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Lichen sclerosus

Lichen sclerosus (LS) ist eine chronisch entz ndliche, nicht ansteckende Hauterkrankung, die in der Regel die Anogenitalregion betrifft, allerdings auch extragenital auftreten kann, an H nden/Armen, R cken, Mundschleimhaut. Ursachen der Erkrankung sind bis heute noch nicht genau gekl rt. Nach jetzigem Forschungsstand geht man davon aus, dass LS eine autoimmun-induzierte Erkrankung bei genetisch pr disponierten Patienten ist. Bei Betroffenen wurden Antik rper und Immunzellen gefunden, die k rpereigenen Strukturen zerst ren und somit zu Hautver nderungen f hren.

äußeren Genitales Lichen sclerosus (LS) ist eine chronisch entzündliche, nicht ansteckende Hauterkrankung, die in der Regel die Anogenitalregion betrifft, allerdings auch extragenital

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1 Lichen sclerosus (LS) ist eine chronisch entz ndliche, nicht ansteckende Hauterkrankung, die in der Regel die Anogenitalregion betrifft, allerdings auch extragenital auftreten kann, an H nden/Armen, R cken, Mundschleimhaut. Ursachen der Erkrankung sind bis heute noch nicht genau gekl rt. Nach jetzigem Forschungsstand geht man davon aus, dass LS eine autoimmun-induzierte Erkrankung bei genetisch pr disponierten Patienten ist. Bei Betroffenen wurden Antik rper und Immunzellen gefunden, die k rpereigenen Strukturen zerst ren und somit zu Hautver nderungen f hren.

2 Vorangegangene Infektionen, insbesondere mit Borrelia burgdorferi, Irritationen/ Traumata der Vulva und hormonale Faktoren werden ebenso als Ursachen diskutiert. LS ist eine eher seltene Erkrankung, wobei Frauen h ufiger betroffen sind als M nner. Typischer Weise wird LS zum ersten Mal entweder bei Kindern vor der Pubert t oder bei Frauen nach der Menopause entdeckt, kann aber prinzipiell in jedem Alter auftreten. H ufig werden erste unspezifische Ver nderungen nicht wahrgenommen und die Erkrankung daher oft erst sp t oder als Zufallsbefund entdeckt. Im Verlauf kann es zu wei en, porzellanartigen Vernarbungen und Schrumpfungen der Schamlippen, des Introitus und der Clitoris kommen.

3 Diese k nnen im fortgeschrittenen Stadium K rper ffnungen einengen und zu Schmerzen beim Stuhlgang, Wasserlassen und Geschlechtsverkehr f hren. M nner mit LS leiden meist unter Vorhautverengung. Eine seltene Komplikation der genitalen LS ist die Entstehung eines b sartigen Tumors (Vulvakarzinom). Um entsprechende Komplikationen zu verhindern, sind die fr hzeitige Diagnosestellung, Therapie und Kontrolluntersuchungen von gro er Bedeutung. Hinweise auf LS Juckreiz, Brennen im Genitalbereich Kratzspuren (oberfl chliche Haut-und Schleimhautverletzungen), die sich sekund r entz nden k nnen Beschwerden beim Geschlechtsverkehr, insbesondere bei der Penetration oder Wundgef hl danach wei liche Vernarbungen/ Flecken (Depigmentierung)

4 D nne, gl nzende, trocken Schleimhaut, Risse der Haut Verkleben der gro en und kleinen Schamlippen, Verengung des Scheideneingangs geh ufte bakterielle-, virale- und/oder Pilzinfektionen durch lokal gest rte Immunabwehr weitere Infos: Lichen sclerosus Selbstuntersuchung des u eren Genitales Hilfreich f r die Inspektion der Vulva (siehe Abb.) ist ein Handspiegel. Worauf ist generell zu achten? Ver nderungen der Hautfarbe der Vulva ( wei e Flecken, rote Stellen oder verst rkte Pigmentierung) Hautver nderungen, wie Warzen, Blasen, Ulzerationen Beschwerden wie Brennen, Juckreiz, Schmerzen Was ist das?

5 Kleine Schamlippe gro e Schamlippe Clitoris Harnr hre Scheide Anus Was Sie dagegen tun k nnen LS ist eine chronische Erkrankung, die zwar nicht geheilt, aber durch ad quate Therapie kontrolliert werden kann. Mit fr hzeitiger Therapie k nnen Risiken f r Sp tfolgen wie Zerst rung der anatomischen Strukturen und die Entwicklung eines Vulvakarzinoms deutlich reduziert werden. Je nach Symptomen, Stadium und Ansprechen der Erkrankung, existieren verschiedene Therapiem glichkeiten. Bereits bestehende Atrophien k nnen durch die Therapie nicht mehr r ckg ngig gemacht werden, aber ein Fortschreiten kann verz gert werden.

6 Behandlungsm glichkeiten Generell sollten hautirritierende, parf mierte Seifen/ Cremes gemieden werden. Schonende hygienische Pflege und Anwendung von fetthaltigen Salben kann bereits Linderung verschaffen. In der Regel ist eine zus tzliche Therapie mit lokalen entz ndungshemmenden Medikamenten notwendig. Mittel der Wahl sind hochpotente kortisonhaltige Salben, die ber Wochen bis Monate angewendet werden k nnen. Ziel der Therapie ist Beschwerdefreiheit zu erzeugen und weitere Sch be zu verhindern. Sollten lokale Kortisonpr parate nicht vertragen werden oder keine ausreichende Besserung erbringen, stehen neuere Medikamente, die Calcineurinantagonisten (Tacrolimus, Pimerolimus), zur Verf gung.

7 Alternative M glichkeiten, wie beispielsweise photodynamische Therapie (Psoralen plus UVA) zeigen Symptomlinderung in Einzelf llen, wobei deren Wirksamkeit noch nicht nachgewiesen ist. Operationen sollten nur bei Vulvakrebs / Krebsvorstufen oder erheblicher Einengung des Scheideneingangs mit Einschr nkungen beim Geschlechtsverkehr oder Urin l sen durchgef hrt werden. Die wichtigsten Punkte im berblick LS ist eine chronische, nicht ansteckende Hauterkrankung Wichtig zur fr hen Erkennung ist die regelm ige Selbstuntersuchung Typische Beschwerden sind Juckreiz, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, wei liche Vernarbungen, Verkleben der Schamlippen bei Hinweisen auf LS einen Spezialisten aufsuchen LS ist nicht heilbar, aber gut behandelbar Regelm ige rztliche Kontroll-untersuchungen, um m gliche Komplikationen (Vulvakrebs, Infektionen)

8 Fr hzeitig erkennen und behandeln zu k nnen Hilfe holen Flyer erstellt: Anne Kaufmann und Prof. Dr. Andreas G nthert, Neue Frauenklinik Luzern Psyche F r viele LS- Betroffene ist die Diagnose nicht nur mit k rperlichen, sondern vielmehr auch mit seelischen Schmerzen verbunden. Einschr nkungen im Alltag und der Sexualit t erfordern psychische Herausforderungen. Offensichtliche Ver nderungen der Vulva und damit verbundene Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, die Angst vorm n chsten Erkrankungsschub belasten das Selbstwertgef hl vieler Betroffener.

9 H ufig erschweren Schamgef hl und ungen gendes Verst ndnis der Mitmenschen ber das intime Thema zu sprechen. Gemeinsames Austauschen mit LS-Erkrankten, Rat und Zuspruch k nnen helfen Erleichterung zu finden. Selbsthilfegruppen oder auch anonyme Foren bieten M glichkeit dazu.


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