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7 Motivationstheorie - LMU

Ludwig-Maximilians-Universit t M nchen!Prof. Hu mann!Multimediale Lehr- und Lernumgebungen, WS 2011/12 7 7! !Allgemeines zur !Selbstbestimmungstheorie der Didaktische Modelle zur Motivation: ARCS, FEASPL iteratur:!A. Holzinger: Basiswissen Multimedia Bd. 2, Modul 5+6!Niegemann et al., ! t M nchen!Prof. Hu mann!Multimediale Lehr- und Lernumgebungen, WS 2011/12 7 Motivation ist ein altes Thema Plato: Three hierarchically organized motives thought to prompt human behavior: Appetite: Instinctual Urges Spirit: Desire for One s Preservation Reason: Desire for Reason and Truth2 Carl Johan Walborn, 1879: Plato mit Sch lernLudwig-Maximilians-Universit t M nchen!

– Haben ein Bedürfnis nach didaktischer Führung – Benötigen hohen Grad an Beobachtung, gezieltem Feedback, Orientierung – Haben eine starke Tendenz, das Lernen mit Multimedia-Systemen bald aufzugeben 23. Ludwig-Maximilians-Universität München!Prof. Hußmann!Multimediale Lehr- und Lernumgebungen, WS 2011/12 – 7 –

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1 Ludwig-Maximilians-Universit t M nchen!Prof. Hu mann!Multimediale Lehr- und Lernumgebungen, WS 2011/12 7 7! !Allgemeines zur !Selbstbestimmungstheorie der Didaktische Modelle zur Motivation: ARCS, FEASPL iteratur:!A. Holzinger: Basiswissen Multimedia Bd. 2, Modul 5+6!Niegemann et al., ! t M nchen!Prof. Hu mann!Multimediale Lehr- und Lernumgebungen, WS 2011/12 7 Motivation ist ein altes Thema Plato: Three hierarchically organized motives thought to prompt human behavior: Appetite: Instinctual Urges Spirit: Desire for One s Preservation Reason: Desire for Reason and Truth2 Carl Johan Walborn, 1879: Plato mit Sch lernLudwig-Maximilians-Universit t M nchen!

2 Prof. Hu mann!Multimediale Lehr- und Lernumgebungen, WS 2011/12 7 Motivation Als Begr ndung f r Multimediaeinsatz gilt oft die (angeblich) erh hte Lerner-Motivation. Motivation: Aktivierende, richtungsgebende Vorg nge, die f r Auswahl und St rke der Umsetzung von Verhaltenstendenzen bestimmend sind E-Learning: Bekannt hohe Abbrecherquoten Motivationsproblem? Lerner m ssen sich in der Regel selbst "antreiben" Willentliche Handlungskontrolle (Volition) Aufgabenstellungen: Initiierung und Aufrechterhaltung von Motivation Vermeiden von Demotivation Unterst tzung f r kontinuierliche Verfolgung von Lernzielen3 Ludwig-Maximilians-Universit t M nchen!

3 Prof. Hu mann!Multimediale Lehr- und Lernumgebungen, WS 2011/12 7 Motivationstheorien im berblick Polythematische Theorien: Hierarchien von Antrieben und Bed rfnissen A. Maslow Monothematische Theorien: Motivation auf einzelnen Grundantrieb zur ckgef hrt Beispiele: S. Freud (Triebe) Neugiermotivation Anreiztheoretische Ans tze (Objekte der Umwelt regen latente Motive an) Austauschorientierte Ans tze(Kosten-/Nutzenrelationen) Athematische Theorien: Individuelle Daseins-Techniken und -Themen Biografisch orientierter Ansatz ( H. Thomae)4 Ludwig-Maximilians-Universit t M nchen!

4 Prof. Hu mann!Multimediale Lehr- und Lernumgebungen, WS 2011/12 7 Bed rfnispyramide von Maslow Abraham Maslow (1908 1970) Theorie (empirisch nicht wirklich belegbar):Bed rfnisse h herer Stufen treten erst auf, wenn die Bed rfnisse aller darunterliegenden Ebenen befriedigt sindEntfaltung der Pers nlichkeitWertsch tzung, StatusSozial5 Ludwig-Maximilians-Universit t M nchen!Prof. Hu mann!Multimediale Lehr- und Lernumgebungen, WS 2011/12 7 Intrinsische und extrinsische MotivationExtrinsische Motivation("von au en")Erwartung von BelohnungProduktorientiertZukunft"ich muss"Intrinsische Motivation("von innen")Pers nliche BefriedigungProzessorientiertGegenwart"i ch will"Intrinsische Motivation ist wirkungsvoller und dauerhafter als extrinsische t M nchen!

5 Prof. Hu mann!Multimediale Lehr- und Lernumgebungen, WS 2011/12 7 Neugierde Neuheit, Ungewissheit, Komplexit t: Ph nomene der Inkongruenz zwischen wahrgenommenen Reizen und vorhandenen Schemata: Neuigkeit und Risiko Explorationsbed rfnis vs. Angst (nach Zuckerman): Keller (1981)Antriebs-st rkeNeuigkeit bzw. RisikoSensationseekingAngstAnn herungR ckzugOptimal level of arousal7 Ludwig-Maximilians-Universit t M nchen!Prof. Hu mann!Multimediale Lehr- und Lernumgebungen, WS 2011/12 7 7! !Allgemeines zur !Selbstbestimmungstheorie der Didaktische Modelle zur Motivation: ARCS, FEASPL iteratur:!

6 Edward L. Deci, R. M. Ryan: Die Selbstbestimmungstheorie der Motivation und ihre Bedeutung f r die P dagogik!Zeitschrift f r P dagogik, 39. Jg Nr. 2, 19938 Ludwig-Maximilians-Universit t M nchen!Prof. Hu mann!Multimediale Lehr- und Lernumgebungen, WS 2011/12 7 Kombination von extrinsischer und intrinsischer Motivation Intrinsische Motivation nimmt ab, wenn extrinsische Motivation erfolgt( Belohnung) Studien Deci et al. 1971-1975 Es gibt aber auch Umst nde, unter denen extrinsische Motivation die intrinsische Motivation st rkt Selbstbestimmtes extrinsisch motiviertes Verhalten (Studien 80er Jahre) Internalisation: Individuum nimmt externale Werte in eigene Regulation auf Integration: Individuum gliedert externale Werte und Regulationen in das Selbst ein Grundaussage: Der Mensch hat die nat rliche Tendenz, Regulationsmechanismen der sozialen Umwelt zu internalisieren, um sich mit der sozialen Umwelt verbunden zu f t M nchen!

7 Prof. Hu mann!Multimediale Lehr- und Lernumgebungen, WS 2011/12 7 Typen extrinsischer Verhaltensregulation Externale Regulation: Durch Kontingenzen regulierte Verhaltensweisen, auf die das Individuum keinen direkten Einfluss hat Verhalten um Belohnung zu erhalten oder Bestrafung zu entgehen Introjizierte Regulation: Verhaltensweisen, die innerem Anstoss oder innerem Druck folgen Verhalten weil es sich so geh rt oder wegen schlechtem Gewissen Identifizierte Regulation: Verhaltensweise, die vom Selbst als wichtig und wertvoll anerkannt wird Lernen f r das selbst gesetzte Ziel eines bestimmten Abschlusses Integrierte Regulation: Verhaltensweise als Folge von Zielen, Normen und Handlungsstrategien, mit denen sich das Individuum identifiziert und die es in ein koh rentes Selbstkonzept integriert hat Integriertes Selbstbild als leistungsf higer Sportler/guter Student10 Ludwig-Maximilians-Universit t M nchen!

8 Prof. Hu mann!Multimediale Lehr- und Lernumgebungen, WS 2011/12 7 11 Ludwig-Maximilians-Universit t M nchen!Prof. Hu mann!Multimediale Lehr- und Lernumgebungen, WS 2011/12 7 Konsequenzen f r didaktische Strategie Soziale Umgebung soll Kompetenz- und Autonomieerfahrungen st tzen Optimales Anforderungsniveau: Otimale Distanz Anforderungen F higkeitsniveau( nicht zu leicht und nicht zu schwer ) Feedback Positives Feedback kann intrinsische Motivation steigern(Kompetenzwahrnehmung) Muss in autonomief rdernder Weise gegeben werden: Aus selbstbestimmter Handling resultierend Nicht kontrollierend Negatives Feedback schadet Kompetenzwahrnehmung und Motivation Unterst tzung des Internalisierungsprozesses extrinsischer Motivation Von der introjizierten zur integrierten Stufe Pers nliche Anteilnahme signifikanter Personen Autonomieunterst tzung12 Ludwig-Maximilians-Universit t M nchen!

9 Prof. Hu mann!Multimediale Lehr- und Lernumgebungen, WS 2011/12 7 Bedeutung selbstbestimmten Lernens Intrinsische Motivation korreliert positiv mit Lernqualit t Experiment zum Lesen eines Textes mit Abfrage des Interesses gefolgt von berraschender Pr fung Externe und introjizierte Regulation f hren bei Sch lern h ufiger zum Schulabbruch als integrierte Regulation und intrinsische Motivation Autonomieunterst tzende Lernumgebung erh ht die Bereitschaft zur Tiefenverarbeitung des Lernstoffs Studie mit 3 Gruppen Gruppe 1: Nicht direktiv (Text lesen, nur berichten) Gruppe 2: Direktiv, autonomieunterst tzend, Lehrer zeigen Interesse Gruppe 3: Direktiv, kontrollierend (Pr fung angek ndigt) Ergebnisse mit Abstand am schw chsten bei Gruppe 3,am erfolgreichsten in langfristigem Behalten und konzeptuellem Verst ndnis:Gruppe 2 Grolnick/Ryan 1987, repliziert in anderen Studien13 Ludwig-Maximilians-Universit t M nchen!

10 Prof. Hu mann!Multimediale Lehr- und Lernumgebungen, WS 2011/12 7 7! !Allgemeines zur !Selbstbestimmungstheorie der Didaktische Modelle zur Motivation: ARCS, FEASPL iteratur:!A. Holzinger: Basiswissen Multimedia Bd. 2, Modul 5+6!Niegemann et al., t M nchen!Prof. Hu mann!Multimediale Lehr- und Lernumgebungen, WS 2011/12 7 ARCS-Modell John M. Keller (1983) Praktisch anwendbares Regelsystem zur Motivation Attention Aufmerksamkeit/Interesse des Lerners zu erlangen Relevance Bedeutsamkeit des Lernstoffs vermitteln, durch praktische Beispiele Confidence Sicherheit, Selbstvertrauen st rken, durch positives Feedback Satisfaction Lernspass (intrinsisch) und/oder Belohnung (extrinsisch)15 Ludwig-Maximilians-Universit t M nchen!


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