Transcription of kultur!gut!schützen!
1 Die 4. Tagung KULTUR!GUT!SCH TZEN! . Sicherheit und Katastrophenschutz f r Museen, Archive und Bibliotheken der Kon . kultur!gut!sch tzen! ferenz Nationaler Kultureinrichtungen (KNK). im November 2015 in Halle (Saale) r ckte aktuelle Entwicklungen im Kulturgutschutz in den Fokus und wagte damit einen Br . ckenschlag zwischen Theorie und Praxis. Themen der im vorliegenden Tagungsband kultur!gut!sch tzen! publizierten Beitr ge sind u. a. internatio . nale Perspektiven, aktuelle Positionen in Deutschland und M glichkeiten von Standardisierungen und Gesetzen. Inter . disziplin re Gespr chsforen betrachteten Kulturgut im Spannungsfeld von Bewahren und Vermarkten, Konservieren und Vermit . teln und diskutierten technische, politische und administrative Ma nahmen, die den langfristigen Erhalt unserer Kultursch tze bef rdern.
2 Konferenz nationaler kultureinrichtungen 2015. tagung 2015. sicherheit und katastrophenschutz f r museen, archive und bibliotheken kultur!gut!sch tzen! sicherheit und katastrophenschutz f r museen, archive und bibliotheken konferenz nationaler kultureinrichtungen 4. internationale tagung 12. und 13. november 2015. h ndel-haus halle (saale). franckesche stiftungen zu halle Ein Projekt der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen (KNK). Gef rdert von der Beauftragten der Bundesregierung f r Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Mit freundlicher Unterst tzung von: Stiftung H ndel-Haus Halle (Saale). Franckesche Stiftungen zu Halle Tagungsband gef rdert von: Bundesamt f r Bev lkerungsschutz und Katastrophenhilfe BBK, Bonn inhalt Vorwort 4. Tagung Gru worte 6 Diskussionsforen 86.
3 Dirk Bl baum, Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen (KNK) 7| Rudolf Gundlach, Forum A: Kulturgut schutzlos ausgeliefert? Blue Shield, Clemens Birnbaum, Stiftung H ndel-Haus Halle (Saale) 9 Haager Konvention, Gesetze. Einf hrendes Statement: Kulturgut schutzlos ausgeliefert? 87 | Michael John, Forum B: Was vertr gt Kulturgut? Event, Marketing, Bewahren Einf hrendes Statement: Feste feiern, feste feiern? Kulturgutschutz und Veranstaltungen im Museum versus pr ventive Konservierung und Baurecht 91. die Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen 12. Almut Siegel, Alke Dohrmann, Katrin Sch ne, SiLK SicherheitsLeitfaden SiLK-Team 94. Kulturgut und SiQR SiLK-Qualit tsstandards der KNK zur Risikoreduzierung im Kulturgutschutz 13. Autoren 96. Kulturgutschutz internationale Perspektiven 22 Tagungsprogramm 104.
4 Bernhard Preuss, Kulturgutschutz im Bundesamt f r Bev lkerungsschutz und Katastrophenhilfe 23 | Hubert Speckner, Kulturg terschutz im sterreichischen Bundesheer 29 | Rino B chel, Kulturg terschutz in der Schweiz 35 | Hanneke Veranstaltungsorte 106. Clemens Birnbaum, H ndel-Haus Halle (Saale) 107 |. Nuijten, Safe Heritage in the Netherlands 39 | Michael M ller-Karpe, Raubkunst . Thomas M ller-Bahlke, Die Franckeschen Stiftungen zu Halle 108. illegaler Handel mit Kulturg tern 49. Kulturgutschutz in der Stadt Halle (Saale) 60 Mitglieder der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen 111. Christiane von Nessen, Der Notfallverbund f r Halle (Saale) 61. Impressum 112. Standards und Kulturgutschutz 68. Anna Haberditzl, Erfahrungen aus der Bestandserhaltung Perspektive Archiv 69 | Michael Vogel, Erfahrungen aus der Bestandserhaltung Perspektive Bibliothek 75 | Almut Siegel, Alke Dohrmann, Katrin Sch ne, Erfahrungen mit dem Thema Bewahren Perspektive Museum.
5 Das Programm Collectiewacht in den Niederlanden 83. 2 3. vorwort Eine Liegenschaft, deren Sicherungssysteme entwickelt und deren Macherinnen von SiLK, ohne die es nicht m glich w re, diese Veran- Personal auf ungew hnliche Zwischenf lle vorbereitet sind, l sst sich staltung und die SiLK-Plattform im Internet auf die Beine zu stellen. wirksamer und leichter vor Gefahren sch tzen als eine, bei der dies Die Bem hungen des Bundesamtes f r Bev lkerungsschutz und Kata- nicht der Fall ist! strophenhilfe, dem Projekt eine dauerhafte Finanzierungsgrundlage zu Jede Besch ftigung mit dem Thema Sicherheit bringt einen Gewinn geben, laufen auf Hochtouren. derselben, da sie das Bewusstsein f r m gliche Gefahren sch rft und Ich w nsche Ihnen viel Spa beim Lesen der interessanten und inspirie- eigene sowie fremde M glichkeiten zur Verhinderung oder Linderung renden Beitr ge.
6 Der Folgen aufzeigt. Aber die gro e Frage zu Beginn ist: Wo soll man angesichts der vielf l- Bernhard Preuss tigen Gefahren und M glichkeiten anfangen? Welche Ma nahmen sind effizient und wirtschaftlich und wie viel kosten diese? KULTUR!GUT!SCH TZEN!, die periodische Tagung der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen, tr gt Expertenwissen zusammen und bereitet es auf. Wie Mosaiksteine werden die Beitr ge von Fachleu- ten und Erfahrungsberichte aus der Praxis zu einem Gesamtbild der Schutzarchitektur f r Kultureinrichtungen zusammengesetzt. Eine bei- spielhaft informative Internetplattform bereitet dieses Wissen auf und stellt es allen Interessierten kostenlos zur Verf gung. Den Teilnehmern der Tagungen wird Gelegenheit gegeben, sich untereinander auszu- tauschen und mit Experten und erfahrenen Kollegen zu diskutieren.
7 Im Sinne von Best Practice bilden sich mit der Zeit Grundstandards heraus, die einen sinnvollen Startpunkt f r eigene Bem hungen darstel- len k nnen, sei es um einen berblick ber notwendige und sinnvolle Ma nahmen zu bekommen, sei es um eine eigene Standortbestimmung durchzuf hren oder sei es als Argumentationshilfe f r Vorgesetzte und Geldgeber: Der SicherheitsLeitfaden Kulturgut (SiLK) stellt eine wertvolle Basis f r Aktivit ten zur Verbesserung der Sicherheit in Kultureinrichtungen dar. Die Hemmschwelle , tats chlich mit eigenen Ma nahmen zu beginnen und sich mit der Thematik bezogen auf die speziellen Verh ltnisse der jeweiligen Liegenschaft zu besch ftigen, wird deutlich verringert. Ich freue mich, dass es dem Bundesamt f r Bev lkerungsschutz und Katastrophenhilfe gelungen ist, angesichts der zurzeit etwas unsicheren Finanzierung des SicherheitsLeitfadens, die Publikation der Tagungs- beitr ge zu erm glichen.
8 Ich danke den drei Organisatorinnen und 4 5. gru worte Das Projekt Sicherheit und Katastrophenschutz f r Mu- litz wie auch das Bauhaus Dessau zusammengefasst wurden um nur seen, Archive und Bibliotheken mit dem SicherheitsLeitfaden einige zu nennen. Einen solchen Querschnitt hinsichtlich der Samm- Kulturgut kurz SiLK ist seit ber zehn Jahren ein wichtiger Teil der lungsschwerpunkte, aber auch der Gr en der einzelnen H user findet Projektarbeit der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen (KNK) man in dieser Konzentration in keiner anderen fachwissenschaftlichen und hat innerhalb der KNK und dar ber hinaus weitreichende Reso- Gruppierung. nanz und Wirkung erfahren. Vor diesem Hintergrund kann die KNK nicht nur das Ziel verfolgen, Die KNK war, wie nicht selten, der Ideengeber f r das Projekt SiLK aktiv f r die Bedeutung von Kunst und Kultur unterschiedlichster Aus- und es freut uns, dass diese Idee auf so fruchtbaren Boden gefallen ist.
9 Pr gung und unter verschiedensten Blickwinkeln zu werben, sondern Das w re nat rlich nicht m glich gewesen ohne die qualitativ hoch- sie kann auch in besonderem Ma e den wechselseitigen Austausch und stehende Arbeit und auch die Hartn ckigkeit der drei Kolleginnen, die die Diskussion gesellschaftlich relevanter Fragen bef rdern. Die KNK. hinter SiLK stehen: Almut Siegel, Alke Dohrmann und Katrin Sch ne. definiert sich somit weniger ber die gemeinsame Geschichte, sondern Ihnen gilt unser herzlicher Dank. sie versteht sich als eine den beteiligten Institutionen dienende Platt- Bei der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen handelt es sich form zur Generierung, Bearbeitung und Vermittlung gemeinschaft- um einen Zusammenschluss von 23 national bedeutsamen kulturel- licher Projekte, Interessen und Zielsetzungen.
10 Dadurch hat sich die len Institutionen unterschiedlicher Gr e und Ausrichtung in Ost- KNK zu einem kompetenten Netzwerk entwickelt, das die Leistungen deutschland. Die Grundlage f r die Zusammenf hrung bildete die und Aufgaben der wichtigsten Kunstsammlungen und Museen in den im Nachgang der Wiedervereinigung durchgef hrte Evaluierung der neuen L ndern erfolgreich in der Bundesrepublik und im europ ischen Kulturinstitute in den neuen Bundesl ndern durch Prof. Paul Raabe. Ausland repr sentiert. Die herausragenden Institute wurden in dem sogenannten Blaubuch1 Konkret hat die KNK bisher zu folgenden Themen Tagungen, Sympo- zusammengefasst, das als kulturelles Identifikationsangebot dienen sien und Workshops veranstaltet: sollte und die Bedeutung der ostdeutschen Kulturlandschaft f r das 1) Kulturelle Bildung > Das Museum als Lernort gesamtdeutsche und europ ische kulturelle Erbe unterstreicht.