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Präanalytik der Kaliumbestimmung - labor-berghold.at

Pr analytik der KaliumbestimmungDer Kaliumwert geh rt zu den Laborparametern, die im Routinelabor am h ufigsten bestimmt werden. Viele Medikamente (Diuretika) und Krankheiten (Niereninsuffizienz) beeinflussen die Kaliumkonzentration im Serum oder Plasma. Ein niedrig-normales Kalium kann ein Hinweis f r einen prim ren Hyperaldosteronismus Kaliumbestimmung gilt in Bezug auf pr analytische Fehler als ein sehr empfindlicher Parameter. In den roten Blutk rperchen ist die Konzentration 35mal h her als im Serum. Kalium kann nach Zerst rung der Erythrozyten austreten (H molyse) oder - als kleines Molek l - auch aktiv und passiv durch die Zellmembran verschoben werden (unabh ngig einer evt. vorhandenen H molyse).In den ersten Stunden nach der Blutabnahme ist daher auch ein Einstr men von Kalium in die Erythrozyten m glich, der Kaliumwert im Serum kann also absinken.

- Rezentrifugation Gelröhrchen sollten im Labor nicht nochmals zentrifugiert werden, da Flüssigkeit unterhalb der Gelbarriere nach oben gepresst wird und zu einer Erhöhung der Kaliumwerte führt.

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1 Pr analytik der KaliumbestimmungDer Kaliumwert geh rt zu den Laborparametern, die im Routinelabor am h ufigsten bestimmt werden. Viele Medikamente (Diuretika) und Krankheiten (Niereninsuffizienz) beeinflussen die Kaliumkonzentration im Serum oder Plasma. Ein niedrig-normales Kalium kann ein Hinweis f r einen prim ren Hyperaldosteronismus Kaliumbestimmung gilt in Bezug auf pr analytische Fehler als ein sehr empfindlicher Parameter. In den roten Blutk rperchen ist die Konzentration 35mal h her als im Serum. Kalium kann nach Zerst rung der Erythrozyten austreten (H molyse) oder - als kleines Molek l - auch aktiv und passiv durch die Zellmembran verschoben werden (unabh ngig einer evt. vorhandenen H molyse).In den ersten Stunden nach der Blutabnahme ist daher auch ein Einstr men von Kalium in die Erythrozyten m glich, der Kaliumwert im Serum kann also absinken.

2 Die Energie f r diesen Prozess wird durch die Glykolyse zur Verf gung gestellt. Diese aktive Einschleusung von Kalium erfolgt bei h heren Temperaturen ( bei Umgebungstemperaturen von 25 30 Grad) und ist limitiert durch die vorhandene Glukose. berlagert wird dieser Vorgang durch die passive Diffusion aus den der Literatur werden ber 59 St rfaktoren angef hrt, die die Kaliumwertbestimmung beeintr chtigen k nnen. Bei Einhaltung des richtigen pr analytischen Vorgehens (siehe unten) sind aber trotzdem in einem engen Rahmen (z. B. +/- 0,3 mmol/l) zuverl ssige Kaliumbestimmungen auch im niedergelassenen Bereich gew wichtigsten Faktoren, die die Kaliumbestimmung negativ beeinflussen sind:- Die Zeit bis zur Zentrifugation (Abtrennung des Serums von den Erythrozyten im Gelr hrchen)Laut Vorgaben sollte die Zentrifugation innerhalb von 2 Stunden erfolgen (4 - 5 Stunden erscheinen in Ausnahmef llen akzeptabel).

3 Bei einer Kontaktzeit des Serums mit Erythrozyten (Serum-clot time) von 24 Stunden und l nger kommt es zu einer deutlichen Erh hung der Kaliumwerte. Die Messergebnisse k nnen noch im Referenzbereich liegen. Sie sind aber nicht mehr verwertbar, da die Erh hung eine Hypokali mie kaschieren H molyseEine geringgradige H molyse beeintr chtigt die Kaliumwerte nur wenig. Bereits kleinste Mengen aufgel ster Erythrozyten sind an einer Rotverf rbung der Seren erkennbar und werden von den Labors als h molytische Seren gekennzeichnet. H molytische Seren sind f r die Kaliumbestimmung normalerweise nicht geeignet. Im Zweifelsfall kann eine LDH-Bestimmung (Die LDH-Konzentration ist im roten Blutk rperchen 360mal h her als im Serum) jede h hergradige H molyse : Dr. Christian Berghold, Dezember 2009 - Rezentrifugation Gelr hrchen sollten im Labor nicht nochmals zentrifugiert werden, da Fl ssigkeit unterhalb der Gelbarriere nach oben gepresst wird und zu einer Erh hung der Kaliumwerte f hrt.

4 Um einwandfreies Serum f r die Analysen zu gew hrleisten, sollte das Vollblut nach der Blutabnahme aufrecht bei Umgebungstemperatur mindestens 20 min (bei Patienten mit OAK auch l nger) stehen. Wird diese Wartefrist nicht eingehalten, k nnen sich nachtr glich kleine Gerinnsel im Serum bilden, die die Analysen st ren. Die Zentrifugation von frischem Blut in Gelr hrchen (rot-gelber Verschluss) erfolgt daher am besten im Zeitraum von 20 min bis 2 Stunden nach der Kein Pumpen und Faust machen bei der Blutabnahme Diese g ngige Praxis f hrt teilweise zu betr chtlichen Erh hungen (bis zu 1 mmol/l und mehr) der Kaliumwerte im Serum. Intrazellul res Kalium gelangt dabei aus der Muskulatur ins Serum. Im Gegensatz dazu hat Langes Stauen keinen relevanten Einfluss auf die Transport und Lagerung der zentrifugierten R hrchen Bei liegenden R hrchen kann es gelegentlich zu einer Abl sung der Gelbarriere von der R hrchenwand kommen.

5 Blutr hrchen sollten daher aufrecht stehend transportiert und gelagert St rgr en wie die Freisetzung von Kalium aus Thrombozyten (z. B. bei Thrombozytosen ber 1 Million/ l) oder aus Leukozyten bei Leukozytosen (z. B. bei Werten ber 50 000 Leukozyten/ l) sind nur selten zu ber Pr sentation zu diesem Thema finden Sie auch auf unserer Homepage: : Dr. Christian Berghold, Dezember 2009


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