Transcription of Buchstabeneinführung M, m
1 Illustrierende Aufgaben zum LehrplanPLUS Grundschule Deutsch, Jahrgangsstufen 1 / 2 Seite 1 von 7 Buchstabeneinf hrung M, m Stand: Jahrgangsstufe 1 Fach Deutsch Zeitrahmen 3 - 4 Unterrichtszeiteinheiten Ben tigtes Material (Auswahl) Gegenst nde oder Bildkarten mit Anlaut M Wachsmalkreiden Sandkisten Zeitungen Pinsel Verschiedene Schreibuntergr nde (Zaubertafel, Tablets) Geobrett mit Gummis Knete Gitternetzvorlagen mit m Analysebilder f r den Laut M, m Kompetenzerwartungen D 1/2 3 Schreiben D 1/2 ber Schreibfertigkeiten verf gen Die Sch lerinnen und Sch ler.
2 Schreiben mit ihrer dominanten Schreibhand deutlich, sicher sowie in angemessener Geschwindig-keit und halten Abst nde ein. schreiben eine unverbundene Schrift gel ufig und gut lesbar, ausgehend von den Richtformen der Druckschrift. passen K rper-, Stift- und Handhaltung sowie Lage der Arbeitsmaterialien auf dem Tisch der domi-nanten Schreibhand an, um fl ssiges Schreiben zu unterst tzen. verwenden f r unterschiedliche Schreibfl chen und Schreibzwecke geeignete Schreibwerkzeuge und passen ihre Druckst rke an, um eine lockere Stifthaltung zu erreichen und anstrengungsfrei zu schreiben.
3 Zur Einf hrung der Buchstaben sind keine Kompetenzerwartungen zu finden, da dieser Prozess am Ende der zweiten Jahrgangsstufe abgeschlossen sein sollte. Illustrierende Aufgaben zum LehrplanPLUS Grundschule Deutsch, Jahrgangsstufen 1 / 2 Seite 2 von 7 Aufgabe Die Einf hrung des Buchstabens M soll exemplarisch zeigen, wie eine Buchstabeneinf hrung zu Beginn des Schuljahres (hier der vierte Buchstabe in der f nften Schulwoche) aussehen kann. Dabei werden sowohl bungen zur auditiven und visuellen Diskrimination als auch graphomotorische bungen vorge-stellt.
4 Da die Schreibweisen des gro en M und des kleinen m verschieden sind, werden diese getrennt voneinander gelernt. Weitere M glichkeiten zur Einf hrung von Buchstaben finden sich in der bersicht unten. M gliche kompetenzorientierte Impulse - Benenne die Gegenst nde. Was siehst du? - Wo h rst du M, m? - Kennst du noch weitere W rter, die ein M, m beinhalten? - Beschreibe das Aussehen des M. - Kreise alle M, m ein. Als Einstieg werden Bilder oder Gegenst nde, die im Anlaut ein M haben, in die Mitte des Sitzkreises gelegt. Die Lernenden benennen diese mit Artikel und erkennen, dass alle Gegenst nde mit M begin-nen.
5 Die Lehrkraft schreibt das gro e M an die Tafel und h ngt das entsprechende Bild aus der Anlaut-tabelle hinzu, um die Lernenden von Anfang an mit deren Symbolen vertraut zu machen. An dieser Stel-le wird die Mundposition bei der Artikulation des Lautes besprochen. Anschlie end kommen noch weite-re Gegenst nde/Bildkarten hinzu und werden nach M, m im Anlaut, Inlaut und Auslaut geordnet (auditi-ve Diskriminierung). Falls der Fachbegriff Silbe bereits eingef hrt ist, kann das M, m ebenso der richtigen Silbe zugeordnet werden. Dazu erhalten die Sch lerinnen und Sch ler drei Bildkarten - mit einem Silbenbogen, zwei und drei Silbenb gen.
6 Die Lehrkraft oder ein Kind nennt ein Wort mit M, m, woraufhin die Lernenden sich zun chst f r die Bildkarte mit der passenden Silbenbogenanzahl entscheiden und einen Muggelstein in den entsprechenden Silbenbogen legen. Es ist m glich, mehrere Muggelsteine zu platzieren. F r das Erlernen der Schreibung (Graphomotorik) wird zun chst das gro e M, welches zuvor an die Tafel geschrieben wurde, betrachtet. Die Lehrkraft markiert den Anfang mittels eines Startpunktes und die Schreibrichtung durch Pfeile. Die korrekte Schreibbewegung muss eingeschliffen werden.
7 Es wird mehrmals mit verschiedenen Farben nachgespurt, in die Luft geschrieben, auf den R cken des Part-ners, mit dem Finger auf den Tisch oder auf einen Teppich. Dabei bietet es sich an, als Merkhilfe einen Schreibspruch zu sprechen, f r das M zum Beispiel hinauf, hinunter, hinauf und hinunter . Grunds tzlich ist bei den bungen zur graphomotorischen Festigung eines Buchstaben das Grundprin-zip vom Gro en zum Kleinen zu beachten. Deshalb werden hier nur bungen zusammengestellt, die alle relativ gro formatigen Buchstaben noch ohne Schreiben in Lineatur verlangen.
8 Au erdem wird auch bei weiteren Schreib bungen Wert darauf gelegt, dass die Sch lerinnen und Sch ler die korrekte Schreib-bewegung ausf hren. Hinweise zum Unterricht Illustrierende Aufgaben zum LehrplanPLUS Grundschule Deutsch, Jahrgangsstufen 1 / 2 Seite 3 von 7 Im Laufe des Schuljahres und mit zunehmend besseren graphomotorischen F higkeiten der Lernenden k nnen diese bungen reduziert werden. So kann schneller zum Schreiben in gro en und schlie lich in kleinen Zeilenr umen bergegangen werden. Graphomotorische bungen: 1. Mit dem Finger M in den Sand schreiben, dazu den Schreibspruch* aufsagen 2.
9 Mit Wachsmalkreide M formatf llend auf eine Zeitung schreiben, auf offener Zeitung gro beginnen, nach jedem M das Zeitungsblatt einmal zusammenfalten, immer kleiner werden 3. M auf verschiedenen Untergr nden schreiben (LCD-Schreibtafel ( Zaubertafel ), Tablet) 4. M mit Wasser und Pinsel auf Wandtafel schreiben 5. M an der Tafel mit Kreiden nachspuren Haptische bungen: 1. M mit Gummis auf Geobrett spannen (nur geeignet f r Buchstaben ohne Ovale) 2. M kneten 3. M aus Suppennudeln herauspicken (Pinzettengriff) 4. Sandbuchstaben auf Holzbrettern nachfahren 5. Erf hlen des Buchstabens M in einem Sack mit verschiedenen Holzbuchstaben Diese bungen dienen besonders am Anfang des Lernprozesses zur Sicherung der optischen Struktur des Buchstabens und zur Kr ftigung der Muskulatur.
10 Sp ter sind derartige Aufgabenstellungen entbehr-lich, da dann das Training der korrekten Schreibbewegung im Zentrum steht. bungen zur visuellen Festigung: 1. M im Gitternetz mit vielen Buchstaben erkennen und mit Muggelstein kennzeichnen. (Zur Differenzie-rung kann auch m dazugenommen werden.) 2. Einfache W rter auf einer Folie: mit Folienstift M, m einkreisen Auditive bungen: 1. Bildkarten nach der Lautposition ordnen (Wo h rst du M, m?-> vorne, Mitte, hinten im Wort) 2. Malbild: In welchem Wort h rst du M, m? Kreuze an! *Schreibspr che sind in vielen Lehrwerken enthalten.