Transcription of 03-Werte und Normen - jurgenwolf.de
1 Modul A : Psychologische, soziologische und p dagogisch Beitr ge zu den Sozial- und Gesundheitswissenschaften Sitzung 03 werte und NormenWerte und NormenNormen als soziologischer Evergreen __2 Prof. Dr. J rgen Wolf - A Soziologie - WS 2009/10 mile Durkheim (1958-1917) Talcott Parsons (1902-1979) Jon Elster (1940 - ) Normen als soziale Tatsache ; Anomie gef hrdet die Bestandserhaltung der Gesellschaft Normen regulieren die Mittel zur Zielerreichung der Handelnden Normen sind der Zement der Gesellschaft werte Sind axiomatisch gesetzt durch Religion oder gesellschaftliche bereink nfte (Erkl rung der Menschenrechte; Grundrechte ..) werte k nnen sich wandeln in j ngerer Vergangenheit: Wertewandel von materialistischen zu postmaterialistischen Werten (Inglehardt)__3 Prof. Dr. J rgen Wolf - A Soziologie - WS 2009/10 Normen und werte Normen sind die Umsetzung von Werten in Handlungserwartungen oder -vorschriften__4 Beispiel: Wert: GesundheitNorm: RauchverbotProf.
2 Dr. J rgen Wolf - A Soziologie - WS 2009/10 Arten von Normen Rechtsnormen Verbindlich geforderte soziale Verhaltensregel in Form einer gesatzten Regel (Gesetz), deren Verletzung konkrete, spezifizierte Sanktionen durch eine autorisierte Instanz nach sich zieht. Sie dient der Unterscheidung zwischen Richtig und Falsch -Im Gesetz steht, was ich nicht darf oder was ich tun muss. Sittennormen__5 Allgemeine soziale Verhaltensregeln, deren Einhaltung durch diffuse Sanktionen von jedermann kontrolliert werden kann. Dienen der Unterscheidung zwischen Richtig und Falsch im gruppenspezifischen Kontext. Brauch gewohnheitsm ige Verhaltensweise, f r die es keine besonderen Kontrollmechanismen gibt, die deren Einhaltung garantieren. Dient der Unterscheidung zwischen Richtig und Unh flich (Krawatte bei Opernbesuch - Bruch der Etikette)Prof. Dr. J rgen Wolf - A Soziologie - WS 2009/10 Entstehung von Normen Individuell im Sozialisationsprozess (Internalisierung) Gesellschaftlich Prozess der Zivilisation ; aus Fremdzwang __6 Prozess der Zivilisation ; aus Fremdzwang wurde Selbstzwang (Norbert Elias) Im Konflikt von Rechts- und Sittennormen sowie Br uchen / TraditionenProf.
3 Dr. J rgen Wolf - A Soziologie - WS 2009/10 Funktionen von Normen Orientierungs- und Entlastungsfunktion Sie sorgen daf r, dass Interaktionen nicht v llig bei Null (..) beginnen (Sch lein 1989: 492), sind Grundlage sozialer Beziehungen Sie bilden einen Bestandteil der sozialen Identit t, ergeben sich aus __7der Zugeh rigkeit zu sozialen Gruppen und erm glichen den Zugang zu ihnen. Ordnungsfunktion Sie dienen dem Menschen als Instinktersatz (Gehlen 1961) Sie erm glichen Kooperation und kollektives HandelnProf. Dr. J rgen Wolf - A Soziologie - WS 2009/10 Voraussetzungen der NormgeltungLegitimit tSozialisation (Internalisierung)soziale Kontrolle -externe Sanktionen (Bezugsgruppen) vs. interne Sanktionen (Gewissen)-negative Sanktionen vs, positiveSanktionen__8-negative Sanktionen vs, positiveSanktionen( wer seine Rolle nicht spielt wird bestraft, wer sie spielt wird belohnt, zumindest aber nicht bestraft Dahrendorf 1965: 36)Prof.
4 Dr. J rgen Wolf - A Soziologie - WS 2009/10 Grade der Verbindlichkeit__9 Prof. Dr. J rgen Wolf - A Soziologie - WS 2009/10 Geltungsbereiche__10 Prof. Dr. J rgen Wolf - A Soziologie - WS 2009/10 Arten der Rationalit t__11 Prof. Dr. J rgen Wolf - A Soziologie - WS 2009/10 Zusammenfassung werte (auch Internalisierte Normen ) Moralische Pr ferenzen, also allgemeine Vorstellungen dar ber, was gut und schlecht, richtig oder falsch, wichtig oder unwichtig ist (aus denen sich konkrete Normen ableiten) Normen , die Teil des Selbstkonzepts geworden sind Normen __12 Normen Generalisierte Verhaltenserwartungen, die sich aus Werten ableiten In ihnen sind Soll-Aussagen formuliert, von denen [..] erwartet wird, da sie erfolgsunabh ngig und unbedingt befolgt werden (ESSER 2000: ) Rollen B ndel von Erwartungen, die sich in einer gegebenen Gesellschaft an das Verhalten der Tr ger von Positionen kn pfen. (Dahrendorf 1958: 192) .. das kommt aber beim n chsten Mal!
5 Prof. Dr. J rgen Wolf - A Soziologie - WS 2009/10 LiteraturDahrendorf 1958 Dahrendorf 1965 Datenreport 2004 Elias, NorbertESSER 2000 Gehlen 1961 InglehardtSch lein 1989__13 Sch lein 1989 Bahrdt, Hans Paul (2003): Schl sselbegriffe der Soziologie. Eine Einf hrung mit Lehrbeispielen. 9. Auflage. M nchen: Beck (zuerst 1984)Bellebaum, Alfred (2001): Soziologische Grundbegriffe. 13. Auflage. Stuttgart usw.: Kohlhammer (zuerst 1972)Gouldner, Alvin (1984): Die Norm der Reziprozit t. Eine vorl ufige Formulierung. In: ders., Reziprozit t und Autonomie. Ausgew hlte Aufs tze. Frankfurt : Suhrkamp, )Weber, Max (1976):Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriss der verstehenden Soziologie. 5. rev. bingen: Mohr Siebeck (zuerst 1921)Prof. Dr. J rgen Wolf - A Soziologie - WS 2009/10