Transcription of Fructaid
1 FructaidLiebe Kundin, lieber Kunde,vielen Dank, dass Sie sich f r das patentgesch tzte Fructaid mit dem Enzym Glucose- isomerase entschieden Gebrauchsinformation enth lt:1. Allgemeine Informationen zu Fructose-Intoleranz2. Informationen zu Fructaid 3. Tipps f r die Praxis4. Eine Fructosegehaltstabelle1. Allgemeine Informationen zu intestinaler Fructose-Intoleranz Was ist Fructose?Fructose ist der in Fr chten und vielen Gem sen nat rlicherweise enthaltene Fruchtzucker. Es handelt sich dabei um einen Einfachzucker (Monosaccharid). Fructose ist aber auch Bestandteil von Saccharose (normaler Haushaltszucker). Diese ist ein Zweifachzucker, in dem die Fructose an den Einfachzucker Glucose (Traubenzucker) gebunden ist. Da nur Einfachzucker im D nndarm resorbiert und vom K rper verwer-tet werden k nnen, wird verzehrte Saccharose von einem k rpereigenen Enzym im D nndarm in Fructose und Glucose aufgespalten.
2 Fructose hat unter den Zuckern die h chste S kraft und wird daher als S stoff in industriell hergestellten Lebensmitteln eingesetzt. Somit enthalten auch viele Lebensmittel, von denen man es nicht erwartet, der hnlichkeit der Symptome kommt es nicht selten zu einer Verwechslung mit dem Reizdarm-Syndrom (irritables Colon).Die durch malabsorbierte Fructose bedingte Fructose-Intoleranz ist weit verbreitet. In Deutschland sind ca. 10-15 % der Bev lkerung betroffen. Ihre genauen Ursachen sind unbekannt und sie kann sich ohne erkenn-baren Grund in jedem Alter einstellen. Man weiss jedoch, dass sie h ufig mit einer Lactose-Intoleranz einhergeht. Viele Betroffene vertragen also sowohl Lactose als auch Fructose der heredit ren Fructose-Intoleranz handelt es sich um eine sehr sel-tene (Inzidenz ca.)
3 1: ) bereits im S uglingsalter auftretende Stoff-wechselst rung. Bei den Betroffenen wird die Fructose im D nndarm normal resorbiert, jedoch fehlt es an einem Enzym in der Leber, so dass die resorbierte Fructose nicht ordnungsgem verstoffwechselt werden kann. Fructaid ist nicht zur Verwendung bei heredit rer Fructose-Intole-ranz Wie kann man eine Fructose-Intoleranz feststellen?Wem die reine Beobachtung, dass der Verzehr von Fr chten und Fruchts ften Verdauungsbeschwerden ausl st nicht ausreicht, der kann einen Fructosebelastungstest mit anschlie ender Messung der Wasser-stoffkonzentration in der ausgeatmeteten Luft (H2-Atemtest) durchf h-ren lassen. Dieser wird in der Regel durch Fach rzte f r Gastroenterolo-gie durchgef hrt.
4 Die Kosten werden von den Krankenkassen bernom-men. Man bekommt auf n chternen Magen eine bestimmte Menge in Wasser gel ster Fructose zu trinken (in der Regel 25g) und danach wird in regelm igen Abst nden eine Atemprobe sehr seltene heredit re Fructose-Intoleranz (siehe auch oben unter Ziffer ) kann ber eine Blutprobe mittels einer humangenetischen Un-tersuchung diagnostiziert Informationen zu Fructaid Wie wirkt Fructaid ?Das in Fructaid enthaltene Enzym Glucose- isomerase wandelt Fruc tose in die im D nndarm leicht resorbierbare Glucose (Trau benzucker) um. Was ist Fructose-Intoleranz ?In der Medizin wird vor allem zwischen der weit verbreiteten Fructose-Intoleranz, die auf einer unzureichenden Resorption von Fructose im D nndarm beruht (sog.)
5 Intestinale Fructose-Intoleranz), und der sehr seltenen heredit ren Fructose-Intoleranz unterschieden. Bei der h ufigen auf einer unzureichenden Resorption beruhenden Fruc-tose-Intoleranz wird mit der Nahrung verzehrte Fructose im D nndarm nicht resorbiert (aufgenommen) und gelangt in den Dickdarm. Man spricht deswegen auch von Fructose-Malabsorption. Im Dickdarm wird die Fructose unter Gasbildung von den Darmbakterien vergoren und kann au erdem einen vermehrten Wassereinstrom verursachen. Dies f hrt bei den Betroffenen zu Verdauungsbeschwerden, wie z. B. Bauch-schmerzen, Koliken, Bl hungen, V llegef hl, verst rktem Stuhldrang oder Durchfall, nach dem Verzehr von fructosehaltigen Lebenmitteln und wird umgangssprachlich auch als Fruchtzuckerunvertr glichkeit be-zeichnet.
6 1. Im D nndarm wird Fructose nicht aufgenommen2. Im Dickdarm wird die Fructose von Darmbakterien vergorenFolgen: Verdauungsbeschwerden wie z. B. Bl hungen, Bauchkr mpfe und DurchfallD NNDARM DICKDARM1. Fructose gelangt bereits als Einfachzucker (z. B. aus Fr chten) in den D Fructose gelangt in gebundener Form ( ber Saccharose) in den D nndarm und wird dort frei. 3. Fructose und Glucose werden aus dem D nndarm resorbiert (aufgenommen).Bei Fructose-IntoleranzZur Verh tung/Linderung von durch Fructose-Malabsorption bedingten VerdauungsbeschwerdenFrk_bl_01 87839D NNDARM1312 Saccharose Glucose2 Fructose Woher stammt die in Fructaid enthaltene Glucose- isomerase ?Das in Fructaid enthaltene Glucose- isomerase -Enzym ist nicht tierischer Herkunft.
7 Es wird ausschlie lich mit Hilfe von Bakterien hergestellt, ist also mikrobiellen Wo wird die Glucose- isomerase freigesetzt?Nach dem Verzehr l st sich die Kapsel (nicht tierisch) innerhalb einiger Minuten im Magen auf und setzt die in ihr enthaltenen Glucose-Isomera-se-Pellets frei. Diese sind mit einem gegen die Magens ure sch tzenden berzug versehen und gelangen mit dem Speisebrei in den D nndarm. Dort wird die Glucose- isomerase freigesetzt und kann im Speisebrei vor-handene Fructose zu Glucose umwandeln. Was passiert mit der Glucose- isomerase nach dem Verzehr im Verdau-ungstrakt?Das Enzym Glucose- isomerase ist ein Protein (Eiwei ). Nachdem es mit dem Speisebrei aus dem Magen in den D nndarm gelangt, wird es dort wie jedes andere mit der Nahrung zugef hrte Protein (z.)
8 B. aus Fleisch oder einem Ei stammend) schlussendlich verdaut. Das Enzym selbst wird weder aus dem D nndarm resorbiert, noch wirkt es auf den Wirkung der Glucose- isomerase findet ausschlie lich im Speisebrei statt. Unerw nschte Wirkungen sind daher auch bei regelm igem und langfristigem Verzehr nicht zu bef Wie wird Fructaid angewendet?1 4 Kapseln mit Fl ssigkeit einige Minuten vor fructosehaltigen Speisen und Getr nken bis zu 4 x t glich einnehmen, Kinder ab 100 cm K rper-gr e jedoch nicht mehr als 10 Kapseln pro Tag. Alternativ (z. B. bei Problemen mit dem Schlucken der Kapsel) k nnen Sie die Kapsel auch ffnen und die darin enthaltenen Pellets unzerkaut mit Fl ssigkeit einnehmen. Dr cken Sie dazu die Kapsel einfach leicht zusammen und ziehen gleichzeitig die beiden Kapselh lften sollten individuell austesten, welche Menge Fructaid f r Sie ausrei-chend ist.
9 Diese h ngt insbesondere von der pers nlichen Empfindlich-keit gegen ber der Fructose sowie dem Fructosegehalt und der Zusam-mensetzung der verzehrten Speise bzw. dem verzehrten Getr nk Welche Bestandteile enth lt Fructaid ?Cellulose, Hypromellose, Glucose- isomerase , Methacryls ure-Ethyla-crylat-Copolymer-(1:1)-Disper sion 30 %, Talkum, Hydroxypropylmethyl-cellulose, Trehalose*, Triethylcitrat, E 171.*Trehalose ist eine Glucosequelle3. Die gr ssten Fructosequellen sind vor allem (alphabetisch):Back- und S sswarenBrotaufstriche, wie Honig, Marmeladen und Konfit ren Erfrischungsgetr nke, wie LimonadenFr chte (frisch) Fr chte (getrocknet) FruchtjoghurtsFruchtkompottFruchtkonserv enFruchtquarkFruchts fte und NektareGriesbrei mit Fr chtenM sli- und Cerealienmischungen mit Trockenobst M sliriegelrote Gr tzeSpeiseeis100 g der folgenden Fr chte enthalten relativ wenig Fructose:Aprikose, Limette, Rhabarber4.
10 Warnhinweise: Fructaid ist nicht f r Personen mit heredit rer Fructose-Intoleranz bestimmt. Diabetiker m ssen bei Verwendung von Fructaid den Fructosegehalt der jeweiligen Speise oder des Getr nks als Glucose berechnen und d rfen Fructaid nur unter rztlicher Aufsicht einsetzen. Fructaid darf nicht bei einer bekannten berempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile eingenommen werden. Verwendung durch Schwangere, Stillende und Kinder nur nach R ck-sprache mit dem nach Ablauf des Verfalldatums (siehe Aufdruck auf Faltschachtel und Blister) besch digter Verpackung nicht f r Kinder unzug nglich : Chargenbezeichnung: Hersteller25 C15 C 0481 Hersteller: Vitacare GmbH & Co. KG, Konrad-Adenauer-Allee 8 10, 61118 Bad Vilbel, Deutschland Vertrieb: Gesellschaft f r gesunde Ern hrung mbH, Konrad-Adenauer-Allee 8 10, 61118 Bad Vilbel, Deutschland der Information: Dezember 2015 Frk_bl_01 87839