Transcription of VMI - Vendory Managed Inventory
1 Eine A Dozent: Professor Doktor Guido Siestrup Autoren: Brendler, Christian Hermann, Markus R hrer, Ren VMI - Vendory Managed Inventory - Eine Ausarbeitung im Rahmen der Lehrveranstaltung Logistik und SCM an der Hochschule Furtwangen University Vendor Managed Inventory Hermann Brendler - R hrer 2 1. Einf 4 Begriff Vendor Managed Inventory .. 4 Entstehung .. 4 Funktionsweise .. 5 Aufgaben des 7 Voraussetzungen .. 7 2. Vor- und Nachteile beim Einsatz von Allgemeine Vorteile: ..11 Reduzierung der Lagerkosten ..11 Verbesserung der Lieferzeit ..12 Schnellere und bessere Reaktion auf eventuelle Schnellere Lieferzeit und Auftragsabwicklung ..13 Intensive Zusammenarbeit zwischen Zulieferer und Kunde ..14 Allgemeine Nachteile.
2 14 Nutzen ..14 Nachteile Kunde ..15 Akzeptanz der Lieferanten ..15 3. Gesch ftsprozesskonzept f r ein Vendor Managed Inventory ..16 Entwicklung eines Gesch Programmierarbeiten ..16 Referenzprozess am Beispiel von zwei SAP/R3 Informations bermittlung an den Lieferanten ..16 Verarbeitung der XML-Datei und Generierung einer Bestellung durch den Lieferanten ..17 Einlastung der Auftragsbest tigung beim Kunden ..18 Eintragung der Bestellnummer beim Eintragung des Aversierungstermins ..18 Vorteile durch Automatisierung ..18 Ausdehnung auf weitere Gesch Technik ..19 Internetverbindung ..19 Securityeinrrichtungen ..20 eEPK Referenzprozess ..20 4. Beweggr nde f r Lieferanten ..21 Vendor Managed Inventory Hermann Brendler - R hrer 35. Ausblick ..23 6. 7. Literaturverzeichnis ..26 8. Vendor Managed Inventory Hermann Brendler - R hrer 41.
3 Einf hrung Begriff Vendor Managed Inventory Untersucht man den sprachlichen Ursprung des Begriffs Vendor Managed Inventory , so findet man bereits erste Hinweise auf dessen Bedeutung in der Logistik. Eine m gliche w rtliche bersetzung w re: verk uferverwaltetes Inventar . bersetzt man den Begriff freier, wird der Gedanke, der hinter VMI steht deutlicher: Vom Zulieferer verwalteter (Lager-)Bestand . Es geht beim Vendor Managed Inventory also darum, die Verwaltung des Lagerbestands g nzlich dem Lieferanten zu bertragen. Dadurch verspricht man sich geringere Lagerhaltungskosten durch geringere Best nde. Vorraussetzung, damit VMI funktioniert, ist allerdings eine enge Bindung zwischen Lieferant und Kunde. Die genaue Funktionsweise und die Vorteile, die man sich durch VMI verspricht, werden in den folgenden Kapiteln genauer erl utert.
4 Entstehung Erste Ans tze des VMI gibt es eigentlich schon relativ lange. Das beste Beispiel daf r sind mit Sicherheit die Superm rkte. Die meisten lassen schon seit Jahren ihre Regale vom Lieferanten auff llen 1. Hierbei berpr ft ein Mitarbeiter des Zulieferers von Zeit zur Zeit die verbliebenen Best nde und stellt dadurch fest, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Menge die einzelnen Artikel geliefert werden m ssen. Diese berpr fung findet komplett manuell statt. Allerdings unterscheiden sich diese ersten Ans tze noch stark vom vollautomatisierten Vendor Managed Inventory . Eines der ersten Unternehmen, die ein automatisiertes VMI-System einsetzten, ist WalMart. Besonders um auf Absatzschwankungen reagieren zu k nnen, f hrte man dort in den 80er Jahren ein solches System 1 Bittermann, Hans-J rgen (2004): Vendor Managed Inventory : Versorgungssicherheit f r die Chemie, in: Process Magazin f r Chemie- und Pharmatechnik, H.
5 11, S. 86. 2 Vgl. Dieffenbacher, Oliver; K mpf, Rainer: VMI Vendor Managed Inventory , , abgerufen am Vendor Managed Inventory Hermann Brendler - R hrer 5 Spricht man heute von Vendor Managed Inventory , dann versteht man darunter in der Regel ein automatisiertes System, dass Mindestbest nde selbst ndig erkennt und dem Lieferanten meldet. Solche modernen Systeme findet man heute beispielsweise vielf ltig bei Tanklagern. Dabei erfolgt die berwachung des F llstands und die Bestellung beim Zulieferer vollautomatisch. Das Vendor Tank Monitoring der Firma Lanxess ist ein gutes Beispiel f r ein solches Funktionsweise Um die Funktionsweise von Vendor Managed Inventory besser verstehen zu k nnen betrachten wir zun chst ein herk mmliches, traditionelles Bestellsystem. Hierbei verwaltet der Kunde sein Lager selbst und berwacht die Best nde der Lagerartikel.
6 Stellt er fest, dass ein oder mehrere Artikel ben tigt werden, beziehungsweise der Mindestbestand erreicht ist, so l st er eine Bestellung bei seinem Zulieferer aus. Der Zulieferer nimmt den Auftrag entgegen, produziert gegebenenfalls die ben tigten Waren und liefert schlie lich an den Abnehmer. Dieses Prinzip wird h ufig auch als Pull-Prinzip der Beschaffung bezeichnet, weil sich der Kunde erst beim Lieferanten melden muss, wenn er etwas ben tigt. Die folgende Abbildung skizziert dieses Prinzip. Abbildung 1: Pull-Prinzip 3 Vgl. Bittermann, Hans-J rgen (2004): Vendor Managed Inventory : Versorgungssicherheit f r die Chemie, in: Process Magazin f r Chemie- und Pharmatechnik, H. 11, S. 86. 1. Bestellung 2. Lieferung Lieferant Kunde Vendor Managed Inventory Hermann Brendler - R hrer 6Im Gegensatz zum Pull-Prinzip entf llt beim Push-Prinzip der Bestellvorgang des Kunden, da es sich hierbei um Vendor Managed Inventory , also um vom Lieferanten verwalteten Bestand, handelt.
7 Die allgemeine Funktionsweise ist recht simpel. Beim Vendor Managed Inventory (VMI) werden alle wesentlichen Bestellprozesse an den Lieferanten bertragen. Dieser entscheidet eigenst ndig ber Lieferrhythmus und menge. 4 Abbildung 02 dient der Verdeutlichung des Push-Prinzips. Abbildung 2: Push-Prinzip Betrachten wir nun den Ablauf beim Vendor Managed Inventory , anhand eines teilautomatisierten Systems genauer. Der Lieferant erh lt vom Kunden Zugang zu allen f r die Bestandsverwaltung relevanten Daten. Dazu z hlen unter anderem aktuelle Lagerbest nde und Nachfragewerte. Diese Informationen k nnen beispielsweise ber ein Internet-Portal zug nglich gemacht werden. Basierend auf diesen Daten kann der Zulieferer nun sehr exakt planen, wann und in welcher Menge er liefern muss.
8 Sicherheitsbest nde werden dadurch gering gehalten. Dennoch erfolgt die Nachlieferung rechtzeitig, so dass keine Unterdeckung beim Kunden entsteht. Planungsfehler darf man sich allerdings nicht erlauben. Die Abrechnung der gelieferten Ware erfolgt dann entweder nach jeder Lieferung oder in periodischen Abst nden. 4 (2005): Hand in Hand: Mit Vendor Managed Inventory die Best nde entlang der Versorgungskette effizienter steuern, in: ElektronikPraxis, H. 12, S. 43. Lieferung Lieferant Kunde Vendor Managed Inventory Hermann Brendler - R hrer 7 Hauptziel des Vendor Managed Inventory ist es also, die Bestandsverwaltung zu optimieren, ohne dabei die Versorgungssicherheit zu beeintr chtigen. Dadurch soll eine Win-Win-Situation geschaffen werden.
9 Beide Seiten Abnehmer und Lieferant sollen davon profitieren. Aufgaben des Zulieferers Durch die bertragung der Bestandsverwaltung auf den Zulieferer, erh lt dieser eine gr ere Verantwortung und nat rlich auch zus tzliche, neue Aufgaben. Diese Aufgaben lassen sich folgenderma en zusammenfassen: - der Zulieferer berwacht das Lager des Kunden - der Zulieferer ist verantwortlich f r das Auff llen und Verwalten des Lagers - der Zulieferer ermittelt das Bestandsniveau des Kunden - der Zulieferer errechnet die optimal Wiederauff llmenge und den besten Auff llzeitpunkt 5 Voraussetzungen Damit VMI funktioniert m ssen einige Voraussetzungen erf llt und Vorarbeiten erledigt werden. Betrachten wir zun chst das Verh ltnis zwischen Lieferant und Kunde. F r den Abnehmer geht es hier vor allem um eine Vertrauensfrage.
10 Schlie lich begibt er sich durch die Abgabe der Lagerverwaltung in eine extreme Abh ngigkeit von seinem Lieferanten. Des Weiteren erh lt der Zulieferer einen tiefen Einblick in das Unternehmen seines Kunden. W rde der Kunde seinem Zulieferer nicht vertrauen, so w rde er sich niemals von ihm abh ngig machen und auch niemals so viel Information preisgeben. Das Verh ltnis der beiden Gesch ftspartner muss also ein sehr enges sein. Die zweite Voraussetzung umfasst eine ge nderte Sichtweise der beiden Partner. Der Blick darf sich nicht nur auf das eigene Unternehmen beschr nken. Es muss verstanden werden, dass Prozesse nicht bei den eigenen Unternehmensgrenzen enden. Vielmehr verschmelzen diese Grenzen zu einer ganzheitlichen Betrachtungsweise. 5 Vgl. Dieffenbacher, Oliver; K mpf, Rainer: VMI Vendor Managed Inventory , , abgerufen am Vendor Managed Inventory Hermann Brendler - R hrer 8 Eine weitere wichtige Grundlage f r das VMI ist die Informationsbereitstellung f r den Zulieferer.