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Der Zauberlehrling - anizer.org

"Einf uhrungindieLiteraturwissenschaft\bei Heinrich DeteringimSommersemester2003 Institutf urNeuereDeutscheLiteraturundMedienChrist ian-Alrechts-Universit .. ahltext..53 EinehermeneutischeInterpretation74 Literaturverzeichnis1121 EntstehungsgeschichteundhistorischerKont extDerZauberlehrlingentstand1797f urdenvonFriedrich Schillerherausge-gebenenMusen-Almanachf urdasJahr1798. DerSto f urdievonGoetheselbstzun achstals\Romanze"bezeichneteBalladeentst ammt |davonkannwohlausgegangenwerden|Christop hMartinWielands UbersetzungderL ahlervonseinemehemaligenLehrerPankrates, derBesen,St o elund ahnlicheGegenst andedurch Ausspruch einerZauberformelzuDienstbotenmachenkonn te,sowievonseinemeigenenVersuch,dasKunst st uck aterGoethesZauberlehrlingscheitertauch Eukratesdaran,dierichtigenWortef urdieR uckverwandlungdes ubereifrigenh olzer-nenDienstbotenzu istdieBalladeeinzuordnenindiePeriodederF reundschaftzwi-schenGoetheundSchiller,di e1794begannunderstmitSchillersTod uberihreWerke ,wieetwa \DieHoren"oder\Propyl aen",oderebenauch enbar,wieauch bei denanderenBalladendes\Balladenjahres"179 7,dieScha ungeinesneuenStilsderKunstballa-de.

1 Entstehungsgeschichte und historischer Kontext Der Zauberlehrling entstand 1797 fur den von Friedrich Schiller herausge-gebenen Musen-Almanach f ur das Jahr 1798.

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1 "Einf uhrungindieLiteraturwissenschaft\bei Heinrich DeteringimSommersemester2003 Institutf urNeuereDeutscheLiteraturundMedienChrist ian-Alrechts-Universit .. ahltext..53 EinehermeneutischeInterpretation74 Literaturverzeichnis1121 EntstehungsgeschichteundhistorischerKont extDerZauberlehrlingentstand1797f urdenvonFriedrich Schillerherausge-gebenenMusen-Almanachf urdasJahr1798. DerSto f urdievonGoetheselbstzun achstals\Romanze"bezeichneteBalladeentst ammt |davonkannwohlausgegangenwerden|Christop hMartinWielands UbersetzungderL ahlervonseinemehemaligenLehrerPankrates, derBesen,St o elund ahnlicheGegenst andedurch Ausspruch einerZauberformelzuDienstbotenmachenkonn te,sowievonseinemeigenenVersuch,dasKunst st uck aterGoethesZauberlehrlingscheitertauch Eukratesdaran,dierichtigenWortef urdieR uckverwandlungdes ubereifrigenh olzer-nenDienstbotenzu istdieBalladeeinzuordnenindiePeriodederF reundschaftzwi-schenGoetheundSchiller,di e1794begannunderstmitSchillersTod uberihreWerke ,wieetwa \DieHoren"oder\Propyl aen",oderebenauch enbar,wieauch bei denanderenBalladendes\Balladenjahres"179 7,dieScha ungeinesneuenStilsderKunstballa-de.

2 Diesich vonderdamalsverbreitetenVolksballadedurc h kunstvollerenStrophen{ ,angesichtsdernurmarginalen Anderungeninsp aterenDruckengegen uberdemErstdruck, niertBalladenfol-genderma umli-che,oftliedartigeErz ahlgedichteverstanden,dieeinau allendesEreignisineinememotionalbewegten Stilerz ahlen[.. ].DerErz ahlerspricht meistinderdritten,zuweilenjedoch auch indererstenPerson(etwa alsRollen-Ich wieinGoethesBalladeDerSchatzgr aber.).AlsErz ahlgedichte ubernehmenBalladenei-neFunktion,die uberwiegendderEpik( ahlungbzw.'Novelle')zukommt;ihrteilweise gro erDialoganteill a tAn-kl au g(vonGoethebiszuK ateHamburger)alsgattungs uber-greifendesPh f sich auch eineBetrachtunguntererz gliedertsich insiebenStrophenzu14 Versen,diejeweilsauseinemStrophenteilund einerArtRefrainbestehen,derdurch AbsatzundEinr alligistdasabsolutregelm a igeVersma.}

3 DerStrophenteilbe-steht ausvierVersenmitvierhebigenTroch aenundklingendenKadenzenimKreuzreimsowie vierVersenmitdreihebigenTroch ,vondenendieerstenvierzweihebige,dieletz tenzwei :Einf age,Stuttgart1997, aen,allemitklingendenKadenzen, \Refrain"2wirdauch durch dieWiederholungdesZau-berspruches(\Walle ! . ")inderzweitenunddesfalschenundunvoll-st (nach einerkurzenAnspielungindersechstenStroph e(\Wehe!wehe!"))allerdingserstimletztenR efrainteil,alsderHe-xenmeistermiteinemko rrektenZauberspruch ahrenddasVersma desStrophenteilesauszwei schonzuGoethesZei-tenbekanntenVierzeiler nzusammengesetztist3, entspricht undReimschemavonGoetheeigensf altigsinddiedurch diedominierendenklingendenKadenzen uberwiegendmehrsilbigenReimegestaltet,we nnsich auch (\.. h ullen!"/\Willen!"(Vers16/18)oder\H olle!"/\Schwelle"(Vers57/59))diehessisch eHerkunftdesAutorso ahltextDieerz ahltheoretischenBetrachtungenlehnensicha ndievonMarti-nez/Sche ahlerderGeschichteistderProtagonistselbs t,eshandeltsich KillysLiteraturlexikon:\ origeepisch- ktionaleGattungvonGedichtengeringenbismi ttlerenUmfangs,derenVersemeistgereimt "( (Hg.))

4 :Literaturlexikon.) :Handbuch unchen1980, ( .) ( .) , el:Einf uhrungindieErz unchen19995umeinenautodiegetischenErz gera terFormeinmaligundinderkorrektenRei-henf olgeimPr ,dieindirekterRededenZauberspruch dendramatischenModusunddieinnereFokalisi erungwirddieDistanzdesErz ahlerszumErz ahlten,aberauch diedesLeserszumErlebnishorizont desErz ahlerssogeringwiem oglich durch (Alsoetwa:ZListtempor aralleinzuHause!NutzungderGelegenheit!Fe hlschlag,daernurLehrlingist!Meisterkommt zur uck undl ostdasProblem,daerderMeisterist).DieHand lungistTeileinerhomogenen,uniregionalen, stabilen, uber-nat urlichenaberlogisch m oglichenWelt,einerWeltn amlich,diesich vonderunserennurinsoweitunterscheidet, gliedertsich derTextin dreiAbschnitte(1-40;41-88;89-98),dieauch durch dieGedankenstricheamEndederjeweiligenVer seimDruckbilddeutlich voneinandergetrennt uhrung,imzweitenAbschnittversucht er,daspl otzlich auftretendeProblemdesentstehendenWassers cha-densvergeblich indenGri zubekommen,undimdrittenAbschnittl ostderalteHexenmeistersouver anundinnursechsVersen(93-98)dasBesen-pro blemundstelltgleichzeitigklar,werimHaush alt(undinderBallade)

5 AngederAbschnittel a teinigeSchl usse alltauf,da derZauberlehrling|zumindestwasdieErz ahlzeitbetri t|mitderProblem-behebungl angerzuk ampfenhat,alser zumAnrichtendesSchadensundderselbstgef derMeistermiteinemgutenZehntelderZeitaus ,umeinzutre en,dieSituationzuerkennenunddasProblemzu l ,5bietetsich anderHermeneutikHans-GeorgGada-mers, andnis,soGadamer,isteindialogischerProze ,dessenGeschichtlich-keit,erforscht undihnmitseinereigenenGeschichtlichkeitv erbindetundvergleicht, gewinnt durch \Vorurteile",dief urihnnotwendige\BedingungendesVerstehens "einesTextessind,bezeichnetGadamerdasVor wissendesLe-sers,alsoetwa Informationen uberAutor,KontextdesTextes, ussendasindividuelleTextverst nicht o enbargrundverschiedeneCha-raktereunddami tzwei Lebenseinstellungeneinanderkontrastivgeg en iktoderauch alsGegen uberstellungvon\ "6bietetsich :\`Dieich rief.

6 ' Zursp atenWirkungeinerZauberge-schichteLukians "In:Lukian:DieL , ,Darmstadt2001, , ,diegepr agtwarvon\auf-trumpfendenTrivialautoren" 7, plausibel undwurdewohlauch denTextalsWarnungvordendunklenK unsten,ausheutigerSichtgarvordemleichtfe rtigenUmgangmitmodernerTechnik(Atomkraft ,Gen-techniketc.).Doch welchenStatushatdannderdoch deutlich alsernstzu-nehmendeAutorit atbeschriebeneHexenmeister?Benutzternich t |wennauch deutlich gewandter|dasgleicheZauberinstrumentariu m,dasbeimLehrlinginsVerderbenf uhrt?Undwer oderwas,somagderLeserin derGe-genwartfragen,istdieseAutorit atimKontextvonAtom-undGentechnik?Beleuch tetmandieArtdesErz ahlensgenauer,f allt,wieschonerw ahnt, sollhierdurch diewenigenVerse,diedemHexenmeisterzukomm en,wirklich (nur)dieSouver anit atdesselbenillustriertwerden?Wennwirklic hderMeisterderstrahlendeHeldderBalladew are,dannh atteGoetheihmdoch wohlmehralsl acherlichezehnVersewidmenk agerund\Held"aberistnicht derinseinero enbarunbeschr anktenMacht eherunheimlich wirkendeHexenmeister,sondernderarme, ,unddieArt,wieihnGoetheseinselbstverschu ldetesHineinstolperninein(f urihn)

7 Unl osbaresProblemschil-dernl a t,legtdiesauch nahe,doch letztendlich kennt wohljederLeserausseinemeigenenErfahrungs horizont ahnlicheSituationenvonsich selbst,wo-hingegensich wohlkaumeingegenw artigeroderzeitgen ossischerLesermitdemTypusdesomnipotenten Hexenmeistersidenti zierenw au galsSinnbildf urAutorit atenwieGott,KircheoderStaatgesehen,7 Ribbat, ahrendder\exemplarischeChaosverursachera lseinFreigeist,garAtheist,oderalsein`Lin ker'undModernist"8herhaltenmu ucktdenLeserumsost arkervomvorbildlichenMeisterundbringtihn demZauberlehrlingn aher,dessenHandlungzwarexplizitnichtzurN achahmungempfohlenwird,mitdemsich aberjederzwangsl au g(zu-mindestpotentiell)identi zierenmu .Steht derZauberlehrlingdamitamEndegarnicht soschlecht da,wiemanmeinenm ochte?DasVersma unddasReimschemajedenfallsmachenkeinenUn terschiedzwischendemangeblich ,daderLehrlingseinesUngl uckesgewahrwird(Vers41),sprichtauch diegeordneteinhaltlicheAufteilunginStrop henteil(Erz ahlung)undRefrainteil(Zauberspruch)eherf ,wieauch dervermeintlichezweiteZauberspruch desLehrlingswirkendoch sovielprofessionelleralsdasprofane\Indie Ecke,/ Besen!

8 Besen!/Seid'sgewesen!" ,da derText,je nach beivorherigerLekt urebereitsvorhandenen\Vorurteilen",auch stilistisch undformaleineandereBedeutungerh ,gewisser-ma enalsoder\Gute",undwennderHexenmeisterda mitzum\b osen"Gegenspielerwird,dannistdoch anderunterstelltenIntention,einPl adoyerzurUnterdr uckungderAufm up gkeitzuhalten, unscht sein,densprachlich sogewandtenundeigentlich auch recht gewitz-tenZauberlehrlinginseineSchranken zuweisenundmundtotzumachen?Vielleicht f urdenheutigenLeserist8ebd., zumZauberspruch geh orenodernicht, endeLegitimationnicht minderselbstgef allig,alsirgendeinevorhergehende Au diegegenteiligeDeutungdenkbar:Mitgut200 JahrenGeschichteimHinterkopf,eingedenkso lcherSchlagwortewie\Autorit atskritik"und\anti-autorit arerErziehung",kanndieseBalladeauch alseinAufrufverstandenwerden, Lehrlingesind,wirdsich schoneinMeister nden,derihnenhilft, , :L ugengeschichtenundDialoge.

9 ,N ordlingen1985 DieterBurdorf:Einf age,Stuttgart1997 WaltherKilly(Hg.):LiteraturlexikonHorstJ oachimFrank:Handbuch unchen1980 MatiasMartinez,MichaelSche el:Einf uhrungindieErz unchen1999 ErnstRibbat:\`Dieich rief, . ' Zursp atenWirkungeinerZau-bergeschichteLukians "In:Lukian:DieL , ,Darmstadt2001, ubingen1960.


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