiner Liebsten Haus.