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Die konsekutive ausschließliche Verwendung eines ...

305. Die konsekutive ausschlie liche Verwendung eines rechteckigen Geradschaftes bei Prim rimplantation. Minimum 10-Jahres-Ergebnisse. M. Steindl, K. Zweym ller Im Jahre 1979 wurde die 1. Generation der zement- nahme der Gr en ein gro er Schritt nach vorne. Die freien konischen Geradsch fte, bestehend aus einer durchschnittliche Oberfl chenrauigkeit wurde von Ti 6Al 4V Schmiedelegierung eingef hrt (Zweym ller 1 auf 5 m angehoben. und Semlitsch 1982, Zweym ller 1986) (Abb. 1). Die Entwicklung dieser Sch fte erfolgte aus vorangegan- In dem Bestreben, weitere Optimierungen durchzu- genen Einzelerfahrungen, welche in dem Bestreben f hren, erfolgte mit Anfang 1993 die Einf hrung des gewonnen wurden, von der Zementverankerung SL-Plus Schaftes, bei dem eine Neukonstruktion des wegzukommen (Chiari et al.)

305 Die konsekutive ausschließliche Verwendung eines rechteckigen Geradschaftes bei Primärimplantation. Minimum 10-Jahres-Ergebnisse. M. Steindl, K. Zweymüller

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1 305. Die konsekutive ausschlie liche Verwendung eines rechteckigen Geradschaftes bei Prim rimplantation. Minimum 10-Jahres-Ergebnisse. M. Steindl, K. Zweym ller Im Jahre 1979 wurde die 1. Generation der zement- nahme der Gr en ein gro er Schritt nach vorne. Die freien konischen Geradsch fte, bestehend aus einer durchschnittliche Oberfl chenrauigkeit wurde von Ti 6Al 4V Schmiedelegierung eingef hrt (Zweym ller 1 auf 5 m angehoben. und Semlitsch 1982, Zweym ller 1986) (Abb. 1). Die Entwicklung dieser Sch fte erfolgte aus vorangegan- In dem Bestreben, weitere Optimierungen durchzu- genen Einzelerfahrungen, welche in dem Bestreben f hren, erfolgte mit Anfang 1993 die Einf hrung des gewonnen wurden, von der Zementverankerung SL-Plus Schaftes, bei dem eine Neukonstruktion des wegzukommen (Chiari et al.)

2 1977). Die Ergebnisse proximalen Anteils des Schaftes durchgef hrt wurde der Sch fte der 1. Generation haben uns gezeigt, dass das Konzept der Verankerung richtig war, sie haben uns aber auch auf Optimierungsbedarf hinge- wiesen, welcher dann 1986 mit Einf hrung des SL-Schaftes (Zweym ller et al. 1988) realisiert wurde. Insbesondere war die Einf hrung eines Konus in sagittalem Durchmesser sowie die stufenlose Zu- a b Abb. 2 Vergleich von Alloclassic (a) und SL-Plus Schaft (b). Die fl chenm ige Vergr erung des Plus Schaftes im pro- ximalen Drittel ist sichtbar, ebenso die Verschm lerung der Halsregion. Abb. 3 Der Vergleich der Prothesenoberfl chen von Abb. 1 Der zementfreie konische Geradschaft der 1. Ge- Alloclassic zum SL Plus Schaft im proximalen Drittel ist neration aus Ti6Al4V Schmiedelegierung.

3 Dargestellt. 306 M. Steindl, K. Zweym ller F llen wurde ein Keramikkopf (BIOLOX forte, Her- steller: CeramTec, Plochingen, Deutschland) verwen- det, der in Artikulation zu einem Polyethylen-Inlay der Pfannenschale lief. Von diesen 339 Patienten konnten 213 pers nlich kontrolliert und ausgewertet werden. 72 Patienten waren zwischenzeitlich verstorben, 38 konnten nur telefonisch kontaktiert werden, wobei in allen F llen ein Revisionseingriff ausgeschlossen werden konnte. 11 Patienten konnten nicht kontaktiert werden. Als Diagnose fand sich in 153 F llen eine idiopathi- sche Arthrose, in 37 eine Dysplasiearthrose, eine H ftkopfnekrose in 12, posttraumatische Arthrosen in 6 und in 5 weiteren F llen Arthrosen anderer Gene- se. Die Tabelle 1 gibt berblick ber Alter, Geschlecht und Nachuntersuchungszeit.

4 Tab. 1 Alter, Geschlecht und NU-Zeit (n = 213). Alter bei Operation 19,8 83,2 Jahre Alter bei Operation 62,1 Jahre M nner 64. Frauen 149. NU-Zeit 10,0 11,1 Jahre NU-Zeit 10,1 Jahre Abb. 4 Schematische Darstellung der Prothesengr e des SL Plus Schaftes. Die Prothesenspitzenregion ist im klei- neren Bereich spitzwinkelig, im gr eren Bereich abgerun- Die am h ufigsten verwendete Schaftgr e war die det ausgef hrt. Gr e 4 mit 48 Implantationen, gefolgt von Gr e 5. mit 42 Implantationen und Gr e 6 mit 34 Implanta- (Abb. 2, 3, 4). Diese bestand aus einer schlankeren tionen. Die Schaftgr en 0 sowie 10 waren in jeweils Ausformung der Halspartie und somit einem dadurch 2 F llen eingesetzt worden. optimierten Bewegungsausma , der Schaffung einer zentralen Auszieh-Gewindebohrung im Trochanter- Zur klinischen Bewertung wurde der Harris-Hip bereich sowie auch aus einer Vergr erung der Score (HHS) pr operativ und bei der Nachuntersu- Oberfl che im proximalen Schaftdrittel.

5 Chung erhoben. Die radiologische Auswertung erfolgte anhand von H ftvergleichsaufnahmen sowie Die folgende Arbeit wurde mit dem Ziel durchgef hrt, von Aufnahmen der Femora ap und axial, welche den Wert dieser Ver nderungen, insbesondere auch pr operativ, postoperativ und bei der 10-Jahres- den der Oberfl chenvergr erung, zu evaluieren. Sie Kontrolle erstellt wurden. Bei der postoperativen stellt somit eine Qualit tskontrolle dar, welche ohne Kontrolle sowie der 10-Jahres-Kontrolle wurde Zweifel notwendig war und welche im Interesse einer zus tzlich eine monitorgezielte ap Aufnahme der korrekten klinischen Bewertung durchgef hrt werden Pfanne durchgef hrt. musste. Ergebnisse Patient und Methodik Komplikationen und Revisonen Zwischen 1. 1. 1993 und 31. 3. 1994 wurden 339 Innerhalb der ersten acht Wochen kam es bei 3 Pati- Patienten SL-Plus Sch fte (Hersteller: Plus Orthope- enten zu einer Luxation, welche konservativ reponiert dics, Rotkreuz, Schweiz) zementfrei implantiert.

6 Als werden konnte. Bei einer Patientin kam es 9 Monate Pfannen wurden ausschlie lich bikonische Schraub- postoperativ zur Luxation. Bei dieser Patientin wurde pfannen desselben Herstellers verwendet. In allen ein Inlay- und Kopfwechsel (Operation ausw rts) bei SL-Plus Schaft 307. stabiler Pfanne und Schaft durchgef hrt. 5 Patienten trolle mehr als 90 Punkte, lediglich 5 Patienten lagen wurden w hrend des Nachuntersuchungszeitraumes unter 60 Punkten. revidiert: einer wegen aseptischer Lockerung, einer wegen eines schleichenden Infektes und drei wegen Radiologische Ergebnisse Traumata (2 periprothetische Frakturen und 1 trau- In allen 213 F llen fand sich bei der 10-Jahres-Kon- matische Schaftlockerung). trolle eine unver nderte Schaftposition. In 196 F llen war der SL-Plus-Schaft achskorrekt implantiert, in Klinische Ergebnisse 16 F llen in einer varischen und in 1 Fall in einer Der pr operative HHS betrug durchschnittlich 53,1 valgischen Position.

7 (21-88; SD: 14,09). Der HHS betrug bei der 10-Jah- res-Kontrolle durchschnittlich 92,7 (31-100; SD: In 93 F llen fand sich eine indifferente kn cherne 11,14). 170 Patienten hatten bei der 10-Jahres-Kon- Situation um den Schaft (Abb. 5), bei 96 Patienten a b Abb. 5 Weiblich, 68 Jahre. a) Postoperatives ap - Bild. Regul re Situation von SL Plus Schaft und Bicon Pfanne. b) ap - Bild 10 1/2 Jahre postoperativ. Es findet sich eine unver nderte Position der Implantate mit direktem Kontakt des Knochens zur Prothese. 308 M. Steindl, K. Zweym ller Tab. 2 S ume (n = 213). Zone 1 Zone 2 Zone 3 Zone 4 Zone 5 Zone 6 Zone 7. keine RL s 152 206 212 212 212 206 166. < 1 mm 27 4 1 1 1 5 20. 1-2 mm 21 2 - - - 2 20. > 2 mm 13 1 - - - - 7. RL s (%) 28,6 3,3 0,5 0,5 0,5 3,3 22,1. a Tab. 3 98,2% berlebensrate (CI bis 99,2) mit Schaft- revisionen jeder Ursache (1 aseptische Lockerungen, 1 schleichender Infekt, 2 periprothetische Frakturen, 1 trau- matische Schaftlockerung) als Endpunkt (n=339).

8 Ein kn cherner Zubau in einer oder mehreren Zonen nach Gruen (Abb. 6). In 20 F llen fanden wir bei der radiologischen Analyse periprothetisch sowohl Zubauvorg nge, als auch Atrophien des Knochens. Diese F lle zeigten klinisch keine Auff lligkeiten (HHS: 95,2; 76-100). Weiters fanden sich 2 Schaft- lockerungen, die anl sslich der 10-Jahres-Kontrolle entdeckt wurden. Sie stellten sich durch einen durch- gehenden Saum von bis 7 ohne Schaftpositi- ons nderung dar (Abb. 7). In 2 F llen fanden sich im intertrochanteren Bereich Osteolysen, die im b c Vergleich zur 5-Jahres-Kontrolle eine deutliche Pro- gredienz zeigten. Bei der Analyse der radioluzenten Linien (RL s) fanden wir solche in Zone 1 in 28,6 %. Abb. 6 M nnlich, 68 Jahre. a) H ftvergleich pr operativ. Es der F lle, in Zone 2 und 6 in je 3,3 %, in den Zonen findet sich rechts ein Zustand nach Oberschenkelamputa- 3,4 und 5 jeweils 0,5 % und in Zone 7 in 22,1 %.

9 Tion im mittleren Drittel. Auf der linken Seite findet sich eine (Tabelle 2). idiopathische Arthrose. Das proximale Femurende ist weit trompetenf rmig konfiguriert. b) ap - Bild postoperativ. Regul re Situation von Pfanne und Schaft. c) ap - Bild 10. Jahre postoperativ. Die Position von Schaft und Pfanne ist unver ndert. Guter oss rer Einbau des Implantates mit Ausnahme eines Saumes von 2mm in Zone 1. SL-Plus Schaft 309. a b c d Abb. 7 M nnlich, 59 Jahre. a) ap - Bild postoperativ. Es findet sich eine regul re Position von Schaft und Pfanne. b) ap - Bild, 10 Jahre postoperativ. Ausgepr gte Saumbildung in allen Zonen mit Ausnahme von Zone 4. c) Axialbild, 10 Jahre postoperativ. Die Saumbildungen sind im proximalen Anteil des Schaftimplantates noch deutlicher als am ap - Bild zu erkennen. Sie sind im Wesentlichen regelm ig konfiguriert im Sinne einer Doppelkontur.

10 D) ap - Bild nach Revision und Austausch des Schaftes durch einen SLR Plus Schaft. Das R ntgen zeigt eine langstreckige Verankerung des Revisions- implantates. Diskussion werden. Was die Vergr erung der Oberfl che im proximalen Drittel des Schaftes betrifft, so lassen Die Ergebnisse von 213 F llen zeigen, dass nur ein sich hier aufgrund der radiologischen Analyse keine Patient w hrend des Nachuntersuchungszeitraumes eindeutigen Aussagen treffen. Es wurden n mlich in wegen einer aseptischen Lockerung reoperiert wer- einem Prozentsatz, der in etwa dem des fr heren den musste. Bezieht man sich auf diese Revision, so Alloclassic Schaftes entspricht (Dohle et al. 2001, liegt die Revisionsrate nach 10 Jahren deutlich unter Garcia-Cimbrelo et al. 2003, Gr bl et al. 2002, 1 %. Die weiteren Revisionen wurden wegen eines Pieringer et al.


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