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Die Entwicklungsfreundliche Beziehung - efbe …

Entwicklungsfreundliche Beziehung nach Dr. Senckel efbe-online Seite 1 von 7 April 2013 Die Entwicklungsfreundliche Beziehung Der Begriff Entwicklungsfreundliche Beziehung nach Dr. Senckel mit dem dazugeh rigen Logo ist ein eingetragenes Markenzeichen und darf nicht ohne ausdr ckliche Erlaubnis verwendet werden. Einf hrung Die EfB ist eine ressourcenorientierte Methode der Begleitung von Menschen mit Entwicklungsproblemen oder besonderem Betreuungsbedarf im p dagogischen Alltag oder im therapeutischen Kontext.

Entwicklungsfreundliche Beziehung nach Dr. Senckel ® efbe-online Seite 2 von 7 April 2013 Methode Die Grundhaltung der EfB ist bestimmt von Wertschätzung, Achtsamkeit, Einfühlung und Echtheit in der Beziehungsgestaltung.

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1 Entwicklungsfreundliche Beziehung nach Dr. Senckel efbe-online Seite 1 von 7 April 2013 Die Entwicklungsfreundliche Beziehung Der Begriff Entwicklungsfreundliche Beziehung nach Dr. Senckel mit dem dazugeh rigen Logo ist ein eingetragenes Markenzeichen und darf nicht ohne ausdr ckliche Erlaubnis verwendet werden. Einf hrung Die EfB ist eine ressourcenorientierte Methode der Begleitung von Menschen mit Entwicklungsproblemen oder besonderem Betreuungsbedarf im p dagogischen Alltag oder im therapeutischen Kontext.

2 Ihr wichtigster Wirkfaktor - und deswegen auch das theoretische und methodische Zentrum ist die Beziehung , die sich am Bed rfnisniveau des Gegen bers orientiert. Sie verhilft zur berwindung von Entwicklungsblockaden, sowie zur Entfaltung brach liegender Potentiale, so dass sich problematische Verhaltensweisen verringern. Dadurch bewirkt sie eine Harmonisierung und Reifung der gesamten Pers nlichkeit. Die EfB eignet sich sowohl zur Unterst tzung der Entwicklung von normal begabten und entwicklungsverz gerten Kindern als auch von Menschen mit geistiger Behinderung. Ich werde am Du; Ich werdend spreche ich Du. Alles wirkliche Leben ist Begegnung. Martin Buber Theorie Die EfB bezieht sich theoretisch auf das wachstumorientierte Menschenbild der humanistischen Psychologie entwicklungspsychologische Erkenntnisse die psychoanalytische und die personenzentrierte Theorie von der Entstehung psychischer St rungen sowie deren Konzepte zur Gestaltung entwicklungsf rdernder Beziehungen auf heilp dagogische Sichtweisen.

3 Das theoretische Ger st der EfB l sst sich folgenderma en umrei en: Der Mensch ist daraufhin angelegt, seine in ihm schlummernden Potentiale zu entfalten. Ein wesentliches Entwicklungsziel bildet dabei die Autonomie in sozialer Gebundenheit , d. h. die Entfaltung und Integration der Selbstbestimmungsbestrebungen und der Bindungsbed rfnisse. Die Entfaltung folgt entwicklungspsychologischen Gesetzm igkeiten. Zwischenmenschliche Erfahrungen und die sozio-kulturellen Lebensumst nde beeinflussen die Entwicklungsprozesse ma geblich. Traumatisierende Beziehungserfahrungen hemmen die Selbstentfaltungskr fte nachhaltig und sind der Hauptgrund f r die Entwicklung psychischer St rungen. Die psychischen Verletzungen beeintr chtigen am st rksten die sozio-emotionale Entwicklung.

4 Die Selbstentfaltungskraft erstarrt. Zudem bleiben unterschwellig die kindlichen Beziehungsbed rfnisse erhalten. Die erstarrten Selbstentfaltungskr fte k nnen durch ein professionelles Beziehungsangebot befreit werden, wenn dieses o m gliche Re-Inszenierungen erkennt, o anhand der bertragungs- und Gegen bertragungsreaktionen die emotionalen Beziehungsbed rfnisse versteht o und sie im Rahmen der allt glichen (oder auch therapeutischen) Beziehung angemessen beantwortet. Dazu verhelfen die entwicklungspsychologischen Kenntnisse ebenso wie unterschiedlichste heilp dagogische Sicht- und Vorgehensweisen. Die wieder aktivierten Selbstentfaltungskr fte bewirken prim r eine sozioemotionale Stabilisierung und Reifung (und somit eine Abnahme problematischer Verhaltensweisen), k nnen aber auch zu einer kognitiven Weiterentwicklung und zu einer erweiterten Weltbew ltigung, also zum Erwerb neuer lebenspraktischer F higkeiten, f hren.

5 Insgesamt erh ht sich die F higkeit zur Autonomie in sozialer Gebundenheit. Gib mir die Hand und ich halte das Leben. Rose Ausl nder Entwicklungsfreundliche Beziehung nach Dr. Senckel efbe-online Seite 2 von 7 April 2013 Methode Die Grundhaltung der EfB ist bestimmt von Wertsch tzung, Achtsamkeit, Einf hlung und Echtheit in der Beziehungsgestaltung. Die Wahrnehmung der sozio-emotionalen Bed rfnisse des Gegen bers und das Bem hen, sie dem jeweiligen Entwicklungsstand entsprechend zu beantworten, stehen im Vordergrund.

6 Ihr zentrales Merkmal ist eine ganzheitliche, entwicklungspsychologisch fundierte Vorgehensweise, die den Menschen da abholt, wo er steht , und ihn bei seiner Selbstentfaltung einf hlsam begleitet. Ein solches Beziehungsangebot gew hrt den gesch tzten Rahmen f r die berwindung von ngsten, Entdeckung eigener M glichkeiten und Entfaltung der Kompetenzen. Das bedeutet in der Umsetzung: Um differenziert und ganzheitlich zu erfassen, wo der Mensch steht , werden aus verschiedenen Pers nlichkeitsdimensionen Beobachtungen zusammengetragen, die deren Entwicklungsniveau und die damit verbundenen Bed rfnisse an die Beziehungs- und Lebensweltgestaltung anzeigen. Im Vordergrund stehen die Dimensionen sozio-emotionale, Denk- und Sprachentwicklung.

7 (Differenzierter Entwicklungsstand) Um das Verst ndnis zu erweitern, wird nach wichtigen und f r die Beziehungs- und Lebensweltgestaltung bedeutsamen Lebenserfahrungen gefragt. Das bestehende professionelle Beziehungsangebot wird daraufhin berpr ft, ob diese Aspekte ber cksichtigt werden. Entwicklungsfreundlich wirkt es, wenn es o die Wiederholung bekannter Traumatisierungen zu vermeiden versucht und o korrigierende Erfahrungen erm glicht. Das sozio-emotionale Bed rfnisniveau bestimmt die Art der Beziehungsgestaltung. Das Kind im Innern der Person wird erreicht und unterst tzt, damit es sich weiterentwickeln kann. Die Sprach- und Denkentwicklung bestimmen das Niveau der Kommunikation. Das aktive Zuh ren, verbunden mit wertsch tzendem Spiegeln, ist die zentrale Methode zur Verwirklichung einer entwicklungsf rdernden Kommunikation.

8 Der Grad der Selbstbestimmung richtet sich nach der Reife des Ichs. Bei stabiler emotionaler Verfassung bestimmen die lebenspraktischen F higkeiten das sinnvolle Ma f r praktische Anforderungen und er ffnen vielf ltige M glichkeiten f r die Gestaltung nachzuholender Beziehungserfahrungen. Die Funktion, die der professionelle Entwicklungsbegleiter f r sein Gegen ber erf llt, h ngt von dem sozio-emotionalen Bed rfnisniveau ab. Sie kann sich in allen Rollen von der prim ren Bezugsperson bis zum R ckhalt gew hrenden Berater in Problemsituationen verwirklichen. Die konkrete Beziehungsgestaltung erfolgt (zumeist) im Alltag. Das hei t, sie erfolgt im normalen Alltagsrahmen sei es nun im Kindergarten, in der Schule, am Arbeitsplatz oder im Heim und nutzt darin normale allt gliche Situationen vom morgendlichen Aufstehen bis zum Zu-Bett-Gehen f r ihre spezifische Art der Zuwendung.

9 Diese verlangt vom Begleiter ein hohes Ma an emotionaler Pr senz und Achtsamkeit. Das langfristige Ziel ist, die Autonomie in sozialer Gebundenheit anzubahnen und zu st rken. Selbstbestimmung und Selbst ndigkeit sowie der Aufbau sozialer Kompetenzen und emotionaler Bindung sind also gleichrangige Ziele. Du bist ein weiter Baum , so sagte eines Tages eine sch pferisch begabte, geistig behinderte Frau zu ihrer wesentlich j ngeren Betreuerin, und die Betreuerin sp rte, dass ihr damit etwas Wichtiges mitgeteilt wurde. Etwas, das ihr Verh ltnis zueinander betraf. Was meinst du damit, wieso bin ich ein weiter Baum? fragte sie und erhielt die Antwort: Ein Baum ist gro und da wohnen viele V gel drin. Der Wind rauscht in den Zweigen und die Sonne scheint.

10 Du bist ein weiter Baum . Entwicklungsfreundliche Beziehung nach Dr. Senckel efbe-online Seite 3 von 7 April 2013 Wirkung Von der EfB profitieren alle Beteiligten: Der betroffene Mensch: Lebensqualit t Die professionellen Begleiter: Resonanz und Arbeitszufriedenheit Das Team der Mitarbeiter: Effektivit t Die Institution: Qualit t Der betroffene Mensch: Er gewinnt an Lebensqualit t, weil seine Selbstentfaltungskr fte reaktiviert werden.