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6.5 Bemessung einer Deckenschalung - …

Bemessung einer Deckenschalung 153 6 Konstruktion, Einsatzplanung und Bemessung einer Deckenschalung : In Abschnitt wird eine Deckenscha-lung ganzheitlich im Zusammenhang inden bungsbeispielen bis behan-delt. Grundriss-Entwurf und Aufbau derSchalung, Materialauswahl, Belas-tung 22,,m6,3kN/m58,7kN4,27===d0dBBEERA Die Stellfristen f r diese Baust tzen als Hilfsst tzen wurden in bungs-beispiel ermittelt. b) Bemessung mit zul ssigen Traglasten FN,zul der Baust tzen Gew hlt wird eine Baust tze B 30 ( max = 3,00 m) mit FN,zul = 13,4 kN (Ta-belle ). Die zul ssige Traglast kann nach Gleichung ( ) vergr ert werden, da die Baust tze mit = 2,60 m nicht auf die maximale L nge max ausgezogen werden muss.

6 Deckenschalungen 156 Einflussfläche der Verkehrslasten Die quadratische Einflussfläche von 3 m · 3 m Grundfläche für die Verkehrs-lasten nach DIN EN 12812 oder DIN

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1 Bemessung einer Deckenschalung 153 6 Konstruktion, Einsatzplanung und Bemessung einer Deckenschalung : In Abschnitt wird eine Deckenscha-lung ganzheitlich im Zusammenhang inden bungsbeispielen bis behan-delt. Grundriss-Entwurf und Aufbau derSchalung, Materialauswahl, Belas-tung 22,,m6,3kN/m58,7kN4,27===d0dBBEERA Die Stellfristen f r diese Baust tzen als Hilfsst tzen wurden in bungs-beispiel ermittelt. b) Bemessung mit zul ssigen Traglasten FN,zul der Baust tzen Gew hlt wird eine Baust tze B 30 ( max = 3,00 m) mit FN,zul = 13,4 kN (Ta-belle ). Die zul ssige Traglast kann nach Gleichung ( ) vergr ert werden, da die Baust tze mit = 2,60 m nicht auf die maximale L nge max ausgezogen werden muss.

2 B-St tzen: kN30kN7,17m6,2m0,3kN40kN40222,<= = =llmaxzulNF F r die Hilfsunterst tzung mit einer Baust tze B 30 mit FN,zul = 17,7 kN Traglast kann f r die Deckenlast im Bauzustand folgende Einflussfl che AE je St tze erreicht werden: 22,,m5,3kN/m0,5kN7,17===0zulNBEEFA Bemessung einer Deckenschalung Eine berschl gige Bemessung einer Deckenschalung ist mit Bemes-sungstabellen der Schalungshersteller m glich. Diese Tabellen eignen sich bei Deckenschalungen insbesondere f r die Auswahl der Tr ger- und St tzenabst nde und der Deckenst tzen. Im Folgenden wird zun chst ein ausf hrliches Beispiel f r die Bemessung einer Deckenschalung darge-stellt.

3 Danach folgen Bemessungsbeispiele mit Tabellen. bungsbeispiel Grundriss-Entwurf der Schalung In diesem Beispiel soll die Deckenschalung f r den Grundriss eines Rau-mes mit den lichten Ma en 4,00 m 4,70 m geplant werden. 6 Deckenschalungen 154 858545 1,70454545 4,702,101,051,054,00 1,551,55 Deckenst tzen mit St tzbein und GabelkopfZus tzliche Deckenst tzen 2,452,45 2,452,90a = 50 a = 50 Jochtr ger H 20, L ngen L = 2,90 m; 2,45 m Quertr ger H 20, Abstand a = 0,50 m, L nge L = 2,45 m Bild Grundriss Deckenschalung Bei der Auswahl der Holzschalungstr ger muss gekl rt werden, ob die Jochtr ger in L ngs- oder Querrichtung angeordnet werden sollen.

4 Bei dem kleinen Beispielgrundriss ist diese Auswahl unerheblich, jedoch bei gro fl chigen Grundrissen, wie beispielsweise von gro en Stahlbeton-Skelettbauten mit mehreren Bauteilen und Geschossen, ist die Optimie-rung der Schalung durchaus sinnvoll, da nicht nur Anzahl und L ngen der Tr ger, sondern auch die Anzahl der St tzen und deren Auslastung opti-miert und damit nicht nur Material-, sondern vor allem Lohnkosten einge-spart werden k nnen. Der erfahrene Anwender der Schalungssysteme kann mithilfe von Software der Schalungshersteller durch Ausprobieren mehrerer Varianten den Materialeinsatz optimieren.

5 Bemessung einer Deckenschalung 155 6 Decke25 Schalhaut2,120hJochtr gerDeckenst tze 20 Quertr gerBild Querschnitt Deckenschalung Eigengewicht Deckenschalung Das Eigengewicht wird f r Deckenscha-lungen mit Holzschalungstr gern H 20 zug = 0,30 kN/m (System: DOKA Dokaflex), mit Holzschalungstr ger GT 24 zug = 0,40 kN/m (System: PERI Multiflex) angegeben. F r den Entwurf der Deckenschalung (Bild ) sind folgende Kriterien wichtig: In einem geschlossenen Raum werden immer mindestens zwei Tr ger hintereinander verlegt und ungef hr mittig berlappend gesto en.

6 Dies gilt sowohl f r Jochtr ger als auch f r Quertr ger. Daraus ergeben sich immer zwei Randjoche und mindestens ein Mitteljoch. Die Quertr ger sollten nach M glichkeit als Einfeldtr ger eingebaut werden, um das Ausschalen zu erleichtern. Am Tr gerende und am Tr gersto m ssen St tzen mit St tzbein und Gabelkopf aufgestellt werden. Der Abstand der Randjoche und der St tzen am Jochtr gerende ist von den Konstruktionsma en der St tzbeine abh ngig. Hier wurde ein er-forderlicher Abstand zur Wand von 45 cm gew hlt. Als Jochtr ger wurden exemplarisch zweierlei Tr ger gew hlt, da die Tr ger sich auf den Gabelk pfen um mindestens 30 cm berlappen m ssen, um die Kippsicherung der Tr ger zu gew hrleisten.

7 Da die Randtr ger eine geringere Einflussfl che und damit eine gerin-gere Belastung haben, werden dort zun chst keine zus tzlichen De-ckenst tzen vorgesehen. Schalungsaufbau 6 Deckenschalungen 156 Einflussfl che der Verkehrslasten Die quadratische Einflussfl che von3 m 3 m Grundfl che f r die Verkehrs-lasten nach DIN EN 12812 oder DIN 4421ist im Allgemeinen gr er als die Einfluss-fl che aller Konstruktionselemente wieTr ger und St tzen. Die Lastannahmenbezogen auf diese Einflussfl che werdendaher bei Deckenschalungen in der Regelma gebend.

8 Verkehrslast nach DIN 4421 (alt) auf eine quadratische Einflussfl che von3 m 3 m Grundfl che 20 % der Betonei-genlast, mindestens jedoch 1,5 kN/m ,maximal 5,0 kN/m , hier gilt mit6,5 kN/m 0,2 = 1,30 kN/m : qk = 1,50 kN/m > 1,30 kN/m und qk = 0,75 kN/m auf die restlichen Betonierfl chen. Nachweis der Schalhaut Materialauswahl Zur Verf gung stehendes Material: Schalhaut: Dreischichtenplatte d = 21 mm Tr ger: Holzschalungstr ger H 20, Vd = 16,5 kN, Md = 7,5 kNm und E I = 450 kNm2 Deckenst tzen Belastung St ndige Lasten: Eigengewicht der Schalung Schalung g = 0,30 kN/m Zwischensumme st ndige Lasten gk = 0,30 kN/m Ver nderliche Lasten: Verkehrslasten nach DIN EN 12812 Decke, Frischbeton (Q2) qk,1 = 0,25 m 26 kN/m = 6,50 kN/m Bauarbeiten, Arbeitskr fte (Q2) qk,2 = 0,75 kN/m Zusatzlast Ortbeton (Q4, min.)

9 0,75 kN/m , max. 1,75 kN/m ) qk,3 = 6,5 kN/m 0,1 = 0,65 kN/m < 0,75 kN/m Zwischensumme ver nderliche Lasten qk = 8,00 kN/m Summe der Einwirkungen rk = gk + qk = 0,30 kN/m + 8,00 kN/m = 8,30 kN/m (Gleichung ), Ed = 1,35 0,3 kN/m + 1,5 8,00 kN/m = 12,41 kN/m mit den Teilsicherheitsbeiwerten G = 1,35 f r st ndige Einwirkungen und Q = 1,5 f r ver nderliche Einwirkungen (Gleichung ). bungsbeispiel Statisches System: Einfeldtr ger Der Quertr gerabstand wird mit = 50 cm angenommen. rk = 8,30 kN/m Ed = 12,41 kN/m 50 Bemessung einer Deckenschalung 157 6 Statisches System: Zweifeldtr ger f r die Schubbemessung: Prinzipiell wird der Bemessung das stati-sche System des Einfeldtr gers zugrundegelegt, solange es auf der sicheren Seiteliegt.

10 F r die Schubbemessung ist jedoch derZweifeldtr ger das ung nstigere statischeSystem und wird hier immer dann voraus-gesetzt, wenn dieser Fall nicht ausge-schlossen werden kann. Bemessungswert der Schubspannungf r Dreischichtenplatten (Fichte) Mmodkvdvkff =,, 3,17,0 , =dvf 2,kN/m3,592=dvf mit fv,k = kN/m nach DIN 1052 f rSperrholz der BiegefestigkeitsklasseF25/10 parallel zur Faserrichtung derDeckfurniere. Herstellerangaben ber dieSchubfestigkeit von Dreischichtenplattenliegen nicht vor. Schubbemessung Maximale Querkraft Vr,d nach Gleichung ( ) kN/m88,32m5,0kN/m41,1225,1225,12,= = =lddrEV Maximale Schubspannung d mit Gleichung ( ) 2,kN/m1,277m/m1m021,0kN/m88,35,15,1= = =AVdrd 0,147,0kN/m3,592kN/m1,27722,<==dvdf nach Gleichung ( ) Biegebemessung Maximales Moment Mr,d : kNm/m39,08m5,0kN/m41,1282222,= = =lddrEM Vorhandene Spannung m,d nach Gleichung ( ): 222,,kN/m1,5306m/m1m021,06kNm/m39,0= ==ndrdmWM F r eine Dreischichtenplatte 3-S-Platte (Fichte) mit der Nenndicke von 21 mm nach Tabelle gilt zul 15% = 5,9 N/mm = kN/m.


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