Transcription of Script - Was ist Nephrologie?
1 ISSN 1605-881X. GZ 02Z031654 M, Benachrichtigungspostamt 1070 Wien Falls unzustellbar, bitte retour an: MEDMEDIA Verlag, Seidengasse 9/Top , 1070 Wien Interdisziplin re Fortbildungsreihe der Script GN. sterreichischen Gesellschaft f r Nephrologie 16. JAHRGANG/NR. 3/2013. Wichtige Aspekte der Peritonealdialyse 1. nephro Script EDITORIAL. Dr. Andreas Vychytil Sehr geehrte Nephrologinnen und Nephrologen! I. n sterreich f hren derzeit 8 9 % der dialysepflichtigen ation der Peritonealdialyse in sterreich darzustellen und PatientInnen eine Peritonealdialysebehandlung durch. Faktoren zu identifizieren, die einer Optimierung bed rfen. Verschiedene internationale Studien zeigen allerdings, dass In einem rezenten Konsensuspapier (zug nglich ber die sich bei rechtzeitiger und umfassender Information ber die GN-Homepage ) sind alle dies- verschiedenen Nierenersatztherapien deutlich mehr Patien- bez glich wichtigen Aspekte zusammengefasst. tInnen f r eine Peritonealdialyse entscheiden w rden als Ein Ziel w re, die Schulung ber die theoretischen und dies derzeit der Fall ist.
2 Praktischen Aspekte der Peritonealdialyse ausreichend in Eine ad quate PatientInneninformation erfordert eine m g- die nephrologische Ausbildung zu integrieren. Als Erg n- lichst fr hzeitige Zuweisung der PatientInnen zur nephro - zung der theoretischen Ausbildung haben wir im M rz 2013. login oder zum Nephrologen. Neben medizinischen As- erstmals einen Peritonealdialyse-Basiskurs veranstaltet, der pekten beeinflussen auch mehrere nichtmedizinische Fak- allen NephrologInnen in Ausbildung, aber auch interessier- toren den PatientInnenfluss zu den Dialyseverfahren. ten Fach rztInnen, einen berblick ber wichtige Aspekte Beispielsweise f hrt die inad quate Refundierung der Be- der Peritonealdialyse geboten hat. Die Vortr ge umfassten handlungskosten zu einem R ckgang der Peritonealdialyse die Themen PatientInnenauswahl, physiologische Grund- in vielen L ndern. Auch die H modialysekapazit t in den lagen und Prinzip der Peritonealdialyse, Dialysequalit t, einzelnen Zentren spielt eine Rolle.
3 Hat ein Zentrum ge- Dialysel sungen sowie infekti se und nichtinfekti se Kom- n gend freie H modialysepl tze, ist es aus konomischer plikationen. Da immer wieder nach aktuellen deutschspra- Sicht g nstiger, diese Pl tze zu belegen und optimal auszu- chigen Unterlagen zur Peritonealdialyse gefragt wird, haben nutzen, als ein neues Verfahren zu beginnen, das andere wir uns entschlossen, alle im Rahmen des Basiskurses ge- Ressourcen erfordert und bei dem zu Beginn nat rlich auch haltenen Vortr ge als Artikel in dieser Ausgabe von NE- weniger Erfahrung vorhanden ist. Hier spielt auch die Aus- PHRO Script zu publizieren. Wir hoffen, dass wir unseren bildung der NephrologInnen eine Rolle. Kolleginnen und Kollegen damit einen aktualisierten und Laut sterreichischem Dialyse- und Transplantregister bie- nicht zu umfangreichen Leitfaden zur Peritonealdialyse in tet etwa ein Drittel der nephrologischen Zentren, die er- die Hand geben, dessen Lekt re auch Spa macht. wachsene DialysepatientInnen betreuen, keine Peritoneal- dialyse an.
4 Viele Zentren, die ein Peritonealdialyseprogramm haben, betreuen weniger als 10 Patienten mit diesem Ver- fahren. NephrologInnen, die ein gro es H modialysepro- gramm, aber nur wenige oder gar keine Peritonealdialyse- patientInnen betreuen, f llt es leichter, zuk nftigen Patien- Andreas Vychytil tInnen die H modialyse umfassend darzustellen. Auch PatientInnen haben in solchen gro en Dialysezentren mit * Mitglieder der Arbeitsgruppe Peritonealdialyse der sterreichischen Gesellschaft f r Nephrologie (in alphabetischer Reihenfolge): Dr. Christoph Aufricht nur kleinem Peritonealdialyseanteil eher den Eindruck, dass (Universit tsklinik f r Kinder und Jugendheilkunde, Wien), Dr. Petra G nther (A.. KH. die H modialyse der goldene Standard ist. Oberwart), Dr. Paul K nig (Medizinische Universit t Innsbruck), Prim. Doz. Dr. Karl Lhotta (LKH Feldkirch), Dr. Johannes Roob (Medizinische Im April 2012 wurde von der sterreichischen Gesellschaft Universit t Graz), Dr. Thomas Sailer (A.. KH der Elisabethinen Linz), Dr.
5 Hermann f r Nephrologie ( GN) die Arbeitsgruppe Peritonealdia- Salmhofer (LKH Salzburg, Universit tsklinikum), Dr. Andreas Vychytil (Leiter der Arbeitsgruppe, Medizinische Universit t Wien), Dr. Clemens Wieser (Klinikum Klagenfurt lyse gegr ndet*. Diese hat die Aufgabe, die aktuelle Situ- am W rthersee), Dr. Martin Wiesholzer (Landesklinikum St. P lten). 3. nephro Script SEITE DER GESELLSCHAFT. Neuer Vorsitzender der GN. In der Generalversammlung der sterreichischen Gesell- mitglied von Austrotransplant und Board Member bei Eu- schaft f r N. ephrologie am 21. September 2013 in Linz rotransplant. Er ist seit 2005 Vorstandsmitglied der GN. wurde Herr Professor Dr. Alexander Rosenkranz f r die und hatte in den Jahren 2005 bis 2009 die Funktion des kommenden zwei Jahre zum neuen Vorsitzenden Sekret rs inne. der GN gew hlt. Er folgt damit Prof. Dr. Erich Pohanka nach, der diese Funktion in den vergan- Das Hauptaugenmerk von Prof. Rosenkranz als genen zwei Jahren innehatte und uns mit viel Vorsitzendem der GN liegt, wie bereits in den Engagement und Freude als Vorsitzender zur Ver- vergangenen Jahren begonnen, auf der Positio- f gung stand.
6 Nierung des Faches Nephrologie innerhalb der Fachrichtung Innere Medizin, wie es seiner kli- Prof. Rosenkranz war nach seinem Medizinstu- nischen und wissenschaftlichen Bedeutung zu- dium in Wien Vertragsassistent am Institut f r Prof. Dr. Alexander kommt. So ist bereits im heurigen Jahr vor allem Rosenkranz Immunologie an der Universit t Wien und wech- unter der gide von Prof. Rosenkranz und Prof. selte 1993 als Universit tsassistent an die Klinische Abtei- Pohanka ein Dossier der GN verfasst worden, dass sich lung f r Nephrologie und Dialyse, wo er 2000 seine Fach- den Anforderungen der neuen Gesundheitsreform stellt und arztausbildung abschloss. Im Jahr 2000 wechselte Prof. Ro- einerseits die Pr vention der Nierenerkrankungen in den senkranz an die Universit tsklinik Innsbruck, 2001 wurde Vordergrund stellt, und andererseits ein neues patienten- ihm die Lehrbefugnis als ao. Universit tsprofessor f r Innere orientiertes Konzept zur Einleitung der Nierenersatzthera- Medizin verliehen, erlangte 2002 das Additivfach f r Ne- pie beinhaltet.
7 Durch Erstellung von Arbeitsgruppen sollen phrologie und erhielt 2006 das Diplom der Deutschen Hoch- neue Bereiche wie geriatrische Nephrologie, die zu erwar- druckliga als Hypertensiologe DHL. Im Februar 2011 wurde tende neue Ausbildungsordnungen f r den Facharzt oder Herr Prof. Rosenkranz als Leiter der Abteilung f r nephro - auch die Sicherung und F rderung des nephrologischen logie an die Medizinische Universit t in Graz berufen. Nachwuchses erschlossen werden. Daneben ist es ein Ziel, die intramuralen Strukturen in den n chsten Jahren zu st r- Wissenschaftlich verf gt Prof. Rosenkranz ber eine breite ken, um eine umfassendere nephrologische Versorgung in Expertise, war von 1996 bis 1998 wissenschaftlich in Boston sterreich zu sichern und den Anforderungen der Zukunft t tig (Erwin-Schr dinger-Stipendium) und leitete in Inns- (z. B. die erwartete deutliche Zunahme von Adipositas und bruck die Arbeitsgruppe f r Experimentelle Nephrologie. Niereninsuffizienz bis zum Jahre 2030).
8 Gemeinsam mit seiner Arbeitsgruppe wurden ihm zahlreiche nationale und internationale wissenschaftliche Forschungs- Wir freuen uns, dass Herr Prof. Rosenkranz die Funktion preise zuerkannt. Uns allen ist er bekannt als exzellenter als Vorsitzender der GN bernommen hat und w nschen Vortagender und Veranstalter von wissenschaftlichen Fort- ihm f r seine T tigkeit viel Erfolg. bildungen. Wichtig f r seine neue Funktion bei der GN ist die breite Vernetzung, so ist Prof. Rosenkranz Mitglied in vielen re- nommierten medizinischen Fachgesellschaften, Vorstands- Sabine Schmaldienst, im Namen der GN. 4. FOCUS nephro Script INHALT. 03 Editorial NACHLESE GHN-JAHRESTAGUNG 2013, LINZ. 04 Seite der Gesellschaft 37 Ausgezeichnete Forschung, neue Perspektiven Prim. Dr. Hans-Joachim Nesser, Prim. Dr. Rainer Oberbauer FOCUS. 06 Physiologische Grundlagen der Peritonealdialyse und Prinzipien der PD-Verfahren FREIE THEMEN. Ao. Dr. Johannes Roob (entgeltliche Einschaltungen). 11 Nichtinfekti se Komplikationen der Peritoneal 40 Nephrologie 2020: Blicke in die Glaskugel dialyse Fa.
9 Amgen . OA Dr. Hermann Salmhofer 42 Phosphatbindung mit Zusatznutzen 16 Dialysel sungen Grundlagen, Indikationen, Fa. Mitsubishi Ergebnisse OA Dr. Clemens O. Wieser 44 An mie und Eisenmangel nach Nierentransplantation 20 Infekti se Komplikationen bei der Peritoneal Fa. Vifor dialyse Dr. Martin Wiesholzer 45 Eisen als neues Therapietarget beim kardiorenalen An miesyndrom 24 Die Peritonealdialyse intensivieren, die Dialyse- Fa. Vifor qualit t verbessern Dr. Andreas Vychytil 28 Patientenauswahl f r PD: Wer ist geeignet? MEINUNGSFORUM. Dr. Paul K nig (entgeltliche Einschaltung). 34 Harns ure und Niere Der Stellenwert von Aranesp (Darbepoetin alfa). Prim. Dr. Karl Lhotta im An miemanagement IMPRESSUM. Verlag: MEDMEDIA Verlag und Mediaservice Herausgeber: sterreichische Gesellschaft f r Nephrologie, Prof. Dr. Alexander Rosenkranz, Leiter der Abteilung f r Nephrologie, Medizinische Universit t, Graz und Dr. Kathrin Eller, Klinische Abteilung f r Nephrologie, Universit tsklinik f r Innere Medizin, Graz.
10 Chefredakteur: Dr. Andreas Vychytil, Abteilung f r Nephrologie und Dialyse, Klinik f r Innere Medizin III, Medizinische Universit t Wien. Anzeigen/Organisation: MEDMEDIA. Verlag und Mediaservice , Seidengasse 9/Top , 1070 Wien, Tel.: 01/407 31 11. Projekt leitung/Produktion: Friederike Maierhofer. Redaktion: Dr. Claudia Uhlir. Layout/DTP: Patrick Kloepfer. Cover : F1 Lektorat: Druck: Donau Forum Druck, 1230 Wien. Druckauflage: St ck im 1. Halbjahr 2013, gepr ft von der sterreichischen Auflagenkontrolle. Bezugsbedingungen: Die Zeitschrift ist zum Einzelpreis von 9,50 Euro plus MwSt. zu be ziehen. Grund- s tze und Ziele von nephro Script : Information f r nephrologisch interessierte Krankenhaus- und niedergelassene rzte. Angaben ber Dosierungen, A pplikationsformen und Indikationen von pharmazeutischen Spezialit ten m ssen vom jeweiligen Anwender auf ihre Richtigkeit berpr ft werden. Herausgeber und Medieninhaber bernehmen daf r keine Gew hr. L iteratur zu den Fachbeitr gen bei den jeweiligen Autoren.