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1 OperationstechnikLess invasive stabilization System Laterale hrung4 Operationstechnik10 Produktinformationen24 Zus tzliche Bemerkungen27 InhaltsverzeichnisWarnung!Diese Beschreibung reicht zur sofortigen Anwendungdes Instrumentariums nicht aus. Eine Einweisung in die Handha-bung dieses Instrumentariums durch einen darin erfahrenen Opera-teur wird dringend invasive stabilization System LISS. Proximale Laterale hrungVorwort Proximale Tibiafrakturen k nnen komplexe Gewebeverletzungenhervorrufen. Eine konventionelle Behandlung kann oft zu Fehlstel-lungen oder Pseudarthrosen sowie Versteifung des Knies f diese Probleme zu reduzieren, kann eine offene Reposition undOsteosynthese durchgef hrt werden. Die AO hat Techniken ent-wickelt und folgende Osteosyntheseprinzipien definiert: Anatomische Reposition Stabile Osteosynthese Erhaltung der Blutversorgung Fr hzeitige aktive und schmerzfreie Mobilisation Mit diesen Prinzipien kombiniert war die Platten- und Schrauben-osteosynthese eine sehr erfolgreiche Technik f r die Notwendigkeit einer pr zisen Reposition, die Implantatplatzierungund seine Fixation f hrten normalerweise zu einer langwierigenchirurgischen Exposition, was ein zus tzliches vaskul res Trauma ver-ursachte.
2 Auch wurden Frakturfragmente oft aus ihrer Weichteil-umh llung herausgel st mit der Folge einer beeintr chtigten Kno-chenheilung und eines erh hten der Behandlung von Diaphysenfrakturen waren die Frakturhei-lung und das klinische Ergebnis eher vom Erreichen der korrektenL nge, Achse und Rotation des frakturierten Knochens abh ngig alsvon einer genauen anatomischen Reposition und absoluter Stabilit geschlossener Technik verwendete Markn gel, kombiniert mit einer indirekten Visualisierung (Bildverst rker), minimieren das Aus-mass des zus tzlichen vaskul ren Traumas und stellen die bevor-zugte g ngige L sung f r Diaphysenfrakturen des Femurs und derTibia bereinstimmung der Gelenkoberfl chen und zur Verhinderungposttraumatischer Arthrose ist die anatomische Reposition bei derBehandlung von artikul ren Frakturen jedoch von h chster Bedeu-tung. Normalerweise wird eine offene Reposition mit nachfolgenderPlatten- und Schraubenosteosynthese durchgef Kombination dieser beiden Erfordernisse, die anatomischeReposition von Gelenkfrakturen und das Erreichen der korrektenL nge, Achse und Rotation mit einem minimalen zus tzlichen vasku-l ren Trauma, f hrte zur Entwicklung einer neuen Generation vonImplantaten und Instrumenten f r die Behandlung von Metaphysen-und Epiphysenfrakturen.
3 Sie werden gering invasive Stabilisations-systeme (LISS) genannt, da sie die Blutversorgung besser erhalten alskonventionelle Platten und zudem in geschlossener Technik einge-setzt werden k nnen. Synthes5 Die gering invasiven Stabilisationssysteme Die less invasive stabilization Systems (LISS) kombinieren einneues Implantatekonzept mit Instrumenten f r die Behandlung vonMetaphysenfrakturen langer R hrenknochen. Das platten hnliche Implantat und die Kopfverriegelungsschraubenagieren zusammen als Fixateur interne. Ein Fixateur interne ist eineKonstruktion, bei welcher die Schrauben (Pins), als bedeutendsteLast bertragungselemente, in der Platte (im Rahmen) verriegelt wer-den. Diese Kr fte werden vom Knochen ber die Gewindeverbin-dung Schraube/Platte auf die Platte bertragen. Zum Erreichen derStabilit t ist keine Kompression der Platte auf dem Knochen erfor-derlich. Damit bleibt die Blutversorgung des Knochens unter derPlatte erhalten, da zwischen Platte und Knochen grunds tzlich kein(oder nur wenig) Kontakt notwendig ist.
4 Zur optimalen Stabilit t und zum Schutz der Weichteile muss der Fixateur interne sehr nahe am Knochen platziert werden. Die Plattensind deshalb vorgeformt. Spezielle Instrumente und Zielb gel er-m glichen es, die Platte unter den Muskel zu schieben. Die Schrau-ben werden perkutan durch kleine Stichinzisionen eingesetzt unterAnwendung einer Technik hnlich derjenigen f r minimalinvasivePlattenosteosynthesen (MIPO). Die Frakturreposition und -fixation werden in zwei verschiedenenSchritten durchgef hrt. Zuerst muss die Reposition ausgef hrt werden. Bei Gelenkfrakturen ist die anatomische Reposition der Gelenkfraktur von usserster Wichtigkeit. In der Metaphyse und imSchaftbereich wird die indirekte Reposition bevorzugt. Es muss jedoch darauf geachtet werden, dass L nge, Rotation und axialeAusrichtung der Hauptfragmente korrekt sind. Anschliessend mussdie Reposition sicher aufrecht erhalten werden, damit die reponier-ten Fragmente mit dem LISS-Fixateur berbr ckt werden k nnen.
5 Das erste LISS wurde f r die Behandlung von distalen Femurfrakturen(LISS DF) entwickelt. Das zweite LISS wurde f r die Versorgung von proximalen Tibiafrakturen mittels lateralem Zugang entwickelt. Es wird LISS Proximale Laterale Tibia (LISS PLT) genannt. Die klinischen Resultate und biomechanische Studien haben gezeigt,dass neben erheblichen Vorteilen bei durch grosse Gewalteinwirkungverursachten Verletzungen die charakteristischen Eigenschaften des LISS bei porotischem Knochen und bei periprothetischen Fraktu-ren von besonderem Nutzen sind (1 5). less invasive stabilization System LISS. Proximale Laterale 1:40j hrige Frau,Einzelfraktur,AO 41 C3Pr operativPostoperativNachkontrolle nach 3 MonatenNachkontrolle nach 5 MonatenSynthes7 Fall 2:61j hriger Mann,fragmentierte Keilfraktur,AO 42 B3 Pr operativPostoperativNachkontrolle nach 4 MonatenNachkontrolle nach 7 MonatenFallbeispieleLess invasive stabilization System LISS.
6 Proximale Laterale operativPostoperativNachkontrolle nach 10 MonatenFall 3:45j hriger Mann,geschlossene FrakturAO 41 C3 FallbeispieleSynthes9 OperationstechnikPr operative Auswahl der ImplantateJe eine anteroposteriore und eine laterale R ntgenaufnahme derverletzten Extremit t und eine auf das Kniegelenk zentrierte Aufnah-me erstellen. R ntgenaufnahmen der unverletzten Extremit t k n-nen als Vergleich dienen. Zur Bestimmung der L nge der LISS-Platte und der Position derSchrauben wird die pr operative AO/ASIF-Planungsschablone ( und ) verwendet (siehe Seite 10). BeideSchablonenbilder sind 10% vergr ssert, um der durchschnittlichenR ntgenbildvergr sserung Rechnung zu tragen. Der Vergr sse-rungsfaktor kann jedoch variieren. Zu beachten ist, dass die Schrauben der L cher A und C auf die Gelenkfl che des Knies hinweisen. Die Spitze der 40 mm langenSchraube in Loch A und die Spitze der 75 mm langen Schraube inLoch C kommen ungef hr auf die gleiche H he wie der obere Randder Platte zu liegen.
7 Die im Tibiaschaft verwendeten Schrauben sind normalerweise 26 mm oder 18 mm lange Kopfverriegelungs-schrauben. Falls n tig, sollte die Verwendung von Zugschrauben eingeplantwerden. Lagerung des PatientenDer Patient befindet sich in R ckenlage auf einem r ntgenstrahlen-durchl ssigen Tisch. Das Bein sollte frei beweglich sein. Das kon-tralaterale Bein kann auf einen gyn kologischen Beinhalter platziertwerden. Sicherstellen, dass diese Position sowohl laterale wie auch antero-posteriore Aufnahmen der proximalen Tibia zul sst. Durch Unterlegung von T chern kann das Knie in angebrachter Position flektiert werden. Ein Extensionstisch ist nicht invasive stabilization System LISS. Proximale Laterale Proximal Lateral Tibia, rightTitanium Description Holes Length (mm) LISS-PLT Plate, right 5 LISS-PLT Plate, right 7 LISS-PLT Plate, right 9 LISS-PLT Plate, right 11 LISS-PLT Plate, right 13 Screw Hole mm Locking Screw mm Locking Screw mm Locking Screw mm Locking Screw mm Locking Screw mm Locking Screw mm Locking Screw 85 ACBEDBACDE1234567 8910111213 For use only with the Original AO/ASIF System ofInstruments and MagnificationSynthes GmbHEimattstrasse 3CH-4436 000 135 Synthes 2006 Printed in SwitzerlandSEKS ubject to modificationsSynthes11 Instrumente f r die Insertion des LISSZ ielb gel links ( )Zielb gel rechts ( ), nicht abgebildetStiftschl ssel ( )Befestigungsbolzen ( )Stabilisierungsbolzen ( )Bohrb chse ( ) less invasive stabilization System LISS.
8 Proximale Laterale der InsertionsinstrumenteDen Befestigungsbolzen ( ) durch Loch A des Zielb gels einsetzen. Den Zielb gel auf den Drei-Punkt-Verriegelungsmechanismus desLISS platzieren. Den Befestigungsbolzen ins LISS eindrehen. Die Mutter des Befestigungsbolzens im Uhrzeigersinn von Handfestdrehen und mit dem Stiftschl ssel leicht anziehen (ca. 10 ).Um das LISS w hrend der Insertion stabiler am Zielb gel zu befes-tigen, muss der Stabilisierungsbolzen ( ) mit der Bohrb chse( ) durch Loch C eingesetzt und ins LISS eingeschraubt werden. Zur Verhinderung von Gewebeeinwuchs und zur Erleichterung derImplatatentfernung, k nnen die unbesetzten Schraubenl cher vordem Einsetzen der LISS Platte mittels Stopfen ( ) geschlossenwerden. Dazu den Drehmomentschraubenzieher bis zum Einrastenbet tigen. Synthes13 Lateraler Zugang, gerade (ausgezogene Linie) oder gebogene (gestrichelte Linie) einer intraartikul ren Fraktur muss zuerst das gesamte Gelenkrekonstruiert und stabilisiert werden.
9 F r die Kompression zwischenden Gelenkfragmenten m ssen Zugschrauben verwendet Schrauben haben sich dabei als sehr praktisch achten, dass diese zus tzlichen Schrauben nicht mit den verriegelten, durch den Zielb gel eingebrachten Kopfverriegelungs-schrauben kollidieren. Die Abbildung zeigt den m glichen Bereichf r laterale Zugschrauben im Kondylus. Die Fraktur kann von Hand durch Zug, mit einem tempor ren, knie berbr ckenden Fixateur externe oder mit einem Distraktor ausgerichtet werden. Zur berpr fung der Reposition wird eine intraoperative R ntgen-aufnahme oder Bildverst rkerkontrolle m gliche Bereich f r laterale Zugschrauben im Kondylus istschwarz Zug ngeJe nach Bedarf kann entweder eine gebogene (120 Hockeyschl ger-inzision) oder eine gerade Hautinzision vom Tuberculum Gerdy ausungef hr 50mm in distaler Richtung ausgef hrt werden (siehe Ab-bildung). Den Muskel tibialis anterior etwa einen halben Zentimeterlateral von der Tibiavorderkante l sen und das LISS in den Raumzwischen Periost und Muskel einschieben.
10 Um eine korrekte Platzie-rung des proximalen Teils des LISS zu erm glichen, ist es wichtig,dass das Weichgewebe proximal weit genug in dorsaler Richtunggel st wird. Bei komplexen intraartikul ren Frakturen kann eine anterolateraleArthrotomie bevorzugt werden, die eine gute Kontrolle der Reposi-tion gew invasive stabilization System LISS. Proximale Laterale des LISSDie LISS-Platte zwischen Musculus tibialis anterior und Periost ein-setzen. Die LISS-Platte mit ihrem distalen Ende in st ndigem Kontakt zumKnochen in distaler Richtung vorschieben. Das proximale Ende des Fixateurs am lateralen Kondylus platzieren. Die korrekte Position des LISS auf dem Kondylus sorgf ltig richtige Position des LISS berpr fen: Distal auf der anterolate-ralen Seite der Tibia und proximal auf dem lateralen Kondylus. Die Platte muss flach auf dem Kondylus aufliegen. Wegen seinesGewichts hat der Zielb gel die Tendenz nach dorsal die korrekte Position des LISS auf dem Kondylus schwer zufinden sein, so kann das proximale Weichgewebe durch Vergr ssernder ffnung weiter gel st werden.