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18 Heizung L ftung Klimatechnik 12/2008l ftungstechnikHeizungL ftungKlimatechnik sterreichs einzige spezialisierte Fachzeitschrift f rdie Bereiche Heizung, L ftung, Klima- und K ltetechnikLuftbefeuchtung bei mechanischen Wohnungsl ftungsanlagenDie Akzeptanz von mechanischen Wohnungsl ftungsanlagen leidet oft an der Tatsache, dass die Luftfeuchte in den Innenr u-men im Winter auf sehr niedrige Werte absinkt und sich dadurch Behaglichkeitsprobleme ergeben. Es stellt sich daher die Frage, wie die Zuluft am effizientesten befeuchtet werden kann und welche neue Entwicklungen es dazu am Markt kontrollierten mechanischen Wohnungsl ftungsanlagen wird die Luftfeuchtigkeit, im Gegen-satz zu Klimaanlagen, in der Regel nicht ber automatische Befeuchteranlagen geregelt.

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1 18 Heizung L ftung Klimatechnik 12/2008l ftungstechnikHeizungL ftungKlimatechnik sterreichs einzige spezialisierte Fachzeitschrift f rdie Bereiche Heizung, L ftung, Klima- und K ltetechnikLuftbefeuchtung bei mechanischen Wohnungsl ftungsanlagenDie Akzeptanz von mechanischen Wohnungsl ftungsanlagen leidet oft an der Tatsache, dass die Luftfeuchte in den Innenr u-men im Winter auf sehr niedrige Werte absinkt und sich dadurch Behaglichkeitsprobleme ergeben. Es stellt sich daher die Frage, wie die Zuluft am effizientesten befeuchtet werden kann und welche neue Entwicklungen es dazu am Markt kontrollierten mechanischen Wohnungsl ftungsanlagen wird die Luftfeuchtigkeit, im Gegen-satz zu Klimaanlagen, in der Regel nicht ber automatische Befeuchteranlagen geregelt.

2 In der kalten Jahreszeit weist die in die R ume eingebrachte Zuluft, nachdem sie vorerw rmt wird, in der Regel sehr niedrige relative Luftfeuch-tigkeiten auf. Auf Grund des an sich hygienisch erforderlichen, deutlich h -heren Luftwechsels, ist dadurch im Gegensatz zu nat rlich bel fteten Woh-nungen im Durchschnitt bei Geb uden mit l ftungstechnischen Anlagen eine signifikant niedrigere Raumluftfeuchte in den Innenr umen gegeben. Dies ist ein oft erw hnter Nachteil der an sich verbesserten Au enluftzufuhr, der al-lerdings auch bei verst rkter freier L f-tung (Fensterl ftung) auftritt. Bei lange andauernden K lteperioden kommt es durch die niedrige Zuluftfeuchte zu einer kaum zu verhindernden, kontinu-ierlichen Entfeuchtung s mtlicher Ma-terialien in den Innenr umen, was zu relativen Luftfeuchten unter 30% f hren kann.

3 Bei zu geringer Feuchteproduk-tion durch den Nutzer werden noch deutlich niedrigere Werte festgestellt. Eine derart niedrige Luftfeuchte kann f r die Nutzer nicht zu untersch tzende Konsequenzen in Hinblick auf die Be-haglichkeit und Gesundheit auf Behaglichkeit und GesundheitDie Erw rmung und Befeuchtung der eingeatmeten Luft erfolgt in den oberen Atemwegen, insbesondere in der Nase. Die eingeatmete Luft wird rasch ann -hernd auf K rpertemperatur erw rmt und ist in der Regel nicht wasserdampf-ges ttigt. Deren Kapazit t, die inhalierte Luft zu erw rmen und zu befeuchten, kann jedoch unter bestimmten Umst n-den berfordert sein. Kurzzeitig auf-tretende niedrige Raumluftfeuchtigkeit wird vom Menschen im allgemeinen als nicht st rend empfunden.

4 Bei l ngerer Einwirkdauer kann zu tro-ckene Luft allerdings eine Reihe von Befindlichkeits-st rungen, dar ber hinaus besonders bei anf lligen Menschen auch ernste ge-sundheitliche Beschwer-den ausl sen. Bei zu tro-ckener Raumluft wird die Flie f higkeit des Nasen-schleims beeintr chtigt und so die Selbstreinigung der Atemwege erschwert. Besonders die Kombina- tion von trockener Raum-luft und Luftverunreini-gungen (Staub) wird als ung nstig angesehen. Es gilt als sehr wahrschein-lich, dass sich trockene Luft bei Anwesenheit erh hter Konzent-rationen an Raumluftverunreinigungen wesentlich st rker gesundheitlich auf den Menschen auswirkt als bei sehr sauberer relativen Raumluftfeuchten unter 30% erfolgt allgemein ein verst rktes Austrocknen von Baustoffen und Ein-richtungsgegenst nden wie z.

5 B., M -beln, Teppichen, Kleidung, etc., was die Staubbildung f rdert. Weiters k nnen sich Staub und die daran befindlichen Bakterien sowie Viren in trockener Luft l nger schwebend halten. Es wird ver-mutet, dass dieser Effekt sowie die Austrocknung der Schleimh ute das In-fektionsrisiko erh hen. Wahrscheinlich ist, dass durch zu trockene Raumluft in Innenr umen vor allem das Risiko f r akute Atemwegserkrankungen erh ht wird, wobei zu trockene Luft vor allem vorgesch digte Personen, die bereits an Atemwegserkrankungen leiden, beein-tr die Augenbindehaut ist der Au- enluft relativ ungesch tzt ausgesetzt. Die Empfindlichkeit der Augenbinde-haut gegen ber Austrocknung h ngt von verschiedenen Faktoren ab: Die Zusam-mensetzung des Tr nenfilms wird durch genetische und andere individuelle Um-st nde (hormonelle Einfl sse, Vorer-krankungen, Alter), die H ufigkeit des Lidschlags durch psychologische Fak-toren (Aufmerksamkeit, Arbeitsaufgabe, Wachheitszustand, Stress) beeinflusst.

6 Auch diverse Luftschadstoffe und die Luftfeuchte wirken auf die Zusammen-setzung der Tr nenfl ssigkeit ein. Ist der Tr nenfilm beeintr chtigt, so k nnen Schadstoffe (Reizgase und Staub) direkt auf die ungesch tzte Bindehaut wirken und dort Reizerscheinungen ausl sen. Neben den Schleimh uten kann auch die Haut von stark reduzierter Raumluft-feuchte betroffen sein. Jedenfalls wurde nachgewiesen, dass die Haut bei sehr trockener Luft rauer weiterer Effekt bei zu niedrigen Raumluftfeuchten ist der starke Anstieg von elektrostatischen Aufladungen. Bei relativen Luftfeuchten unter 40% k n-nen bei derartigen Entladungen Funken entstehen, die integrierte Schaltkreise von Computern st ren und beim Men-schen elektrostatische Entladungen hervorrufen k nnen.

7 Bei abnehmender Luftfeuchtigkeit nimmt auch die Elasti-zit t diverser Materialien und Fasern Luftfeuchten sind anzustreben?Die Frage nach der optimalen und der noch akzeptablen Raumluftfeuchte in Innenr umen ist schwer zu be-antworten, da ber die verschiedenen Auswirkungen der Luftfeuchtigkeit auf die Behaglichkeit und Gesundheit des Menschen nach wie vor ein gro es Wissensdefizit besteht. Die relative Luft-feuchtigkeit ist jedenfalls ein wesent-Das Luftbefeuchtungsmodul LBE 250 der J. Pichler Gesellschaft ist ein Ger t zur aktiven Raumluftbefeuchtung. Damit setzt man einen weiteren Schritt in Richtung Wohnkomfort und behag- liches Wohnen. Die Einheit wird in L ftungssysteme integriert, oder es k nnen damit auch bestehende Wohnungsl ftungsanlagen nachger stet Heizung L ftung Klimatechnikl ftungstechnikHeizungL ftungKlimatechnik sterreichs einzige spezialisierte Fachzeitschrift f rdie Bereiche Heizung, L ftung, Klima- und K ltetechnikDas Befeuchtungsmodul ist f r einen maximalen Betriebs-Luft- volumenstrom von 250 m3/h dimensioniert.

8 Das Luftbefeuch- tungsmodul arbeitet nach dem Prinzip der nat rlichen Verduns- tung und stellt eine konstante relative Luftfeuchte (zwischen 40 60% einstellbar) in den Innenr umen sicher. Die Einheit arbeitet auto- matisch, die Luft- feuchtigkeit im Ger t wird elek-tronisch berwacht, eine ber-feuchtung der Raumluft ist damit Kriterium f r ein als angenehm empfundenes sterreichische Arbeitsst ttenver-ordnung legt f r klimatisierte Geb ude fest, dass die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40% und 70% liegen muss.

9 In der Norm H 6000-3 werden die Gren-zen der relativen Luftfeuchtigkeit bei klimatisierten Geb uden mit 35 65% festgelegt. In der Norm EN 137791), de-ren Anforderungen den aktuellen Stand der Technik widerspiegeln, wird als Bei-spiel ein Wintermindestwert von 6 g/m (entspricht einer relativen Luftfeuchte von 40% bei 22 C) angef ist davon auszuge-hen, dass kurze Zeitr ume mit ei-ner relativen Raumfeuchte von unter 30% vertretbar sind, l ngere trockene Zeitr ume sollten jedoch vermieden werden. Der anzustrebende, optimale Bereich liegt unter Ber cksichtigung aller derzeit bekannten Tatsachen bei etwa 40 50% relativer glichkeiten der Befeuchtung von R umenDer Nutzer kann bei Vorliegen mecha-nischer L ftungsanlagen durch indivi-duelle Ma nahmen (Feuchtemanage-ment) bis zu einem gewissen Grad auf die Raumluftfeuchtigkeit Einfluss nehmen.

10 Die Ma nahmen in der kalten Jahreszeit reichen vom Abl ften von feuchter Luft aus den Nassbereichen in andere R ume, dem W schetrocknen in den R umen bis hin zum Einbringen von Pflanzen in die Wohnr ume. Ob-wohl durch diese Ma nahmen in der Regel keine gro en Mengen an Wasser-dampf in den Wohnraum eingebracht werden, so wird damit eine gewisse Verbesserung hige Oberfl chen im Raum, die bei erh htem Anfall von Wasser-dampf beim Kochen oder der K rper-pflege Wasserdampf aus dem Raum aufnehmen und in Zeiten geringer Dampfbildung diesen wieder langsam an den Raum abgeben, schw chen Spitzen sowohl hoher als auch niedriger Feuchtigkeit ohne zus tzlichen Energie-einsatz ab.