Transcription of Wildarten: Rotwild - miller-peter.de
1 Max und Peter Miller Frei f r private Nutzung. Vervielf ltigung und kommerzielle Nutzung nur nach Absprache mit den Autoren. Keine Haftung f r Fehler. 1 Wildarten: Rotwild : Lebensraum: urspr nglich: offene oder d nn bewaldetet Steppen, Wanderung zwischen Sommer und Wintereinst nden heute: in geschlossenen Waldgebiete zur ckgedr ngt Lebensweise Rudeltier: Hirschrudel (alles was zwischen Lauscher Geweih tr gt) - In der Zeit des Geweihaufbaus - trenne sich kurz vor Brunft - Um Rudel herum sind oft Beihirsche - J ngster Hirsch tritt zuerst aus Kahlwildrudel: (weibl. Rotwild + K lber) - verlassen zum Setzen das Rudel (Mai) - finden sich im Juli/August wieder - Leittier= f hrendes Alttier tritt zuerst aus sung: Gr ser, Kr uter, Triebe junger B ume.
2 Pilze, Waldfr chte, Bucheckern, Wildobst, Beeren, im Feld: Kartoffeln, R ben, Mais, Gerste, Hafer Sch lung von B umen: - Sommersch lung: viel Saft in Rinde, l sst sich leicht abl sen, Gefahr f r Baum - Wintersch lung: nicht so schlimm Ursachen: wenn Rotwild nicht austreten kann: Hunger + Langeweile Was dagegen tun: - Vernarben: Rinde bis auf Bast aufkratzen - Gr neinband - Drahthosen - Einz unen Sinne: - vernimmt und windet sehr gut - ugt gut, aber nur bewegte Objekte (BEWEGUNGSSEHER) Laut u erungen: M nnlich Weiblich X X schrecken = wenn es etwas vernimmt, was es nicht einordnen kann, aber eine Gefahr darstellen k nnte X Mahnen: zwischen Muttertier und Kalb, warnt das Kalb bei Gefahr X Orgeln, R hren (meist nur in Brunft): Herrausforderung zum Kampf x x Klagen: Junges Rotwild wenn verletzt Haarwechsel: September/Oktober Mai Winterhaarl Sommerhaar J ngere verf rben fr her als Alte!
3 Das Geweih: 1. Lebensjahr: Entwicklung des kn chernen Stirnzapfens 2. Lebensjahr (zu Beginn) Erstlingsgeweih (Schmalspie er) Rosen fehlen immer beim Erstlingsgeweih werden September/Oktober verfegt und April/Mai des Folgejahres abgeworfen Nach dem Abwurf baut sich auf den Rosenst cken das neue Geweih auf (ca 140 Tage) Je lter der Hirsch ist, umso schneller wirft er ab und fegt fr her! Danach: Wird im August verfegt und im M rz abgeworfen Max und Peter Miller Frei f r private Nutzung. Vervielf ltigung und kommerzielle Nutzung nur nach Absprache mit den Autoren. Keine Haftung f r Fehler. 2 Enden: von unten nach oben: Augsprosse Eissprosse (nicht immer vorhanden), wenn Eissprosse: Bezeichnung: Eissprossen- zehner, achter, zw lfer.
4 Mittelsprosse Wolfsprosse: selten, meist heruntergerutschte Sprosse der Krone Krone Zwei Enden in Krone: Scherenhirsch ab 3 Enden: Kronenhirsch Klasseneinteilung beim Hirsch Klasse I II III Geweihgewicht >3,5 kg <3,5 kg > 2 Jahre A/B A B A B B Kopf ab 10 idR. freigegeben, muss aber vorher abgestimmt werden schonen, da bald IA idR. freigegeben, muss aber vorher abgestimmt werden immer abschussw rdige Junghirsche mit schlechten Anlagen Mit etwa 11 13 Jahren tr gt der Hirsch sein st rkstes Geweih, danach setzen sie zur ck Fortpflanzung: Brunft: Mitte September bis Mitte Oktober, ca 3 bis 4 Wochen Rotwild ist ab dem 2 Lebensjahr geschlechtsreif Alttier ist nur 2 3 Tage brunftig, ausnahmsweise auch Nachbrunft bis in den Dezember, wenn Tier sp tbrunftig ist.
5 Tragzeit: 34 Wochen (ca 8 Monate) Setzzeit: Juni K lber sind in den ersten Monaten gelblich gefleckt und verf rben im Sp tsommer als erste in das dunkle Winterhaar. Die Geschlechter sind schwer zu unterscheiden, beim m nnl. deuten sich die Rosenst cke und einen dickeren Kopf und einen st rker bewachsenen Tr ger an Kalb wird bis in den Winter ges ugt. Verwaiste K lber werden vom Rudel versto en und gehen im Winter ein. Gebiss: Zahnformel: 0 1 3 3 3 1 3 3 x2 = 34 Z hne nach 4 Wochen: Milchgebiss fertig Im Milchgebiss fehlt der letzte Molar, der 3 Pr molar ist noch 3 Teilig nach 32 Monat: Zahnwechsel komplett 3 Pr molar ist 2 Teilig Altersbestimmung: Weibl: Kalb, Schmaltier, Alttier f hrende Alttiere kann man von hinten an den parallelen Ges uge erkennen Verwechslungsgefahr besteht zwischen einem geringen Alttier und einem starken Schmaltier M nnl: 1 2 Kopf: stehen noch bei dem weibl.
6 Wild 3 Kopf: tr gt von Sept. bis Fr hjahr M hne 4 Kopf: Haupt wirkt stumpfer, Brust wirkt st rker ab 7 Kopf: Haupt immer mehr geneigt, bulliges Haupt, Bauchlinie, Senkr cken Max und Peter Miller Frei f r private Nutzung. Vervielf ltigung und kommerzielle Nutzung nur nach Absprache mit den Autoren. Keine Haftung f r Fehler. 3 am erlegten St ck Rotwild : solange Zahnwechseln noch nicht vollst ndig ist, l sst sich Alter ziemlich genau bestimmen. Danach: Abnutzung der Backen-Z hne F hrte: Trittsiegel von Tier ist geringer als von Hirsch, die St mpfe sind spitzer (beim Hirsch abgerundet) Der seitliche Abstand nennt man Schrank Das Ge fter zeichnet sich nur auf der Flucht ab, hierbei sind auch die St mpfe gespreizt Losung: Kotbeeren, mit N pfen und Z pfchen lose miteinander verbunden Hege: Wilddichte: 1 4 St ck je 100 ha Altersklassen: Pyramidenform, der nat rlichen Auslese angepasst Geschlechterverh ltnis: 1:1 Max und Peter Miller Frei f r private Nutzung.
7 Vervielf ltigung und kommerzielle Nutzung nur nach Absprache mit den Autoren. Keine Haftung f r Fehler. 4 Damwild: stammt aus dem Mittelmeerraum, eignet sich als Gatterwild K perst rke ca. des Rotwildes Lebensraum: Mischwald, milde Gebiete F rbung: Im Sommer gepunktet mit dunklem Wedel Brunft: 1 Monat nach Rotwild (Mitte Oktober bis Mitte November) Zahnformel: 0 0 3 3 3 1 3 3 x2 = 32 Z hne Geweih: 1 Kopf: Spie er 2 Kopf: Knieber 2 -3 Kopf: L ffler ab 4 Kopf: Halbschaufler ab 5 Kopf: Vollschaufler 7. 8. Kopf: ideales jagdbare Alter Fegen ca. 4 Wochen sp ter als das Rotwild (Ende August bis Mitte September) Max und Peter Miller Frei f r private Nutzung. Vervielf ltigung und kommerzielle Nutzung nur nach Absprache mit den Autoren.
8 Keine Haftung f r Fehler. 5 Rehwild: Lebensraum: gemischte Feld und Waldreviere (Feldrehe/Waldrehe) Lebensweise: Einzeltiere oder Kleinfamilien mit ausgesprochenem Territorialverhalten Sinne: windet und vernimmt gut untergeordneter Gesichtssinn: Bewegungseher geruchliche Orientierung und Markierung des Reviers durch Duftdr sen zwischen den Schalen der Hinterl ufe (Zwischenzehendr sen) und an den Laufb rsten, beim Rehbock zus tzlich die Stirndr se Laut u erungen: Fiepen: Kontaktlaut zwischen Gei und Kitz, in Brunft zwischen Gei und Bock (oft gesteigert zum Geschrei bzw. Sprengfiepen) Schrecken: Warnlaut Klagen: bei Schmerz (meist Jungwild) Haarwechsel: Mai und September im Winter grau mit deutlichem wei em Spiegel Hauptschmuck: 1 Winter: Kitz kann schon Kitzkn pfe tragen ab kleine Stirnzapfen bis Dez/Jan Erstlingsgeh rn: wird gleich verfegt und abgeworfen J hrlingsgeweih: fegt bis Mai/Juni Spie er mit d nnen Rosenst cken danach: lter B cke fegen fr her (M rz/April) verf rben sp ter j ngere B cke fegen meist sp ter (Mai bis Juni) verf rben fr her Fortpflanzung/Brunft.
9 Eiruhe Setzzeit Dauergebiss vollst ndig Juli/August Sp therbst Mai/Juni zwischen 11 & 14 Monate (bis in Dez.) Zahnformel: 0 0 3 3 3 1 3 3 x2 = 32 Z hne Alterbestimmung: lebend: Figur, Zeitpunkt des Fegen, Verf rbung, Gesichtsf rbung, Geweih nur zur groben Einteilung erlegt: 3 Pr molar 3-teilig: unter 12-13 Monate alt Abschliff des Gebisses Nasenscheidewand: knorpelig =jung, kn chern =alt starke Rosen (evtl. auch schr g stehende Dachrosen) bzw. starke Rosenst cke Alter max.
10 10-14 Jahre Hege: Geschlechterverh ltnis: 1:1 Hege mit der B chse gleich wie beim Rotwild auch, Junges Wild st rker wie altes Wild bejagen (Pyramide) Jungwild (Kitze und J hrlinge) 50 % Abschuss, 3-5 J hrige als Mittelklasse sollte geschont werden um die h heren Altersklassen wieder verst rkt zu bejagen. Max und Peter Miller Frei f r private Nutzung. Vervielf ltigung und kommerzielle Nutzung nur nach Absprache mit den Autoren. Keine Haftung f r Fehler. 6 Gamswild: Lebensraum: Hochgebirge (Alpen, Pyren en, Apennin, Abruzzen, Tatra, Karpaten, Balkan, Kaukasus) Inselpopulationen (Nordschwarzwald: Feldberg, Donautal) Lebensweise: - Tagaktives Tier in Wald/Bergregion o Ganzj hrig oberhalb der Waldgrenze: Gratgams o Ganzj hrig unterhalb der Waldgrenze: Waldgams sung: Sommer: vorwiegend Kr uter, Gr ser der Bergmatten Winter: d rres Lahnergras als Naturheu, Knospen von Zwergstr uchern und Waldb umen, Baumflechten Rudel: - weibliches Gamswild, Jungwild (Kitze, J hrlinge, 2-3 J hrige) bilden gr ere Rudel - j ngere B cke bilden im Sommer eigene kleine Rudel - ltere B cke leben meist allein, gleichalte k nnen jedoch zu zweit bis in den November (Anfang Brunft) hinein zusammenbleiben.