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Religionskunde und Ethik - gr.ch

Religionskunde und Ethik Lehrplan f r die Volksschul-OberstufeDer vorliegende Lehrplan wurde von einer vierk pfigen Lehrplangruppe erarbeitet. Ihre Mitglieder sind: Peter Bernhard, Dozent an der P dagogischen Hochschule Graub nden (Delegierter der Evangelisch-reformierten Landeskirche GR) Prof. Dr. Christian Cebulj, Professor f r Religionsp dagogik und Katechetik an der Theo-logischen Hochschule Chur (Delegierter der Katholischen Landeskirche GR) Lic. phil. Sonja D nzer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Ethik -Zentrums der Universi-t t Z rich Lic. phil. Christian Sulser, Akademischer Mitarbeiter beim Amt f r Volksschule und Sport des Kantons Graub nden (Leiter der Lehrplangruppe)Die Arbeit der Lehrplangruppe wurde durch zwei breit abgest tzte Workshops, in welchen interessierte Institutionen und Organisationen vertreten waren, sowie durch punktuelle Beratungen durch Prof.

Religionskunde und Ethik Lehrplan für die Volksschul-Oberstufe Der vorliegende Lehrplan wurde von einer vierköpfigen Lehrplangruppe erarbeitet.

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1 Religionskunde und Ethik Lehrplan f r die Volksschul-OberstufeDer vorliegende Lehrplan wurde von einer vierk pfigen Lehrplangruppe erarbeitet. Ihre Mitglieder sind: Peter Bernhard, Dozent an der P dagogischen Hochschule Graub nden (Delegierter der Evangelisch-reformierten Landeskirche GR) Prof. Dr. Christian Cebulj, Professor f r Religionsp dagogik und Katechetik an der Theo-logischen Hochschule Chur (Delegierter der Katholischen Landeskirche GR) Lic. phil. Sonja D nzer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Ethik -Zentrums der Universi-t t Z rich Lic. phil. Christian Sulser, Akademischer Mitarbeiter beim Amt f r Volksschule und Sport des Kantons Graub nden (Leiter der Lehrplangruppe)Die Arbeit der Lehrplangruppe wurde durch zwei breit abgest tzte Workshops, in welchen interessierte Institutionen und Organisationen vertreten waren, sowie durch punktuelle Beratungen durch Prof.

2 Dr. Markus Huppenbauer ( Ethik -Zentrum der Universit t Z rich) unterst 2010(aktualisiert: Oktober 2011)Amt f r Volksschule und SportUffizi per la scola populara ed il sportUfficio per la scuola popolare e lo sport2 Inhalt 1. Einleitung Gesetzliche Grundlage Religionskunde und Ethik im Modell 1+1 32. Leitideen Gesellschaftlicher Kontext des Faches Bedeutung und Aufgaben des Faches Pluralit tsf higkeit Moralische Orientierung Gesellschaftlicher Minimalkonsens Globale und gesellschaftliche ethische Herausforderungen Leitziel des Faches Wertebasis des Faches Zum Verh ltnis von Religionskunde und Ethik 53. Themenbereiche Aufteilung in Themenbereiche Themenbereich I: Entwickeln von Selbst-Bewusstheit und Identit t Themenbereich II: Leben in der Gemeinschaft Themenbereich III: Leben in der Um- und Mitwelt Themenbereich IV: Religionskunde Aufteilung der Themenbereiche auf das Schuljahr 64.

3 Beitrag des Faches zum Kompetenzerwerb Kompetenzorientierung Fachliche Kompetenzen im Fach Religionskunde und Ethik Ethische Kompetenzen Religionskundliche Kompetenzen berfachliche Kompetenzen Personale Kompetenz Soziale Kompetenz Methodische Kompetenz Kompetenzaufbau Leistungsbewertung 105. Themenbereiche und Themenvorschl ge Themen und Kompetenzorientierung Verbindlichkeiten und Freiheiten bei der Themenwahl Themen und Kompetenzen f r das 7. 9. Schuljahr 11 Hinweise zur Anwendung der Kompetenzen-Matrix f r den Unterricht 12 Lehrplan Oberstufe: Themen bersicht 13 Kompetenzen-Matrix f r den Unterricht 14 2531. Gesetzliche GrundlageGanzheitliche schulische Bildung erfordert die Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Sinn der menschlichen Existenz. Deswegen sind ethische und religi se Fragestellungen unverzichtbare Teile des allgemeinen Bildungsauf-trages der Schule.

4 Das Unterrichtsfach Religionskunde und Ethik ist diesem Bildungsauftrag verpflichtet, der im Gesetz f r die Volksschulen des Kantons Graub nden (Schulgesetz) wie folgt beschrieben wird: Art. 1. Die Volksschule unterst tzt die Eltern in der Erziehung ihrer Kinder. Sie ist bestrebt, in Ber ck-sichtigung der historisch gewachsenen sprachlich-kulturellen Eigenart der Ge-meinschaft die Kinder zu geistig-seelisch und k rperlich gesunden Menschen heranwachsen zu lassen. Sie f rdert in Verbindung mit den Eltern die Urteilsf -higkeit, die sch pferischen Kr fte und das Wissen der Kinder und bem ht sich, ihr Verst ndnis f r Mitmensch und Umwelt zu wecken und sie nach christlichen Grunds tzen zu selbstst ndigen und verantwortungsbewussten Gliedern der Gemeinschaft heranzubilden. Religionskunde und Ethik im Modell 1+1 Das Unterrichtsfach Religionskunde und Ethik im Kanton Graub nden ist im Rahmen des so genannten Modells 1+1 konzipiert.

5 Dieses beinhaltet einer-seits wie bisher eine von den Kirchen verantwortete Wochenlektion Religi-onsunterricht f r Sch lerinnen und Sch ler, die Mitglieder einer der beiden Landeskirchen sind. Der kirchliche Religionsunterricht hat als Teaching in Religion religi se Bildung im Sinne des Kennenlernens einer Innensicht ihrer Religion bzw. Konfession zum Ziel. Andererseits beinhaltet das Modell 1+1 neu eine obligatorische Wochenlektion Religionskunde und Ethik , deren reli-gionskundliche Dimension als Teaching about Religion zu verstehen ist und die eine ethisch-religionskundliche Bildung f r alle Sch lerinnen und Sch ler gew hrleisten soll. Auf diese Lektion Religionskunde und Ethik bezieht sich der vorliegende Lehrplan. 2. Leitideen Gesellschaftlicher Kontext des FachesDie heutige gesellschaftliche Situation in der Schweiz ist in vieler Hinsicht durch eine grosse Pluralit t gekennzeichnet: Menschen unterschiedlicher Her-kunft, Kultur und Religion leben und arbeiten hier zusammen.

6 Durch die weit fortgeschrittene interne Differenzierung der Gesellschaft bestehen auch un-terschiedliche Weltbilder und Wertvorstellungen nebeneinander. Diese Viel-falt ist einerseits ein Reichtum, den es im Namen der individuellen Freiheit zu erm glichen und achten gilt, andererseits stellt sie die Gesellschaft vor ver-schiedene Herausforderungen. Bei der Bew ltigung dieser im Folgenden spe-zifizierten Herausforderungen kommen dem Unterricht in Religionskunde und Ethik wichtige soziale und p dagogische Aufgaben zu, die seine Bedeutung begr nden. Bedeutung und Aufgaben des Pluralit tsf higkeit In der heutigen pluralistischen Gesellschaft sind die Jugendlichen h ufig mit Menschen anderer Herkunft, anderer Kultur, anderer Religion und anderen Wertvorstellungen konfrontiert. W hrend Unkenntnis und Unvertrautheit mit diesen unterschiedlichen Hintergr nden Misstrauen und Vorurteile f rdern k nnen, ebnet die Auseinandersetzung mit ihnen den Weg f r gegenseitiges Verst ndnis.

7 Durch die Begegnung und Besch ftigung mit verschiedenen Re-ligionen, Weltbildern und Wertvorstellungen wird bei den Jugendlichen die Entwicklung von Respekt, Dialogbereitschaft und Toleranz gef rdert. Diese Haltungen bilden die Grundlage von Pluralit tsf higkeit und sind damit f r ein friedliches gemeinschaftliches Zusammenleben von grosser Bedeutung. Moralische Orientierung Der Wertepluralismus in demokratischen Gesellschaften und das damit ein-hergehende Fehlen gesellschaftlich verbindlicher Wertvorstellungen kann zu einer moralischen Verunsicherung der Jugendlichen f hren. Anders als fr her k nnen diese in problematischen Lebenssituationen nicht mehr auf allgemein anerkannte Werte und Normen zur ckgreifen. Gleichzeitig haben sich die Handlungsm glichkeiten der Jugendlichen vervielfacht, was ihnen gr ssere Handlungskompetenz abverlangt.

8 In dieser Situation kommt der schulischen Besch ftigung mit ethischen Fragen eine wichtige Rolle zu. Sie f rdert die ethisch begr ndete Urteilskompetenz und gibt den Jugendlichen damit Inst-rumente zur moralischen Orientierung in die Gesellschaftlicher Minimalkonsens Der demokratische Wertepluralismus und die Vielfalt von gelebten Religionen sind zwar aus der Perspektive der Freiheit der religi sen und weltanschaulichen Orientierung sehr zu begr ssen, k nnen aber auf der anderen Seite zu einer Erosion des gesellschaftlich notwendigen Minimalkonsenses bez glich grund-legender Werte und Normen f hren. Eine Besch ftigung mit grundlegenden Werten und Normen, ihrer Begr ndung und gesellschaftlichen Bedeutung ist, gerade auch in der Auseinandersetzung mit Migrantinnen und Migranten, von hoher gesellschaftlicher Globale und gesellschaftliche ethische Herausforderungen Schliesslich stehen sowohl die Gesellschaft als auch die Welt als ganze vor schwierigen Herausforderungen ( Migration, Klimawandel, beschleunig-ter technischer Fortschritt etc.)

9 Diese erfordern zu ihrer Bew ltigung ethische Kompetenz und eine verantwortungsvolle Haltung der Leitziel des FachesAus den beschriebenen Aufgaben des Faches Religionskunde und Ethik ergibt sich dessen Leitziel. Dieses besteht in der F rderung der Kompetenz im Um-gang mit ethischen Fragen, verschiedenen religi sen Traditionen und unter-schiedlichen Wertvorstellungen im Sinne eines verantwortungsvollen, friedli-chen Zusammenlebens. Das vorrangige Ziel der religionskundlichen Dimensi-on des Faches ist die F rderung interkultureller Kompetenz im Umgang mit verschiedenen Religionen und Weltanschauungen. Das vorrangige Ziel der ethischen Dimension des Faches ist die F rderung der ethischen Urteils- und Wertebasis des FachesAus den beschriebenen Aufgaben ergibt sich bez glich der Wertausrichtung des Faches Religionskunde und Ethik zun chst der Grundsatz, dass der Unter-richt bekenntnisfrei, religi s und weltanschaulich neutral zu sein hat und alle Religionen gleich zu behandeln sind.

10 Von grosser Bedeutung daf r ist eine diesbez glich neutrale Haltung der/des Lehrenden als Lehrperson. Gleichzeitig ergibt sich jedoch der weitere Grundsatz, dass der Unterricht keineswegs als wertneutral zu verstehen ist. Die rechtlich fixierte Wertebasis der Menschen- und Grundrechte bildet den zentralen Bezugspunkt, aber auch philosophische und religi se Quellen von Werten und Normen werden im begr ndeten R ck-griff aufgenommen. Zum Verh ltnis von Religionskunde und Ethik Die Verbindung der zwei Bereiche Religionskunde und Ethik im Fach Religions-kunde und Ethik erkl rt sich politisch aus dem vom Volk erteilten Auftrag und inhaltlich aus der oben erl uterten gesellschaftlichen und individuellen Bedeu-tung und Zielsetzung des Faches. Die zwei Bereiche stehen sich in gewissen Aspekten sehr nahe, in anderen jedoch nicht. Grunds tzlich unterschiedlich sind die Perspektive von Religionskunde und die Perspektive von Ethik : Reli-gionskunde als teaching about religion (im Gegensatz zum konfessionellen Religionsunterricht als teaching in religion ) betrachtet religi se Ph nomene in erster Linie aus deskriptiver Perspektive.


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