Transcription of EG-Sicherheitsdatenblatt
1 EG-Sicherheitsdatenblatt gem 2001/58/EG Signalwarnfackel Nr. 500/Nr. 600 Erstellt am: Aktualisiert am: Blatt 1 von 4 1 Stoff-/Zubereitungs- und Firmenbezeichnung Bezeichnung des Stoffes oder der Zubereitung: Sawie Signalwarnfackel Nr. 500/Nr. 600 Verwendung des Stoffes / der Zubereitung: Pyrotechnisches Notsignal mit Aufstellkreuz oder Erdnagel Firmenbezeichnung: Fritz Sauer KG Tel: 0821/ 49 60 75 Westendstra e 19 Fax: 0821/ 49 33 19 D 86368 Gersthofen Notfallauskunft: Telefon: +49-(0)821/ 49 60 75 2 Zusammensetzung / Angaben zu den Bestandteilen Chemische Charakterisierung: Oxidations- und Brennstoffgemisch Beschreibung: Gepresstes, pyrotechnisches Pulver Gef hrliche Inhaltsstoffe EC-Nr.: CAS-Nr.: R-S tze: Anteil: Anfeuerung: - Schwarzpulver 231-818-8 7757-79-1 2 1-5% - Schwefel 231-722-6 7704-34-9 keine Leuchtsatz: - Strontiumnitrat 233-131-9 10042-76-9 8, 36-38 70% - Kaliumperchlorat 231-912-9 7778-74-7 9, 22 10% - Schwefel 231-722-6 7704-34-9 keine 10% 3 M gliche Gefahren Gefahrenbezeichnung: Brennbar Besondere Gefahrenhinweise f r Mensch und Umwelt: Verbrennungsgefahr bei unsachgem er Verwendung.
2 Das Warnfackelgemisch und insbesondere der Z ndkopf der Warnfackel k nnen durch offenes Feuer, hei e Oberfl chen, Hitzestrahlung, Fun-ken, Schlag und Reibung entz ndet werden. Einwirkung von S uren und Laugen k nnen auch eine Gefahrenerh hung bewirken. Beim Transport und Lagerung derartige Einfl sse vermeiden. Verschlucken des in der Warnfackelh lse enthaltenen Stoffgemisches ist insbesondere wegen des Gehaltes an Kaliumperchlorat und Strontiumnitrat bei gr eren Mengen lebensgef hrlich! (Vgl. An-gaben zur Toxikologie ). Der pH-Wert des Gemisches betr gt ca. 6,0. Die bei der Verwendung entstehenden Abgase enthalten Schwefeldioxid, das beim Einatmen in gr - eren Mengen zu Husten und Schleimhautreizungen f hren kann. Verschlucken der Verbrennungsschlacke sollte ebenfalls vermieden werden.
3 Die Schlacke besteht im wesentlichen aus Strontiumsulfat und Kaliumchlorid, sowie Aschen verschiedener Brennstoffe und ist alkalisch (ca. pH 11). Klassifizierungssystem: EG-Sicherheitsdatenblatt gem 2001/58/EG Signalwarnfackel Nr. 500/Nr. 600 Erstellt am: Aktualisiert am: Blatt 2 von 4 4 Erste-Hilfe-Ma nahmen Einatmen der Abgase: Aus dem Abgasbereich weggehen und an frischer Luft durchatmen. Bei gr e-ren Rauchmengen und Atembeschwerden Arzt hinzuziehen. Hautkontakt mit Warnfackelpulver oder Verbrennungsschlacke: mit Wasser abwaschen. Augenkontakt mit Warnfackelpulver bzw. Verbrennungsschlacke: mit viel Wasser sp len und ggf. Augenarzt aufsuchen. Verschlucken des Warnfackelpulvers bzw. der Verbrennungsschlacke: Solten Probleme auftreten, sofort Arzt aufsuchen.
4 5 Ma nahmen zur Brandbek mpfung Bei gr eren Mengen brennender Warnfackeln ist mit erh hter Hitze- und Flammenwirkung zu rech-nen. Zum L schen sichere Position beziehen! L schmittel, geeignete: Wasser (auch CO2 durch Abk hlung und Flammabl sung). Die Fackeln 500 und 600 enthalten keine Leichtmetalle und sind leicht zu l schen. Schutzausr stung: Die bei Br nden bliche Schutzausr stung Gef hrliche Brandgase: Schwefeldioxid Wassergef hrdung: L schwasser kann Anteile von gel stem Nitrat enthalten. 6 Ma nahmen bei unbeabsichtigter Freisetzung ( Bruch der Warnfackeln und Verstreuen des Inhalts) Personenbezogene Vorsichtsma nahmen: Z ndquellen fernhalten, Staubaufwirbelung vermeiden. Umweltschutzma nahmen: Warnfackeln enthalten wassergef hrdende Stoffe, wie Nitrat und Perchlorat (beides WGK 1), die nicht ins Grundwasser gelangen d rfen; verstreutes Material sauber aufnehmen.
5 Verfahren zur Reinigung: Manuelles Zusammenkehren der pulverf rmigen Inhaltsstoffe. Staub-bildung vermeiden. Verschlucken und Einatmen des Pulvers vermeiden. Keinesfalls mit Staub-sauger aufnehmen, da sonst Explosionsgefahr entsteht! Z ndquellen fernhalten. Kehricht in ge-eignetem Beh lter zur Entsorgung geben. Restspuren feucht wegwischen. 7 Handhabung und Lagerung Handhabung: Warnfackeln nicht werfen oder zu Boden fallen lassen. Z ndkopf immer mit Schutzkappe bedeckt lassen. Lagerung: K hl und trocken lagern, sowie vor Hitze, Feuer, Funkenflug sch tzen. Maximale Lager-temperatur 75 C. Nur in Originalverpackung und gem den einschl gigen Vorschriften ber das Lagern von explosionsgef hrlichen Gegenst nden. Lagergruppe , Vertr glichkeitsgruppe S.
6 Sie m ssen, wie alle anderen pyrotechnischen Ge-genst nde auch, in einem beh rdlich zugelassenen Sprengstofflager gelagert werden. Kleinmengen d rfen auch in geeigneten anderen R umen aufbewahrt werden ( gewerblich je nach Brandschutz des Lagerraumes 240 bis 800 kg; siehe Anhang Nr. 4, sowie Anhang Anlage 6). EG-Sicherheitsdatenblatt gem 2001/58/EG Signalwarnfackel Nr. 500/Nr. 600 Erstellt am: Aktualisiert am: Blatt 3 von 4 8 Explosionsbegrenzung und pers nliche Schutzausr stungen Zus tzliche Hinweise zur Gestaltung technischer Anlagen: Expositionsgrenzwerte: Begrenzung und berwachung der Exposition Pers nliche Schutzausr stung, Atemschutz, Handschutz, Augenschutz, K rperschutz 9 Physikalische und chemische Eigenschaften ca.
7 40 cm langes und 2,5 cm dickes Papierrohr, welches mit einem pulverf rmigen Gemisch gef llt ist. An einem Ende ist eine Z ndvorrichtung und am anderen eine Haltevorrichtung bzw. ein St nder. Das brennbare Gemisch wird nachfolgend charakterisiert: Form: pulverf rmig, neigt zum Agglomerieren. Farbe: gelblich-wei lich Geruch: wachsartig pH-Wert: 5,0 (in w ssriger L sung) Zustands nderungen: Schmelzpunkt: der Wachskomponenten: 70 C des Schwefels: 118 C Flammpunkt / Selbstentz ndlichkeit: (des Z ndkopfs): > 200 C des Gemisches (Schwefel): ca. 260 C Explosionsgefahr: Dichte: 1,84 g/cm3 L slichkeit in Wasser: Nitratanteil 570 g/l und Perchloratanteil 7,5 g/l bei 20 C 10 Stabilit t und Reaktivit t Zu vermeidende Bedingungen: L ngeres Einwirken von Wasser/Feuchtigkeit bewirkt Un-brauchbarkeit (Unbrennbarkeit) der Warnfackel.
8 Lagertemperaturen ber 75 , jedoch noch keine Gefahr. Z ndgefahr ab ca. 200 C. Gef hrliche Reaktionen: Bestimmungsgem starke Flammen- Hitze- und Rauchbil-dung nach Aktivierung. Gef hrliche Zersetzungsprodukte: Schwefeldioxid (beim Verbrennen), hei e Schlacken 11 Angaben zur Toxikologie Akute Toxizit t: Warnfackel-Gemisch: Verschlucken des in der Warnfackelh lse enthaltenen Stoffgemisches ist insbesondere wegen des Gehaltes an Kaliumperchlorat und Strontiumnitrat bei gr eren Mengen lebensgef hrlich! Kaliumperchlorat, KClO4, Xn mindergiftig, EG-Nr. 017-005-00-5; UN-Nr. 1489; GefStoffV-Nr. 928; giftig beim Verschlucken, t dliche Dose etwa 20 Gramm (Herstellerangabe). Vergiftungserscheinung: Muskelschw che, belkeit, Erbrechen.
9 Strontiumnitrat, Sr(NO3)2, LD50 Ratte: 2750 mg/kg (Herstellerangabe). Prim re Reizwirkung (Rauchgase): Sie enthalten Schwefeldioxid in geringer Konzentration, das zu Hustenreiz und Atembeschwerden f hren kann. An der Haut: keine EG-Sicherheitsdatenblatt gem 2001/58/EG Signalwarnfackel Nr. 500/Nr. 600 Erstellt am: Aktualisiert am: Blatt 4 von 4 Am Auge: Bei intensiver Rauchexposition ist leichte Reizung der Schleimh ute m glich. Sensibilisierung: keine Zus tzliche toxikologische Hinweise: keine 12 Angabe zur kologie Umweltgefahren beim Verstreuen des Warnfackelgemisches in der Natur: Das Stoffgemisch der Warnfackel enth lt verschiedene unsch dliche Stoffe, sowie als relevante Stoffe Kalimperchlorat und Strontiumnitrat mit WGK 1.
10 Umweltgefahren beim Verwenden Verbrennungsgase: Beim Verwenden der Warnfackel entstehen unter anderem gasf rmige Reaktionsprodukte wie Kohlendioxid, Stickstoff, Stickoxide und Schwefeldioxid. Die entstehenden Mengen sind f r eine Um-weltgef hrdung zu gering. Umweltgefahren beim Verwenden Verbrennungsschlacke: Die beim Abbrand einer Warnfackel zur ckbleibende Schlacke besteht aus Strontiumsulfat, Kalium-chlorid und anderen Schlackenbestandteilen ( Holz- und Papierasche). Sie hat einen pH-Wert von 11,75 und ist zu 83 % wasserunl slich. Sie kann als unsch dlich angesehen werden. 13 Hinweise zur Entsorgung Entsorgung der Verbrennungsschlacke: Kleinmengen: Entsorgung im Rahmen kommunaler Sammelaktionen als Laborchemikalienreste, anorganisch, Abfallschl ssel 59303.