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1 Peter Veith ( ) Seite 1 von 39 Von den Anf ngen bis zum Ende die Luftstreitkr fte / Luftverteidigung der Deutschen Demokratischen Republik: Die Grenze quer durch Deutschland, die zu einer Systemgrenze wurde, an der sich die m chtigsten Milit rb ndnisse des 20. Jahrhunderts auf Leben und Tod gegen berstanden, war keine Erfindung der DDR, kein Ausdruck fehlender Demokratie oder Ausflu intellektuell minderbemittelter Politiker, sondern das Resultat des Zweiten Weltkrieges (Generaloberst Baumgarten). Von 1948 bis M rz 1991 werden jedes Jahr bis zu 100 Fotofl ge durch die USAF, zu Spionagezwecken auf den Luftkorridoren von und zu Westberlin mit speziell ausger steten Maschinen der Typen B 17G bis C 1308 II, durchgef hrt. Konstituierung des Bundestages und Bundesrates der BRD Westdeutsche Hilfsabteilungen ("Dienstgruppen"; Gesamtst rke ber Mann) aus ehem. Kriegsgefangenen nehmen an Man vern der Westm chte teil, sie sind ab 1949/50 h ufig kaserniert und generell mit leichten Waffen ausger stet.
2 Die westdeutsche Polizei bleibt L ndersache. 1949 Gr ndung der DDR Im neu gebildeten Ministerium des Innern entstanden un ter der Leitung von Generalinspekteur der Deutschen Volkspolizei Zais ser die: * Hauptverwaltung Deutsche Volkspolizei (HVDVP) sowie * Hauptverwaltung Ausbildung (HVA). Der HVA unterstehen die VP Schulen und VP Bereitschaften. Sie bildet damit die Keimzelle des sp te ren Verteidigungsministeriums. Die Anrede untereinander ist "Kame rad". Unterzeichnung des Petersberger Abkommens zwischen der BRD und den Westm chten. Die Einbeziehung des Separatstaates in ein westeurop isches B ndnissystem wird grunds tzlich festgeschrieben. Dezember 1949 Der Kanzler der BRD, Adenauer, spricht erstmals von Pl nen einer westdeutschen Wiederbewaffnung. Peter Veith ( ) Seite 2 von 39 Die BRD tritt dem Marsallplan bei. 1950 Einf hrung einheitlicher schwarz rot goldener M tzen kokarden bei der Deutschen Volkspolizei.
3 Otto Grotewohl, Ministerpr sident der DDR, ernennt den Generalinspekteur der Deutschen Volkspolizei, Heinz Hoffmann, zum Leiter der HVA. Der exGeneral der faschistischen Panzertruppe Graf von Schwerin wird Adenauers "Berater in technischen Fragen der Sicherheit" (weitere Tarnbezeichnungen: "B ro Schwerin" / "Zentrale f r Heimat dienst") zur geheimen Vorbereitung des Aufbaus westdeutscher Streit kr fte. Beginn des Koreakrieges, ab diesem Zeitpunkt werden in beiden deutschen Staaten die polizeilichen Kr fte f r milit rische Aufga ben ausgebaut. VP Wachtmeister Siegfried Apportin wird an der Staats grenze erschossen. Die DDR erkennt die Oder Nei e Friedensgrenze zu Po len an. August 1950 Kartoffelk fer aus Pappe mit Politspr chen und "F" f r "Freiheit" auf der R ckseite werden per Ballons ber der DDR abgewor fen. Absender sind das "Gesamtdeutschen Ministerium" der BRD und der US amerikanische Geheimdienst.
4 Die DDR wird Mitglied des am 25. Januar 1949 gegr ndeten Rates f r Gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW). Herbst 1950 Beschlu des sowjetischen Ministerrates zur Aufstellung einer k nftigen Luftpolizei (VP Luft) f r hoheitliche Aufgaben im deut schen Luftraum. Oktober 1950 Im Eifelkloster Himmerod wird der Grundstein f r die Bundeswehr gelegt. Die Grundmaxime lautet: "Der westeurop ische Raum mu soweit ostw rts wie m glich verteidigt werden." Der SPD Vorsitzende Kurt Schumacher fordert ein "Vorschieben der westlichen Verteidigungslinien" an die Weichsel (Polen). Bildung des "Amt Blank" als Vorl ufereinrichtung des Ver teidigungsministeriums . H here Offiziere der Wehrmacht werden f r die k nftigen Aufgaben in den USA ausgebildet. Peter Veith ( ) Seite 3 von 39 RahmenbedingungenChronik VP Generalinspekteur Heinz Hoffmann befiehlt den Aufbau der Dienststelle HVA / Referat Dieses "Referat zur besonderen Verf gung" bildet die Keimzelle der VP Luft.
5 Der neue Leiter dieses in einer Baracke der HVA Zentrale Berlin Adlershof untergebrachten Referats, VP Generalinspekteur Heinz Ke ler, nimmt seinen Dienst auf. Das Referat legt erste Pl ne und Kostenrechnungen f r m gliche Fliegerkr fte der DDR vor, veranschlagt den Bau von Flug pl tzen, sowie den Aufbau eines Flugzeugwerkes und einer Erprobungs stelle. Ende 1950 19 Offiziere und 7 Unterf hrer / Mannschaften der HVA sind mit Planungsarbeiten f r k nftige Luftstreitkr fte besch ftigt. Das Kernproblem beim Aufbau eigener Luftstreitkr fte besteht f r die DDR darin, da sie das gesamte Personal 'von der Pike auf' neu ausbil den mu . Im Gegensatz dazu, war abzusehen, da die BRD f r ihre zu k nftige Luftwaffe auf einen "bew hrten" Stamm zur ckgreifen konnte. Der erst Ende 1953 gelockerte Befehl Nr. 2/49 verhindert die Einstel lung von ehemaligen Mitgliedern der NSDAP in den Polizeidienst der DDR.
6 Ehrenerkl rung f r die Soldaten der Wehrmacht durch den Oberbefehlshaber der NATO Streitkr fte, Dwight D. Eisenhower. 1951 Januar 1951 Das Referat zieht auf das Gel nde des alten Flugplatzes Berlin Johannisthal um. Beschlu des Bundestages der BRD ber die Bildung der milit rischen Kaderschmiede Bundesgrenzschutz (BGS), der wie die Bereitschaftspolizeien der L nder kaserniert untergebracht wird. Von den zun chst Mann rekrutieren sich fast alle Offiziere aus Wehr macht oder Waffen SS. Die Soll St rke wird kurz darauf verdoppelt. VP Wachtmeister Herbert Lieb wird von US Soldaten an der Staatsgrenze erschossen. Die VP Wachtmeister Werner Schmidt und Heinz Janello werden von US Soldaten an der Staatsgrenze erschossen. Peter Veith ( ) Seite 4 von 39 RahmenbedingungenChronik Mai 1951 Umbenennung des Referats in "HVA / Zweigstelle Jo hannisthal". Der Zweigstelle wird ein Wachzug der HVA unterstellt, da auf dem Gel nde ein zentrales Vorratslager f r Ausr stungs und Ver sorgungswaren eingerichtet wird.
7 05. bis III. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Ber lin. Vorschlag der Volkskammer der DDR an den Bundestag der BRD zur Durchf hrung gemeinsamer Beratungen. Der Bundestag lehnt am ab. Mai bis Dezember 1951 Auswahl geeigneter Kader aus der HVA und dem zivilen Bereich f r die zuk nftige VP Luft. VP Hauptwachmeister Manfred Portwich wird an der Staatsgrenze erschossen. Der sowjetische Ministerrat beschlie t von 1952 bis 1954 insgesamt 220 deutsche Piloten auf der MiG 15 auszubilden. Ende 1951 Mit den Vorbereitungen sind inzwischen 34 Offiziere und 87 Unterf hrer / Mannschaften besch ftigt. Zur technischen Ausstattung z hlten maximal 9 Lkw, 12 Spezialfahrzeuge, 16 Pkw, zwei H nger und ein Krad. 1952 Die Staatsgrenze der DDR zur BRD wird durch feste Grenzanlagen gesichert. 1952 1952 bis 1956 Die USA starten unter verschiedenen Decknamen, wovon Moby Dick der bekannteste ist, insgesamt rd.
8 Ballone zur Spio nage ber die Sowjetunion. Die walfischf rmigen Ballone erreichen eine Gro e von 70x15 Meter und tragen ca. 650 kg schwere Gondeln mit Funkger ten und Kameras. Am pr sentiert das sowjetische Au enministerium allein 50 erbeutete Ballone. 352 k nftige Offiziere der Bundeswehr reisen zu ihrer Aus bildung in die USA. Auf Befehl Nr. 1/52 des Leiters der Zweigstelle Johannisthal startet der 1. Ausbildungslehrgang f r Flieger der DDR zur Vorbereitung auf des Flugunterrichts auf der MiG 15. Die 270 Teilnehmer des "X Lehrgangs" (Lehrgang 200) in der HVA Dienststelle Pinnow (Tarnnum mer 2107) werden auf die Ausbildung vorbereitet. Leiter des Lehrgangs ist VP Inspekteur Paul Wilpert Der 1. Techniker und Mechanikerlehrgang beginnt. Die Ausbildung erfolgte am Propellerj ger La 9, weiterf hrend war eine Ausbildung an der MiG 15 vorgesehen. Peter Veith ( ) Seite 5 von 39 Eine DC 4 der Air France auf dem Flug von Frankfurt (BRD) nach Berlin (West) verl t den Luftkorridor.
9 Als letztes Mittel be schie en zwei sowjetische MiG 15 das Flugzeug ber dem Ort K nnern (Sachsen Anhalt). Die Maschine wird von 89 Geschossen getroffen, zwei bzw. 4 Passagiere wurden verletzt. Die Landung erfolgte in Tempelhof. Als Folge wird der zivile Luftverkehr von und nach Berlin f r kurze Zeit eingestellt. Unbest tigten Angaben zufolge erfolgte der Beschu durch MiGs des 73. Garde Jagdfliegerregiments (73 ) aus K then. bis Ein vorbereitender Lehrgang f r k nftige Fach lehrer der technischen Ausbildung beginnt auf Schlo Sonnenstein, bei Pirna (Tarnnummer 400). Teilnehmer sind 70 bis 80 Offiziere, Leiter VP Kommandeur R. Raubach. Philipp M ller, deutscher Arbeiter und Kommunist, wird von der westdeutschen Polizei in Essen erschossen, als diese auf Teil nehmer einer Demonstration gegen die bundesdeutsche Remilitarisie rung das Feuer er ffnete. Zwei weitere Demonstranten werden verletzt, rd.
10 Ein Dutzend verhaftet und zu Gef ngnisstrafen verurteilt. Fr hjahr 1952 Der Wachzug der Dienststelle Johannisthal wird sukzes sive auf Bataillonsst rke aufgestockt. VP Oberwachtmeister Ulrich Krohn wird an der Staatsgren ze erschossen. Die BRD wird in die "Europ ische Verteidigungsgemein schaft" (EVG) einbezogen Mit Befehl 13/52 des Leiters der Dienststelle Johannisthal erfolgt die Gr ndung der Fliegertechnischen Schule in Kamenz (Sachsen) zur Unterrichtung zuk nftiger Flugzeugtechniker und mechaniker aller Spezialgebiete (VPD 500). Auf Befehl des Ministers des Innern der DDR, Willi Stoph, wird die milit rische Kaderschmiede Kasernierte Volkspolizei (KVP) geschaffen. In diesem Zusammenhang entsteht parallel die VP Luft und VP See. Chef der KVP wird Generalinspekteur Heinz Hoffmann, Chef der VP Luft der Generalinspekteur der VP Heinz Ke ler. Juli 1952 Wilhelm Pieck, Pr sident der DDR: Wir wollen keinen Krieg, und wir werden alles tun, um ihn zu verhindern.