Transcription of Übersicht über Kernprozesse der Supply Chain und …
1 SAP / i2 Einf hrungsprojekt Compris GmbH & Co. KG. Eingef hrte Supply Chain Prozesse mit SAP und der i2-Produktsuite und deren Zusammenwirken bei einem W lzlagerhersteller Ersteller des Dokuments: H. Post Seite 1 von 37. SAP / i2 Einf hrungsprojekt Compris GmbH & Co. KG. INHALT. 1. 3. 2. Grundlegende Definitionen .. 4. Produkt- /Leistungstypologien des Unternehmens .. 4. Bezeichnung .. 4. Gesch 4. bersicht ber die Hauptprozesse:.. 5. bersicht ber die Sonderprozesse:.. 6. Ausgew hlte Prozesse ( Kernprozesse ) .. 6. 3. Beschreibung der Kernprozesse der Supply Chain .. 7. Der Engineering-Prozess .. 7. Materialstammprozesse entlang der Engineering 8. Bedeutung der Materialarten .. 10. bersicht der Serienprozesse f r eigen gefertigte Erzeugnisse.
2 11. Prozesse im Handelshaus (Katalog- und Lagerware).. 13. Detaillierte Beschreibung der Prozesskomponenten der 16. 16. Grundlagen Planungsdimensionen .. 16. Grundlagen Seller- und Produkthierarchie .. 18. Ablauf der Bedarfsplanung .. 20. Bedarfsverrechnung (Verrechnung Planbedarf gegen Kundenauftr ge).. 21. Grobplanung (i2-MP) .. 22. Aufteilung in ATP-Mengen .. 23. 24. Verf gbarkeitspr fung in Kundenauftr gen .. 25. Online-Verf gbarkeitspr fung .. 25. Aktualisierung der Best tigungen .. 26. 26. Produktionsfeinplanung .. 27. MRP und Erzeugung von 28. Produktionsdurchf 29. berblick ber die Systemintegration i2/SAP/LS (Legacy Systems) .. 31. Funktion der Langfristplanung aus Sicht der Supply Chain .. 33. Zusammenh nge Supply Chain Planung und Finanzwesen.
3 33. Ermittlung des Kostenstellen-Leistungsbedarfs aus der Mengenplanung .. 34. Funktionen und Prozesse in der Au 35. 4. Abk rzungsverzeichnis .. 37. Ersteller des Dokuments: H. Post Seite 2 von 37. SAP / i2 Einf hrungsprojekt Compris GmbH & Co. KG. 1. Vorwort Die Einf hrung von SAP R3-i2 bei dem W lzlagerhersteller ist gepr gt von der Herausforderung, ein umfangreiches Produktspektrum sowie die dazugeh rigen Planungsaufgaben und Prozesse im Unternehmen und im Zusammenspiel mit den Kunden in Einklang zu bringen. So ist aus den Produkt- und Gesch ftsbereichen eine Typologie der Gesch ftsabwicklung abzuleiten, die sich nicht zuletzt aus dem Zusammenwirken mit den Kunden aus den verschiedenen Branchen ergibt. Beispielsweise werden aus der Automobilindustrie im Bereich der Produktentwicklung, Pro- duktentstehung und Vertrieb andere Anforderungen gestellt als in den Bereichen Industrie und Han- del.
4 W hrend in den Gesch ftsbereichen Automobil und Industrie die Produktionsphilosophie Engi- neer to Order (ETO) (Konstruktion, Produktion und Vertrieb nach Kundenauftrag) vorherrscht, zeich- net sich vor allem der Handel durch die Produktionsphilosophie Engineer to Market (ETM) (Konstruk- tion, Produktion und Vertrieb ohne Kunden-auftrag) aus. Im Prozess ETO liegen Bedarfszahlen der Kunden vor, auf deren Basis die Bedarfszahlen f r die Produktion ermittelt werden (Forecast). Dage- gen greift der Prozess ETM auf Vergangenheitszahlen zur ck, die bereinigt in die Zukunft extrapoliert werden (Stochastik). Im Prozess Engineer to Order sind der Kunde und seine Bedarfe somit vor dem Produktentste- hungsprozess bekannt. Im Prozess Engineer to Market tritt der Kunde erst mit einem der Er- zeugniserstellung nachfolgenden Auftrag in Erscheinung, bzw.
5 Taucht bei Einschaltung von Ver- triebspartnern als Endkunde berhaupt nicht auf. Bei ETO gilt der Grundsatz Kunde vor Ware , dagegen bei ETM Ware vor Kunde . Diese Ans tze wirken sich auf die Prozesse und Planungen im Unternehmen aus. Unternehmensintern stellen die unterschiedlichen Produktionsprozesse die von Einzelfertigung bis hin zur Gro serienfertigung reichen, die verschiedenartigsten Fertigungstechnologien erhebliche Anforderungen an ein flexibles Planungs- und Steuerungssystem. Als ERP-System (Enterprise Resource Planning), das als transaktionale Ebene zur Steuerung der betrieblichen Prozesse zu sehen ist, wird SAP R3 eingesetzt, im Folgenden kurz R3. Das APS- System i2 (Advanced Planning System) deckt die Logistik-Aufgaben ab, die in die Bereiche der Planung und Strategie fallen.
6 I2 nutzt f r seine Planungsfunktionalit ten die Daten aus R3. i2 ist demnach direkt abh ngig von R/3. Der Datenpflege und -aktualisierung im ERP-System kommt deshalb h chste Priorit t zu. Mit der Einf hrung von R/3 und i2 steht das Unternehmen vor der gro en Herausforderung, be- stehende Prozesse zu berpr fen, wo n tig den neuen Systemen anzugleichen, aber auch die neuen Systeme so zu konfigurieren, dass alle notwendigen Prozesse im Unternehmen eindeutig und nachvollziehbar abgebildet werden. Aus dieser Arbeit heraus w chst die Chance, in dem global operierenden Unternehmen weltweit ber vergleichbare Prozesse und Daten, somit ber Informationen, zu verf gen, die die Planungssicherheit erh hen. Mit der in R/3-i2 nur einmalig n tigen Datenerfassung f r Stammdaten und die Absatzpla- nung steigt die Qualit t der Planungsergebnisse zu den Kundenbedarfen.
7 Zudem besteht jetzt die M glichkeit, den Produktionsmitteleinsatz zu optimieren. Die bisher gesch tzten Sicherheitsbest nde werden durch die in I2 m glichen Planungsans tze opti- miert. Es stehen die richtigen Erzeugnisse in den erforderlichen Mengen zur Verf gung. Ersteller des Dokuments: H. Post Seite 3 von 37. SAP / i2 Einf hrungsprojekt Compris GmbH & Co. KG. 2. Grundlegende Definitionen Produkt- /Leistungstypologien des Unternehmens Die Gegen berstellung zeigt, ausgehend von den Produkt-, bzw. -Gesch ftsbereichen, die unter- schiedlichen Typologien. In der Spalte Charakteristika sind einige wichtige Kennzeichen (keines- falls vollst ndig) aufgef hrt. Kurz- Bezeichnung Haupt-Charakteristika zeichen M Motorenelemente Hauptkunden: Automobil Erstausr ster, Gro serienferti- gung (ETO); Automobil-Aftermarket (ETM).
8 R Rotativ Hauptkunden: Maschinenbau und Automobil (Beispiel Ge- triebe); Klein- bis Gro serie (ETO); Handel (ETM). S Schwerlastlager Hauptkunden: Maschinenbau; Einzelfertigung bis Klein- und Mittelserien (ETO); Handel (ETM). L Linear Hauptkunden: Maschinen- und Anlagenbau; die Produkti- onsphilosophie ETM wird im Auftragsfall abgel st durch CTO (Configure to Order), frei bersetzt; bedarfsgerechte Zusammenstellung). W W lzk rper Hauptabnehmer: Eigene Werke, Automobil, Industrie und Handel; Gro serienfertigung; Genauigkeitsabwicklungen;. ETO. K Kunststoff Hauptabnehmer Eigene Werke, Automobil; Mittlere bis Gro e Serien; ETO. P/T Produktionstechnische P: Leistungen f r Werke, Standardisierung Maschinen und Entwicklung/Technische Ersatzteile weltweit; T: Leistungen f r Werke; Produktent- Produktentwicklung wicklungen mit und ohne Kundenauftrag T(Tools) Werkzeugbau Hauptabnehmer Eigene Werke, Einzelfertigung; ETO.
9 Gesch ftsprozesstypen Unabh ngig vom Material, das an Kunden oder eine Auslandsgesellschaft geliefert wird, sind fol- gende Gesch ftsprozesstypen zu unterscheiden: KULT (Kundenlieferteile): Hierunter sind Erzeugnisse und Materialien zu verstehen, die selbst hergestellt oder beschafft und direkt an einen Endkunden verkauft werden. Buchungskreiskreis bergreifende Direktlieferung: Die bergabe des Bedarfes erfolgt direkt an das produzierende Werk in einem anderen Land mit anschlie ender Direktliefe- rung von dort aus an den Endkunden. Zwischen produzierendem Buchungskreis und dem der Landesgesellschaft wird eine interne Verrechnung ber den Warenwert durchgef hrt. Die Auftragsabwicklung und Faktura erfolgt ber die Landesgesellschaft mit dem Endkun- den.
10 Lieferungen au erhalb der EU (Drittl nder): Die Bedarfs bergabe an die produzieren- de/liefernde Einheit wird ber eine Streckenbestellung angesto en. Die Lieferung erfolgt direkt an den Kunden. Die produzierende Einheit fakturiert an die Landesgesellschaft, diese an den Endkunden. Direktlieferung mit Partnerrolle und Provisionsregelung: Dieses Verfahren kann weltweit genutzt werden. Bestellung, Lieferung und Faktura werden direkt zwischen Kunde und produzierender/liefernder Einheit abgewickelt, die Serviceleistungen der Landesge- Ersteller des Dokuments: H. Post Seite 4 von 37. SAP / i2 Einf hrungsprojekt Compris GmbH & Co. KG. sellschaft ber eine Provisionsregelung ber cksichtigt. Die Landesgesellschaft greift als Partner auf diese Kundenauftr ge zu.