Transcription of Vorstellung der homöopathischen …
1 SANUM-Post 72/20059 Vorstellung der hom opathischen Wirkungsrichtung von HEXACYL von Camilla FischerIn diesem Artikel werden die Einzel-bestandteile des neuen SANUM-Pr parates HEXACYL ausf hrlichbeschrieben. Durch die Kombi-nation wird ein breit gef chertesWirkungsspektrum Tropfen setzen sich ausdrei hom opathischen Mittelnzusammen: Berberis vulgarisUrtinktur, Lycopodium clavatumUrtinktur und Sulfur der Ausgangs-stoffeBerberis vulgaris: Der Sauerdornist ein bis zu vier Metern hoher,dorniger Strauch mit gelben Bl tenund roten, sauren Beeren.
2 Wurzelnund Triebe sind in ihrem Innerengelb und wurden fr her zum F rbenverwendet. Die Berberitze w chstauf trockenen, kalkreichen B denund meidet feuchte Standorte. DiePflanzenheilkunde verordnete des-halb Berberis als Diuretikum zurVertreibung von Wasseransamm-lungen. Die Beeren enthalten Apfel-,Wein- und Zitronens ure. In derHom opathie wird die getrockneteRinde von Wurzeln und Triebenverwendet. Sie enth lt verschiedeneAlkaloide, Berberin, das iden-tisch ist mit dem HauptwirkstoffChelidoxanthin des LebermittelsSch llkraut, Chelidonium clavatum:Der B r-lapp steht botanisch zwischenMoosen und Farnen.
3 Die Pflanzen-triebe wachsen schlangenartig undstark verzweigt dicht am Boden. Anden 10 bis 15 cm hohen St ngeln(in Urzeiten erreichten die Pflanzenbis zu 40 Meter H he!) reifen imSp tsommer walzenf rmige Frucht- hren. Ihre wasserabweisendenSporen enthalten ein schwefel-gelbes Pulver. Dies wurde in derVolksmedizin als Wundpuderbenutzt. Verbrennt man das Pulver,entstehen Blitzfeuer, die fr her aufJahrm rkten und in Theatern f rLichteffekte sorgten. Auch des-wegen wird der B rlapp alspflanzlicher Schwefel durch Verreibung undVersch ttelung entfalten die Inhalts-stoffe der Sporen (verschiedeneAlkaloide, fettes l, Aluminium) ihrearzneiliche :Das Nichtmetall kommt inder Natur in diversen chemischenFormen (kristallin, amorph und alsweiche, lige Substanz) werden verschiedeneSchwefelverbindungen bei der Her-stellung von Textilien, Farbstoffen,D nge- und Arzneimitteln verwen-det.
4 In der Medizin wurden imMittelalter Krankenr ume mitbrennender Schwefelbl te ausge-r uchert. Schwefelquellen kommenals B der bei Haut-, Gelenks- undLungenerkrankungen zum Hom opathie verwendet Sulfurin Form der Schwefelbl te. Eshandelt sich dabei um einkristallines, gelbes Inhaltsstoffe von HEXACYL Sulfur, Lycopodium, Berberis zeigen in ihren Arzneimittelbildernuntereinander ein hnliches Wirk-prinzip, wobei die Einzelmittel sich inverschiedenen Bereichen erg nzenund dadurch die therapeutischeBandbreite Anwendungsm glichkeiten f rHEXACYL werden am deutlichsten,wenn man sich die Aufgaben undWirkungen des Schwefels in derPhysiologie des Stoffwechsels vorAugen f hrt.
5 Schwefel kommt in schwefel-haltigen Aminos uren vor und damitals Eiwei baustein in nahezu allenK rperzellen. Als Bestandteil vonHormonen, Vitaminen und Co-enzymen erf llt er zahlreiche Auf-gaben im Stoffwechsel und bei derEntgiftung k rpereigener und -fremder kleinen Mengen wirkt Schwefelsowohl oxidations- als auchstoffwechselanregend (vermehrteProduktion von Verdauungss ften, Galle) und tonisiert dieBlutgef e. Nach der traditionellenchinesischen Medizin entspricht dasdem e Mengen Sulfur erzeugenErschlaffung der Blutgef e mitfolgender Stagnation der S fte,10 SANUM-Post 72/2005St rung in der Blutverteilung(Venenstauungen, H morrho-iden) und Auszehrung (Yin-Prinzip).
6 Einatmung toxischer Dosen ( aus G llegruben, Industrie)f hrt zu Schleimhautreizungen inAugen und Luftwegen bis hin zumLungen dem. Vergiftungen mitSchwefelkohlenstoff bewirken an-fangs bererregbarkeit, sp ternarkose hnliche Zust nde bis hinzum Tod durch Ateml hmung. AlleSchwefelintoxikationen beruhen aufZellstoffwechselst rungen chronische Schwefelvergiftunghemmt alle der Eiwei stoffwechselist gest rt, so dass vermehrtschwefelhaltige und andere Abbau-produkte entstehen.
7 Diese h ufensich im Blut und im Folge sind Leber-, Verdauungs-und Nierenst rungen, Blutgef -ver nderungen (Arteriosklerose,Venenleiden), Durchblutungsst run-gen (Kopfschmerzen, Hitze- undK lteempfindungen), Erregungs-oder Erm dungserscheinungensowie Erkrankungen der hom opathische Arznei-mittelbild von Sulfur entsprichtdieser Vergiftungssymptomatik, sodass nach dem Simile-Prinzip diepotenzierte Verabreichung dengest rten Stoffwechsel wieder insGleichgewicht HEXACYL wird Sulfur durch einweiteres gro es Konstitutions-mittel Lycopodium und das kleine Hom opathikum Berberiserg Gemeinsamkeiten der dreiEinzelmittel beginnen mit der der Arzneien hat einen Bezugzum Leber- und Nierenstoffwechselsowie zur Durchblutung undEnergieverteilung.
8 Der B rlapp welcher in der Hom opathie auchals pflanzlicher Schwefel bezeichnetwird vereint sowohl Sulfur- alsauch Berberis-Symptome in sichund steht damit quasi als Vermittlerzwischen beiden (siehe Tab. 1).Au erdem zeigt jede der dreiSubstanzen vordergr ndig gegen-s tzliche Symptome ( sowohlextreme K lte- als auch Hitze-empfindungen, Hei hunger oderAppetitlosigkeit bis hin zum Ekel vorSpeisen, V lle- oder Leeregef hle).Diese Widerspr che erkl ren sich ber die gest rte Blutverteilung,durch die verschiedene Organeoder K rperbereiche unter- bzw.
9 Berversorgt opathische Arzneimittel-bilderBerberis vulgarisHauptindikation f r die therapeu-tische Verwendung des Sauerdornsist die harnsaure Diathese. Stau-ungen im ven sen Blutsystemf hren zu St rungen im Leber-stoffwechsel. Die daraus resultie-rende Harns ureerh hung im Blutbelastet die Nieren. Es folgen,bedingt durch die fehlende Ent-giftung, juckende Ekzeme, rheuma-tische Beschwerden des Bewe-gungsapparates, St rungen im Ver-dauungsablauf und Blutgef -erschlaffung. Wichtiges Leitsymptom f r Ber-beris sind die starken, dauerndwandernden Schmerzen, die alsbrennend, rei end oder stechendempfunden werden.
10 Sie strahlentypischerweise in andere Organeaus, sind mal hier, mal da, sodass der Patient nicht zur Ruhekommt und trotz gro er Er-sch pfung st ndig in Bewegungist. Als Ausl ser f r diese Be-schwerden ist die mangelndeAusscheidung von Stoffwechsel-giften zu nennen. TypischeSymptome sind: Kopfschmerzenmit berempfindlichkeit gegen u ere Reize; Stiche in Brust-und Herzgegend; schie endeSchmerzen in der Wirbels ule,die in die Gliedma en undGelenke strahlen; rheumatoideSymptome; Leber-, Gallen- oderNierenkoliken; Cystitis mit deut-lichen Harnabsatzproblemen undrotem Sediment; an m nnlichenund weiblichen Geschlechtsor-ganen stechende Beschwerden.