Transcription of Simson Kleinroller Schwalbe - pstaude.de
1 ERG NZUNG ZUR BETRIEBSANLEITUNG F R Simson Kleinroller Schwalbe VEB FAHRZEUG- UND GETR TEWERK Simson SUHL-DDR Vorwort Vorwort Der KleinrolIer " Schwalbe " in Sonderausf hrung ist ein Gebrauchsfahrzeug f r gehobene Anspr che. Er wird grunds tzlich in Fu schaltausf hrung geliefert und ist zum Zwecke der Bedienungserleichterung mit einer automatischen Fliehkraftkupplung ausger stet. Hydraulisch ged mpfte Federbeine, eine verl ngerte Sitzbank sowie ein 25-Watt-Scheinwerfer erh hen die Fahrsicherheit und den Fahrkomfort. Diese Vorteile sind sowohl dem fahrerischen Neuling als auch dem Ge bten von Nutzen. Es war unser Anliegen, unse-ren Kunden ein Fahrzeug anbieten zu k nnen, das durch ein Minimum an Bedienungsauf-wand seinem Fahrer die M glichkeit gibt, sich voll und ganz auf die hohen Anforderungen des modernen Stra enverkehrs zu konzentrieren.
2 Damit Sie jedoch die Vorz ge des KR 51/1 S auch wirklich voll nutzen k nnen und Ihre Freude nicht durch einen Bedienungsfehler oder durch Unkenntnis eines wichtigen techni-schen Details getr bt wird, wollen Sie, bitte, neben der Betriebsanleitung f r " Simson "-Kleinfahrzeuge auch diese kurze Erg nzung - vor Antritt der ersten Fahrt - aufmerksam studieren. Unser Wunsch f r Sie ist: "Allzeit gute Fahrt! " VEB Fahrzeug- und Ger tewerk Simson , Suhl Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Vorwort .. 2 Inhaltsverzeichnis .. 3 1. Technische 5 2. Hinweise zur richtigen Bedienung .. 6 Starten .. 6 Anfahren .. 6 Schalten .. 6 Anhalten .. 7 Fahrpraxis .. 7 Verhalten im Stadtverkehr .. 7 7 Motorst rung .. 8 3. Wartungshinweise .. 9 lwechsel .. 9 Einregulierung des Kupplungsspiels .. 9 Bild 1: Gesamtansicht des KR 51/1 S ..4 Bild 2: Kupplungs- und l Bild 1: Gesamtansicht des KR 51/1 S Technische Daten 1.
3 Technische Daten Der Motor des Kleinrollers " Schwalbe " Sonderausf hrung - f hrt die Typenbezeichnung M 53/11 AR (Automatik-Roller). Seine Kennwerte entsprechen denen der Motoren M 53/ 1 KH bzw. M 53/1 KFR. F r die Getriebeschmierung ist "Einheits l 36" oder "EP 80", Viskosit t 36+4 cSt bei 50 C zu verwenden. Die F llmenge betr gt 500cm3. Weitere nderungen: Schwunglichtmagnetz nder: 6V, 43W, Z ndspule au en liegend Scheinwerfergl hlampe: Bilux 6 V 25/25 Federweg vorn: 100mm D mpfung vorn: hydraulisch hinten: hydraulisch Leermasse: 84kg Zul ssige Gesamtmasse: 235kg Hinweise zur richtigen Bedienung 2. Hinweise zur richtigen Bedienung Die "Betriebsanleitung f r Simson -Kleinfahrzeuge" beh lt auch f r den KR 51/1 S im wesent-lichen ihre G ltigkeit. Das Fahrzeug hat jedoch einige Besonderheiten, die nachstehend er-l utert werden. Wir m chten Sie an dieser Stelle nochmals eindringlich darum bitten, sich die wenigen, aber u erst wichtigen Grundkenntnisse ber die Kupplungsautomatik genau einzupr gen, weil Sie nur dann in den verschiedenen Fahr- und Verkehrssituationen richtig reagieren k nnen.
4 Die automatische Fliehkraftkupplung ist getrennt bei stillstehendem Motor im Betriebszustand "Leerlauf". (Die Einschaltdrehzahl der Fliehkraftkupplung liegt ber der Leerlaufdrehzahl des Motors. Aus diesem Grunde ist der exakten Einregulie-rung des Leerlaufsystems im Vergaser besonderes Augenmerk zu widmen. Bei St rungen die Vertragswerkstatt aufsuchen! Die Anschlagschraube des Kolbenschiebers im Vergaser darf nur geringf gige Ver-stellungen erfahren!) beim Bet tigen der Schaltwippe (Fu schalthebel) (Die Unterbrechung des Kraft-flusses geschieht in diesem Falle unabh ngig vom Betriebszustand des Motors oder Fahrzeuges). Die Kupplung tritt in Funktion beim Bet tigen des Kickstarters, beim berschreiten ihrer Einschaltdrehzahl (beim Gasgeben), beim Befahren eines Gef lles mit eingeschaltetem Getriebe. (Gef lle sind grund-s tzlich mit dem Getriebegang zu befahren, mit dem eine gleichwertige Steigung be-fahren w rde.)
5 Siehe auch Arbeitsschutzanordnung 361 - Fahrzeuge - 27). Starten Das Fahrzeug vom Kippst nder nehmen, Kraftstoffhahn ffnen und, wenn n tig, Startvergaser einschalten (Kaltstart), Z ndung einschalten, Dabei unbedingt auf eingelegten Leergang achten! Die gr ne Leergang-Kontrolllampe im Scheinwerfergeh use muss aufleuchten! Hat man sich vom eingeschalteten Leergang berzeugt, Kickstarter kurz und kr ftig mit der Fu spitze bet tigen, gegebenenfalls Startvergaser ausschalten. Anfahren Sobald der Motor einwandfreien Leerlauf hat, kann der 1. Getriebegang eingelegt werden. Dazu den Fu schalthebel mit der Fu spitze nach unten treten, Fu vom Hebel nehmen und gef hlvoll den Gasdrehgriff bet tigen. Achtung: Schaltet man den Getriebegang bei erh hter Motordrehzahl, so ist die Fliehkraftkupplung bereits in Funktion und das Fahrzeug wird beim Loslassen des Fu schalthebels ruckartig beschleunigt.
6 Schalten Das Getriebe wird nur durch Bet tigen gen des Fu schalthebels geschaltet. Die Anordnung der Getriebeg nge entspricht der Normalausf hrung unserer Kleinfahrzeuge. (Reihenfolge: Hinweise zur richtigen Bedienung 1. Gang - Leergang - 2. Gang - 3. Gang). Auf den n chst h heren Gang wird durch Herun-terdr cken der hinteren Trittplatte, auf den n chst niederen Gang durch Herunterdr cken der vorderen Trittplatte geschaltet. Der Leergang wird dabei im Normalfall berschaltet. Soll das Getriebe jedoch auf Leergangstellung gebracht werden, was im Fahrbetrieb kaum einmal n tig ist, so muss der Schalthebel gef hlvoll bet tigt werden, damit die Schaltgabel des inne-ren Schaltmechanismus in ihre Leergangsarretierung einrasten kann. Den Gasdrehgriff dreht man vor jedem Schalten auf seinen vorderen Anschlag (Leerlauf-Gas). Ge btere Fahrer k nnen "etwas Gas stehen lassen", um den Schaltvorgang fl ssig zu gestalten.
7 Sobald der Fu schalthebel in seine Ausgangsstellung zur ckgekehrt ist, kann man wieder z gig Gas geben. Beim Herunterschalten (vordere Trittplatte herunterdr cken) wird gleichzeitig etwas "Zwi-schengas" gegeben. Damit wird die Drehzahl der Kurbelwelle der relativ schneller laufenden Kupplungswelle angeglichen und der Schaltvorgang kann ruck- und sto frei ablaufen. F r das Schalten gelten folgende Fahrgeschwindigkeiten als Richtwerte: vom 1. Gang in den 2. Gang bzw. vom 2. Gang in den 1. Gang 15 .. 20km/h vom 2. Gang in den 3. Gang bzw. vom 3. Gang in den 2. Gang 35 .. 40km/h Anhalten Der Gasdrehgriff wird bis zum vorderen Anschlag gedreht (Leerlaufgas) und das Fahrzeug bis zum Stillstand abgebremst. Leergang einlegen. Z ndung ausschalten und Kraftstoffhahn schlie en. Fahrpraxis Selbstverst ndlich erfordert auch das Fahren eines Fahrzeuges mit Kupplungsautomatik eine gewisse Eingew hnungszeit.
8 Der bisherige Benutzer eines Fahrzeuges blicher Aus-f hrung wird diese etwas mehr empfinden als der Neuling. Beide werden jedoch sehr rasch die Vorz ge der Bedienungserleichterung sch tzen lernen und richtig nutzen. Trotzdem sei uns gestattet, noch einige Hinweise zum Verhalten in bestimmten Situationen zu geben. Verhalten im Stadtverkehr Im Stadtverkehr ist der kurze Halt bei laufendem Motor eine relativ h ufige Verkehrssituation. Meist lassen sich derartige Stockungen zeitig genug erkennen, so dass man sein Fahrzeug durch Gaswegnehmen, Bremsen und Herunterschalten der Verkehrslage anpassen kann. Da, wie sie wissen, die Fliehkraftkupplung bei Leerlaufdrehzahl des Motors getrennt ist, kann der 1. Gang eingeschaltet bleiben, wenn das Fahrzeug zum Stillstand gekommen ist. Ver-meiden Sie jedoch, mit dem Gasdrehgriff zu spielen, weil dann m glicherweise die Ein-schaltdrehzahl der Kupplung berschritten wird und das Fahrzeug in Bewegung kommt.
9 Gefahrbremsung Gas wegnehmen beide Bremsen bet tigen Hinweise zur richtigen Bedienung Motorst rung Durch besondere Umst nde (Fehlbetankung, falsche Fahrweise, mechanische M ngel) kann es zum Blockieren des Motors kommen. Bei einem Fahrzeug herk mmlicher Bauart hilft in einem solchen Falle der Griff zur Kupplung, beim KR 51/1 S tut es die rasche Bet tigung des Fu schalthebels. Der Fu bleibt so lange auf ihm, bis das Fahrzeug ausgerollt ist oder mittels der Bremsen zum Stillstand gebracht wurde. Wartungshinweise 3. Wartungshinweise lwechsel Als Schmierstoff f r Schaltgetriebe, Kurbelwellen-Hauptlager und Kupplungsautomatik wird ein niedrig viskoses Schmier l (Handelsbezeichnung: Einheits l 36, Viskosit t 36+4 cSt. bei 50 C, Getriebe l EP 80) verwendet. Z hfl ssige le f hren zu Funktionsst rungen. Die F llmenge betr gt 500cm3. Die Einf ll ffnung befindet sich in der oberen H lfte des Kupplungsdeckels, die Ablaufbohrung in der linken Motorunterseite.
10 Lwechselfristen: Erster lwechsel nach 600km anl sslich der 2. Garantiedurchpr -fung. Danach alle , sp testens jedoch nach jeweils 1 Jahren Betriebsdauer. Einregulierung des Kupplungsspiels Auch an der Kupplungsautomatik muss ein gewisses Kupplungsspiel zur Gew hrleistung einwandfreier Funktion eingehalten werden. Zu diesem Zweck ist eine weitere ffnung im Kupplungsdeckel vorgesehen. Nach Entfernen der entsprechenden Verschlussschraube wird ein Gewindestift M6 zug nglich, der durch eine Spannplatte und einen Gewindestift M4 ge-gen selbst ndiges Verstellen gesichert ist. Der Einstellvorgang ist folgender: Gewindestift M4 lockern, Gewindestift M6 auf Druckpunkt einschrauben und danach - Umdrehung zu-r ckdrehen, in dieser Stellung durch Anziehen des Gewindestiftes M4 sichern. Verschlussschraube einsetzen. Bild 2: Kupplungs- und l ffnung (1) Einstell ffnung f r Kupplung (2) leinf ll ffnung