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MANUAL SIMBO - medizinisch-berufliche-orientierung.de

Kontakt: Tel +49 (0)30 865-81591 Mail: MANUAL SIMBO ein Screening-Instrument zur Feststellung des Bedarfs an Medizinisch Beruflich Orientierten Ma nahmen in der medizinischen Rehabilitation Entwicklung und Validierung Hinweise zur Nutzung Marco Streibelt Inhalt 1 BEDARFSKRITERIEN BERUFSBEZOGENER MA NAHMEN IN 2 ENTWICKLUNG UND VALIDIERUNG DES SIMBO -MSK F R Methodische Vorbemerkungen ..12 Spezifikation und Operationalisierung relevanter Modellsch berpr fung und Validierung des ANALYSEN ZUR VALIDIT Beschreibung der verwendeten Pr valenz einer Konstruktvalidit Level of Responsiveness ..24 Zusammenhang mit anderen Klinische bereinstimmung mit Informationen des FCE-Test ..33 Vergabe berufsbezogener Ma nahmen in der medizinischen bereinstimmung mit Prognostische G Vorhersage einer postrehabilitativ ermittelten Vorhersage erfolgreicher berufliche Teilhabe im Anschluss an eine medizinische Rehabilitation.

are still disabled…” (Frank et al. 1998, S.1626). Dies gilt in hohem Maße auch für die Anwendung berufsbezogener Maßnahmen in Deutschland.

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1 Kontakt: Tel +49 (0)30 865-81591 Mail: MANUAL SIMBO ein Screening-Instrument zur Feststellung des Bedarfs an Medizinisch Beruflich Orientierten Ma nahmen in der medizinischen Rehabilitation Entwicklung und Validierung Hinweise zur Nutzung Marco Streibelt Inhalt 1 BEDARFSKRITERIEN BERUFSBEZOGENER MA NAHMEN IN 2 ENTWICKLUNG UND VALIDIERUNG DES SIMBO -MSK F R Methodische Vorbemerkungen ..12 Spezifikation und Operationalisierung relevanter Modellsch berpr fung und Validierung des ANALYSEN ZUR VALIDIT Beschreibung der verwendeten Pr valenz einer Konstruktvalidit Level of Responsiveness ..24 Zusammenhang mit anderen Klinische bereinstimmung mit Informationen des FCE-Test ..33 Vergabe berufsbezogener Ma nahmen in der medizinischen bereinstimmung mit Prognostische G Vorhersage einer postrehabilitativ ermittelten Vorhersage erfolgreicher berufliche Teilhabe im Anschluss an eine medizinische Rehabilitation.

2 39 Vorhersage der Inanspruchnahme von versicherungsrechtlichen Leistungen im Anschluss an die medizinische 3 ENTWICKLUNG UND VALIDIERUNG DES SIMBO -C F R CHRONISCHE METHODEN UND G te der Test-Retest-Reliabilit 48 Konstruktvalidit 49 Pr diktive Validit 51 4 ANWEISUNGEN ZUM EINSATZ VON 5 1 Einleitung Hintergrund Unter dem Eindruck immer knapper werdender Ressourcen im Bereich der gesundheitlichen Versorgung einerseits und der steigenden Zahl von Patienten mit chronischen Erkrankungen andererseits etablierte sich im Bereich der medizinischen Rehabilitation der Rentenversicherung Mitte der Neunziger Jahre die Anwendung spezieller berufsbezogener Ma nahmen (M ller-Fahrnow et al. 2005). Berufsbezogene Ma nahmen konzentrieren sich basierend auf dem Modell der funktionalen Gesundheit der ICF (World Health Organization (WHO) 2001) auf die Optimierung der Leistung, also der erfolgreichen Durchf hrung einer Handlung unter Realbedingungen.

3 Diagnostik und Therapie werden dementsprechend auf Probleme der beruflichen Teilhabe ausgerichtet, die urs chlich stark mit dem personalen Kontext in Zusammenhang stehen (Streibelt 2007). Die Spannweite berufsbezogener Behandlungselemente reicht von Beratungs- und Betreuungsinstrumenten ( Berufs- und Sozialberatung) bis hin zu komplexen Ma nahmeb ndeln, die eine ganzheitlich ausgerichtete, medizinische, psychosoziale und edukative Leistungen integrierende Behandlungsstrategie beinhalten (Bundesarbeitsgemeinschaft f r Rehabilitation (BAR) 2001; Slesina et al. 2004). Berufsorientierte Behandlungskonzepte beziehen sich auf Personen mit besonderen beruflichen Problemlagen. Die Bedarfsermittlung solcher Problemlagen zu einem m glichst fr hen Zeitpunkt wird seit langem gefordert (Koch et al.)

4 1997; Dirschauer und Ehlebracht-K nig 1999; Kaiser und Lippitsch 2001). In den verschiedenen berufsbezogenen Klinikkonzepten existieren zwar spezifische, fallgruppenorientierte Therapiekonzepte. Insbesondere auf Kostentr gerebene besteht jedoch nach wie vor ein grundlegender Bedarf an einer effektiven, also bedarfsorientierten Zugangsregulation zu berufsbezogenen Ma nahmen. Es wird darauf verwiesen, dass operationalisierbare Zuweisungskriterien hoch relevant f r die Bedarfsermittlung sind (St dtke et al. 1999, ): Zum einen ist bekannt, dass bestimmte Problemgruppen bisher nicht oder nur ungen gend von der medizinischen Rehabilitation profitieren ( B rger 1997; B rger 1998; Dietsche et al. 2005). Zum anderen gibt es einen Teil von Patienten, der sich die berechtigte Hoffnung auf spezifische berufsbezogene Behandlungselemente in der medizinischen Rehabilitation macht (Hillert et al.

5 2001; Streibelt et al. 2004). Zus tzlich wird einer dezidierten Ermittlung des Bedarfs an berufsbezogenen Ma nahmen bescheinigt, die berufliche Kompetenz des Therapeutenteams und so den gesamten Behandlungsprozess zu verbessern (Kayser et al. 1997). Auch die bisherigen Ergebnisse zur Effektivit t berufsbezogener Ma nahmen best tigen die Relevanz einer Identifikation berufsbezogener Bedarfslagen von Rehabilitanden und unterstreichen damit generell die Idee eines auf spezielle Problemgruppen zugeschnittenen Therapiekonzepts in der medizinischen Rehabilitation. So konnte nachgewiesen werden, dass ein auf kognitiv-verhaltensorientierter Basis ausgerichtetes berufsbezogenes Therapiekonzept nur bei Patienten wirksam war, die auch tats chlich ein erhebliches Schmerzvermeidungsverhalten im Beruf an den Tag legten (George et al.

6 2003). Frank verallgemeinert diesen Befund dahingehend, dass klinische Interventionen ..appear by and large to be ineffective in reducing subsequent disability unless they are targeted to people who are still (Frank et al. 1998, ). Dies gilt in hohem Ma e auch f r die Anwendung berufsbezogener Ma nahmen in Deutschland. In einer Untersuchung zum Erfolg der berufsbezogenen Rehabilitation bei Patienten mit muskuloskeletalen (MSK-)Erkrankungen konnte eine berlegenheit der berufsbezogenen Elemente insbesondere bei der Teilgruppe an Patienten nachgewiesen werden, die sich schon zu Beginn der Ma nahme durch besondere berufliche Problemlagen auszeichnete (M ller-Fahrnow et al. 2006). Eine randomisierte kontrollierte Studie best tigte den Befund (Streibelt 2007): Einzig Patienten, die eindeutige Diskrepanzen ihrer individuellen Leistungsf higkeit mit den an sie gestellten beruflichen Anforderungen aufwiesen, profitierten von der Durchf hrung berufsbezogener Ma nahmen.

7 Dagegen konnte im somatischen Indikationsbereich die Einbeziehung aller Patienten in solche spezifischen Ma nahmen bisher keine entsprechenden Ergebnisse erreichen ( Slesina et al. 2004). Die Entwicklung eines mehrdimensionalen Screeninginstruments, welches eine differenzielle Zugangsregulation zu Kliniken mit berufsbezogenen Ma nahmen schon bei Antragstellung erm glicht, wird zunehmend zu einem vordringlichen Thema der Versorgungsforschung. Die Anforderungen und auch Begrenzungen eines solches Screening-Instruments sind unl ngst formuliert worden (Hansmeier 2006): Sie bilden unter der Annahme einer gestuften assessmentbasierten Bedarfseinsch tzung die erste Phase der allgemeinen Identifikation von Risikopersonen. Screenings dienen der Ermittlung des Bedarfs an berufsbezogenen Ma nahmen mit Hilfe einer relativ groben Differenzierung der Patienten in Gruppen mit und ohne solche Problemlagen.

8 Die Gr nde einer berufsbezogenen Problemlage und der damit m glicherweise verbundene Therapiebedarf sind in diesem Kontext nachgeordnet. Diesbez glich liefern auf zweiter Ebene Verfahren der Klinikeingangsdiagnostik spezifische Informationen zur Fallgruppierung, Reha-Prozesssteuerung bzw. individuellen Behandlungsplanung. Im Folgenden wird mit dem SIMBO (Screening-Instrument zur Einsch tzung des Bedarfs an Medizinisch-Beruflich Orientierten Ma nahmen) die Entwicklung und empirische Analyse eines solchen Screeningverfahrens vorgestellt. SIMBO wurde im Zuge einer Studie zur Verbesserung der Zugangs- und Prozessbedingungen bei der Anwendung berufsbezogener Ma nahmen bei Patienten mit MSK-Erkrankungen in der Klinik Niedersachsen in Bad Nenndorf entwickelt. Bedarfskriterien berufsbezogener Ma nahmen in Deutschland Die klinikinterne Diagnostik beruflicher Problemlagen wird auf zwei Arten durchgef hrt: Anhand von Einsch tzungen der behandelnden rzte oder eines Reha-Teams werden die Patienten den berufsbezogenen Ma nahmen zugef hrt.

9 Auf der anderen Seite stellen Patientenangaben eine nicht zu untersch tzende Datenquelle f r berufliche Problemlagen dar. So stellten Meier et al. (2001) fest, dass die nicht ad quate Selbsteinsch tzung bzgl. der Probleme in den Aktivit ten des t glichen Lebens (ADL) auch ohne objektiv erkennbare funktionelle Defizite Partizipationsst rungen bedingen kann. Des Weiteren ist evident, dass subjektive Parameter bei der Erkl rung sp terer beruflicher Wiedereingliederung eine tragende Rolle spielen. Insbesondere bei psychosomatischen Erkrankungen sind deshalb subjektive Angaben der Patienten ein wesentlicher Bestandteil der Diagnostik berufsbezogener Problemlagen (Hillert et al. 2001). In der Literatur werden verschiedene Risikofaktoren diskutiert, die Pr diktoren f r einen ung nstigen sozialmedizinischen Verlauf sind.

10 Dazu geh ren: Rente(-nbegehren), lange Fehlzeiten, l ngere Arbeitslosigkeit vor der Ma nahme; weiterhin auf subjektiver Ebene: Arbeitsunzufriedenheit, berufliche berbelastung, Stress, Wunsch nach Unterst tzung, berufliche und soziale R ckzugstendenzen (Koch et al. 1997) sowie eine negative Einsch tzung der eigenen beruflichen Zukunft (Grossmann et al. 1998). Eine synoptische Auswertung der berufsbezogenen Klinikkonzepte im Hinblick auf die verwendeten Kriterien f r die Definition einer berufsbezogenen Problemlage verdeutlicht, dass hier relativ gro e bereinstimmungen zwischen praktischer Handhabung und theoretischen Erkenntnissen herrschen. In einer durchgef hrten Literaturrecherche1 der seit 1997 initiierten berufsbezogenen Modellvorhaben (n = 28) wurden s mtliche seitdem ver ffentlichten berufsbezogenen Klinikkonzepte hinsichtlich ihres Auswahlalgorithmus untersucht.