Transcription of Einf uhrung von Enterprise Architecture …
1 DIPLOMARBEITEinf uhrung von Enterprise Architecture Managementin einem Technologieunternehmen:Eine Fallstudieausgef uhrt zur Erlangung des akademischen Gradeseines Diplom-Ingenieurs unter der Leitung Dr. Hermann KaindlamInstitut f ur Computertechnik (E384)der Technischen Universit at WiendurchRobert Miksch 0625824 Schadinagasse 10/17, 1170 Wien, OsterreichWien, am 01. 10. 2014 KurzfassungEs wird ein Unternehmen dabei unterst utzt, eine zentrale und strukturierte Dokumentation sei-ner IT-Landschaft zu erstellen. Es werden die Anforderungen der Stakeholder aufgenommen undverschiedene Enterprise Architecture Frameworks betrachtet, die zur Umsetzung geeignet des Fokuses der Anforderungen auf die Applikations-Ebene (im Gegensatz zu einemFokus auf Infrastruktur-, Daten- oder Gesch afts-Ebene) wird das Framework ArchiMate verwen-det. Mit Hilfe des Open-Source-Software-Tools Archi wird ein Modell der IT-Landschaft Abschluss werden weitere Schritte f ur Pflege und Ausbau des Modells company is supported in creating a central and structured documentation of its IT demands of the stakeholders are gathered and several Enterprise Architecture Frameworksare examined.
2 Since the demands are mainly focused on the application layer (instead of onthe infrastructure, data or business layer) the framework ArchiMate is used. A model of the ITlandscape is created using the open source software Archi. Finally further steps for mainteningand expanding the model are allererst m ochte ich meinem Betreuer Dr. Hermann Kaindl f ur dieM oglichkeit danken meine Diplomarbeit in seinem Fachgebiet zu schreiben. Ich danke ihm f urseine produktiven R uckmeldungen und seine fachkundigen besonderer Dank geb uhrt dem Partnerunternehmen dieser Arbeit. Insbesondere erw ahnt seiDr. Wolfgang H., dessen Engagement wesentlich dazu beigetragen hat, dass diese Kooperationzustande gekommen Selim Erol danke ich f ur die tatkr aftige Unterst utzung zum Beginn der Arbeit. MeinerFreundin Andrea danke ich f ur das Korrekturlesen meiner Arbeit und die stetige emotionale Un-terst utzung.
3 Ein gro es Dankesch on gilt auch meinen Eltern, die mich w ahrend meines gesamtenStudiums unterst utzt haben und stets hinter mir gestanden Einleitung12 Enterprise Architecture EAM Grundlagen .. Abgrenzung zu anderen Beschreibungssprachen und Disziplinen des IT-Managements Ubersicht uber g angige Enterprise Architecture Frameworks .. der Verbreitung verschiedener Enterprise Architecture Zachman Framework .. Open Group Architecture Framework (TOGAF) .. of Defense Architecture Framework (DoDAF) .. integrierter Informationssysteme (ARIS) .. EAM in der wissenschaftlichen Literatur .. 123 Werkzeugunabh angige Modellentwicklung .. der Stakeholder .. eines werkzeugunabh angigen Schemas .. Auswahl geeigneter Tools .. des Frameworks .. des Software-Tools .. Werkzeug-spezifische Modellentwicklung .. uhrung in ArchiMate zum Verst andnis des Modells.
4 Schema in ArchiMate .. Projektmanagement-Sicht als beispielhafter Auszug aus dem Modell .. Resultate und Erkenntnisse .. und Erfahrungen .. 534 Diskussion und N achste Schritte zur sinnvollen Weiterentwicklung des Modells .. Ma nahmen zur Integration des Modells in die Arbeitsabl aufe .. 595 Zusammenfassung61 IVInternet Referenzen62 Literatur62 VAbk urzungenEAEnterprise Architecture , UnternehmensarchitekturEAME nterprise Architecture ManagementITInformationstechnologieBPMNB usiness Process Modelling NotationITILIT Infrastructure LibraryUMLU nified Modeling LanguageDMSD okumenten-Management-SystemVI1 EinleitungDiese Diplomarbeit ist in Kooperation mit einem Partnerunternehmen entstanden. Das Unter-nehmen entwickelt und vertreibt ein Portfolio technischer Produkte im Business-To-Business-Markt. Die IT-Abteilung des Unternehmens kam auf den Autor dieser Diplomarbeit zu, um ein Uberblicksbild ihrer IT-Landschaft zu IT-Abteilung eines Unternehmens hat die Aufgabe, Systeme bereitzustellen, die Funktiona-lit aten und Daten liefern, um die Firma beim Umsetzen ihrer T atigkeiten und Ziele bestm oglichzu unterst utzen.
5 Bei dem Partnerunternehmen ist die IT-Abteilung gemeinsam mit dem Unter-nehmen historisch mitgewachsen. Dadurch ist die IT-System-Landschaft im Laufe der Zeit bedeu-tend komplexer, vielschichtiger und undurchsichtiger geworden. Die Methoden, um die Systemezu beherrschen, wurden allerdings nicht in gleichem Ma e neue Systeme sind bei Bedarf in das bestehende Geflecht integriert worden, was zu einemverwobenen und stellenweise mangelnd dokumentierten Gesamtsystem gef uhrt hat. Vor allemfehlt es an einem aktuellen, allumfassenden Gesamtbild. Das ist keine ungew ohnliche Situation,sondern ein Resultat aus schnellem Wachstum und hohem System k onnen in so einer Situation oftmals nicht ohne bedeutendem Mehraufwand vollst andigausgegliedert werden, weil die Auswirkung davon auf die anderen Systeme nicht ohne eingehendeUntersuchungen bekannt ist. Dies erh oht sowohl Risiko als auch Aufwand eines eventuellen Kon-solidierungsprojekts, was wiederum die Wahrscheinlichkeit einer Verschiebung so eines Projektssteigert.
6 Das resultiert letzten Endes in erh ohten Lizenz- und Wartungskosten. Umgekehrt ist esebenso aufwendig, bestehende Systeme abzu andern oder neue Systeme zu integrieren, wenn nichtrestlos klar ist, welche Auswirkungen auf die Gesamt-Landschaft dabei zu ber ucksichtigen kosteng unstig zu bleiben, muss die IT-Strategie den Bed urfnissen des Unternehmens entspre-chen. Das sicher zu stellen ist Aufgabe des Managements. Ein gemeinsames Bild der IT-Landschaftund davon, wie die einzelnen Unternehmensprozesse diese nutzen, w are dabei eine gro e das IT-Management und das Management der Fachbereiche so ein gemeinsames Bild zurVerf ugung h atten, w urde das dazu beitragen Missverst andnissen vorzubeugen und Meetings zuverk IT-Abteilung muss dar uberhinaus stets klar sein, von welchen KollegInnen ihre Syste-me benutzt werden, da diese in System anderungsprozesse miteinbezogen und uber eventuelleAusf alle informiert werden m ussen.
7 Die Nutzerkreise andern sich jedoch mit jeder Anderung derGesch aftsabl aufe. Dieses Wissen geh ort ebenfalls festgehalten, da es sonst schwierig und aufwen-dig ist, stets am Laufenden zu DokumentationsversucheIn dem Unternehmen kam also immer mehr der Wunsch auf, s amtliche Abh angigkeiten der IT-Systeme zentral zu erfassen und darzustellen. Es gab bereits in der Vergangenheit Versuche einederartige Dokumentation zu erstellen. Keiner war jedoch von nachhaltigem Erfolg gepr gr o te derartige Dokumentationsprojekt des Unternehmens resultierte in einer gigantischenMicrosoft Visio-Datei mit Zeichnungen von Systemen und System-Verbindungen. Die Datei warallerdings so un ubersichtlich, dass nur in einem Ausdruck im DIN-A0-Format die Beschriftungennoch lesbar waren. Au erdem wurden die verwendeten Symbole nicht beschrieben, sondern einfachals intuitiv angenommen. Es gab keine Vorgabe an das Management oder die TechnikerInnen,das Dokument zu pflegen und es gab keine Verantwortlichen, die die Pflege vorantrieben.
8 DieAkteurInnen, die daraus Nutzen h atten ziehen k onnen, empfanden es als zu un ubersichtlich undzu komplex. So wurde es nicht mehr weiter gepflegt und das Dokument veraltete und Nutzerkreise der jeweiligen Systeme waren in dem Dokument uberhaupt nicht gab und gibt es in dem Unternehmen eine weitere, ISO9001-konforme Dokumentationder Gesch aftsprozesse, in der auch die im Zuge dieser Prozesse genutzten technischen Systemefestgehalten sind. Diese beiden Dokumentations-Arten waren v ollig voneinander angestrebte neue Dokumentation soll aus den gemachten Fehlern lernen und sie wurden folgende Ma nahmen f ur einen neuen Dokumentationsanlauf at f ur die Akteure so gering wie m oglich die Dokumentation komplex oder die Dokumentationst atigkeit unn otig zeitaufwen-dig ist, werden die AkteurInnen sie nur ungern pflegen oder zu Rate ziehen. Man solltesich nicht durch die Gesamtheit der Systeme arbeiten m ussen, wenn gerade nur ein Teil-Ausschnitt relevant ist.
9 Die verwendete Symbolik sollte dokumentiert oder wenn m oglichsogar standardisiert sein, um den Wiedererkennungswert zu erh ohen und die Grafik dadurchzu AkteurInnen sollen motiviert werden, die Dokumentation zu nutzen und aktuell zu Systeme werden laufend ver andert und jede Anderung muss dokumentiert eine Dokumentation, auf deren Korrektheit man sich verlassen kann, ist wertvoll. Da-her m ussen alle Personen, die die technischen Systeme oder die Gesch aftsprozesse andernk onnen, die Verantwortung tragen, dass jede ihrer Anderungen zentral dokumentiert von Technik und Gesch aftsprozessen soll vereint Punkt ist wichtig, weil sonst die Daten doppelt gepflegt werden und die Aktua-lit at der Daten unterschiedlich sein kann. Wenn es keine direkte Verkn upung von einembestimmten System in der technischen Dokumentation mit dem gleichen System in dergesch aftsprozessorientierten Dokumentation gibt, muss diese Verkn upfung beim Nachschla-gen manuell hergestellt werden, was zeitaufwendig und fehleranf allig DokumentationsversuchIn der Literatur ( [Han09], [Lan09]) wird zu diesem Zweck die Einf uhrung einer Unterneh-mensarchitektur ( Enterprise Architecture , EA) empfohlen:2 Einleitung Durch eine Unternehmensarchitektur ( Enterprise Architecture ) wird eine Gesamt-sicht auf das Unternehmen geschaffen.
10 Eine Unternehmensarchitektur beinhaltet al-le wesentlichen Business- und IT-Strukturen und deren Verkn upfungen. Auf dieserBasis lassen sich das Business und die IT und deren Zusammenh ange angigkeiten und Auswirkungen von Ver anderungen in Business und IT werdentransparent. [Han09, S. 57f]Eine EA vereint wie gefordert die Dokumentation der Technik- und Gesch aftsebenen. Mit ihrenstandardisierten Darstellungen und Informationen bietet sie eine gemeinsame Sprache f ur IT undFachbereich und sie erm oglicht ein einfaches Einlernen f ur AkteurInnen, die das Modell pflegenoder Zuge dieser Diplomarbeit wird bei dem Partnerunternehmen Enterprise Architecture Manage-ment, kurz EAM, eingef uhrt. In Kapitel 2 wird EAM theoretisch in ihren Grundz ugen Nutzen wird hervorgehoben und ihr Wesen wird von verwandten Sprachen und Normen wieBusiness Process Model and Notation (BPMN) [5], IT Infrastructure Library (ITIL) und der Qua-lit atsmanagement-Norm ISO 9001 abgegrenzt.