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Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung

Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung 1. Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung Das Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung (auch epigenetisches Diagramm), das acht Stufen enth lt, wurde von dem Psychoanalytiker Erik H. Erikson aufgestellt und beschreibt die unterschiedlichen pers nlichen Aufgaben, die ein Mensch im Lauf seines Lebens bearbeiten muss. Eriksons Stufenmodell Erikson beschreibt die Entwicklung der kindlichen bzw. der menschlichen Identit t (ohne jedoch den Identit tsbegriff an sich jemals wirklich zu erl utern).

Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung 1 Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung Das Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung (auch epigenetisches Diagramm), das acht Stufen enthält, wurde von dem Psychoanalytiker Erik H. Erikson aufgestellt und beschreibt die unterschiedlichen persönlichen

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1 Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung 1. Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung Das Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung (auch epigenetisches Diagramm), das acht Stufen enth lt, wurde von dem Psychoanalytiker Erik H. Erikson aufgestellt und beschreibt die unterschiedlichen pers nlichen Aufgaben, die ein Mensch im Lauf seines Lebens bearbeiten muss. Eriksons Stufenmodell Erikson beschreibt die Entwicklung der kindlichen bzw. der menschlichen Identit t (ohne jedoch den Identit tsbegriff an sich jemals wirklich zu erl utern).

2 Diese entfalte sich im Spannungsfeld zwischen den Bed rfnissen und W nschen des Kindes als Individuum und den sich im Laufe der Entwicklung permanent ver ndernden Anforderungen der sozialen Umwelt. Eriksons Entwicklungstheorie spricht damit den Beziehungen/der Interaktion des Kindes mit seiner personalen (und gegenst ndlichen) Umwelt eine tragende Rolle zu. Innerhalb seiner Entwicklung durchl uft der Mensch phasenspezifische Krisen und Konflikte, welche durch die Konfrontation mit den gegens tzlichen Anforderungen und Bed rfnissen ausgel st werden und deren Bew ltigung Erikson als Entwicklungsaufgabe bezeichnet.

3 Jede der acht Stufen stellt einen Konflikt dar, mit dem das Individuum sich aktiv auseinander setzt. (Die Altersangaben sind Richtwerte und nicht absolut zu sehen.) Die Stufenfolge ist dabei unumkehrbar und universal. Die erfolgreiche Bew ltigung einer Entwicklungsstufe ist f r die Bew ltigung der n chsten zwar nicht unbedingt erforderlich, aber hilfreich. Die vorangegangenen Phasen bilden somit das Fundament f r die kommenden Phasen, und angesammelte Erfahrungen werden verwendet, um neue Identit tskrisen zu verarbeiten.

4 Dabei wird ein Konflikt nie vollst ndig gel st, sondern bleibt ein Leben lang aktuell. F r die Entwicklung ist es aber notwendig, dass er auf einer bestimmten Stufe ausreichend bearbeitet wird, um die n chste Stufe erfolgreich zu bew ltigen. Stufe 1: Oralsensorische Phase; Urvertrauen vs. Urmisstrauen (1. Lebensjahr). "Ich bin, was man mir gibt". Das Gef hl des Ur-Vertrauens bezeichnet Erikson (1973) als ein Gef hl des Sich-Verlassen-D rfens (ebenda: 62). Hierzu ist das Kind angewiesen auf die Verl sslichkeit der Bezugspersonen.

5 Die Bindung zu der Mutter und die damit verbundene Nahrungsaufnahme spielt eine bedeutende Rolle, da die erste Bezugsperson die Welt repr sentiert. Werden dem Kind Forderungen nach k rperlicher N he, Sicherheit, Geborgenheit, Nahrung etc. verweigert, entwickelt es Bedrohungsgef hle und ngste, da eine weitgehende Erf llung dieser Bed rfnisse lebenswichtig ist. Zum Anderen verinnerlicht es das Gef hl, seine Umwelt nicht beeinflussen zu k nnen und ihr hilflos ausgeliefert zu sein. Hier entsteht die Gefahr der Etablierung eines Ur-Misstrauens.

6 Es k nnen infantile ngste des Leergelassenseins und Verlassenwerdens entstehen (ebd.). Fixierung durch zu starke orale Frustration: zeigen sich in oralen Charakterz gen wie Reizhunger, Gier, Leere-Gef hle, Depression, Ur-Misstrauen, starke Abh ngigkeitsw nsche. Stufe 2: Muskul ranale Phase; Autonomie vs. Scham und Zweifel (2. bis 3. Lebensjahr). "Ich bin, was ich will". Erikson bezeichnet dieses Stadium als entscheidend f r das Verh ltnis zwischen Liebe und Hass, Bereitwilligkeit und Trotz, freier Selbst u erung und Gedr cktheit.

7 Beschrieben wird die zunehmende Autonomieentwicklung des Kindes und ihre Bedeutung f r die Manifestierung eines positiven Selbstkonzeptes/Identit t. Die Bedingung f r Autonomie wurzelt in einem festen Vertrauen in die Bezugspersonen und sich selbst, setzt also die Bew ltigung der Phase Vertrauen versus Misstrauen voraus. Das Kind muss das Gef hl haben, Explorieren oder seinen Willen durchsetzen zu d rfen, ohne dass dadurch der erworbene Schatz des Vertrauenk nnens und Geborgen-Seins in Gefahr ger t. Hier spielt Erikson zufolge die Emotion Scham eine wichtige Rolle.

8 Die weitgehende oder permanente Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung 2. Einschr nkung der explorativen Verhaltensweisen des Kindes f hrt dazu, dass es seine Bed rfnisse und W nsche als schmutzig und nicht akzeptabel wahrnimmt. Was sich beim Kind etabliert ist schlie lich Scham und der Zweifel an der Richtigkeit der eigenen W nsche und Bed rfnisse. Fixierungen ergeben sich durch strenge Erziehung und zeigen sich in zwanghaften Charakterz gen: kleinlich oder geizig in Bezug auf Liebe, Zeit und Geld. Betonung von Recht und Ordnung, P nktlichkeit und Flei.

9 Perfektionistische Anspr che. Fr hreifes strenges Gewissen, sehr selbstkritisch. Unsicherheit und Zweifel an sich selbst. Putzzwang oder Waschzwang. Stufe 3: Lokomotorisch-genitale Phase (Nach Freud:Phallische Phase); Initiative vs. Schuldgef hl (3. bis 6. Lebensjahr). "Ich bin, was ich mir vorstellen kann zu werden". Findet das Kind mit vier oder f nf Jahren zu einer bleibenden L sung seiner Autonomieprobleme, steht es Erikson zufolge bereits vor der n chsten Krise. Er legt hier seinen Fokus stark auf die Bew ltigung oder Nichtbew ltigung des dipuskomplexes.

10 Die symbiotische Beziehung zwischen Mutter und Kind ffnet sich und das Kind realisiert die Bedeutung anderer Personen im Leben der Mutter. Weiter geht es in erster Linie um eine gesunde Meisterung der kindlichen Moralentwicklung. Die Grundlage f r die Entwicklung des Gewissens ist gelegt, das Kind f hlt sich unabh ngig vom Entdecktwerden seiner Missetaten besch mt und unwohl. Aber vom Standpunkt der seelischen Gesundheit m ssen wir darauf hinweisen, dass diese gro e Errungenschaft nicht von bereifrigen Erwachsenen berlastet werden darf; dies k nnte sich sowohl f r den Geist als auch f r die Moral selbst bel auswirken.


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