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1. Physiotherapie Physiotherapie …

Physiotherapie Grundlagen:PhysiotherapieGrundlagen: Begriffsterminologie dient der einheitlichen Sprache der Mediziner untereinander. Fachterminologie der Lage- und Bewegungsbeschreibungen: Bezeichnungen: Ortsbezeichnungen:- ventral, bauchw rts (vorn) - dorsal, r ckw rts (hinten)cranial,Kopfw rts (oben) - caudal, fu w rts (unten) - lateral, von der K rperl ngsachse weg (seitw rts) - medial, zur K rperl ngsachse hin (mittig) - proximal, zum K rpermittelpunkt gerichtet - distal, vom K rpermittelpunkt weg gerichtet Diese Begriffe sind nur in Relation zueinander zu sehen und sind Seiten- und Extremit tenbezogen. Der K rpermittelpunkt ist dabei der Schnittpunkt der beiden diagonalen zwischen Mittelpunkt des rechten Schultergelenkes und des linken H ftgelenkes, sowie des Mittelpunktes des linken Schultergelenkes und des rechten H ftgelenkes. K rperpunkte, die auf verschiedenen Seiten oder Extremit ten liegen k nnen nicht miteinander verbunden werden.

Bewegungsformen: Man unterscheidet in der Physiotherapie 4 Bewegungsformen bzw. 4 Bewegungsarten eine Bewegung in einem Gelenk durchzuführen. 1.)

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1 Physiotherapie Grundlagen:PhysiotherapieGrundlagen: Begriffsterminologie dient der einheitlichen Sprache der Mediziner untereinander. Fachterminologie der Lage- und Bewegungsbeschreibungen: Bezeichnungen: Ortsbezeichnungen:- ventral, bauchw rts (vorn) - dorsal, r ckw rts (hinten)cranial,Kopfw rts (oben) - caudal, fu w rts (unten) - lateral, von der K rperl ngsachse weg (seitw rts) - medial, zur K rperl ngsachse hin (mittig) - proximal, zum K rpermittelpunkt gerichtet - distal, vom K rpermittelpunkt weg gerichtet Diese Begriffe sind nur in Relation zueinander zu sehen und sind Seiten- und Extremit tenbezogen. Der K rpermittelpunkt ist dabei der Schnittpunkt der beiden diagonalen zwischen Mittelpunkt des rechten Schultergelenkes und des linken H ftgelenkes, sowie des Mittelpunktes des linken Schultergelenkes und des rechten H ftgelenkes. K rperpunkte, die auf verschiedenen Seiten oder Extremit ten liegen k nnen nicht miteinander verbunden werden.

2 Bewegungsbezeichnungen:Es gibt drei M glichkeiten Bewegungen zu beschreiben. 1. Die Ortsbezeichnungen werden zur Richtungsbeschreibung benutzt. 2. spezielle Bezeichnungen, die f r jedes Gelenk gelten. -Flexion (Beugung) FLEX -Extension (Streckung) EX -Abduktion (abspreizen vom K rper) ABD -Adduktion (heranziehen an den K rper) ADD -Au enrotation (Drehung vom K rper weg) AR -Innenrotation (Drehung zum K rper hin) IR Beispiele der Gelenke Kniegelenk: EX, FLEX Finger: EX, FLEX, ABD, ADD Schultergelenk: EX, FLEX, ABD, ADD, AR, IR Ellenbogen: EX, FLEX Sprunggelenk: EX, FLEX Handgelenk: EX, FLEX H ftgelenk: EX, FLEX, ABD, ADD, AR, IR Zehen: EX, FLEX 3. spezielle Bezeichnungen die nur f r einzelne Gelenke gelten. Die Proximalen Gelenke, wie H fte und Schulter sind dabei beweglicher als die Distalen (Hand, Finger usw.)

3 Bei allen diesen Bezeichnungen geht man dabei von einer bestimmten Grundstellung des K rper s aus, unabh ngig von der Lage des K rpers im Raum. Anatomische Grundstellung:F e gerade, aufrecht stehend, die kleinen Finger zeigen an dem nach unten h ngenden Arm zu den Beinen. Funktionelle Grundstellung: F e gerade, aufrecht stehend, die Daumen zeigen an dem nach unten h ngenden Arm nach vorne. Bewegungen im Schultergelenk: -Anteversion ANTE Flexion des Schultergelenkes von 0-90 Grad (vorn) -Elevation ELE Flexion des Schultergelenkes von 90-170 Grad (vorn, seitlich) -Retroversion RETROV Extension des Schultergelenkes von 0-20 Grad (hinten) -Horizontalabd dto. Abspreizen des Arm s von der K rpermitte bei 90 Grad FLEX -Horizontaladd dto. Heranziehen des Arm s zur K rpermitte bei 90 Grad FLEX Ellenbogen: -Supination SUPI Arm 90 Grad angewinkelt, Handfl che von Grundst.

4 Nach oben -Pronation PRON Arm 90 Grad angewinkelt, Handfl che von Grundst. nach unten Sprunggelenk: -Supination SUPI -Pronation PRON -Plantarflexion PLANTARFLEX Fu sohle in Richtung Unterschenkel -Dorsalextension DORSALEX Fu r cken in Richtung Schienbein Handgelenk: -Palmarflexion PALMARFLEX Flexion des Handgelenk s -Dorsalextension DORSALEX Extension des Handgelenk s -Radialabduktion RADIALABD Abduktion des Hangelenk s in Richtung Radial -Ulnarabduktion ULNARABD Abduktion des Hangelenk s in Richtung Ulnar H ftgelenk: -Horizontalabd dto. Abspreizen des Oberschenkels von der K rpermitte bei 90 Grad FLEX -Horizontaladd dto. Heranziehen des Oberschenkels zur K rpermitte bei 90 Grad FLEX Schulterg rtel: -Elevation ELEVATION Das gleiten der Scapula auf dem Thorax cranial -Depression DEPRESSION Das gleiten der Scapula auf dem Thorax caudal -Protraktion PROTRAKTION Das nach vorn ziehen des Schulterg rtels -Retraktion RETRAKTION Das nach hinten ziehen des Schulterg rtels Die Lagebezeichnungen:werden nicht als Bewegungsbezeichnungen benutzt, sondern dienen in der Anatomie dazu, Strukturen mit gleichem Namen voneinander abzugrenzen.

5 Anterior vorn minor kleinposterior hinten dexter rechtssuperior oben sinistra linksinferior unten superficialis oberfl chlich exterior au en profundus in der Tiefe ginterior innen longus lang major gro brevis kurz internus weiter innen externus weiter au en Lage und Bewegungsbeschreibungen in der Patientensprache:Der Mensch hat bei der Orientierung 3 Bezugssysteme die zum Teil angeboren sind und zum Teil erst w hrend der Entwicklung erworben werden.

6 F llt eines dieser Syteme aus, so hat der Betroffene eine gest rte Wahrnehmung und kann sich nicht mehr normal bewegen. 1. Orientierung am eigenen K rper: Sie ist eine Leistung der Tiefensensibilit t und unabh ngig von der Umwelt. Die Tiefensensibilit t erm glicht es uns auch, mit geschlossenen Augen Bewegungen ausf hren zu k nnen. 2. Orientierung vom eigenen K rper ausgehend: Sie wird durch das Gesichtsfeld des Menschen in aufrechter Haltung bestimmt und ist Umweltbezogen. Von seinem K rper ausgehend gliedert man den Raum um einen selbst herum durch das Bezugssystem vorn, hinten, rechts und links. 3. Orientierung im Raum: Sie ist gepr gt durch die Schwerkraft und ist damit Umweltbezogen. Der Zusammenhang zwischen eigenem K rper und Raum wird dadurch hergestellt, da das K rpergewicht durch die Schwerkraft in Richtung Boden oder Unterlage gezogen wird und die Kontakt- stellen mit dem Boden gef hlt werden. Ebenen und Achsen:Ebenen in denen Bewegungen erfolgen: Um die Dreidimensionalit t zu verstehen und nachvollziehbar zu machen schafft man ein Raster von 3 Ebenen in denen sich die Bewegungen ganz oder teilweise vollziehen.

7 Transversal: Sie verl uft waagerecht durch den K rper und teilt den K rper in einen oberen und unteren Abschnitt. Frontal: Sie verl uft von rechts nach links bzw. umgekehrt und teilt den K rper in einen vorderen und hinteren Abschnitt. Sagittal: Sie verl uft von vorn nach hinten und umgekehrt und teilt den K rper in einen linken und rechten Abschnitt. Beispiele: Ellenbogengelenk: Sagittal (EX, FLEX) Transversal (SUPI, PRO) Handgelenk: Frontal (PAL Finger: Knie.)

8 Fu gelenk: Sagitta Die 3 Ebenen beziehen sich auf den K rper und nicht auf den Raum. Damit ist Ihre Definition abh ngig von der jeweiligen Ausgangsstellung des K rpers. Bewegungen in der Frontalen geschehen auf der Sagittotransversalen Achse. Bewegungen in der Sagittalen geschehen auf der Frontotransversalen Achse. Bewegungen in der Transversalen geschehen auf der Frontosagittalen Achse. Die Bewegungen erfolgen um 3 Achsen, die sich jeweils aus der Schnittlinie zweier Ebenen ergeben.

9 Die Frontosagittalachse ist die Schnittlinie zwischen Frontalebene und Sagittalebene. Die Frontotransversalachse ist die Schnittlinie zwischen Frontalebene und Sagittalebene. Die Sagittotransversalebene ist die Schnittlinie zwischen Sagittalebene und Transversalebene. Damit die Bewegung ihrer Ebene und Achse zugeordnet werden kann m ssen 2 Vorraussetzungen erf llt sein. 1. Abh ngig von der Angabe der Grundstellung der Anatomischen Grundstellung EX, FLEX in der Sagittalebene um die Frontotransversalachse ABD, ADD in der Frontalebene um die Sagittotransversalachse AR, IR in der Transversalebene um die Frontosagittalachse 2. Das zu untersuchende Gelenk und die dar ber liegenden Gelenke m ssen zu Beginn der beurteilten Bewegung in 0-Stellung sein. Die Ebenen und Achsen sind von der Lage der Person abh ngig. Ausnahmen sind Bewegungen der Clavicula und der Scapula im Rahmen der Bewegungen des Schulterg rtel s. Bewegungsformen:Man unterscheidet in der Physiotherapie 4 Bewegungsformen bzw.

10 4 Bewegungsarten eine Bewegung in einem Gelenk durchzuf hren. 1.) Passivbewegungen -der Patient ist entspannt ohne die eigene Muskulatur zu bet tigen. -Der Therapeut oder eine Apparatur bewegen den Patienten. 2.) Assistive Bewegungen -der Patient ist mehr oder weniger durch eigene Muskelkraft oder Muskelt tigkeit an der Bewegung beteiligt -Der Therapeut, ein Apparat oder der Auftrieb des Wasser s helfen bei der Bewegung mit. 3.) Aktivbewegungen -der Patient bewegt durch eigene Muskelt tigkeit sein Gelenk. -Der Therapeut korrigiert und kontrolliert die Bewegungen. 4.) Resistive Bewegungen -der Patient bewegt selbst ndig mit eigener Muskelkraft gegen einen Widerstand, den der Therapeut, ein Apparat oder Wasser setzen. Die Bezeichnungen sind immer aus der Sicht des Patienten gesehen. Beim passiven Bewegen ist der Patient passiv und beim aktiven Bewegen ist der Patient aktiv. Anwedungsgebiete f r die verschiedenen Bewegungsformen:1.


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