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2. Auflage - BUND e.V.

2. AuflageIMPRESSUMDer PLASTIKATLAS 2019 ist ein Kooperationsprojekt vonHeinrich-B ll-Stiftung sowie Bund f r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)Inhaltliche Verantwortung:Lili Fuhr, Heinrich-B ll-Stiftung (Gesamtleitung)Dr. Rolf Buschmann und Judith Freund, Bund f r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)Projektleitung: Kai Sch chteleArt-Direktion und Infografiken: Janine Sack, Sabine Hecher, Lena AppenzellerProjektmanagement: Kristin Funke, Annette KrausTextchefin: Elisabeth Schmidt-LandenbergerDokumentation: Alice Boit bersetzungen: Annette Bus, Julia RickersMit Originalbeitr gen von:Claire Arkin, Alexandra Caterbow, Christine Chemnitz, Camille Duran, Steven Feit, Manuel Fernandez, Chris Flood, Lili Fuhr, Elisabeth Grimberg, Stephan G rtler, Lea Guerrero, Johanna Hausmann, Von Hernandez, Ulrike Kallee, Christie Keith, Doris Knoblauch, Christoph Lauwigi, Linda Mederake, Doun Moun, Carroll Muffett, Jane Patton, Christian Rehmer, Kai Sch chtele, Dorothea Seeger, Olga Speranskaya, Esra Tat, Nadja ZiebarthRedaktionelle Mitarbeit: Michael Bukowski, Paul Mundy, Heribert WefersDie Beitr ge geben nicht notwendig die Ansicht aller beteiligten Partnerorganisationen i.

Kleidung, Spielzeug und Kosmetik genauso wie in industriellen und landwirtschaftlichen Produkten. Wir wissen auch schon seit langem, welch wachsendes Risiko Plastikmüll in der Umwelt, auf Deponien und in den Weltmeeren darstellt. Mehr und mehr wird deutlich, wie sehr Plastik entlang des gesamten

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1 2. AuflageIMPRESSUMDer PLASTIKATLAS 2019 ist ein Kooperationsprojekt vonHeinrich-B ll-Stiftung sowie Bund f r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)Inhaltliche Verantwortung:Lili Fuhr, Heinrich-B ll-Stiftung (Gesamtleitung)Dr. Rolf Buschmann und Judith Freund, Bund f r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)Projektleitung: Kai Sch chteleArt-Direktion und Infografiken: Janine Sack, Sabine Hecher, Lena AppenzellerProjektmanagement: Kristin Funke, Annette KrausTextchefin: Elisabeth Schmidt-LandenbergerDokumentation: Alice Boit bersetzungen: Annette Bus, Julia RickersMit Originalbeitr gen von:Claire Arkin, Alexandra Caterbow, Christine Chemnitz, Camille Duran, Steven Feit, Manuel Fernandez, Chris Flood, Lili Fuhr, Elisabeth Grimberg, Stephan G rtler, Lea Guerrero, Johanna Hausmann, Von Hernandez, Ulrike Kallee, Christie Keith, Doris Knoblauch, Christoph Lauwigi, Linda Mederake, Doun Moun, Carroll Muffett, Jane Patton, Christian Rehmer, Kai Sch chtele, Dorothea Seeger, Olga Speranskaya, Esra Tat, Nadja ZiebarthRedaktionelle Mitarbeit: Michael Bukowski, Paul Mundy, Heribert WefersDie Beitr ge geben nicht notwendig die Ansicht aller beteiligten Partnerorganisationen i.

2 S. d. P.: Annette Maennel, Heinrich-B ll-Stiftung2. Auflage , Juli 2019 ISBN 978-3-86928-200-8 Produktionsplanung: Elke Paul, Heinrich-B ll-StiftungDruck: M ller Druck und Verlag GmbH, AhrensfeldeKlimaneutral gedruckt auf 100 % Werk mit Ausnahme des Coverfotos steht unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung international (CC BY ). Der Text der Lizenz ist unter Zusammenfassung (kein Ersatz) ist unter k nnen die einzelnen Infografiken dieses Atlas f r eigene Zwecke nutzen, wenn der Urhebernachweis PLASTIKATLAS | Appenzeller/Hecher/Sack in der N he der Grafik steht (bei Bearbeitungen: PLASTIKATLAS | Appenzeller/Hecher/Sack (M) ).Cover-Copyright: Foto: Nora Bibel Montage: Annelie Saroglou unter Verwendung einer Darstellung von Wetzkaz/Adobe StockBESTELL- UND DOWNLOAD-ADRESSENH einrich-B ll-Stiftung, Schumannstra e 8, 10117 Berlin, f r Umwelt und Naturschutz Deutschland , Kaiserin-Augusta-Allee 5, 10553 Berlin, , und Fakten ber eine Welt voller Kunststoff2.

3 Auflage 2019 PLASTIKATLAS 20194 INHALT02 IMPRESSUM06 VORWORT 08 ZW LF KURZE LEKTIONEN BER PLASTIK UND DIE WELT10 GESCHICHTEDURCHBRUCH MIT DREI BUCHSTABENDie ersten Kunststoffe imitierten Elfenbein und Seide und besetzten zun chst nur eine Marktnische. Der Boom begann erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit PVC. Danach eroberte billiger Kunststoff die WEGWERFMENTALIT TM LL F R DIE WELTNoch in den F nzigern verwendeten Menschen Plastik mit so viel Sorgfalt wie Glas oder Seide. Dann entdeckten die Konsumg terkonzerne die Vorz ge des Materials. Und es entwickelte sich ein Lebensstil, der unentwegt Abfall NUTZUNGFLUCH UND SEGENK unststoffe sind unverzichtbar geworden. Sie stecken in Plastikt ten, Smartphones und Armaturenbrettern. Doch beinahe die H lfte aller Produkte ist nach weniger als einem Monat Abfall. Nur ein Bruchteil landet im GESUNDHEIT CHEMIE IM K RPERDie Auswirkungen der aus den Fugen geratenen Plastikproduktion auf die Umwelt sind bekannt und un bersehbar.

4 Verborgen bleiben die gesund heit lichen Folgen f r den Menschen von der Rohstoffgewinnung bis zur GENDERUNGLEICH VERTEILTE RISIKENVon Kunststoffen sind Frauen st rker betroffen als M nner. Dahinter stecken unter anderen biologische Unterschiede: Ihre K rper reagieren anders auf Giftstoffe, sie verwenden belastete Hygieneprodukte. Doch es gibt ERN HRUNG EIN UNAPPETITLICHER KREISLAUFE iner der gr ten Abnehmer von Kunststoffen ist die Lebensmittelindustrie. Ihre Produkte sollen sch n verpackt sein und jedes Bed rfnis befriedigen. Der Preis: Das Plastik landet auch auf ckern und damit in der KLEIDUNGMEHR VERANTWORTUNG TRAGENT extilien aus synthetischen Fasern haben auf den ersten Blick viele Vorz ge: Sie sind g nstig, trocknen schnell und passen sich dem K rper an. Doch sie sind zu Wegwerfartikeln geworden und tragen so erheblich zum Klimawandel bei. Und nicht zuletzt gef hrden sie die TOURISMUSGIBT ES NOCH HOFFNUNG F R DAS URLAUBSPARADIES?

5 Viele Reiseziele sind zu Sinnbildern der Plastik krise geworden. Die Entsorgung von Abfall funktioniert nicht. Achtlosigkeit kommt hinzu. Mit den Folgen stehen die Einheimischen weitgehend allein KLIMAWANDELPLASTIK HEIZT DAS KLIMA AN Kunststoffe gelten als umweltschonende Alternative zu anderen Materialien unter anderem wegen ihres geringen Gewichts. Dabei tr gt der Plastik Boom erheblich zum Anstieg gef hrlicher Treibhausgase PLASTIK IM WASSERKUNSTSTOFF KENNT KEINE GRENZENDie Plastikkrise hat dramatische Auswirkungen auf Gew sser und marine Lebewesen. Einmal im Wasser angekommen, verteilt sich das Plastik ber die Welt. Dort verheddern sich dann Tiere darin oder sie halten das Material f r 2019530 KONZERNEDIE AKTIVIT TEN DER PLASTIK-LOBBYMit gut organisiertem Lobbydruck sorgt die Plastikindustrie daf r, dass die wachsende Produktion von Kunststoffen als Problem aus dem Blick ger t. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf das Abfallmanagement und Recycling und dr ckt sich so vor der WOHLSTANDDAS PRODUKT DES WELTHANDELS Das Wirtschaftswachstum der Nachkriegszeit w re ohne Plastik nicht m glich gewesen.

6 Kunststoffe sind Ergebnis wie Antriebskraft einer ra der Globalisierung, die mit dem Online Shopping weitere M llberge BIO -PLASTIK MAIS STATT L IST KEINE L SUNGK unststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen haben den Ruf, umweltvertr glich zu sein. Au erdem bauen sie sich schneller ab. So das Versprechen der Industrie. Ein genauerer Blick zeigt: Die Materialien schaffen neue ABFALLENTSORGUNGHINTER DEN KULISSEN DERUNGEL STEN PLASTIKKRISE Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube: Solange der t glich anfallende M ll nur sauber getrennt wird, muss sich am Konsumverhalten nichts ver ndern. Die Wahrheit ist: Ein Gro teil des Plastikm lls landet in fen oder in der M LLEXPORTEDIE M LLHALDE HAT GESCHLOSSENWas tun mit Plastikabfall, der nicht recycelt oder entsorgt werden kann? Ganz einfach: wo anders hinschicken. Bis vor kurzem wurde der Gro teil schlecht verwertbarer Kunststoffe nach China verschifft. Doch damit ist es jetzt SAMMELN UND VERKAUFENEIN LEBEN VON UND MIT M LLIn vielen rmeren L ndern bernehmen M llsammelnde die Aufgabe st dtischer Dienste.

7 Sie bestreiten ihr Einkommen mit dem, was andere wegwerfen. Doch f r viele Kunststoffe finden sie keine REGULIERUNGL SUNGEN AM FALSCHEN ENDE Es gibt keinen Mangel an Abkommen und Initia tiven, die Plastikkrise einzud mmen. Doch beinahe alle behandeln allein die Entsorgung, sind nicht aufeinander abgestimmt und entlassen die Hersteller aus der ZIVILGESELLSCHAFTWIE DIE ANTI-PLASTIK-BEWEGUNGGEGEN DIE INDUSTRIE VORGEHTEin globales zivilgesellschaftliches B ndnis namens Break Free From Plastic versucht, die Verm llung der Welt zu stoppen. Mit ffentlichkeitswirksamen Aktionen und Aufkl rung setzt es Konzerne unter ZERO-WASTEES GEHT AUCH OHNE!Kunststoffe zu recyceln das allein wird die Plastikkrise nicht l sen. Gefragt sind Ideen, die das Problem an der Wurzel anpacken. Eine wachsende Bewegung zeigt, wie es geht und mutige St dte und Kommunen gehen AUTORINNEN UND AUTOREN, QUELLEN VON DATEN, KARTEN UND GRAFIKEN50 BER UNSPLASTIKATLAS 20196 VORWORTP lastik ist allgegenw rtig und kaum noch aus unserem Alltag wegzuden ken.

8 Wir nutzen Plastik f r lebensrettende medizinische Ger te, f r kleidung , Spielzeug und Kosmetik genauso wie in industriellen und landwirtschaftlichen Produkten. Wir wissen auch schon seit langem, welch wachsendes Risiko Plastikm ll in der Umwelt, auf Deponien und in den Weltmeeren darstellt. Mehr und mehr wird deutlich, wie sehr Plastik entlang des gesamten Lebenszyklus von der Produktion ber die Nutzung bis zur Entsorgung die menschliche Gesundheit bedroht. Plastik partikel und die bei der Plastikherstellung verwendeten giftigen Chemikalien finden sich in unserer Atemluft, in unserem Trinkwasser und im Boden. Dies sch digt das Immun und Reproduktionssystem, Leber und Nieren, und es kann sogar Krebs das Bewusstsein f r die Umwelt und Gesundheitssch den durch Plastik w chst, erleben wir einen Boom bei der Plastik produktion. Dieser Trend wird auch in Zukunft anhalten, wenn die Expansions pl ne der Industrie angetrieben von billigem gefracktem Erdgas nicht gestoppt werden.

9 Allein in den USA plant die Plastikindustrie, ihre Produktion in den n chsten Jahren noch um 30 Prozent zu steigern. Tats chlich werden 99 Prozent des Plastiks aus fossilen Brennstoffen wie Kohle, l und Gas hergestellt. Die klima sch dlichen Emissionen entlang des gesam ten Lebenszyklus von Plastik sind enorm. Mittlerweile beginnen Regierungen wenigstens an einigen Stellen, den Plastikverbrauch zu regulieren, durch Verbote von Einweg plastikartikeln. Aber solange wir nicht die Plastik produktion an sich drosseln, greifen diese Ans tze zu kurz. Aufw ndige Marketing und Werbe kampagnen der Industrie suggerieren uns, dass ein Leben ohne Plastik nicht m glich sei, und schieben die Verantwortung f r die Plastikkrise von den Plastikproduzenten auf die Verbraucher innen und Verbraucher also auf uns alle. Doch bessere M lltrennung und Recycling allein werden das Problem nicht l sen. Ganz im PLASTIKATLAS 20197 Gegenteil: Der Handel mit Plastikm ll ist ein boomendes Gesch ft.

10 Denn wir exportieren einen Gro teil unseres Plastikm lls (und die damit einher gehenden negativen Umwelt und Gesundheits folgen) nach S dostasien. Viele der L nder dort haben keine oder nur unzureichende Abfallentsorgungssysteme. Der Plastikm ll landet so letztendlich in der Umwelt und vor allem auch in den Meeren. Dennoch sind wir zuversichtlich: Noch nie war das Plastikthema so weit oben auf der politischen Agenda, noch nie haben sich so viele Menschen in globalen Bewegungen wie Break Free From Plastic organisiert. berall auf der Welt entstehen Initiativen f r eine Zero Waste Politik in St dten und Gemeinden. Ihnen allen ist gemeinsam: Sie wollen das Problem an der Wurzel packen und an L sungen und Alternativen Welt ohne Plastikverschmutzung ist eine Vision, f r die es sich lohnt zu streiten. Denn Plastik ist ein Thema, das jeden und jede von uns etwas angeht und bewegt. Wir haben gerade erst begon nen, die gewaltigen Dimensionen dieser Krise zu begreifen.


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