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1 messer MAGAZIN 8584 messer MAGAZINMATERIALKUNDE MAMMUT-GRIFFMATERIAL > M chtige, bis zu vier Meter hohe und viele Tonnen schwere Tiere waren die Mammuts, die die letzten 1,8 Millionen Jahre die Ebenen Sibiriens, Eurasiens und Nordamerikas bev lkerten. Erst vor 8000 bis 10 000 Jahren starben die letzten Mammuts aus zusammen mit anderen imposanten Tieren wie dem Riesenhirsch oder dem H h-lenl wen. Dieser Zeitraum, auch Pleistoz n genannt, war gepr gt von einem Wechsel von Kalt- und Warmzeiten. Mammutelfenbein (die gewaltigen, oft mehrere Meter langen Sto z hne), aber auch die Backenz hne und Knochen der Mammuts, SCH NHEIT AUS DEM EISWenn es um Griffmaterial f r hochwertige, handgefertigte messer geht, sind sich viele messer -macher einig: Es muss Mammutelfenbein sein.
2 Das liegt nicht nur an der faszinierenden Vergangenheit dieses & Fotos: Oliver LangSto zahn: Hier ein unbehandeltes St ck von einem Mammut-Sto zahn mit blau gef rbter Rinde. Auch das Kernmaterial sieht gut : Neben den Z hnen sind vor allem die Knochen des Mammuts begehrt auch hier gibt es viele Falkenburger (im Foto links) von der messer -B rse hat Mammut-Rohmaterial, aber auch vorbereitete und stabilisierte Griffst cke auf Lager. Alle abgebildeten St cke und Schalen stammen von : messer -B rsePeter FalkenburgerIm Wechselfeld 1885077 ManchingTel. 0 84 59 - 32 68 81 Fax: 0 84 59 - 32 68 riechbaren Ge-stank. Das lockt auch professionelle H ndler an.
3 Auch in der Nordsee blei-ben in den Schleppnetzen der Fischer immer wieder Sto z h-ne und Knochen von Mammuts h ngen. Die Qualit t dieses Mammut-Materials ist jedoch aufgrund der zersetzenden Wir-kung des Meerwassers nicht immer so gut. Als Ausstellungs-st cke eignen sich diese Funde aber beliebt sind bei Messermachern die seltenen gr nlichen und blauen Farb-nuancen, die man manchmal an der Mammutrinde (der Sto -zahnau enschicht) findet. Diese Einf r-bungen ent-stehen durch minera-lische Einlagerungen von Kup-fersalzen und Eisenphosphat. Entscheidend f r die F rbung der Sto z hne ist also die Bo-denbeschaffenheit und Zusam-mensetzung des Orts, an dem die Mammuts starben und viele Jahrtausende lagen.
4 Peter Falkenburger von der messer -B rse bekommt zwei Mal j hrlich Besuch von einem russischen H ndler und kauft ihm die sch nsten St cke ab: Sto - und Backenz hne und Schenkel- und Rippenknochen. Die schneidet er mit einer spe-ziellen Kreiss ge in grifftaug-liche St cke. Das geschieht an der frischen Luft (die Verarbeitung von Knochen erzeugt ziemlichen Gestank) unter Zuhilfenahme einer Ab-saugvorrichtung und mit einer Staubschutzmaske. Nach dem Zurechtschneiden erfolgt die Stabilisierung des Materials mit d nnfl ssigem Epoxidharz, Sekundenkleber oder dem ther-moplastischen Kunststoffgranu-lat Stabilisieren ist not-wendig, um Risse und kleine Hohlr ume zu f llen und das fossile Material so widerstands-f hig zu machen.
5 Alles was der Messermacher dann noch tun muss, ist, die St cke an die ge-w nschte Form anzupassen. Abfallreste gibt es kaum bei der Verarbeitung, da sich auch aus dem kleinsten St ck noch etwas machen l r Flachangel- messer wird vor allem die Sto zahn-rinde oder Backen-zahnscheiben (stabili-siert) und Knochen verwen-det. F r die Griffe von Steck-angelmessern eignet sich am besten das Kernmaterial des Sto zahns, das jedoch seltener in exzellenter Qualit t vorliegt und dadurch auch etwas teurer ist. Ein sch nes Paar Mam-mutelfenbeinschalen f r Klapp- messer bekommt man schon f r zirka 60 Euro, ausgefallen ge-f rbte und gr ere St cke k n-nen aber auch leicht mal 150 Euro gibt gute Gr nde, warum das fossile Material vom Mam-mut so beliebt ist: Es sieht sehr sch n aus und gl nzt oft mit in-teressanten Farbnuancen (von braun ber gr n, blau bis wei ), es l sst sich mit normalem Werkzeug bearbeiten, fasst sich toll an und unterliegt anders als Elefantenelfenbein keinen Artenschutzbestimmungen.
6 Das berzeugt! <z hlen zu den fr hesten, von Menschen k nstlerisch bearbei-teten Materialien. Und auch heute noch hat das fossile Mate-rial viele Anh nger unter Schmuck- und Mes-sermachern. Dass das far-benpr chtige und gut verarbeit-bare Material berhaupt noch vorliegt, ist dem Umstand zu verdanken, dass es vor allem im n rdlichen Sibirien unter dem Eis konserviert wurde. Immer wieder tauchen dort ganze Mammuts auf, da das Eis auch im frostigen Sibirien langsam aber sicher abtaut. Einmal der Luft ausgesetzt, setzt die Ver-wesung der Mammuts ein und erzeugt einen viele Kilometer auch professioH ndler an.
7 Auch in der Nordseeblei-lische Einlagerungen von Kup-fersalzen und EisenphosphatStaubschutzmaske. Nach dem Zurechtschneiden erfolgt dieen gel-vor ahn-ken-abili-rwen-Steck-ch amal desseltener vorliegt as teurer r Mam-mutelfenbeinschalen f r Klapp- messer bekommt man schon f rRundumpaket: Neben den Z hnen sind vor allem die Knochen des Mammuts begehrt auch hier gibt es viele riechbaren Ge-stank. Das lockt auch professionelle EEiEinfnf r-bubungen ent-ststehen durch minera-ddederr frfriischen Luft (die VeVerarbeitung von Knochen erzeugt ziemlichen Gestank) unter Zuhilfenahme einer Ab-saugvorrichtung und mit einer mamachchel l r Flachangmmesser wird aallem die Sto zarrinde oder Backzzahnscheiben (stasisiert) und Knochen verdet.
8 F r die Griffe von Sangelmessern eignet sichbesten das KernmateriaSto zahns, das jedoch sin exzellenter Qualit t vund dadurch auch etwaist. Ein sch nes PaarINFOAus dem Vollen: Links der ein-drucksvolle Backenzahn eines Mammuts, daneben vorbe-reitetes Griff-material mit toller F MAMMUT-GRIFFMATERIAL
