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Verwertung von Baggergut

Hafentechnische Gesellschaft Fachausschuss Baggergut HTG Verwertung 0906 August 2006 Fachbericht Verwertung von feink rnigem Baggergut im Bereich der deutschen K ste Inhalt 1. 2 2. Stoffliche Zusammensetzung des Baggerguts .. 3 3. Rechtliche Grundlagen f r die Verwertung von Baggergut .. 3 Abfalleigenschaft von Baggergut .. 4 Verwertung von Baggergut in und auf Oberb den .. 4 Verwertung von Baggergut auf 5 Verwendung von 6 4. 6 Behandlung in Feldern .. 7 Felder zur Behandlung von Sonderbaggergut nach AVV 170505* in 10 Mechanische Trennung von Hafensediment (METHA-Anlage) in Hamburg.

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1 Hafentechnische Gesellschaft Fachausschuss Baggergut HTG Verwertung 0906 August 2006 Fachbericht Verwertung von feink rnigem Baggergut im Bereich der deutschen K ste Inhalt 1. 2 2. Stoffliche Zusammensetzung des Baggerguts .. 3 3. Rechtliche Grundlagen f r die Verwertung von Baggergut .. 3 Abfalleigenschaft von Baggergut .. 4 Verwertung von Baggergut in und auf Oberb den .. 4 Verwertung von Baggergut auf 5 Verwendung von 6 4. 6 Behandlung in Feldern .. 7 Felder zur Behandlung von Sonderbaggergut nach AVV 170505* in 10 Mechanische Trennung von Hafensediment (METHA-Anlage) in Hamburg.

2 12 5. Angewandte Verwertungsverfahren von feink rnigem Baggergut .. 15 Einsatz von Baggergut in der Landwirtschaft 15 Schlussfolgerungen .. 18 Einsatz von Baggergut auf Deponien ..18 Einsatz in Rekultivierungsschichten .. 19 Einsatz in Schlussfolgerungen .. 22 Verwertung im 22 Eignung von Baggergut als Deichbaumaterial .. 23 Beispiel Maadedeich, Landkreis 23 Beispiel Ellerholzkanal, 24 Beispiel Drewer Hauptdeich, Hamburg .. 25 Beispiel Norddeich CT 4, Bremerhaven.

3 25 Schlussfolgerungen .. 27 Verf llung von Hafenbecken .. 28 Beispiel aus Bremerhaven ..28 Rodewischhafen in Hamburg .. 29 Schlussfolgerungen .. 30 Verwertung nach thermischer 31 Verwertung bei der Ziegelproduktion .. 31 Verwertung bei der Produktion von Bl htonpellets .. 32 Schlussfolgerungen .. 33 6. 33 7. Literatur .. 35 HTG-FA Baggergut / Verwertung von Baggergut 1. Vorwort berwiegend aus nautischen Gr nden zur Herstellung bzw. Sicherung der Fahrwassertiefen ist es erforderlich, Baggerungen in H fen und Wasser-stra en vorzunehmen.

4 Aus kologischen wie konomischen Gr nden ist es vorrangiges Ziel, diese Baggerungen zu minimieren bzw. gebaggerte Sedi-mente im Gew sser zu belassen. Jedoch k nnen Bedingungen wie z. B. die Schadstoffbelastung es erfordern, diese Sedimente aus dem Gew sser zu entfernen. Im K stenbereich Deutschlands kann in der Gr enordnung von folgenden Mengen an Baggergut aus Unterhaltungsma nahmen ausgegangen werden: An der Ostseek ste rund 2-2,5 Mio. m3 , davon werden 0,6 Mio. m3 an Land verbracht; an der Nordseek ste rund 40 Mio. m3 , davon werden bis zu 4 Mio.

5 M3 an Land verbracht. Hinzu kommen Mengen aus Investitionsma -nahmen. Wenn das Sediment aus dem Gew sser entfernt und die seitliche Begrenzung des Gew ssers berschritten wird und ein Entledigungswille besteht, beginnt unter Ber cksichtigung des geltenden Abfallrechts die Abfalleigenschaft von Baggergut . Nach den Grunds tzen der Kreislaufwirtschaft sind Abf lle in erster Linie zu vermeiden, insbesondere durch die Verminderung ihrer Menge und Sch dlichkeit, und in zweiter Linie zu verwerten. Entsprechend dem Positionspapier des Fachausschusses Umgang mit Baggergut (Dezember 2002, ) sind f r diesen Fachbe-richt folgende Definitionen f r die Verwendung, Behandlung und Verwertung ma gebend: Verwendung ist die unmittelbare Nutzung des Baggerguts ohne vorgeschal-tete Behandlung.

6 Behandlung sind gezielte und zeitlich begrenzte Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften des Baggerguts und / oder der Verminderung seiner Sch dlichkeit zum Zweck der weiteren Verwertung oder der Beseitigung. Verwertung ist der Einsatz von Baggergut nach vorheriger Behandlung als Substitut zur Schonung nat rlicher Ressourcen. Ziel dieses Fachberichts ist es, einen berblick ber angewandte Verwer-tungsverfahren im deutschen K stenbereich zu geben. Grobk rnige, san-dige Materialien lassen sich in aller Regel problemlos als Baustoff verwenden. Dieser Bericht hat schwerpunktm ig die Verwertung feink rniger Materialien zum Inhalt, die aus verschiedenen Gr nden schwieriger ist.

7 Der Bericht ist vom Fachausschuss auf Basis der eigenen Erfahrungen und unter Einbeziehung weiterer Erkenntnisse erstellt worden. Er gliedert sich wie folgt: Grundlagen, rechtliche Rahmenbedingungen Erl uterung wichtiger Behandlungsverfahren Darstellung von Verwertungsma nahmen anhand ausgew hlter Beispiele Empfehlungen des Fachausschusses Seite 2 von 37 HTG-FA Baggergut / Verwertung von Baggergut 2. Stoffliche Zusammensetzung des Baggerguts Schwebstoffe und Sedimente sind integraler Bestandteil des Naturhaushaltes. In H fen und Wasserstra en kann die nat rlich auftretende Sedimentation von Schwebstoffen und Geschiebematerial zu Ablagerungen und in der Folge zu Einschr nkungen der festgelegten Wassertiefen f hren.

8 Diese Ablagerungen sind regelm ig zu entfernen. Das anfallende Baggergut setzt sich aus anor-ganischen und organischen Bestandteilen zusammen. Die anorganischen Stoffe bestehen aus Verwitterungsprodukten des Gesteins im Einzugsgebiet des Gew ssers, aus Gesteinspartikeln und Ton sowie Verbindungen, die ent-weder in das Gew sser eingetragen wurden oder sich dort durch die Ausf l-lung gebildet haben. Die organische Substanz setzt sich aus Mikroorganismen sowie dem Detritus ( berreste von Makrophyten oder anderen gr eren Organismen) zusammen. Wo sich in welchen Mengen und in welcher Zeit Sedimente bilden, sowie ihre stoffliche Zusammensetzung und damit ihre Eigenschaften, werden durch die Hydrodynamik (Str mungsverh ltnisse, Tide), Morphologie und Hydrologie (Dichte, Salzgehalt) des Gew ssers sowie die Spezifik seines Einzugsgebietes (Relief, anstehende B den, anthropogene Nutzungen) bestimmt.

9 Diese Fakto-ren bestimmen auch, ob kiesiges, sandiges oder schlickiges Baggergut anf llt. Der anthropogene Einfluss bestimmt wesentlich die Schadstoffbelastung. Ein Teil der ins Gew sser gelangenden Schadstoffe wird an die Feststoffe gebun-den. So kann die Sedimentbelastung mit Schadstoffen sehr unterschiedlich sein und sich ber die Zeit ver ndern. Belastungen sind auf punktuelle und auf diffuse Quellen zur ckzuf hren. Diese Schadstoffbelastung kann zur Notwen-digkeit einer besonderen Behandlung des Baggerguts f hren. In jedem Fall ist es sinnvoll und erforderlich, vor der aufwendigen Baggergutbehandlung auch eine Sanierung der Schadstoffemissionen zu untersuchen.

10 3. Rechtliche Grundlagen f r die Verwertung von Baggergut Bei der Handhabung von Baggergut muss eine Vielzahl von Rechtsgrundlagen herangezogen werden. Bislang gibt es keine nationale oder europ ische Regelung, die den Umgang mit Baggergut umfassend und einheitlich regelt. Der konkrete Einzelfall einer Baggerung und dann insbesondere die auf den Verwertungszweck ausgerichtete Aufbereitung des Baggerguts und die Art und Weise der eigentlichen Verwertung bestimmen die anzuwendenden Regelwerke der verschiedenen Rechtsbereiche. F r Baggerungen und Umla-gerungen sind insbesondere das Wasser- und Wasserstra enrecht zu ber ck-sichtigen.


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