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WELT MACHT GELD

Georg Zoche Ein Handbuch der monet ren MACHT welt MACHT GELDSTAND: welt MACHT GELD von Georg Zoche, steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung Unported ist das Geld? und Krise and Bust Spekulationsblasen als Strategie : Wo kam das Geld her? 6 Geldsch pfung nach Lehrbuch 6 Geldsch pfung amerikanisch 8 Verfall des Dollars 10 Falschgeld die Finanzpolitik der USA : Wo ist das Geld hin? 15 Der Blasentrick. 16 Das Spiel mit der Gier. der Wirtschaftsblase zur Blasenwirtschaft Bubbles made in als Exportschlager USA als globale W hrungsreserve Mechanik der Krise ist die Krise? Fed-Protokolle und die Rolle der Fed. 32 Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Zusammenfassung ge aus den Protokollen der Fed 1 FOMC: gef hrlich niedriges Zinsniveau 41 welt MACHT GELDiAnhang 2 FOMC: niedrige Zinsen erh hen die Gefahr einer Immobilienblase 3 FOMC: Kriege und Terrorwarnungen l hmen die Wirtschaft 4 FOMC: Immobilienboom als Motor der Wirtschaft 5 FOMC: Geldmenge 75 welt MACHT GELDiiGeorg ZocheWo ist das Geld?

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1 Georg Zoche Ein Handbuch der monet ren MACHT welt MACHT GELDSTAND: welt MACHT GELD von Georg Zoche, steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung Unported ist das Geld? und Krise and Bust Spekulationsblasen als Strategie : Wo kam das Geld her? 6 Geldsch pfung nach Lehrbuch 6 Geldsch pfung amerikanisch 8 Verfall des Dollars 10 Falschgeld die Finanzpolitik der USA : Wo ist das Geld hin? 15 Der Blasentrick. 16 Das Spiel mit der Gier. der Wirtschaftsblase zur Blasenwirtschaft Bubbles made in als Exportschlager USA als globale W hrungsreserve Mechanik der Krise ist die Krise? Fed-Protokolle und die Rolle der Fed. 32 Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Zusammenfassung ge aus den Protokollen der Fed 1 FOMC: gef hrlich niedriges Zinsniveau 41 welt MACHT GELDiAnhang 2 FOMC: niedrige Zinsen erh hen die Gefahr einer Immobilienblase 3 FOMC: Kriege und Terrorwarnungen l hmen die Wirtschaft 4 FOMC: Immobilienboom als Motor der Wirtschaft 5 FOMC: Geldmenge 75 welt MACHT GELDiiGeorg ZocheWo ist das Geld?

2 Wie der Krieg in die Krise f hrte und wie die Krise den Krieg 1959 hat Robert Triffin auf den schweren Konstruktionsfehler des internationalen Finanz-systems hingewiesen, der sich durch die Sonderrolle des US-Dollars als Weltleitw hrung ergibt: Trif-fin prognostizierte, dass sich die USA auf Grund der weltweiten Nachfrage nach US-Dollar bei dem Rest der welt solange verschulden werden, bis diese systembedingte Schieflage des internationalen Finanzsystems schlie lich in dessen Krise nstigt durch mangelnde Bankenaufsicht, fehlende Finanzstandards und intransparente Fi-nanzinstrumente wurde der von Triffin beschriebene Durst der welt nach Dollar zur Erzielung kurz-fristiger Gewinne ausgenutzt und f hrte zu einem erheblichen Machtzuwachs des Finanzsystems geriet noch weiter in Schieflage, als die amerikanische Zentralbank ihre Leit-zinsen immer weiter senkte in Reaktion auf die Terrorangriffe des 11. September, Angst vor weiteren Terrorangriffen und dem Irakkrieg.

3 Auf diese Weise f rderte sie sehenden Auges das Anschwellen der Immobilienblase, auf deren Geldzufluss die US-amerikanische Regierung in Zeiten des Krieges kaum verzichten konnte. Die von aller welt erhaltenen Immobilienkredite in H he von etwa 20% des weltweiten Bruttoso-zialprodukts wurden von den USA jedoch nur auf den ersten Blick zum Bau oder Kauf von Immobilien genutzt; tats chlich finanzierten sie das US-Handelsbilanzdefizit und mit diesem auch den US-amerikanischen Zinspolitik lag aber eine gewaltige Fehleinsch tzung zu Grunde: der Irakkrieg sollte kosteng nstig nach etwa zweieinhalb Monaten beendet sein. Weit gefehlt: Der Konflikt dauert heute bereits sechs Jahre an, in der US-amerikanischen Geschichte war nur der Zweite Weltkrieg teurer als der Krieg im Irak (gesch tzte Kosten Milliarden US-Dollar; das entspricht etwa 400 US-Dollar pro Kopf Weltbev lkerung).Und so hat sich heute, nach 50 Jahren, Triffins Prophezeiung in Form der US-Immobilienkrise erf llt: die USA haben sich bei der welt maximal verschuldet und k nnen die aufgenommenen Immo-bilienschulden nicht mehr zur ckzahlen.

4 Das internationale Finanzsystem muss in seinen Grundlagen neu berdacht MACHT GELD1 Krieg und KriseAls am 11. September 2001 zwei Verkehrsmaschinen in die Twin Towers des World Trade Cen-ters krachten, hielten die Geb ude den gewaltigen Einschl gen zun chst Stand. Erst Sekund reffekte ausgel st durch die Br nde brachten die Geb ude schlie lich zum die Weltwirtschaft, der diese Anschl ge galten, zeigte sich zun chst erstaunlich resistent. Erst sieben Jahre sp ter st rzten die durch den Terrorangriff ausgel sten Sekund reffekte die internati-onale Finanzwelt schlie lich in die gr te Krise seit 1929. Heute, im Nachhinein, lassen sich einige strukturelle M ngel der weltweiten Finanzm rkte gut identifizieren: mangelnde Bankenaufsicht und Transparenz, falsche Bewertungen durch die Ratinga-genturen, undurchsichtige Finanzderivate, fehlende internationale Finanzstandards, an kurzfristigen Gewinnen orientierte Bonuszahlungen, laxe Kreditvergaben und blinde Spekulation beg nstigten ei-nen weltweiten Fl chenbrand aber sie l sten den Brand nicht aus.

5 Der Brandsatz, der das Feuer entfachte, wurde von der US-amerikanischen Zentralbank gez n-det: billiges Geld in gro en Mengen. Denn die US-amerikanische Zentralbank reagierte auf die An-schl ge mit einer Reihe drastischer Zinssenkungen, um mit billigem Geld die Wirtschaft der USA an-zukurbeln und m glichen negativen Effekten der Terroranschl ge vorzubeugen. Alan Greenspan, bis Februar 2006 Vorsitzender der US-Notenbank Federal Reserve System, notierte retrospektiv: Die Fed reagierte auf die Unsicherheit, indem wir unser Programm der aggressiven Zinssen-kungen beibehielten. Wir f hrten damit die Serie der sieben Zinssenkungen fort, mit denen wir Anfang 2001 begonnen hatten, um die Auswirkungen des Dotcom-Crashs und des allge-meinen Einbruchs am Aktienmarkt aufzufangen. Nach den Anschl gen des 11. September senkten wir die Zinsen noch vier Mal und ein weiteres Mal auf dem H hepunkt der Unter-nehmensskandale im Jahr 2002. Im Oktober 2002 stand der Tagesgeldsatz bei 1,25 Prozent, einer Zahl, die wir ein Jahrzehnt zuvor f r unfassbar niedrig gehalten h tten.

6 (Der Satz war seit den Tagen von Pr sident Eisenhower nicht mehr so niedrig gewesen.) [..] Zwischen 2000 und 2003 sanken auch die Zinsen f r langfristige Anleihen immer weiter: Die Zinsen auf Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren gingen von fast 7 Prozent auf weniger als 3,5 Prozent zur Federal Reserve senkte den Zinssatz bis auf 1%, den niedrigsten Stand seit einem halben Jahrhundert. 38 Monate lang, von Oktober 2002 bis November 2005, lagen die Zinsen schlie lich un-terhalb der Inflationsrate: die Fed verteilte kostenloses Geld. Kein Wunder, dass in dieser Zeit die H userpreise ihre h chsten Steigerungsraten Jedermann bekam einen Kredit f r den Hauskauf, die Nachfrage nach H usern stieg exponentiell. Der Investmentbanker George Soros fasste diese historische Ausnahmesituation lapidar folgenderma en zusammen: welt MACHT GELD2 Billiges Geld erzeugte eine Immobilienblase, eine Explosion fremdkapitalfinanzierter Unter-nehmens bernahmen und weitere Exzesse.

7 Wenn Geld kostenlos ist, wird der rationale Kre-ditgeber so lange Kredite vergeben, bis kein Kreditnehmer mehr zu finden den Unterlagen der Federal Reserve ist heute nachzulesen, dass man sich dort schon 2002 be-wusst war, mit dem billigen Geld m glicherweise eine immense Immobilienblase zu verursachen. A-lan Greenspan sagte hierzu vor dem US-Kongress aus: Durch niedrige Hypothekenzinsen und g nstiges Wetter erfuhr der private Hausbau in den vergangenen Monaten eine beachtlichen Unterst tzung. [..] Die anhaltende St rke im Markt f r privaten Hausbau f hrte zu Bedenken, dass hier m glicherweise eine Immobilienblase im Entstehen In den jeweils nach f nf Jahren ver ffentlichten internen Gespr chsprotokollen der Fed wurden die niedrigen Zinsen bereits im M rz 2002 als nicht nachhaltig und sogar extrem gef hrlich Diesen Gespr chsprotokollen ist auch zu entnehmen, weshalb die Fed die Zinsen jahre-lang auf diesem gef hrlichen Niveau belie : die US-amerikanische Wirtschaft musste trotz des Irak-kriegs und der Angst vor weiteren Terrorangriffen bei Laune gehalten Und die beste M g-lichkeit, die Wirtschaft anzuschieben bestand in der F rderung des Hausbaus.

8 In seiner Autobiografie f hrt Alan Greenspan an:Nach dem 11. September war die Wirtschaft geschw cht; es waren die Ausgaben der Konsu-menten, die der Wirtschaft aus dieser Schw chephase heraushalfen. Und diese Konsumausga-ben wiederum wurden von der Entwicklung am Immobilienmarkt getrieben: die st rzenden Hypothekenzinsen hatten den privaten Immobilienmarkt in vielen Teilen der USA belebt, wo-durch die Werte der H user gewaltig stiegen. Die H userpreise stiegen in den Jahren 2000, 2001 und 2002 um jeweils 7,5 Prozent pro Jahr und damit doppelt so schnell wie nur wenige Jahre zuvor. Dabei wurden nicht nur historisch viele H user neu gebaut, sonder auch histo-risch viele bereits gebaute H user weiterverkauft. Dieser Boom f hrte zu einem gro artigen Stimmungsschub: selbst wenn man sein Haus nicht verkaufte, konnte man sehen, wie die H user in der Nachbarschaft erstaunlichen Preisen erzielten was bedeutete, das das eigene Haus auch im Wert gestiegen MACHT GELD3 Der durch die niedrigen Zinsen erm glichte Immobilienboom wurde zudem mittels gezielter Ma nahmen der US-Regierung unterst tzt: Steuersenkungen und -r ckzahlungen sowie diverse politi-sche Programme zur F rderung des Hausbaus.

9 Durch diese Ma nahmen kletterte der Anteil von Hausbesitzern in der US-amerikanischen Gesellschaft auf den historischen H chststand von 69,3% im zweiten Quartal Diese Konjunkturma nahmen hatten ebenso wie die niedrigen Zinss tze ihre Begr ndung in den Anschl gen des 11. September. Das US-Schatzamt f hrt hierzu aus:Die Terroranschl ge f hrten zu einem R ckgang der Konjunktur und erh hten die Ausgaben f r die nationale Sicherheit. Um diesen Effekten entgegenzuwirken, erlie der neue Pr sident, George W. Bush, Steuersenkungen und -r ckzahlungen; aber das Defizit stieg und mit ihm die Risiko, durch das Zusammenwirken von niedrigen Zinsen und staatlichen Immobilienpro-grammen eine Blase zu verursachen, wurde dabei bewusst in Kauf genommen. Alan Greenspan hier-zu:Ich war mir dar ber im Klaren, dass eine Lockerung der Kreditbedingungen f r Subprime Kreditnehmer das finanzielle Risiko erh hte, und dass subventioniertes Hauseigentum den Markt verzerrt.

10 Doch ich war damals wie heute der berzeugung, dass der Nutzen einer wei-teren Verbreitung des Hauseigentums dieses Risiko Wert Zudem stellte die Fed in einer Untersuchung fest, dass das Risiko erfolgreich auf andere Investo-ren abgew lzt werden konnte auf jene Investoren aus aller welt , die heute tats chlich die Hauptlast der Kreditausf lle tragen. Im Protokoll des Federal Open Market Committee (Offenmarktausschuss) der US-Notenbank hei t esDer Ausschuss besprach und diskutierte bei diesem Treffen Pr sentationen der Mitarbeiter zu den Themen Immobilienbewertung und W hrungspolitik. In den USA sind, insbesondere in einigen Gegenden, die H userpreise in den letzten Jahren stark angestiegen; auf sehr hohe Werte, bezogen auf Einkommen oder Mieten. Zuz glich zu lokalen Marktfaktoren, scheinen die H userpreise von zahlreichen Einfl sse unterst tzt zu werden, darunter eine deutliche Zu-nahme der verf gbaren Einkommen, niedrige Hypothekenzinsen, sowie Finanzinnovationen im privaten Hypothekenmarkt.


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