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1 1 INHALTSVERZEICHNIS BEGRIFFSKL RUNGEN 2 MOTIVATION , MOTIV, BED RFNIS 2 PRIM RE / SEKUND RE BED RFNISSE 3 EXTRINSISCHE/INTRINSISCHE MOTIVATION 3 MOTIVATION IN DER SCHULE 4 WIE KANN MAN SCH LER MOTIVIEREN? 4 DIE 4 GRUNDPRINZIPIEN MOTIVIERTEN ARBEITENS 5 MOTIVATION IM UNTERRICHT 7 ERWARTUNGEN UND BED RFNISSE DER SCH LER 7 WENN NICHTS MEHR 8 DAS EINSETZEN VON MUSIK 8 FANTASIEREISEN - EINE WELT VOLLER GEDANKEN 9 MANDALAS MALEN 10 ANREGUNG UND ENTSPANNUNG DURCH K RPER BUNGEN 10 ANDERE MOTIVATIONSMETHODEN 11 BEZUGSNORMEN UND MOTIVATION 13 LITERATURVERZEICHNIS 15 2 Begriffskl rungen MOTIVATION , Motiv, Bed rfnis Bei der MOTIVATION handelt es sich um keine direkt beobachtbare Gr e.
2 Sie ist lediglich ein hypothetisches Konstrukt, auf das durch eine Vielzahl von Beobachtungen geschlossen wird. Sie soll uns bestimmte Verhaltensbesonderheiten erkl ren 1. Wir alle kennen Zust nde des Strebens, Begehrens, Wollens etc. All diese Ph nomene haben eine Komponente einer aktivierenden Ausrichtung des momentanen Lebensvollzugs auf einen positiv bewerteten Zielzustand 2. MOTIVATION ist also ein Sammelbegriff f r alle psychischen Erscheinungen, die unser Tun auf ein bestimmtes Ziel hinlenken (bzw. unerw nschte Zust nde vermeiden sollen). Welche Zielzust nde positiv bewertet werden, h ngt von der Person und der aktuellen Situation ab. Diese pers nlichen Bewertungsvorlieben ( welche zuk nftigen Zust nde f r eine Person als besonders reizvoll gelten) bezeichnet man als Motive.
3 Beispielsweise werden manche Leute von dem Motiv angetrieben, Macht ber andere zu erlangen. Andere Menschen suchen Herausforderungen, um sich selbst als f hig und t chtig erleben zu k nnen. Motive sind auf bergeordnete Ziele gerichtet. Sie sind nicht angeboren, sondern entwickeln sich im Lauf des Lebens unter dem Einfluss sozialer Normen. Man kann Motive damit als Beweggr nde f r unser Handeln ansehen. Auch die biologischen Notwendigkeiten - Erhaltung des Organismus und der Art - rufen Handlungen hervor, wie Essen, Trinken, Schlafen, Sex, usw. Diese sind allerdings biologisch bedingt; sie werden daher h ufig als Bed rfnisse bezeichnet und von den Motiven abgegrenzt. 1 Rheinberg, Falko: MOTIVATION . Stuttgart, Berlin, K ln: 2000.
4 S. 60. S. 14 2 S. 15 3sekund re Bed rfnisse Sobald die Karotte weg ist, bleibt der Esel stehen Der Esel l uft ber die Wiese, weil s ihm Spa macht. Prim re / Sekund re Bed rfnisse Die Trennung von Motiven und Bed rfnissen wird allerdings nicht immer in dieser Weise durchgehalten. H ufig wird zwischen prim ren und sekund ren Bed rfnissen unterschieden. Prim re Bed rfnisse sind angeboren und gelten als biologisch sinnvoll , da sie der Lebens- und Arterhaltung dienen. Sie umfassen Bed rfnisse wie jene nach Nahrung, Wasser, Ausscheidung, Sexualit t und der Vermeidung von Schmerz. Sekund re Bed rfnisse sind nicht angeboren, sondern erlernt. Das hat zwei Folgen: Jeder Mensch kann unterschiedliche sekund re Bed rfnisse haben.
5 Und jedes sekund re Bed rfnis kann auftauchen (erlernt werden) und auch wieder verschwinden (verlernt werden). Es gibt viele unterschiedliche sekund re Bed rfnisse. Die Palette reicht von Interessen und Leidenschaften bis zur Sucht. Beispielsweise resultiert aus dem Interesse f r Astronomie das Bed rfnis, mehr ber Astronomie zu erfahren und etwa einschl gige B cher zu lesen. Ein anderer mag eine Leidenschaft f r die Oper entwickeln. Und schlie lich sind auch Nikotin- und Drogensucht erlernte Bed rfnisse. Das Auftreten sekund rer Bed rfnisse und ihre St rke sind von Mensch zu Mensch verschieden. Auch die momentane Situation und Befindlichkeit ist von Bedeutung. Nach einem anstrengenden Arbeitstag etwa mag das Bed rfnis nach zeitgen ssischer Experimentallyrik etwas kleiner sein als in anderen Situationen.
6 Extrinsische/Intrinsische MOTIVATION Eine andere, h ufig getroffene Unterscheidung betrifft den Ursprung der MOTIVATION . Liegt dieser innerhalb der Sache, so spricht man von intrinsischer MOTIVATION . Das hei t, eine Sache wird um ihrer selbst willen angestrebt. Jemand, der intrinsisch motiviert Franz sisch lernt, tut dies einfach, weil er Freude empfindet, wenn er seine Sprachkenntnisse erweitert. u ere Faktoren wie etwa bessere Noten oder der Nutzen, der aus der Beherrschung einer Fremdsprache entspringt, sind nicht die Ursache des Lernens. Bei der extrinsischen MOTIVATION liegt genau der umgekehrte Fall vor. Nicht der Weg ist das Ziel, sondern die angenehmen Folgen der Erreichung des Zieles. Anders ausgedr ckt: Eine Handlung wird nicht um ihrer selbst willen ausgef hrt, sondern weil sich der/die Handelnde positive Konsequenzen davon verspricht.
7 Extrinsische MOTIVATION verschwindet, sobald die u eren Anreize verschwinden. Intrinsische MOTIVATION ist hingegen von diesen u eren Anreizen unabh ngig. Unter diesem Blickwinkel erscheint intrinsische MOTIVATION bei der Arbeit oder in der Schule g nstiger. Am g nstigsten ist wohl eine Kombination von beiden; wenn also intrinsisch motiviertes Verhalten durch extrinsische MOTIVATION verst rkt wird, sprich: wenn eine Neigung von au en belohnt wird. Prim re Bed rfnisse 4 MOTIVATION in der Schule Wie kann man Sch ler motivieren? - Ein `angenehmer Lehrer sein, sich f r die Anliegen und Ideen der Sch ler interessieren Versuchen ein gutes, freundschaftliches Verh ltnis aufzubauen, z. B. durch kurze pers nliche oder private Gespr che.
8 - Mitglied in einem `Team sein, auf das man sich verlassen kann Wenn ich mich auf meine Sch ler/innen verlassen m chte, muss ich ihnen zeigen, dass sie das auch von mir erwarten k nnen. - Niemand unter Druck setzen Zu viel Druck k nnte ins Gegenteil ausarten leider funktioniert Schule meist nicht ohne einem gewissen Druck. - Sich gegenseitig respektieren Diese soziale Kompetenz sollte man schon in der Schule erlernen und erfahren, da sie f r das weitere Leben der Sch ler/innen sehr wichtig ist. - `Leben und Energie in den Schulalltag bringen Den Unterricht durch verschiedene bungen (siehe MOTIVATION als Unterbrechung ) auflockern. - Die Schule nicht als selbstverst ndlich hinnehmen Die Schule nicht als l stige Pflicht sehen.
9 Die Sch ler/innen sollen merken welche Chancen sie haben und welche M glichkeiten ihnen offen stehen. - Spa an der Arbeit in der Schule haben und Humor in die Klasse bringen Der Klasse zeigen, dass man gerne in die Schule geht, gerne Lehrer/in ist und von seinem Fach begeistert ist. - Den Sch lern bei Aufgaben das Gef hl geben es `alleine geschafft zu haben Siehe Leistungsmotivation - Spielen Spiele lockern den Unterricht auf sie k nnen als Unterbrechung, Belohnung oder zum Lernen verwendet werden. 5 Die 4 Grundprinzipien motivierten Arbeitens 1) W hle deine Einstellung Es liegt an uns, wie unser Arbeitstag verl uft. Sich bewusst f r eine positive Einstellung entscheiden zum Beispiel: Ich entscheide mich f r Selbstvertrauen und den Glauben an Erfolg.
10 Falls es einmal nicht nach Wunsch l uft, ist es wichtig, nicht in eine Opferrolle zu verfallen. Ruhig etwas riskieren ohne dabei st ndig Angst zu haben, es k nnte etwas schief gehen. Den Mut zu Ver nderungen haben (auch wenn das oft sehr schwierig ist). 2) Bereite anderen Freude Immer nach M glichkeiten suchen, bei den Sch lern eine angenehme Erinnerung zu hinterlassen. Indem man jemandem Freude bereitet, sorgt man f r diese angenehme Erinnerung. Wichtig ist auch, sich nicht von den Sch lern abzugrenzen, sondern diese in den Unterricht so viel wie m glich mit einzubeziehen. Das hei t nichts anderes als den Sch ler/innen seine Aufmerksamkeit zuzuwenden. 3) Sei pr sent Wirklich pr sent zu sein bedeutet geistig anwesend zu sein - in der Arbeit in der Klasse aufzugehen.