Transcription of Behaviorismus und Nativismus im Erstspracherwerb
1 Behaviorismus und Nativismus im ErstspracherwerbTheresa Schmidt 3719356 Naturwissenschaft f r Querdenker Gliederung 1. Behaviorismus allgemein Pawlow &Skinner Behaviorismus und Sprache 2. Kritik am Behaviorismus 3. Nativismus nach chomsky Nativismus und Sprache 4. Fazit 5. Ausblick .. Gebrauchsbasierte Linguistik? 6. Quellen und Bildquellen Behaviorismus allgemein Theorie in der Verhaltensforschung, die menschliches und tierisches Verhalten erkl ren soll Einer nat rlichen, angeborenen, unbedingten Reaktion kann durch Lernen eine neue, bedingte Reaktion hinzugef gt werden Begr nder des Behaviorismus : John B.
2 Watson, 1920er Jahre Ziel: Verhaltensforschung und Psychologie in den Naturwissenschaften etablieren, ber Experimente Verhalten messbar machen Basiert auf Reiz-Reaktionsschema: Jeder Reiz (Input), jede Ver nderung der Umwelt (Realit t) bewirkt eine Reaktion (Output), die wieder eine Gegenreaktion ausl sen kann, Lob (externes Feedback) etc. Gehirn als Black Box mentale Prozesse, die w hrend der Verarbeitung des Inputs ablaufen entziehen sich der Beobachtung und werden nur durch Reaktion sichtbar keine Aussagen ber mentale Prozesse, eigener Wille, Gedanken oder Gef hle Behavioristen: Lernprozess ist Pawlow & Skinner Unterscheidung zwischen klassischer, instrumenteller und operanter Konditionierung Iwan Pawlow: russischer Mediziner und Psychologe Pawlow scheHund 1905 Pawlow sBeobachtung.
3 Schritte in Richtung Hunde-zwingervon Herrchen l sen bei Hund Speichelfluss aus, obwohl Futter noch gar nicht in Sicht/Riechweite Klassische Konditionierung: eine nat rliche Reaktion (Speichelfluss, Angst,..) auf bestimmten (unnat.) Reiz konditionieren ( Glocke) 1* - Pawlow scheHund 1950er Jahre H hepunkt des radikalen Behaviorismus durch BurrhusF. Skinner Vertreter der operanten Konditionierung: eine gew nschte Reaktion durch Verst rkung/ Abschw chung des Reizes herbeif hren Harvard-Absolvent, bernimmt auch sp ter einen Lehrstuhl an der Harvard Universit t und betreibt dort jahrelang Forschung Skinner gilt nach Siegmund Freud auch heute noch als einer der ber hmtesten Psychologen weltweit 3* - Skinner-Box Behaviorismus und Spracherwerb Sprache als Summe einzelner, konditionierter Sprechgewohnheiten Teil des Verhaltens.
4 Das erlernt werden kann Kinder ahmen nur das nach was sie h ren und sehen Kinder produzieren Nichts selbst Beispiel: Mutter: Komm, wir machen die T r zu. Kind: T r lu. Mutter: Ja, jetzt ist die T r zu. 52. Kritik am Behaviorismus Mechanisches Menschenbild Mensch als beliebig manipulierbar, kein freier Wille Prozesse des Lernens, die im Gehirn (der Black Box) ablaufen, werden ignoriert ber hmteste Kritik von Noam chomsky poverty-of-the-stimulus-argument besagt, dass die Struktur der Sprache (Grammatik, Syntax)
5 Nicht allein durch Input von au en von einem unvorbereiteten Organismus gelernt werden kann Die Reize sind zu schwach/arm, der menschliche Geist zu komplex erlerntes Wissen muss auf einer Grundlage basieren Universal-grammatik 3. Nativismus nach chomsky Noam chomsky als der bedeutsamste Vertreter des Nativismus bestimmte F higkeiten und Begabungen sind angeboren Theorie als klarer Gegensatz zu behavioristischen Theorie, die besagt, dass jede F higkeit erlernt werden muss 6* Nativismus und Sprache Spracherwerbsmechanismus nennt chomsky Language AcquisitionDevice, kurz LAD das Modul im Gehirn, dass die Universalgrammtikbeinhaltet Spracherwerb nach chomsky basiert auf Kompetenz und Performanz und nicht auf Reiz-Reaktion KOMPETENZ.
6 = Sprachwissen; bezeichnet die allgemeine Voraussetzung eines Kindes zu sprechen (Universalgrammtik) PERFORMANZ: = Sprachk nnen; bezeichnet die eigentliche Verwendung von Sprache, Kinder k nnen W rter selbstst ndig erzeugen, Qualit t und Quantit t von Sprache sind individuell Beispiel: Kind: Ich habe das ausgeschneidet. Da sind drei Hause. Ich willedas nicht. Wir kennen derartige u erungen Kinder sind in der Lage diese S tzeselbstst ndig zu produzieren, obwohl sie diese wohl kaum von Mama oder Papa etc.
7 Geh rt haben k nnen 74. Fazit kritische Periode f r den Spracherwerb gleicher Verlauf des Spracherwerbs auch wenn Sprache verschieden Kinder lernen Sprache sehr schnell, intuitiv und unbewusst Nur Menschen lernen Sprache, Sprache ist artspezifisch Kinder produzieren eigenst ndig (keine Lehrer-Sch ler-Situation) PovertyoftheStimulus usw. Nativismus nach chomsky wird seit Jahren an Universit ten gelehrt, linguistische Forschung beruht weitestgehend auf Chomskys Theorie 5. Ausblick Zwei zentrale Kritikpunkte an chomsky sTheorie: 1.
8 Universalgrammatik: Kinder kommen mit F higkeit auf die Welt, S tze nach abstrakten Regeln zu formen neuere Studien widerlegen das jedoch Kinder gebrauchen anfangs vielmehr sehr einfache grammatische Strukturen und erraten erst sp ter die Regeln, die dahinter stehen Kleinkind: Ich will X , Mehr X , Ich Xtedas , Mach X auf X kaputt usw. etwas sp ter: Wo ist das X, das Mama geYthat? Universalgrammatik st tzt sich auf Standard Average European (SAE); Syntax aus Nomen, Verben, Adjektiven Es gibt Sprachen, die nicht ann hernd die Kategorien besitzen, die wir in europ ischen Sprachen haben (Choctaw, Hiaki, Warlpiriusw.)
9 2. Parameter und Regeln in den Sprachen der Welt sind gleich: Rekursion: mit endlichen Mitteln (W rtern) k nnen wir unendlich viele S tze produzieren (eingebettete S tze) es gibt Sprachen, die ber keine Rekursion verf gen ( Piraha) In jeder Sprache gibt es Subjekte Subjekt beruht auf Familien hnlichkeit {..} Menge aus Entit ten, die ein Subjekt ergeben, die kennzeichenmengen variieren jedoch innerhalb der Sprachen der Welt, Resultat: die eine hat am Ende mit der anderen nichts gemeinsam NEUER ANSATZ??? Gebrauchsbasierte Linguistik!
10 6. Quellen und Bildquellen 1 #imgrc=fHLkKpJC6z7gJM 2 +hund&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved= 0ahUKEwjGjuPIwNDbAhUNalAKHb8wBbwQ_AUICig B&biw=1366&bih=662#imgrc=Gsm0 XvI4tZvoNM: 3 +Skinner+&oq=Burhus+Skinner+&gs_l= #imgrc=VtmMtCA-htp9iM: 4 +box&oq=skinner+box&gs_l= #imgrc=GdCroIJCZJlVqM: 5 #imgrc=cbJGK5q532 JzQM: 6 + chomsky +&oq=Noam+ chomsky +&gs_l= #imgrc=e1 YqzQbxnbfL3M: 7 +und+sprache&oq=kinder+und+sprache&gs_l= #imgrc=qU5u4 LNqDBB51M: Behaviorismus John B. Watson Hrsg.: Carl F. Graumann. Kiepenheur& Witsch .K 1968, S.