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1 Quelle: Diese Liste ist eine Aufstellung der in Deutschland blichen arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen. Allgemeines [Bearbeiten] Die berufsgenossenschaftlichen Grunds tze sind Synonym f r die g ngigsten arbeitsmedizinischen Vorsorge- und Routineuntersuchungen. Diese sind f r viele Arbeiten und T tigkeiten zwingend erforderlich. Untersuchungen [Bearbeiten] Name Art der Untersuchung betroffene Personen Untersuchungsumfang Bemerkungen G Quarzhaltiger Staub Personen, die quarzhaltigen St uben oberhalb des Luftgrenzwertes ausgesetzt sind, da die Einatmung dieser St ube zu einer chronischen Lungenerkrankung f hren kann. R ntgenaufnahme der Lunge rztliche Untersuchung Lungenfunktionstest meistens gleichzeitig die Atemschutztauglichkeit (G 26) erforderlich; Quarzhaltige St ube k nnen z.
2 B. im Bergbau, in der Stein-, Bau-, keramischen Industrie und in Gie ereien vorkommen G Asbestfaserhaltiger Staub Personen, in deren Arbeitsumgebung Asbestfaserstaub oberhalb einer bestimmten Konzentration auftreten kann wie z. B. beim Abbruch oder der Sanierung von asbesthaltigen Geb uden. R ntgenaufnahme der Lunge Lungenfunktionstest rztliche Untersuchung Eingeatmete Asbestfasern k nnen zu einer chronischen Lungenerkrankung und Krebserkrankungen f hren. Es ist immer auch die Atemschutztauglichkeit (G 26) erforderlich. Quelle: G keramikfaserhaltiger Staub Personen, in deren Arbeitsumgebung Asbestfaserstaub oberhalb einer bestimmten Konzentration auftreten kann wie z.
3 B. beim Abbruch oder der Sanierung von asbesthaltigen Geb uden. R ntgenaufnahme der Lunge Lungenfunktionstest rztliche Untersuchung Eingeatmete Asbestfasern k nnen zu einer chronischen Lungenerkrankung und Krebserkrankungen f hren. Es ist immer auch die Atemschutztauglichkeit (G 26) erforderlich. G Staubbelastung Personen, die regelm ig am Arbeitsplatz St uben in h herer Konzentration ausgesetzt sind, da dies zu Lungenerkrankungen f hren kann. ggf. R ntgenaufnahme der Lunge Lungenfunktionstest rztliche Untersuchung Wenn die Staubbelastung nicht durch technische Ma nahmen verringert werden kann, ist zus tzlich eine Atemschutztauglichkeit (G 26) erforderlich.
4 G 2 Blei Personen , die Blei oder seinen Verbindungen (bei Bleialkylen G3) ausgesetzt sind Urinstatus mit Mehrfachteststreifen Blutuntersuchung: Gro es Blutbild rztliche Untersuchung z. B. beim Auftragen oder Entfernen bleihaltiger Farben oder Beschichtungen oder dem Schwei en / L ten bleihaltiger Materialien. Blei beeintr chtigt die Bildung des roten Blutfarbstoffs und damit unseres Sauerstofftr gers, es kann heftige Bauchkoliken, St rungen des Nervensystems und Gef verkalkung hervorrufen. Quelle: G 3 Bleialkyle Personen, die mit Bleialkylen Kontakt haben (zu anderen Bleiverbindungen G 2) Urinstatus mit Mehrfachteststreifen Gro es Blutbild rztliche Untersuchung Bleialkyle sind z.
5 B. in bleihaltigen Vergaserkraftstoffen enthalten; m glicher Kontakt besteht z. B. bei der Reinigung von vorher mit Kraftstoff gef llten Tanks / Kesselwagen / Rohrleitungen, Wartung und Reparatur von Zapfs ulen; Bleialkyle k nnen zu Magen- und Darmbeschwerden, Kreislaufst rungen und psychischen Ver nderungen wie Schlafst rungen und Verwirrtheit f hren. G 4 Gefahrstoffe, die Hautkrebs verursachen k nnen Personen mit beruflichem Kontakt zu Substanzen, die Hautkrebs hervorrufen k nnen Urinstatus mit Mehrfachteststreifen rztliche Untersuchung Solche Substanzen sind u. a. einige polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzo(a)pyren, die h ufig z. B. in Steinkohlenteer, Pech und Ru enthalten sind.
6 G 5 Glycerintrinitrat (Nitroglycerin) Personen, die beruflich mit Nitroglycerin Kontakt haben wie z. B. beim Umgang mit Pulverrohmasse, Sprengstoffen und Spreng len oder dem Nitrieren des Glycerins oder Ethylenglykols Urinstatus (Mehrfachteststreifen) und Urinsediment Blutabnahme: Gro es Blutbild rztliche Untersuchung Belastungs-EKG Nitroglykol und Nitroglycerin f hren zu einem Blutdruckabfall durch Erweiterung der Blutgef e, langfristig kann als Gegenregulation der diastolische Blutdruck ansteigen. Es k nnen Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafst rungen und Pulsverlangsamung auftreten, pl tzliche Todesf lle durch Herzversagen nach langj hriger Exposition sind beschrieben Quelle: G 6 Kohlendisulfid (Schwefelkohlenstoff) Personen, die Schwefelkohlenstoff (=Kohlendisulfid) ausgesetzt sind Urinstatus mit Mehrfachteststreifen und Urinsediment Blutentnahme (kleines Blutbild, Leberwerte und Blutfette) rztliche Untersuchung Belastungs-EKG Kontakt kann z.
7 B. vorkommen bei der Viskoseherstellung, der Extraktion von Fetten oder der Reinigung von Rohparaffin. Schwefelkohlenstoff hat akut eine narkotische Wirkung, es kann l ngerfristig zu Sch digungen des Nervensystems und der Gef e sowie zu psychischen Ver nderungen f hren. G 7 Kohlenmonoxid Personen, die bei Ihrer T tigkeit gegen ber Kohlenmonoxid (CO) exponiert sind Urinstatus mit Mehrfachteststreifen Blutabnahmen f r Blutbild Lungenfunktionstest rztliche Untersuchung Belastungs-EKG Kohlenmonoxid kann z. B. Bestandteil von (Ab-)gasen sein und bei Verbrennungsprozessen anfallen. Es verdr ngt den Sauerstoff vom roten Blutfarbstoff und kann ber Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel, Herzrasen und Kr mpfe bis zum Tode f hren.
8 G 8 Benzol Personen mit beruflichem Umgang mit Benzol, z. B. Umgang mit Vergaserkraftstoff in der Kraftfahrzeug-Herstellung, bei Motorenpr fungen oder Reinigung von Zapfs ulen bzw. Tanks Gro es Blutbild Urinstatus mit Mehrfachteststreifen rztliche Untersuchung Akut hat Benzol eine narkotische Wirkung, chronisch sch digt Benzol das blutbildende System und kann zu Blutkrebs f hren Quelle: G 9 Quecksilber oder seine Verbindungen Personen, die beruflichen Kontakt zu Quecksilber oder seinen Verbindungen haben Urinstatus mit Mehrfachteststreifen und Urinsediment rztliche Untersuchung Quecksilber kommt in Me - und Regelger ten sowie in Batterien, in der Elektro- und Pyrotechnik, in Leuchtstoffr hren und Antifoulingfarben zum Einsatz.
9 Quecksilber f hrt akut zu Mundschleimhaut-Entz ndungen, Magen-Darm-St rungen und Nierenerkrankungen, chronisch zu Sch den des Nervensystems und der Psyche G 10 Methanol Personen mit beruflichem Methanol-Kontakt Blutuntersuchung (Leberwerte) Urinstatus mit Mehrfachteststreifen und Urinsediment Sehtest mit Pr fung des Farbensehens rztliche Untersuchung Biomonitoring (Methanol im Urin) Methanol wird z. B. als Antifrost- und L semittel, als Weichmacher, Verd nnungs- und Reinigungsmittel sowie in Farben, Klebstoffen und Kraftstoffen verwendet. Methanol f hrt akut zu Reizerscheinungen an Augen und Schleimh uten, Atemnot, Kopfschmerz, Schwindel, Sehst rungen und Magen-Darm-Beschwerden.
10 Chronische Wirkungen sind umstritten, neurologische Ver nderungen und Lebersch den werden diskutiert Quelle: G 11 Schwefelwasserstoff Personen, die bei ihrer Arbeit gegen ber Schwefelwasserstoff exponiert sind Blutentnahmen Blutbild Urinstatus mit Mehrfachteststreifen rztliche Untersuchung Belastungs-EKG Kontakt kann z. B. beim Entleeren von Jauchegruben oder tanks, T tigkeiten in der Gummi-, Kunststoff-, Viskose- und Zuckerindustrie oder in Raffinerien vorkommen. Schwefelwasserstoff reizt die Schleimh ute und Atemwege, f hrt zu Blutdruckabfall und Herzrhythmusst rungen sowie zu St rungen des Nervensystems mit Kr mpfen, durch eine Ateml hmung kann der Tod eintreten.