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Maus, Stift, Touchpad, Touchscreen und Co. - bagm.de

Beratungsb ro f r Arbeitsgestaltung und Gesundheitsmanagement 1 Regine Rundnagel Maus, Stift, Touchpad, Touchscreen und Co. - ergonomische Anforderungen an Eingabeger te F r die Bedienung der Computerprogramme ist die Computermaus das wichtigste Eingabege-r t. Alle, die t glich stundenlang damit arbeiten, sollen das entspannt und so bequem m glich tun k nnen. Deshalb sind die Form, die Gr e und auch die Tastengestaltung wichtige Anfor-derungen ein eine ergonomische Maus. Immer h ufiger werden Smartphones und Tablets beruflich genutzt, hier gelten ebenfalls Grundregeln der Ergonomie bei der Bedienung. Sonst kann es auch hier wie bei der Mausnut-zung zu dauerhaften Gesundheitssch den im Hand- und Armbereich kommen. Computerm use m ssen ergonomisch sein Mit der Computermaus werden ber einen Sensor Bewegungen in digitale Steuerungsinforma-tionen eines Zeigers am Bildschirm bertragen und per Tastendruck Aktionen im EDV-Programm ausgel st.

Beratungsbüro für Arbeitsgestaltung und Gesundheitsmanagement 1 Regine Rundnagel Maus, Stift, Touchpad, Touchscreen und Co. -– ergonomische

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1 Beratungsb ro f r Arbeitsgestaltung und Gesundheitsmanagement 1 Regine Rundnagel Maus, Stift, Touchpad, Touchscreen und Co. - ergonomische Anforderungen an Eingabeger te F r die Bedienung der Computerprogramme ist die Computermaus das wichtigste Eingabege-r t. Alle, die t glich stundenlang damit arbeiten, sollen das entspannt und so bequem m glich tun k nnen. Deshalb sind die Form, die Gr e und auch die Tastengestaltung wichtige Anfor-derungen ein eine ergonomische Maus. Immer h ufiger werden Smartphones und Tablets beruflich genutzt, hier gelten ebenfalls Grundregeln der Ergonomie bei der Bedienung. Sonst kann es auch hier wie bei der Mausnut-zung zu dauerhaften Gesundheitssch den im Hand- und Armbereich kommen. Computerm use m ssen ergonomisch sein Mit der Computermaus werden ber einen Sensor Bewegungen in digitale Steuerungsinforma-tionen eines Zeigers am Bildschirm bertragen und per Tastendruck Aktionen im EDV-Programm ausgel st.

2 Die neue Generation der optischen M use, die per Lichtstrahl die Bewe-gung aufnehmen, reagiert schnell und pr zise und man ist im Vergleich zur Maus mit Rollku-geltechnik nicht mehr auf eine Mausunterlage angewiesen. F r M use existieren eine Reihe von ergonomischen Gestaltungsregeln sowie neuere Ergeb-nisse aus arbeitswissenschaftlichen Tests. Der Stand der Technik ist weit entwickelt, ergono-mische M use und Alternativen sind im Handel in vielf ltiger Form erh ltlich. Gesundheitsgefahren Wer eine herk mmliche Maus bedient, muss Hand und Arm aus der optimal entspannten, so-genannten neutralen Haltung heraus verdrehen und bewegen. Die Handdrehung erfolgt dabei nach oben und nach au en, auch der Unterarm wird gedreht. Das bedeutet ein im Vergleich zur Tastaturbedienung h herer Einsatz des Oberarms mit Ausw rtsdrehung insbesondere, wenn eine Maus neben der Tastatur genutzt wird.

3 Die Muskulatur ist ber die gesamte Be-dienzeit angespannt, auch wenn die Hand auf der Maus ruht. Wer h ufig mit der Maus arbeitet, der setzt oft nur einen einzigen Finger, und den st ndig zum Klicken oder zur Bedienung des Rollrades zum Scrollen ein, eine sehr einseitige Anforde-rung. Ung nstige Belastungen der Hand- und Armmuskulatur rufen nicht nur die Kraftauf-w nde bei der F hrung der Maus und der Bedienung der Tasten hervor, sondern auch anhal-tende statische Beanspruchungen durch die Positionierung von Hand und Arm. Die kleinen, leichten Bewegungen bei der Mausnutzung f hren durch den hohen Wiederholungsgrad zu berbeanspruchungen, ja auch Verletzungen der Muskulatur. Diese ung nstige Belastungen der Hand-Arm-Muskulatur und die gleichf rmigen, schnellen und sich st ndig wiederholenden (repetitiven) Bewegungen k nnen Schmerzen in H nden und Armen und im Schulterbereich bewirken.

4 Solche Beschwerden und Erkrankungen werden un-ter dem Sammelbegriff RSI zusammengefasst, Mausarm wird dies oft im Alltag genannt. Belastungsminderung bei der Eingabearbeit Um einem Mausarm , also der berbeanspruchung der Muskulatur in Hand, Arm und Schul-tern vorzubeugen sind Schritte auf vier Handlungsebenen zu empfehlen: die Form des Eingabeger tes, die Platzierung, die Abwechslung des Handeinsatzes und die Nutzung anderer Arbeitstechniken. Beratungsb ro f r Arbeitsgestaltung und Gesundheitsmanagement 2 Gute ergonomische Bedingungen erm glichen ergonomisch geformte M use sowie die alterna-tiven Mausformen. Noch besser ist der Eingabestift. Die Hand- und Armstellung n hert sich bei diesen Alternativen der nat rlichen, neutralen Position an.

5 Auch die Gr e der Maus pas-send zur Handgr e muss stimmen. Die Position der Maus nah an der Tastatur vermindert die Ausw rtsdrehung des Oberarms. Zu empfehlen ist eine Arbeitstechnik mit unterst tztem Unterarm. Die F hrung der Maus soll dabei aus dem Handgelenk und nicht mit dem Arm erfolgen. Der Unterarm mit Handballen soll ganz auf der Tischfl che aufliegen k nnen. In den Bedienungspausen soll m glichst eine neutrale Hand/Armposition ohne Verdrehung mit niedriger Muskelaktivit t eingenommen werden. Wer in der Lage ist, die Maus oder anderen Eingabeger te links und rechts zu nutzen und wer auch mal mit Hilfe von Tastaturkombinationen Eingaben steuert entlastet den Mausarm . Diese Arbeitstechniken m ssen allerdings erst gelernt und einge bt werden. Gesetzliche Mindestanforderungen Der Gesetzgeber hat in der Arbeitsst ttenverordnung ergonomische Grundanforderungen an Tastaturen festgelegt, allerdings nicht konkret f r M use oder sonstige Eingabeger te.

6 Er for-dert allerdings die Einhaltung der Grunds tze der Ergonomie. Arbeitsst ttenverordnung Grunds tzliche Anforderungen an die Ergonomie von Arbeitsmitteln Anhang (1) Die Grunds tze der Ergonomie sind auf die Bildschirmarbeitspl tze und die erforderlichen Arbeitsmittel sowie die f r die Informationsverarbeitung durch die Besch ftig-ten erforderlichen Bildschirmger te entsprechend anzuwenden. Anforderungen an alternative Eingabemittel bei ortsfest eingesetzten Bildschirmge-r ten Anhang (3) (3) Alternative Eingabemittel (zum Beispiel Eingabe ber den Bildschirm, Spracheingabe, Scanner) d rfen nur eingesetzt werden, wenn dadurch die Arbeitsaufgaben leichter ausgef hrt werden k nnen und keine zus tzlichen Belastungen f r die Besch ftigten entstehen. Praktisch bedeutet das, dass bei ortsfesten Bildschirmger ten die Eingabeger te Tastatur und Maus zu w hlen sind.

7 Nur bei Spezialaufgaben darf das anders sein. Die Ausf hrung des al-ternativen Eingabemittels muss ergonomisch gepr ft werden, und zwar vor dem Einsatz. Die Beschaffung von Arbeitsmitteln ist eine Mitbestimmungsangelegenheit f r Betriebs- und Personalr te. Sie m ssen vorab informiert werden und haben die Aufgabe auf die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen und der Ergonomie zu achten. Ziel ist der Schutz der Ge-sundheit der Besch ftigten. Wird der Einsatz von mobilen Arbeitsmitteln und alternativen Eingabemitteln wie Tablets ge-plant, ist eine Gef hrdungsbeurteilung unter Einbezug der Arbeitsaufgaben vorab notwendig. Grunds tzlich gilt diese Pflicht nach 5 Arbeitsschutzgesetz f r alle Arbeitsmittel, sie m ssen vor dem Einsatz am Arbeitsplatz hinsichtlich Sicherheit und Ergonomie gepr ft werden.

8 Ber die Fragen der gesundheitlichen Belastungen bei ihrer Nutzung sind Besch ftigte zu informie-ren und zu unterweisen. Alternative Eingabeger te Ergonomische Spezialm use Vertikalm use werden mit aufrecht gestellter Hand bedient und erm glichen eine nat rlichere Handhaltung als herk mmliche M use. Auch der joystick- oder griffel hnliche M use verbes-sern die Situation f r Hand und Arm, die Haltung ist neutraler und eine entspannte Ruhestel- Beratungsb ro f r Arbeitsgestaltung und Gesundheitsmanagement 3 lung bei Pausen ist m glich. Es l sst sich nachweisen, dass ein Joystick zu Verbesserung von Beschwerden im Nacken- und Schulterbereich und im Bereich von Unterarm und Hand f hrt. Auch die schreibstift hnliche Griffelmaus f hrt zu geringerer Beanspruchung der Muskeln.

9 Die Vertikalmaus oder M use mit seitlich nach au en abfallender Form zeigen ebenfalls positive Effekte in arbeitswissenschaftlichen Studien. Ergonomisch geformte M use sind aber in der Regel nicht f r beide Seiten rechts und links geeignet. Das muss beim Kauf in Betrieben beachtet werden. Solche M use brauchen auch etwas Eingew hnungszeit. Je spezieller die Gestaltung, desto h her kann anfangs der Verlust an Schnelligkeit und Fehlerfreiheit sein. Am schnellsten ist die Gew hnung bei der Griffel-maus. Trackball Beim Trackball erfolgt die Steuerung ber die Bewegung der Kugel (Trackball) und ber Tas-ten. Im Vergleich zur Maus kommt es bei der Bedienung h ufiger zu Unsicherheiten (Kontroll-verlust) und im Vergleich ist die Benutzung weniger effizient. Je nach Design ist die Muskel-beanspruchung bei Maus und Trackball vergleichbar, nur unterschiedlich ausgepr gt.

10 Der Wechsel zwischen linksh ndischer und rechtsh ndischer Bedienung ist hier einfacher. Ist das Trackball-Eingabeger t hoch gebaut, kommt es zu einer gr erer Aufstellung des Handgelenks als bei einer Maus. Die Neigung des Trackball-Ger tes sollte deshalb nach vorne negativ sein. Gr e der Kugel, Leichtigkeit der Kugelbewegung, Anordnung der Tasten und Reinigungsm glichkeit der Kugel spielen eine Rolle f r die Ergonomie. F r l ngere Bedi-enzeiten erweist sich die Daumenbedienung als die belastungsoptimale und ergonomischere, f r pr zise Aufgaben die Mittelfingerbedienung. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Tasten die Hand nicht st ren und der unverdeckte Teil der Kugel einen ffnungswinkel von idealerweise 120 hat. Touchpad Notebooks haben heute berwiegend ein eingebautes Touchpad die Bewegung erfolgt auf der ber hrungsempfindlichen Oberfl che per Finger und ber Tasten.


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