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Essen und Trinken - ZQP

Essen und Trinken Praxistipps f r den Pflegealltag ZQP-RatgeberINHALTI nhaltVorwort Dr. Ralf Suhr, Zentrum f r Qualit t in der Pflege ..2 Vorwort PD Dr. Antje Tannen, Charit Universit tsmedizin Berlin ..3 Gut zu wissenWarum sind Essen und Trinken so wichtig? ..4 Wie ndern sich Essen und Trinken im Alter und bei Pflegebed rftigkeit? ..4 Was braucht der K rper im Alter und bei Pflegebed rftigkeit? ..5 Was bedeutet Selbstbestimmung bei der Ern hrung? ..6 Welche Grundregeln sollten beachtet werden? ..8 Welche Ess- und Trinkhilfen gibt es?..10 PraxistippsOrientierung geben ..12 Mangelern hrung vorbeugen ..14Fl ssigkeitsmangel verhindern ..16 Appetit anregen ..18 Essen und Trinken anreichen ..20 Kauproblemen begegnen ..22 Mit Schluckbeschwerden umgehen ..23 Verdauungsprobleme lindern ..26 Unterst tzung & HilfenWann ist rztlicher Rat besonders wichtig? ..28Wo gibt es Beratung und Unterst tzung?

VORWORT Liebe Leserinnen und Leser, Ernährung ist ein Leben lang maßgeblich für unsere Lebensqualität, auch weil Essen und Trinken hoch-bedeutsam für Gesundheit, Genuss und Geselligkeit

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1 Essen und Trinken Praxistipps f r den Pflegealltag ZQP-RatgeberINHALTI nhaltVorwort Dr. Ralf Suhr, Zentrum f r Qualit t in der Pflege ..2 Vorwort PD Dr. Antje Tannen, Charit Universit tsmedizin Berlin ..3 Gut zu wissenWarum sind Essen und Trinken so wichtig? ..4 Wie ndern sich Essen und Trinken im Alter und bei Pflegebed rftigkeit? ..4 Was braucht der K rper im Alter und bei Pflegebed rftigkeit? ..5 Was bedeutet Selbstbestimmung bei der Ern hrung? ..6 Welche Grundregeln sollten beachtet werden? ..8 Welche Ess- und Trinkhilfen gibt es?..10 PraxistippsOrientierung geben ..12 Mangelern hrung vorbeugen ..14Fl ssigkeitsmangel verhindern ..16 Appetit anregen ..18 Essen und Trinken anreichen ..20 Kauproblemen begegnen ..22 Mit Schluckbeschwerden umgehen ..23 Verdauungsprobleme lindern ..26 Unterst tzung & HilfenWann ist rztlicher Rat besonders wichtig? ..28Wo gibt es Beratung und Unterst tzung?

2 28 Quellen ..31 Weitere ZQP-Produkte ..32 Impressum ..331 VORWORTL iebe Leserinnen und Leser,die Ern hrung ist ein Leben lang ma geblich f r unsere Lebensqualit t. Denn sie ist nicht nur sehr wichtig f r die Gesundheit. Essen und Trinken tragen auch zu Genuss und Geselligkeit bei. Im Alter kann sich der Umgang mit der Ern hrung ndern. Gr nde daf r sind zum Beispiel Appetit-mangel, Probleme bei der Verdauung oder beim Kauen. Pflegebed rftige Menschen brauchen zudem Hilfe beim Essen und Trinken , um Gesundheit und Wohlbefinden bestm glich zu wird die Pflege zu Hause von Angeh rigen und Menschen aus dem Freundeskreis und der Nachbarschaft bernommen. Sie bei der Bew ltigung des Pflegealltags zu unterst tzen, ist eine zentrale Aufgabe unserer Gesellschaft. Damit die Pflege gelingt, ist Wissen ber Pflegeprobleme, Pflegetechniken und Hilfeangebote ganz Zentrum f r Qualit t in der Pflege (ZQP) hat deshalb eine Ratgeberreihe f r pflegende Angeh rige erarbeitet.

3 Alle Informationen und praktische Tipps f r die Ern hrung pflege-bed rftiger Menschen in diesem Ratgeber sind qualit tsgesichert. Die Inhalte beruhen auf den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft f r Ern hrung e. V. (DGE) sowie aktuellem Pflegefachwissen. Dazu geh rt zum Beispiel der Expertenstandard des Deutschen Netzwerks f r Qualit tsentwicklung in der Pflege (DNQP). Der Ratgeber ersetzt allerdings keinesfalls rztlichen oder pflegefachlichen Ralf Suhr Vorstandsvorsitzender des Zentrums f r Qualit t in der Pflege 2 VORWORT3 Liebe Leserinnen und Leser,die Ern hrung dient nicht nur der Aufrechterhaltung aller K rperfunktionen und der Gesundheit. Gutes, schmackhaftes Essen schafft Wohlbefinden und damit Lebensqualit t. Unser Ern hrungsverhalten ist dabei auch Ausdruck kultureller und sozialer Identit gute, bed rfnisgerechte Ern hrung sollte in jeder Lebensphase gew hrleistet sein.

4 Dabei ist zu beachten, dass sich Ern hrungsbed rfnisse mit zunehmendem Alter oder bei bestimmten Erkrankungen ndern k nnen. So kann es beispielsweise sein, dass Geschmackssinn oder Appetit abnehmen. Funktionelle oder kognitive Einbu en k nnen etwa dazu f hren, dass Einkaufen, Kochen oder Essen nicht ohne Unterst tzung bew ltigt werden k bei Pflegebed rftigkeit steigt das Risiko f r Fehl- oder Mangelern hrung. Die Risiken m ssen rechtzeitig erkannt und geeignete Ma nahmen eingeleitet werden, um negative Folgen f r die Gesundheit und Lebensqualit t zu vermeiden. In den meisten F llen werden pflegebed rftige Menschen im eigenen Zuhause von ihren Angeh rigen bei der Ern hrung unterst tzt. Damit dies gelingt, ist es wichtig, ber einen guten Wissensstand zu verf gen. Hierzu kann dieser Ratgeber beitragen. Pflegende Angeh rige erhalten fundierte Informationen und n tzliche praktische Hilfestellung rund um das Thema Essen und Trinken bei pflege-bed rftigen Menschen.

5 PD Dr. Antje Tannen MPHP flegewissenschaftlerin am Charit Centrum 1 f r Human- und Gesundheitswissenschaften, Einheit Klinische Pflegewissenschaft der Charit Universit tsmedizin Berlin, Mitglied der Expertenarbeitsgruppe (DNQP) zur Entwicklung des Expertenstandards zum Ern hrungsmanagement in der PflegeGUT ZU WISSEN4 GUT ZU WISSENW arum sind Essen und Trinken so wichtig? Essen und Trinken sind ein Leben lang sehr bedeutsam f r K rper, Geist und Seele. Der K rper erh lt wichtige N hrstoffe und Energie, um gesund zu bleiben. Gleichzeitig tr gt eine gut schmeckende Mahlzeit in netter Gesellschaft zu Freude und Wohlbefinden bei. Gerade im Alter und bei Pflegebed rftigkeit kann das Essen einen sehr hohen Stellenwert eine regelm ige und ausgewogene Ern hrung kann es zu einer Mangelern hrung kommen. Folgen sind beispielsweise weniger Kraft, M digkeit und Kreislaufprobleme. Auch das Risiko f r St rze und Druckgeschw re ist erh ht.

6 Hinzu kommt die Gefahr, schneller krank und langsamer wieder gesund zu werden. Unbehandelt kann eine Mangelern hrung sogar zum Tod f dem Essen ist das Trinken besonders wichtig. Der K rper braucht ausreichend Fl ssigkeit, um N hrstoffe ber das Blut zu den Organen zu transportieren und Giftstoffe auszuscheiden. Fl ssigkeitsmangel kann beispielsweise zu Schw che, Benommenheit, Verwirrtheit und sogar zu Kreislaufversagen f ndern sich Essen und Trinken im Alter und bei Pflegebed rftigkeit?Im Alter und bei Pflegebed rftigkeit kann sich das Ess- und Trinkverhalten ndern. Die Gr nde daf r sind vielf ltig. Zum Beispiel werden Hunger, Durst, Ger che und Geschmack schlechter wahrgenommen. ltere pflegebed rftige Menschen Essen und Trinken mitunter zu wenig, weil sie keinen Appetit haben oder es mitunter vergessen. Depressive Verstimmungen und Einsamkeit k nnen das noch verst rken.

7 Mitunter erschweren allgemeine Schw che oder Probleme beim Kauen, Schlucken oder der Beweglichkeit das Essen und manchen F llen ist eine spezielle Di t n tig, beispielsweise bei der Zuckerkrankheit (Diabetes), einer Nieren- oder Lebererkrankung. Eventuell werden mehr Energie und N hrstoffe ben tigt. Zum Beispiel, wenn jemand gro e Wunden hat oder sehr unruhig ist, etwa bei ist wichtig, Ver nderungen fr hzeitig wahrzunehmen, um richtig unterst tzen zu k nnen. Auch weitere gesundheitliche Probleme lassen sich dann besser ZU WISSEN5 Was braucht der K rper im Alter und bei Pflegebed rftigkeit?Im Alter wird der Stoffwechsel langsamer. Der Fettanteil im K rper steigt und der Anteil der Muskelmasse sinkt. Insgesamt braucht der K rper weniger Energie. Aber N hrstoffe wie Vitamine sind weiterhin wichtig f r die ist unterschiedlich, wie viel Energie und wie viele N hrstoffe ein pflegebed rftiger lterer Mensch ben tigt.

8 Das h ngt unter anderem von der k rperlichen Aktivit t und den Erkrankungen ab. Grunds tzlich sollte auf eine vollwertige und ausgewogene Kost geachtet werden. Genuss und Freude am Essen und Trinken sollten dabei aber nicht in den Hintergrund von der Deutschen Gesellschaft f r Ern hrung e. V. (DGE) aufgestellten Regeln geben Orientierung. Demnach geh ren zu einer gesunden Ern hrung zum Beispiel: abwechslungsreiche, berwiegend pflanzliche Lebensmittel 5 Portionen Gem se und Obst am Tag wenig Salz und Zucker wenn Fett, eher pflanzliche le und Streichfette Vollkornprodukte jeden Tag Milchprodukte jeden Tag nicht mehr als 600 Gramm Fleisch in der Woche Fisch 1 bis 2 Mal in der Woche etwa 1,5 Liter Wasser jeden Tag schonende Zubereitung, Zeit und Genuss beim Essen und TrinkenWeitere InformationenInternetseite der Deutschen Gesellschaft f r Ern hrung e. V.: Brosch re der Deutschen Gesellschaft f r Ern hrung e.

9 V. DGE-Praxiswissen Essen und Trinken im Alter Download und Bestellung: ZU WISSEN6 Was bedeutet Selbstbestimmung bei der Ern hrung?Pflegebed rftige Menschen haben das Recht, selbst ber ihre Ern hrung zu entscheiden. Ihr Wille muss jederzeit respektiert werden, selbst wenn dies ungesund ist. Beim Essen und Trinken darf es nicht zu Bevormundung oder Zwang kommen. Bei der Pflege ist man gelegentlich unsicher, was richtig oder falsch ist. Das trifft besonders zu, wenn die pflegebed rftige Person sich nicht oder nicht eindeutig u ern kann. Dann gilt es herauszufinden, was sie will, und in diesem Sinne zu handeln. Jede Situation verlangt individuelles Abw gen. Allgemeing ltige Regeln gibt es nicht. Selbstbestimmung und Fehlern hrungFalsche Ern hrung kann der Gesundheit schaden. Daher ist es wichtig, Ver nderungen anzuregen. Dabei sollten Vorw rfe und Druck vermieden werden.

10 Bei einer Fehlern hrung ist rztlicher oder pflegefachlicher Rat ratsam. Eine Ern hrungsberatung (o Seite 29) kann die Folgen einer Fehlern hrung aufzeigen und dabei helfen, die Ern hrung umzustellen. Spezielle Einrichtungen beraten bei Suchtproblemen, etwa zu Alkohol. Adressen sind auf der Internetseite der Deutschen Hauptstelle f r Suchtfragen e. V. (DHS) zu finden: und Mangelern hrungIsst und trinkt jemand ber Tage oder Wochen sehr wenig, einseitig oder gar nichts, kann es zu einer Mangelern hrung kommen (o Seite 14). Um dies zu vermeiden, gilt es, Anzeichen fr hzeitig ernst zu nehmen und Gr nde herauszufinden: M chte die Person nichts Essen , weil sie Schmerzen oder keinen Appetit hat? Mag sie bestimmte Speisen nicht mehr? Oder vertr gt sie diese weniger gut? Wichtig ist auch der Zeitpunkt: Lehnt sie seit Kurzem das Essen und Trinken ab? Oder isst und trinkt sie schon seit L ngerem deutlich weniger?


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