Transcription of Impressum - icom-deutschland.de
1 ImpressumStandards f r MuseenHerausgeber: Deutscher Museumsbund e. V. gemeinsam mit ICOM-DeutschlandRedaktion: Arbeitsgruppe Standards f r Museen des Deutschen Museumsbundes, verantwortlich: Hans LochmannLektorat: Alexa von der Brelje KulturKommunikation | BraunschweigGestaltung: blum Design & Kommunikation | HamburgDruck: MK-Druck | BerlinGef rdert aus Mitteln der Deutscher Museumsbund gemeinsam mit ICOM-Deutschland Kassel / Berlin, Februar 2006 InhaltVorwortZur Entwicklung der Standards f r Museen Pr ambel1. Dauerhafte institutionelle und finanzielle Basis 2. Leitbild und Museumskonzept3.
2 Museumsmanagement4. Qualifiziertes Personal5. Sammeln6. Bewahren7. Forschen und Dokumentieren8. Ausstellen und VermittelnAnmerkungenMitglieder der Arbeitsgruppe Standards f r Museen des Deutschen Museumsbundes456891113151618202223 Standards f r Museen4 Standards f r Museen4 Vor wor tMit mehr als Museen verf gt die Bundesrepublik Deutschland ber einebesonders reiche und vielf ltige Museumslandschaft. Doch der Begriff Museum ist nicht gesch tzt. Darum wird mit den Standards f r Museen erstmals eineOrientierung f r eine qualifizierte Museumsarbeit in Deutschland vorgelegt.
3 KlareAufgabenbeschreibungen und formulierte Standardwerte sollen die Position vonMuseen aller Sammlungsbereiche, Gr en, Tr gerformen und Regionen festigenund ihnen als Leitfaden f r die t gliche Arbeit dienen. Im Vordergrund stehen die traditionellen Kernaufgaben des Museums: Sammeln,Bewahren, Forschen und Vermitteln. Da f r die vierte Aufgabe bislang wech-selnde Begriffe verwendet wurden, nehmen die Standards f r Museen diemuseumsspezifische Kernaufgabe Ausstellen gleichwertig neben Vermitteln alle Kernaufgaben ber hrende Dokumentation wird im Folgenden demForschen zugeordnet.
4 Zudem werden die Kernaufgaben mit weiteren Aspektenerg nzt: Dauerhafte institutionelle und finanzielle Basis, Leitbild und Museums-konzept, Museumsmanagement sowie Qualifiziertes Personal. Bei den Standards f r Museen handelt es sich ausdr cklich nicht um Mindest -Standards. Es ist angestrebt, den Museen Orientierungspunkte vorzulegen, dieeinen st ndigen Entwicklungsprozess f rdern sollen. Dass die Museen hierf r ber unterschiedliche personelle und finanzielle Voraussetzungen verf gen,wurde ber Papier versteht sich als Beginn einer Diskussion um einen eindeutig struk-turierten Museumsbegriff und ist auf Weiterentwicklung angelegt.
5 Initiativen f r Registrierungs- oder Akkreditierungsverfahren auf L nderebene sollten die Standards f r Museen zu Grunde gelegt Vorstand des Deutschen MuseumsbundesDer Vorstand von ICOM-DeutschlandFebruar 2006 Standards f r Museen5 Zur Entwicklung der Standards f r Museen Der Begriff Museum ist im code of ethics des Internationalen Museumsrates(ICOM) definiert und ausf hrlich erl utert. Dennoch fordern die Museumsverant-wortlichen in Deutschland seit Jahren einen Schutz des Museumsbegriffs bzw. allgemein formulierte Standards. Initiativen hierzu unternahm u. a. der fr herePr sident des Deutschen Museumsbundes, Wolfgang Klausewitz (vgl.)
6 Was istein Museum? , in: Museumskunde, Bd. 43, Heft 2, 1978). Auch das Interinational Committee for Regional Museums (ICR) hat die Diskussion berStandards schon vor einiger Zeit neu aufgegriffen und einen Dokumentations-band in deutscher Sprache publiziert (vgl. Leitfaden zur Verbesserung vonQualit t und Standards in Museen: Ein ICR Projekt 1999-2003, 2004).Der Blick ber die Grenzen Deutschlands zeigt, dass in zahlreichen L ndernbereits nationale Standards f r Museen entwickelt und ver ffentlicht worden sindund unter anderem als Grundlage f r die Registrierung von Museen dienen.
7 Auf der Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes im Mai 2004 in Osnabr ckhat der Vorstand des Verbandes die Aufgabe angenommen, Standards f rMuseen zu entwickeln. Die daraufhin gegr ndete vorstandsinterne Arbeitsgruppezog Vertreter/innen ICOM-Deutschlands, des Instituts f r Museumskunde Staatliche Museen zu Berlin, der regionalen Museums mter und -verb nde sowieweitere Expertinnen und Experten Standards f r Museen sind im Herbst 2005 von den Vorst nden desDeutschen Museumsbundes und ICOM-Deutschlands verabschiedet worden undfanden bei der Konferenz der Museumsberater/innen im November 2005 inEmden auch die Zustimmung der regionalen Museumsorganisationen undMuseumsberatungsstellen der Bundesl nder.
8 Hans LochmannSprecher der Arbeitsgruppe Standards f r Museen des Deutschen MuseumsbundesStandards f r Museen6Pr ambelMuseen bewahren und vermitteln das Kultur- und Naturerbe der Menschheit. Sieinformieren und bilden, bieten Erlebnisse und f rdern Aufgeschlossenheit, Toleranz und den gesellschaftlichen Austausch. Museen arbeiten nicht gewinn-orientiert. Sie sind der Beachtung und Verbreitung der Menschenrechte insbe-sondere des Rechts auf Bildung und Erziehung sowie der daraus abzuleitendengesellschaftlichen Werte verpflichtet. Dabei beschr nken sie sich nicht auf diehistorische R ckschau, sondern begreifen die Auseinandersetzung mit derGeschichte als Herausforderung f r die Gegenwart und die Zukunft.
9 Die spezi-fischen Kernaufgaben der Museen sind:Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen / VermittelnMuseen nehmen diese Aufgaben treuh nderisch f r die Gesellschaft wahr. Siedokumentieren die Natur sowie die kulturellen und materiellen Zeugnisse derMenschen im Sinne eines Archivs f r die folgenden Generationen. Die Museums-arbeit f rdert die F higkeit, die Sammlungen zu interpretieren und zum Lernensowie zur Unterhaltung zu nutzen. Museen sind ffentliche Institutionen, die einnachhaltiges Angebot f r die B rger bieten. Hierzu m ssen den Museen dauer-haft ausreichende Mittel zur Verf gung stehen und entsprechende Folgekostenbei jeder Gr ndung bzw.
10 Einrichtung bedacht Museumsbegriff ist in Deutschland nicht gesch tzt, Auftrag und Aufgabender Museen sind nicht gesetzlich verankert. Rahmenbedingungen f r dieMuseumsarbeit geben die vom Internationalen Museumsrat ICOM verfassten undweltweit anerkannten ethischen Richtlinien (ICOM code of ethics for Museums).Ein Museum wird nach ICOM definiert als eine gemeinn tzige, st ndige, der ffentlichkeit zug ngliche Einrichtung,im Dienste der Gesellschaft und ihrer Entwicklung, die zu Studien-,Bildungs- und Unterhaltungszwecken materielle Zeugnisse vonMenschen und ihrer Umwelt beschafft, bewahrt, erforscht, bekanntmacht und ausstellt.