Transcription of Prophylaxen - pqsg.de
1 ProphylaxenEdition Auflage / Februar 2009 / Vers. Altenpflegemagazin im InternetTel: (03901)30 10 20 Fax: (0721) 15 14 08 pqsg-Magazin Seite 2F hlen Sie sich schuldig?Bitte verzeihen Sie die provokante Frage, aber mir liegen die MDK-Pflegestudie und einige darauf fol-gende Politikerinterviews noch etwas schwer im nun ist es amtlich: Jenseits der 75 erwartet die Deutschen ein gar schreckliches Schicksal. Und wir Pflegekr fte sind schuld. Wir lassen die Senioren abmagern oder dehydrieren, sind f r die Druckge-schw re und Kontrakturen verantwortlich, lassen sie st rzen oder inkontinent aller ganz geheimes Ziel: die H herstufung. Ist doch klar: Wenn wir die alten Menschen nur schlecht genug versorgen und alle Prophylaxen in den Wind schie en, belohnt uns der MDK mit noch mehr Geld aus der Pflegekasse.
2 Prima, oder? Jetzt kann sich jede Pflegekraft irgendwo zwischen Sad-dam Hussein und Jack the Ripper gut, dass es die Heimaufsicht und den MDK gibt. Denn die k nnen jetzt hart durchgreifen und f r den notwendigen Kontrolldruck sorgen. Ist ja auch allemal preiswerter als endlich mal die Leis-tungen der Pflegeversicherung zu erh Annika Klugkist(Vorwort zu 1. Auflage 2007)Redaktion: Annika Klugkist (verantwortlich im Sinne vom 10 Abs. 3 MDStV ); Wohrsberg 84, 29410 B ddenstedt; Telefon: (03901) 30 10 20, Fax (0721) 15 14 08 728; E-Mail: Weiterver ffentlichung im Rahmen einer Zeitung, einer Zeitschrift, einem Online-Magazin und hnlichen journalistischen oder publizistischen Produkten ist untersagt. Die Inhalte dieses Buches haben wir mit gro er Sorgfalt zusammengetragen.
3 Wir ber-nehmen aber keine Haftung f r die Richtigkeit der pqsg-Magazin Seite 3 Wir sind das pqsg-Magazin!Erstklassiges Autorenteam:Die pqsg-Redaktion ist spezialisiert auf die Fachrichtungen Medizin, Pflegewissenschaft und Rechtskunde. Die meisten unserer Fachautoren schreiben exklusiv f r das auf dem neusten Stand des Wissens:Das pqsg-Magazin wird zweimal in der Wo-che aktualisiert und erweitert. Wir k nnen damit jederzeit auf neue Urteile, aktuelle Gesetz-gebung und wissenschaftliche Erkenntnisse reagieren. Ebenso wichtig wie die wissenschaft-liche Kompetenz ist f r uns die praktische Umsetzbarkeit. Die zahlreichen R ckmeldungen unserer Leser erlauben es uns, die Qualit t der Artikel permanent auf dem h chsten Niveau zu Themenauswahl:Rund 500 Standards, Checklisten, Stellenbeschreibungen und Musterdokumente finden Sie bei Sie k nnen alle Dokumente in wenigen Minuten in Ihr QM-Handbuch bernehmen und an Ihre Bed rfnisse anpassen.
4 Und falls Sie bei pqsg doch nicht f ndig werden sollten, schreiben Sie uns. Unsere Redaktion wird Ihren Themen-wunsch so schnell wie m glich fast rund um die Uhr:Die Altenpflege kennt kein Wochenende und keinen Feierabend. Wir auch nicht. Unsere Hotline ist jeden Tag von 8 Uhr bis 22 Uhr f r Sie erreichbar. Auch am Wochenende und an Preise:Ein 6-Monats-Abo kostet bei uns 16,50 Euro. In diesem Pauschalbetrag sind alle weiteren Downloads bereits enthalten. Das pqsg-Abo l uft nach einem halben Jahr automatisch aus. Sie m ssen also nicht k ndigen. Wenn Sie nach Ablauf des Abos unser Magazin weiter nutzen m chten, registrieren Sie sich einfach erneut. brigens: Im Jahr 2008 verl ngerten vier von f nf Lesern ihr Sie uns im Internet unter pqsg-Magazin Seite 4 InhaltverzeichnisSturzprophylaxe Standard Sturzprophylaxe Seite 6 Standardpflegeplan "Sturzprophylaxe"Seite 11 Standard "Senioren mit Unterarmgehst tzen:Sturzprophylaxe und Pflege"Seite 18 Risikoerfassung SturzgefahrSeite 22 Standard "Osteoporoseprophylaxe / Pflege und Betreuung von Senioren mit Osteoporose"Seite 26 Standardpflegeplan "OsteoporoseSeite 31 Thromboseprophylaxe Standard "Thromboseprophylaxe"Seite 38 Standard "Kompressionsverband"Seite 44 Standard: "Einsatz von medizinischenAntithrombosestr mpfen (ATS)"Seite 53 Inkontinenzprophylaxe Standard "Inkontinenzprophylaxe.
5 Beckenbodentraining" Seite 58 Standard "Inkontinenzprophylaxe: Toilettentraining"Seite 60 Standard "Zystitisprophylaxe Seite 63 Pneumonieprophylaxe Pflegestandard "Pneumonieprophylaxe"Seite 66 Standard "Nutzung von Atemtrainern"Seite 71 Standard "30 -, 90 - und 135 -Grad Lagerungen"Seite 73 Standard "Pneumonieprophylaxe:Halbmondlagerung / Drehdehnlagerung"Seite 78 Standard "Pneumonieprophylaxe: V-A-T-I-Lagerungen"Seite81 dekubitusprophylaxe Standard " dekubitusprophylaxe : Hautbeobachtung"Seite 87 Standard " dekubitusprophylaxe : Hautpflege"Seite 92 Standard "Mobilit tsf rderung imRahmen der dekubitusprophylaxe "Seite 96 Standard Pflegevisite " dekubitusprophylaxe und -behandlung"Seite 101 Protokoll f r die Pflegevisite " dekubitusprophylaxe und -behandlung"Seite 103 Standardpflegeplan " dekubitusprophylaxe (gem Expertenstandard)" Seite 108 Standard " dekubitusprophylaxe .
6 Mikrolagerung /Weichlagerung / Superweichlagerung"Seite 118 Prophylaxen pqsg-Magazin Seite 5 Dehydratationsprophylaxe Standardpflegeplan "Dehydratationsprophylaxe"Seite 129 Pflegestandard "Dehydratationsprophylaxe"Seite 121 Standard "Fl ssigkeitsbilanzierung"Seite 125 Standardpflegeplan"Dehydratationsprophyl axe"Seite 129weitere Prophylaxen Standard "Aspirationsprophylaxe / Erste Hilfe bei Aspiration"Seite 135 Standard "Intertrigoprophylaxe und -behandlung"Seite 138 Standard "Kontrakturenprophylaxe"Seite 141 Standard "Spitzfu prophylaxe"Seite 150 Standard"Obstipationsprophylaxe"Seite 154 Standardpflegeplan "Obstipation und Obstipationsprophylaxe"Seite 158 Standard "Soor- und Parotitisprophylaxe"Seite 166 Pflegestandard "Deprivation / psychischer Hospitalismus"Seite 177 Prophylaxen pqsg-Magazin Seite 6 Standard "Sturzprophylaxe"Definition:Unter Sturzpr vention werden alle Ma nahmen zusammengefasst, die entweder das Sturzrisiko reduzieren oder die Folgen eines Sturzes mildern.
7 Darunter f llt etwa die Beurteilung der Sturzrisikofaktoren, Einweisung von Bewohnern in die Verwendung von Mobilit tshilfsmitteln, die Kontrolle der H r- und Sehf higkeit so-wie die Beseitigung von potentiellen tze: Mobilit t ist die Basis f r eine gr tm gliche Unabh ngigkeit im Alter. Anders als bei j ngeren Menschen sind St rze f r Senioren eine akute Gef hr-dung der Gesundheit, insbesondere da eine Schenkelhalsfraktur droht. Folglich hat die Vermeidung von St rzen oberste Priorit t. Wir arbeiteneng mit den Haus rzten unserer Bewohner : Korrekte Bestimmung des Sturzrisikos Der Bewohner meidet unn tige Sturzrisiken. Die Wohnumgebung bietet eine maximale Sicherheit. Minimierung der gesundheitlichen Folgen eines Sturzes, sofern sich dieser nicht verhindern lie.
8 Schutz der Einrichtung und der Pflegekr fte vor Schadensersatz- und Schmer-zensgeldanspr : Das Pflegepersonal wird regelm ig zum Thema Sturzpr vention fortgebildet. Das Pflegepersonal wird regelm ig ber aktuelle Hebe- und Transfertechniken informiert. Wir beschaffen regelm ig aktuelle Literatur zum Thema Sturzpr vention. Alle Bewohner erhalten die notwendigen Mobilit tshilfen. F r alle Bewohner werden ausreichend H ftprotektoren hrung:Beratung Jeder Bewohner sowie seine Angeh rigen werden regel-m ig ber das individuelle Sturzrisiko informiert. Bei Bewohnern, die ihr Sturz- und Verletzungsrisiko grund-legend falsch einsch tzen, erfolgt eine intensivere Bera-tung. Bewohnerwerden auf das richtige Verhalten nach einem Sturz hingewiesen: Ruhe bewahren.
9 Nicht zu schnell auf-stehen, besser um Hilfe rufen und auf das Eintreffen der Pflegekr fte warten. Bewohner werden angehalten, die Handl ufe zu verwen-den. Bewohner werden zur Besonnenheit gemahnt. Hektische Bewegungen, etwa wenn das Telefon klingelt oder die Bla-se dr ckt, sind eine der Hauptursachen f r St rze. Die Bewohnerinnen werden darauf hingewiesen, dass bei zu langen Kleidern eine erh hte Sturzgefahr besteht. Bewohner mit hohem Sturzrisiko werden aufgefordert, nicht die Treppe sondern den Aufzug zu nutzen. Wir weisen Rollstuhlfahrer auf besondere Sicherheitsma -nahmen hin. Etwa:oVor dem Ein- und Aussteigen werden alle Brem-sen eine Bremse einen Defekt haben, darf der Rollstuhl nicht mehr genutzt werden, bis eine Re-paratur Transfer werden die Fu st tzen pqsg-Magazin Seite 7oWenn der Rollstuhl beim Transfer h ufig nach vor-ne wegkippt, wird er mit einer entsprechenden Kippsicherung oder mit Gewichten an der R cksei-te wird der Rollstuhl mit einer rutschfesten Sitz-auflage ausgestattet.
10 Zus tzlich erhalten Bewohner mit hohem Sturzrisiko ein entsprechendes Faktoren Auf den Fluren und Bewohnerzimmern d rfen sich keine Hindernisse befinden (etwa: Wassereimer der Reinigungs-kr fte oder mittig geparkte Pflegewagen). Instabile Einrichtungsgegenst nde werden nach M glich-keit entfernt (Schemel, leichte Blumens ulen usw.) Versch ttete Fl ssigkeiten werden sofort und vollst ndig aufgewischt und der Boden gr ndlich getrocknet. Es gibt keine rutschigen Bodenbel ge oder lose Teppich-kanten. Auf dem Boden liegen keine ungesch tzten Kabel. Stufenkanten werden mit Antirutschprofil versehen und farbigmarkiert. Der Fu boden ist so beschaffen, dass er nicht spiegelt und somit nass wirkt. Flure und Zimmer sind gut ausgeleuchtet. Das gilt ganz besonders f r den Abend und die Nacht.