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Systemische Interventionen von A bis Z - wimmer …

_____ Mag. Karl wimmer Systemische Interventionen Interventionen von A bis ZEin berblick ber das Systemische Methoden- und Interventionsrepertoirein Beratung, Supervision, Coaching und Therapievon A wie Allparteilichkeit bis Z wie Zirkul res FragenKarl wimmer , Oktober 2001 Inhalt:1. Einleitung: Zum Begriff der Intervention2. Methoden- und Interventionsrepertoire von A bis Z: Allparteilichkeit, Aufstellungsarbeit,Ausnahmen und Ausnahmefragen, Auswirkungsfrage, Autonomie, Balance zwischen Be-wahrung und Ver nderung, Balance zwischen Problembeschreibung und L sungsorientie-rung, Balance zwischen Widerspr chen, Beobachter und Beobachtung, Bescheidenheit,Differenz, Externalisierung, Genogrammarbeit, Hypothetisieren und hypothetische Fragen,Kokreation, Kontextbezug, Kontrakt, Kybernetik, L sungs- und Ressourcenorientierung,Metapher, Muster und Mustererkennung, Narratives Interview, Neugier, Neutralit t, Para-doxe Intervention, Reflekting-Team, Reflexivit t und Reflexive Fragen, Respekt, Ritua

Mag. Karl Wimmer • Systemische Interventionen • www.wimmer-partner.at 1 Systemische Interventionen von A bis Z Ein Überblick über das systemische Methoden- und Interventionsrepertoire

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1 _____ Mag. Karl wimmer Systemische Interventionen Interventionen von A bis ZEin berblick ber das Systemische Methoden- und Interventionsrepertoirein Beratung, Supervision, Coaching und Therapievon A wie Allparteilichkeit bis Z wie Zirkul res FragenKarl wimmer , Oktober 2001 Inhalt:1. Einleitung: Zum Begriff der Intervention2. Methoden- und Interventionsrepertoire von A bis Z: Allparteilichkeit, Aufstellungsarbeit,Ausnahmen und Ausnahmefragen, Auswirkungsfrage, Autonomie, Balance zwischen Be-wahrung und Ver nderung, Balance zwischen Problembeschreibung und L sungsorientie-rung, Balance zwischen Widerspr chen, Beobachter und Beobachtung, Bescheidenheit,Differenz, Externalisierung, Genogrammarbeit, Hypothetisieren und hypothetische Fragen,Kokreation, Kontextbezug, Kontrakt, Kybernetik, L sungs- und Ressourcenorientierung,Metapher, Muster und Mustererkennung, Narratives Interview, Neugier, Neutralit t, Para-doxe Intervention, Reflekting-Team, Reflexivit t und Reflexive Fragen, Respekt, Rituale,Setting, Schlussintervention, Selbstreferenz.

2 Tetralemmaarbeit, Unterscheidungs- undSkalierungsfragen, Verschlimmerungsfrage, Wirklichkeitskonstruktion, Wunderfrage,Zielfrage, Zirkularit t und Zirkul res Schlussbemerkung4. Literatur5. Autor1. Einleitung: Zum Begriff der (systemischen) InterventionUnter Intervention kann zun chst alles verstanden werden, was einE BeraterIn (TherapeutIn,SupervisorIn, Coach usw.) in Anwesenheit eines Klientensystems (Einzelperson, Gruppe,Team, Organisation, ..) tut oder unterl t. So wie man in sozialen Situationen nicht nichtHandeln (Kommunizieren) kann, so kann auch einE BeraterIn in Beratungssituationen nichtnicht intervenieren. Alles, was einE BeraterIn im Laufe eines Beratungsprozesses macht, kannvon den anderen als Beratungshandeln ausgelegt werden.

3 Und er/sie macht auch etwas, wenner/sie glaubt, nichts zu tun, wie etwa eine Frage bergehen oder berh ren. Auf bestimmteFragen in bestimmten Situationen nicht (verbal) zu antworten, geh rt ja auch zum Grundin-ventar von Mag. Karl wimmer Systemische Interventionen Orientierung in Beratungssituationen basiert auf Grundannahmen (Paradig-men), deren ausf hrliche Darstellung den Rahmen hier sprengen w rde. Erg nzende Litera-turhinweise dazu siehe am Schluss. Einige Aspekte davon seien hier schlagwortartig aufgeli-stet. Systemisches Denken und Handeln hei t .. Beachten von Kreis- bzw. netzf rmigen Wechselbeziehungen, gegenseitiger Be-dingtheit der Interaktionen (System-Wirkungen) anstatt linearer Ursache-Wirkungs-Kette; Beziehungen (Muster, Regeln, Strukturen) anstatt individuelle Eigenschaften; Alles Gesagte wird von einem Beobachter gesagt , d.

4 H. nichts was sprachlich hervorgebracht wird ist unabh ngig von dem, der es sagt (seiner Wahrnehmung, Sichtweise, Bedeutungszuschreibung etc. etc.). Diese Hervorbringung von Realit t ge-schieht immer gemeinsam mit anderen Beobachtern als konsensueller Prozess imKontext der von einer vernetzten Gruppe von Beobachtern zur Verf gung gestellten Be-deutungen. Schaffen brauchbarer Wirklichkeiten anstatt Festhalten an oder Suchen von quasi ob-jektiven Wahrheiten; Arbeit mit Wahrscheinlichkeiten und Hypothesen anstatt Absolutheiten ; Aneinanderkoppeln von Interaktionen (konsensuelles Planen) anstatt instruktiver Inter-aktionen (Vorgaben); Kontextbezug von Aussagen und Verhalten (der Kontext bestimmt die Bedeutung menschlicher Kommunikation; jedes Verhalten macht Sinn in einem bestimmten Kontext) anstatt bezugslose Feststellungen und Interpretationen; Ressourcen-, Ziel- und L sungsorientiertheit statt Problembezogenheit und Ursachen- bzw.

5 Schuldsuche; Co-Evolution anstatt berzeugen , berreden , Gewinnen oder Verlieren" Offenheit in den Interventionen anstatt Taktieren und , wesentliche Interventionen , die in die Systemische Arbeit Eingang gefunden habenbzw. die das spezifisch Systemische ausmachen, werden im folgenden begrifflich Mag. Karl wimmer Systemische Interventionen Methoden- und Interventionsrepertoire Allparteilichkeit siehe auch Neutralit tAllparteilichkeit oder auch Neutralit t, ist eine Haltung des Beraters / der Beraterin, die darinbesteht, allen Parteien , sowohl den anwesenden, als auch externen Dritten gegen ber, gleich-g ltig in den Wertigkeiten gegen ber zu stehen.

6 Keine der Parteien ist zu bevorzugen,vor- oder nachrangig, auf- oder abwertend zu behandeln - auch dann, wenn ein bestimmtesVerhalten von Klienten nicht mit dem Wertesystem der Beraterin im Einklang z. B. bei einem symmetrisch aufgeheizten Machtkampf im Klientensystem ist dies einebesondere Herausforderung an den/die BeraterIn, nicht B ndnispartnerIn der einen oder ande-ren Partei zu werden. Ein gezieltes, bewu t- ffentlich-gemachtes, tempor res Parteiergreifenkann aber durchaus eine sehr n tzliche Intervention sein: Angenommen, ich w rde mich jetztganz auf die Seite von .. stellen - was denken Sie, k nnte das f r Auswirkungen auf .. ha-ben? AufstellungsarbeitBei der Aufstellungsarbeit oder Skulptur handelt es sich um eine Methode, durch die die Be-ziehungsmuster eines Systems im Raum bildlich dargestellt werden.

7 Hnlich wie im Psy-chodrama, aus dessen Methodenrepertoire sie sch pft, werden in der Skulptur fr here, der-zeitige und ggfs. erw nschte zuk nftige Beziehungsmuster eines Systems (Familie, Gruppe,Team, Abteilung, Organisation etc.) ist die Sichtweise eines Systemmitglieds. Nach dessen Vorstellung werden dieMitspieler, die das System darstellen sollen, ausgew hlt und zueinander in Beziehung wie bei einem Bildhauer entsteht durch das Positionieren und In-Szene-Setzen derSystemmitglieder zueinander eine raum-zeitliche Analogie, die ber das Medium Sprache hin-ausgeht und die M glichkeit bietet, Prozesse sichtbar und unmittelbar erfahrbar zu Personenskulpturen finden auch Skulpturen mit Gegenst nden (Sesseln, M nzen, Sy-stemisches Brett usw.)

8 Mag. Karl wimmer Systemische Interventionen Ausnahme und AusnahmefragenAuf Ausnahmen zu fokussieren ist insbesondere in der systemischen Kurzzeittherapie und beratung ein zentraler Aspekt. Ich bin so depressiv! - Immer und jederzeit? Wann am we-nigsten? Aus der Suche nach (positiven) Ausnahmen ergeben sich oftmals Anhaltspunktedar ber, welche Faktoren Einfluss auf das Symptom haben und was hilfreich oder n tzlich imSinne einer Ver nderung sein k nnte. AuswirkungsfrageBei der Auswirkungsfrage Was meinen Sie, welche Auswirkungen das ge nderte Verhaltenvon A auf B haben k nnte? wird auf die vermuteten (Aus-)Wirkungen eines bestimmtenVerhaltens fokussiert.

9 Werden die m glichen (Aus-)Wirkungen eines erw nschten Verhaltensstark positiv konnotiert vom Klienten, so kann dadurch die Motivation verst rkt werden, mehrund mehr in die gew nschte Richtung zu handeln. AutonomieAutonomie ist in mehrfacher Hinsicht ein zentrales Konstrukt des systemischen einen beschreibt die Theorie lebender Systeme (Luhmann 1987, Maturana/Varela 1987)die prinzipielle Autonomie dieser Systeme, in dem Sinne, dass sie sich selbst erzeugen, regu-lieren und erhalten. Sie sind also prinzipiell von aussen nicht determinierbar im Sinne von in-struktiven Interaktionen . Andererseits k nnen Sie aber nat rlich aufgrund der strukturellenKoppelung mit anderen Systemen durch diese beeinflusst werden bis hin zur Zerst rung dereigenen Lebensf Beraten im engeren Sinne setzt nicht nur die prinzipielle (innere) Autonomie derBeteiligten voraus, die ja naturgem sowieso gegeben ist, sondern auch gr tm gliche Frei-heit im usseren Umfeld, keine zu strenge Koppelung mit anderen Systemen, die das Be-ratersystem in einer ganz bestimmten Weise beeinflussen wollen.

10 Das hei t , dass keinfremder Auftrag im Hintergrund steht, den es zu exekutieren gilt, wie etwa ein gesetzlicherAuftrag oder der Auftrag einer Organisation oder von Finanzgebern, die ganz bestimmte An-spr che damit verbinden, das Klientensystem in einer bestimmten Weise zu beeinflussen, Ziele zu Mag. Karl wimmer Systemische Interventionen Idealfall haben Berater/Therapeut und Klientensystem die Freiheit, einen wie auch immergearteten Kontrakt auszuhandeln, ohne irgendwelche Anspr che und Erwartungen durch exter-ne Dritte beachten zu m ssen. Vielfach ist diese ussere Freiheit, v llig eigenst ndige Ziele zukonstruieren, durch entsprechende Kontextbedingungen eingeschr nkt.


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