Transcription of DIN 68800 - kloepfer.de
1 Holger meyeringenieurb roSeminarunterlage zum ThemaHolzschutz - DIN 68800 Baulicher Holzschutz hat heute Vorrang Holger Meyer 27356 Rotenburg Fachregeln im Holzbau haben sich gewandelt. Der moderne Holzbau ist europ isch in DIN EN 335 definierten Gebrauchsklassen wurden in DIN 68800 Holzschutz besonderer Bedeutung sind die Teile 1 und 2 der DIN 68800 , die inzwischen eingef hrt werden(Muster-Liste der Technischen Baubestimmungen, September 2012). Darin wurden die technischenM glichkeiten f r vorbeugende bauliche Holzschutzma nahmen wesentlich erweitert. Seit 1990 gilt das Prinzip: Bauliche vor chemischen Holzschutzma nahmen!Bew hrte L sungen wurden standardisiert und Produkte vereinheitlicht.
2 Insbesondere die positivenErfahrungen mit technisch getrocknetem Vollholz sind ber Holzschutz kann bei den allermeisten Geb uden allein auf Basis einer guten Konstruktionnachgewiesen werden. Sehr variantenreich sind die genormten L sungen in der Gebrauchsklasse 0nach dem Teil 2 der DIN 68800 . Die Rohbaukonstruktion bei Wohngeb uden aus Holz bleibt frei vonchemischen Holzschutzma nahmen von der Schwelle bis zur Dachlatte. Viele in der Holz-baubranche haben sich bereits an neue Begrifflichkeiten und Definitionen gew hnt. Mit dieser Unter-lage soll die bew hrte Philosophie des Holzschutzes erl utert werden. H ufig gebauteKonstruktionen bzw.
3 Details werden wird folgenden Fragen nachgegangen: Ist das Risiko eines Befalls mit Trockenholzinsekten bei Neubauten tats chlich zu ver-nachl ssigen? Unter welchen Bedingungen kann der Befall einer Holzkonstruktion mit Holz zerst rendenPilzen ausgeschlossen werden?DIN 68800 Teil 1 Allgemeines 1)Grunds tze des Holzschutzes1) bauaufsichtlich eingef hrtRegelungen zur Durchf hrung von Ma nahmengilt vorrangig Teil 2 Vorbeugende bauliche Ma nahmen(zum Erreichen der GK 0)Teil 3 2)Vorbeugender Schutz von Holz mit Holzschutzmitteln(bei Abweichungen von der GK 0)2) nicht bauaufsichtlich eingef hrtTeil 4 Bek mpfungs- und Sanierungsma nahmen gegen Holz zerst rende Pilze und InsektenTab.
4 1 Struktur DIN 68800 Holzschutz - DIN 68800 Ausgabe: Dez. 2013holger meyeringenieurb ro3 InhaltsverzeichnisSeite1. Gef hrdungspotenziale einsch tzen42. Gebrauchsklassen zuordnen53. Bauliche Ma nahmen planen84. Details konstruieren10 Sockelpunkt Hauseing nge und Terrassen Traufe Carport, Vordach5. Spezialthemen14 D cher mit Abdichtungen Balkon Lattungen in Dach und Wand6. Holzschutzmittel vorbeugend einsetzen187. Anhang19 Literatur Normen GlossarHaftungshinweis:Bei den folgenden Unterlagen handelt es sich um Empfehlungen des Verfassers, welche nach bestem Wissen und Gewissen und nach gr ndlichen Recherchen erstellt wurden.
5 Irrt mer oder Fehler, welche sich aus ver nderten Randbedingungen ergeben k nnten, sind dennoch nicht aus-geschlossen, so dass der Verfasser keiner-lei Haftung bernehmen :Dez. 2013 Holger MeyerIngenieurb ro27356 Gef hrdungspotenziale einsch tzen Holger Meyer 27356 Rotenburg Gef hrdungspotenziale einsch tzenBereits in der Planungsphase sind die Einsatzbedingungen und die damit verbundenen Beanspru-chungen f r Holzbaukonstruktionen richtig zu beurteilen, um Bausch den zu vermeiden. Gef hrdungspotenziale f r Holz und Holzwerkstoffe k nnen sich ergeben, wenn Organismen, wie Pilze und Insekten, geeignete Lebensbedingungen zum Holzschutz - die GebrauchsklassenWelche Gef hrdungspotenziale bez glich der Dauerhaftigkeit von Holz gibt es?
6 Holz zerst rende Insekten. Holz zerst rende Pilze. Moderf ulepilze. Auswaschbeanspruchung. Holzsch dlinge im Risiken k nnen sehr einfach mit dem Planungsschema nach Abb. 1. strukturiert 1 Planungsschema f r die verschiedenen GebrauchsklassenMa nahmen zum Schutz des Holzes nach DIN 68800 Nach allen einschl gigen Fachregeln und Normen des Holzbaus ist das Konstruktionsholz mit einer Feuchte von maximal 20% einzubauen. Die CE-Kennzeichnung des Konstruktionshol-zes ist erforderlich. Erstrangig sind die baulichen Ma nahmen nach Teil 2 sicherzustellen. Chemische Ma nahmen sind nach M glichkeit zu vermeiden. Reichen die baulichen Ma nahmen in Verbindung mit der Dauerhaftigkeit der vorgesehen Holzart nicht aus, sind geeignete Ma nahmen nach Teil 3 vorzusehen (chemischer Holz-schutz).
7 Beschichtungen bleiben in der Beurteilung der erforderlichen Ma nahmen unber derBewitterung ausgesetztGK 0GK 1GK 2 Gef hrdung durchInsektengelegentlich feuchtErd-/S wasserkontaktneinneinjajaneinjajaanzustr ebende Konstruktion unter Dachbei Konstruktionen mit KondensatneinGK bewitterte Konstruktionim Hochbau zu vermeidenGK 4GK 5neinMeer-wasserjajaWasser-anreicherungH olzschutz - DIN 68800 Ausgabe: Dez. 2013holger meyeringenieurb zuordnenSind Ma nahmen zum Holzschutz erforderlich, so ist es Aufgabe von Handwerker und Planer, Holz-bauteile einer Gebrauchsklasse zuzuordnen. Dies ist zu dokumentieren und ggf. zu begr die Planung des Holzschutzes sind auch organisatorische Ma nahmen einzubeziehen.
8 DurchKoordination des Bauablaufs sind Liegezeiten f r H lzer ohne Abdeckung zu vermeiden, umeine Feuchteaufnahme zu Umbauten oder Nutzungs nderungen erfordern eine berpr fung und ggf. Neuzuordnung vonGebrauchsklassen. Ver nderte Bedingungen hinsichtlich des Holzschutzes k nnen sich durch dasEntfernen von Bekleidungen an Fachwerkbauten oder durch den Einbau von W rmed mmstoffen(Tauwasser) sowie durch Erh hung der Feuchtebeanspruchung aufgrund einer speziellen DIN 68800 Teil 1 werden im Anhang D Hinweise f r die Zuordnung von Konstruktionsabschnittenzu den Gebrauchsklassen gegeben. unter Dach durch berdeckung eines Daches vor der Witterung gesch tzt, wo-bei zwischen Vorderkante berdeckung und Unterkante des Bau-teils ein Winkel von h chstens 60 , bezogen auf die Horizontale,vorhanden Verweis auf die 60 -Regel stammt aus empirischen,bew hrten Erfahrungen zur 2 Innerhalb des gesch tzten Bereiches (60 -Linie) liegt dieGK 0 gebend f r die Zuordnung von Holzbauteilen zu einer Gebrauchsklasse ist die jeweilige Holz-feuchte.
9 Die Begriffe gelegentlich , h ufig , vorwiegend und st ndig zeigen eine zunehmendeBeanspruchung an, ohne dass hierf r wegen der sehr unterschiedlichen Einflussgr en genaueZahlenangaben m glich sind. Der Wert von 20% enth lt eine Sicherheitsmarge. Bei der Einstufung von Bauteilen sind folgende Hinweise zu ber cksichtigen: Es ist zuerst zu pr fen, ob die Bedingungen f r die GK 0 gegeben sind. Holzbauteile ohne Erdkontakt, mit besonderer Beanspruchung, bei denen Ablagerungenvon Schmutz, Erde, Laub o.. ber mehrere Monate auftreten, sind in GK 4 einzustufen. Die Gebrauchsklassen GK und GK 4 sind im Hochbau zu gesch tzter Bereich"unter Dach"2.
10 Gebrauchsklassen zuordnen Holger Meyer 27356 Rotenburg 2 Zuordnung der Gebrauchsklassen[G] [9] Teil 1a)Gebrauchs-klasse[G]Allgemeine GebrauchsbedingungHolz-feuchteKlima-bedi ngungen / ExpositionGef hrdung durchAuswaschbe-anspruchungInsektenPilze Moderf uleGK 0 Holz oder Holzprodukt unter Dach, nicht der Bewitterung und keiner Befeuchtung ausge-setzt, die Gefahr von Bau-sch den durch Insekten kann ausgeschlossen (st ndig 20%) Mittlere relative Luftfeuchtebis 85 %.NeinNeinNeinNeinGK 1 Holz oder Holzprodukt unter Dach, nicht der Bewitterung und keiner Befeuchtung 2 Holz oder Holzprodukt unter Dach, nicht der Bewitterung ausgesetzt, eine hohe Umgebungsfeuchter kann zu gelegentlicher, aber nicht dau-ernder Befeuchtung f feucht (> 20 %)Mittlere relative Luftfeuchte ber 85% oder zeit-weise Befeuch-tung durch oder Holzprodukt nicht unter Dach, aber ohne st ndigen Erd- und/oder Was-serkontakt, Anreicherung von Wasser im Holz, auch r umlich begrenzt, nicht zu von Wasser im Holz, auch r umlich, beg-renzt, nicht zu oder Holzprodukt nicht unter Dach, aber ohne st ndigen Erd- und/oder Was-serkontakt mit Bewitterung.