Example: tourism industry

Ablauf der Planung - mathoi.eu

Ablauf der Planung Stadthalle Graz 2003 Foto: THM Thomas Mathoi Version Niemand plant zu versagen, aber die meisten versagen beim Planen. Lee Iacocca1 1 Lee Iacocca (vollst ndiger Name: Lido Iacocca; geboren, am 15. Oktober 1924 in Allentown, Pennsylvania, USA) Sohn italienischer Einwanderer war als Pr sident der Ford Motor Company und sp ter der Chrysler Corporation in Detroit ein wichtiger Manager in der Automobilindustrie in der zweiten H lfte des 20. Jahrhundert. Er schrieb mehrere B cher, Talking straight , Where Have All the Leaders Gone und die Autobiographie Mein amerikanischer Traum . Heute gilt Iacocca als gro er Rhetoriker. Mathoi Ablauf der Planung Vorwort Vorwort .. ohne Worte Abbildung 1: Entwicklung einer Projektidee (Quelle: CBP) I Mathoi Ablauf der Planung Vorwort Abbildung 2: bersicht Bauwirtschaft - Terra Incognita Aedificatoris (Quelle: Prof.)

Ablauf der Planung Stadthalle Graz│2003│Foto: THM Dipl.-Ing. Dr.techn. Thomas Mathoi Version 2.0

Information

Domain:

Source:

Link to this page:

Please notify us if you found a problem with this document:

Other abuse

Advertisement

Transcription of Ablauf der Planung - mathoi.eu

1 Ablauf der Planung Stadthalle Graz 2003 Foto: THM Thomas Mathoi Version Niemand plant zu versagen, aber die meisten versagen beim Planen. Lee Iacocca1 1 Lee Iacocca (vollst ndiger Name: Lido Iacocca; geboren, am 15. Oktober 1924 in Allentown, Pennsylvania, USA) Sohn italienischer Einwanderer war als Pr sident der Ford Motor Company und sp ter der Chrysler Corporation in Detroit ein wichtiger Manager in der Automobilindustrie in der zweiten H lfte des 20. Jahrhundert. Er schrieb mehrere B cher, Talking straight , Where Have All the Leaders Gone und die Autobiographie Mein amerikanischer Traum . Heute gilt Iacocca als gro er Rhetoriker. Mathoi Ablauf der Planung Vorwort Vorwort .. ohne Worte Abbildung 1: Entwicklung einer Projektidee (Quelle: CBP) I Mathoi Ablauf der Planung Vorwort Abbildung 2: bersicht Bauwirtschaft - Terra Incognita Aedificatoris (Quelle: Prof.)

2 Dr. Karlheinz Pfarr) Das vorliegende Skriptum ber den Ablauf der Planung soll prim r einen Einblick in die Phasenglie-derung der Planung gew hren, sowie einen berblick ber die im Zuge der Planung eines Bauvorha-bens erforderlichen Leistungen schaffen. Theoretische Grundlagen zur systematischen und strukturier-ten L sungsfindung werden ebenso aufgezeigt, wie die Vielzahl der an einem Bauprojekt Beteiligten. Thomas Mathoi Graz, im Februar 2008 II Mathoi Ablauf der Planung Inhalt Inhalt 1. 6 Vom Wesen der Planung eine erste Skizze des 6 Planung im Spannungsfeld Kosten-Zeit-Qualit 7 Beteiligte am Planungs- und 9 Projektabwicklung mit 13 Projektabwicklung mit zusammengesetzter, gleichzeitiger 13 General- 14 Generalunternehmer-/- 15 Totalunter-/- 16 2. Bauplanung als methodischer 19 Kurzexkurs: 19 Gliederung der 20 Der 21 Der 23 Bed rfnisse, Funktionen und Abh 24 Bed 24 24 Abh 26 Funktionale Abh 26 Technisch- konstruktive Abh 26 Bauverfahrensm ige Abh 26 Zeitliche Abh 27 Prozessuale Sichtweise der 27 Wertanalyse als Grundlage f r den 28 Planung als iterativer Prozess in mehreren 30 Einstufige 31 Mehrstufige 31 Scanning 32 33 3.

3 Phasen der 34 Gliederung der Projektphasen im 34 Projektphasen in der 35 Projektphase 1 Projektvorbereitung (Planungsphase 1 Grundlagenermittlung).. 38 Projektphase 2 41 Planungsphase 2 Vorentwurf .. 41 III Mathoi Ablauf der Planung Inhalt Planungsphase 3 44 Planungsphase 4 Einreichungsplanung und 44 Projektphase 3 Ausf 46 Planungsphase 5 Bauvorbereitende Ausf hrungs- 46 Planungsphase 6 Ausschreibungserstellung und Mitwirken bei der 46 Vergabe(n).. 47 Projektphase 4 Ausf 48 Planungsphase 7 Baubegleitende Ausf 48 Planungsphase 7a rtliche 49 Oberleitung (k nstlerisch, technisch, gesch ftlich).. 49 Projektphase 5 Projektabschluss (Planungsphase 8 Bestandsplanung und Dokumentation).. 50 Anmerkungen zu den Planungsphasen im Tief- und 50 4. Planungsbefugnisse und 52 Planungsbefugnisse in 52 52 52 Berechtigungsumfang des sterreichischen 53 Erlangung der Bef higung f r das Gewerbe der 55 Ber hmte 57 Ingenieurkonsulenten und Architekten (Ziviltechniker).

4 59 60 Befugnisumfang des sterreichischen 60 Erlangung der Befugnis eines 61 Leistungsbilder der 62 Planungsleistungen im 63 Leistungsbild rtliche 70 Leistungsbild Statik & 73 Leistungsbild Technische Geb udeausr 76 Leistungsbilder f r Beratungs-/Konsulentenleistungen und 82 Leistungsbild 82 Leistungsbild Brandschutzplanung & 85 Leistungsbild 88 Leistungsbild Projektmanagement .. 90 5. Organisation des 91 91 Ermittlung von 92 IV Mathoi Ablauf der Planung Inhalt Anforderungen an den 93 Inhalte der Planung 94 Organisatorische Randbedingungen f r den 95 99 Literatur- und Quellenverzeichnis (in alphabetischer Reihenfolge).. 101 103 V Mathoi Ablauf der Planung Grundlagen 1. Grundlagen Die Bauwirtschaft hat eine bedeutende Schl sselstellung in der Gesamtwirtschaft. Nicht nur auf natio-naler auch auf internationaler Ebene dient die Bauwirtschaft oft als Konjunkturlokomotive und auch als Indikator f r Konjunkturschwankungen.

5 Die Bauwirtschaft pr gt die Umwelt durch ihre Produkte die Bauobjekte und erreicht eine gro e Tragweite in der Gesellschaft, denn das Bauen erf llt die Grundbed rfnisse des Wohnens mit seinen sozialpolitischen Faktoren bis hin zur infrastrukturellen Versorgung der Gesellschaft. Zusammen mit einer guten Infrastruktur stellen funktionierende Bauwerke eine wesentliche Grundlage f r die wirtschaftlichen Leistungen anderer Wirtschaftszweige dar. Bauprojekte sind meist technisch hoch komplex, die Geb ude Unikatfertigungen. F r die Planung eines Bauwerks ben tigt ein Auftraggeber daher zahlreiche Fachplaner ( Architekten, Tragwerks-planer, Geb udetechniker, Fassadentechniker) und Berater/Konsulenten ( Verkehrsplaner, Bau-physiker, Geologen). Das sind die internen Projektbeteiligten. Zu den externen Projektbeteiligten ge-h ren Beh rden, Energieversorgungsunternehmen oder Nachbarn. All diese Personen bilden das so genannte Projektumfeld.

6 Neben den technischen Schnittstellen m ssen bei der Planung also auch viele interne und externe Informationsschnittstellen beherrscht werden. Vom Wesen der Planung eine erste Skizze des Planungsprozesses2 In diesem Skriptum wird unter Planung der eigentliche Planungsprozess in einem Bauprojekt ver-standen (Bauplanung). Ihr Ergebnis sind die Planunterlagen, also der Bauplan sowie die zugeh rigen Berechnungen und Beschreibungen. Aus diesen Unterlagen geht hervor, wie, wann und wo ein Bauwerk zu erstellen ist. Von ihrem Wesen her kann man sich die Planung bzw. den Planungsprozess grunds tzlich wie eine galileische Spirale vorstellen: Das zu planende Bauwerk wird entlang der Spiralwindungen von au en nach innen ins Zentrum der Spirale quasi vom Groben ins Feine detailliert. Damit ist die kontinu-ierliche Weiterentwicklung der Pl ne in den so genannten Planungsphasen (Vorentwurf, Entwurf, Ausf hrungsplanung) symbolisiert.

7 So werden mit fortschreitender Planung die Ma st be immer gr er, die Berechnungen und Kostenermittlungen genauer 2 vgl. Mathoi, Th.: Planung der Planung , Projektmagazin ( ), Ausgabe 4/2008, M nchen, Februar 2008 6 Mathoi Ablauf der Planung Grundlagen GenauigkeitPlanungsbeginnVorentwurfEntwu rfAusf hrungs-/ DetailplanungLeistungsbe-schreibung Abbildung 3: Planungsspirale Entlang der Spiralwindungen durchl uft die Planung mehrere Phasen, die in sich abgeschlossene Leis-tungspakete f r die Fachplaner darstellen. Beispielsweise gliedert sich der Vorentwurf bei einem Hochhausprojekt in den Architektur-Vorentwurf, das statisch-konstruktive Konzept, die Vorplanung f r die Technische Ausr stung des Geb udes (Heizung, Klima, L ftung, Sani-t r, Elektrotechnik), das bauphysikalische Planungskonzept, die Vorplanung f r die Fassadentechnik und bei Bedarf auch ein Verkehrskonzept.

8 Das Honorar der Fachplaner teilt sich entsprechend der einzelnen Planungsphasen auf und wird mit Abschluss der jeweiligen Planungsphase f llig. Bei langen Planungsphasen sind Abschlagszahlungen m glich. Durch Meilensteine wird der Planungsprozess in inhaltlich bersichtliche und terminlich voneinander abgegrenzte Phasen eingeteilt. Bei Erreichen eines Meilensteins werden die in den jewei-ligen Phasen produzierten Planungsunterlagen dem Auftraggeber zur Pr fung bzw. Freigabe vorge-legt. Somit symbolisieren die Meilensteine auch Entscheidungspunkte des Auftraggebers. Planung im Spannungsfeld Kosten-Zeit-Qualit t Die Anforderungen der menschlichen Gesellschaft verlangen eine gro e Vielfalt und Komplexit t gegenw rtiger und zuk nftiger Bauprojekte, die in der Planung entsprechend zu ber cksichtigen sind. Die Suche nach L sungen f r heutige Bauaufgaben erfordert Kenntnisse auf den unterschiedlichsten Fachgebieten, und die Entscheidung f r oder gegen ein bestimmtes technisches oder materielles Hilfsmittel, wird durch ein vielf ltiges Marktangebot zus tzlich verkompliziert.

9 7 Mathoi Ablauf der Planung Grundlagen In diesem Kontext m ssen bei der Planung eines Bauprojektes die f r die Projektabwicklung relevan-ten Faktoren Qualit t, Kosten und Zeit in die berlegungen mit einbezogen werden. Diese drei Fakto-ren bestimmen den Erfolg eines Bauprojektes ma geblich und beeinflussen sich gegenseitig. Das wird deutlich, wenn man sich die drei Faktoren Kosten, Zeit und Qualit t in der Form eines Dreiecks vor-stellt, das diese Faktoren ber seine Fl che in eine Beziehung setzt3. Das bedeutet, dass bei Verschie-bung eines Eckpunktes dieses Dreiecks sich auch die anderen Eckpunkte entsprechend mit verschie-ben, damit die Fl che des Dreiecks gleich bleibt. Bei diesem Gedankenmodell ist zu beachten, dass eine positive Ver nderung der Faktoren jeweils nur in Richtung des Schwerpunktes des Dreiecks m g-lich ist. W rde man also eine Kostensenkung verlangen, so bedeutet dies, dass nach Verschieben des Eckpunktes Kosten in Richtung des Schwerpunktes des Dreiecks die beiden anderen Eckpunkte Qualit t und Zeit nach au en gedr ckt werden, damit die Fl che des Dreiecks gleich bleibt.

10 Dabei muss beachtet werden, dass unter dem Faktor Qualit t in diesem Gedankenmodell nicht nur die of-fensichtliche Qualit t von Bauteilen, Materialien, Oberfl chen, etc. gemeint ist, sondern auch die Funktionalit t des Objektes sowie dessen gesamtes sthetisches Erscheinungsbild subsumiert werden. KostenZeitQualit t-++-+-Verschiebung (Fl chengleichheit) Abbildung 4: Die Dreiecksbeziehung zwischen Kosten, Zeit und Qualit t bei einem Bauprojekt4 3 vgl. Mathoi Th.: Maximalpreismethode Bauprojektabwicklung als integrierter Planungs-, Realisierungs- und Manage-mentprozess unter dem Aspekt einer Maximalpreisvereinbarung in sterreich (Projektphasen, Leistungsumfang, vertragliche Besonderheiten und vergaberechtliche Beurteilung) , Schriftenreihe Bauwirtschaft und Projektmanagement, Heft 11, Books on Demand GmbH, Norderstedt, 2006 (Seite 3 ff) 4 siehe Mathoi, Th. (Seite 4, Abbildung 2) und Mathoi, Th.


Related search queries