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Zukunftsstudie 2026 - viscom

Zukunftsstudie 2026 Zukunftsstudie 2026 5 Ein Leitfaden, aber kein Rezeptbuch Peter edelmann , Pr sident viscom 6 Branchenstrukturanalyse Dr. Thomas Gsponer, Direktor viscom10 Die k nftige Rolle von Print in der Kommunikation Professor Dr. Christian Pieter Hoffmann, Universit t Leipzig 16 Ver nderungen in der Unternehmenskommunikation Professor Ruedi Alexander M ller-Beyeler, Fachhochschule Chur22 Die Dynamik des technologischen Fortschritts, Fokus Digitalisierung Paul Fischer, Chefredaktor viscom p+c30 Individualisierte Massenfertigung in der Printindustrie Es geht! Dr. Eduard Neufeld, Gesch ftsf hrer Fogra36 Privat-, Public- und Hybrid-Cloud Fluch oder Segen? Professor Andreas Sidler, Fachhochschule Yverdon42 Die Zukunft mit Printed Electronics Professor Dr. Ulrich Moosheimer, Technische Hochschule M nchen48 Big Data als Chance f r die Druckindustrie Professor Dr.

Zukunftsstudie 2026 5 Ein Leitfaden, aber kein Rezeptbuch Peter Edelmann, Präsident viscom 6 Branchenstrukturanalyse Dr. Thomas Gsponer, Direktor viscom 10 Die künftige Rolle von Print in der Kommunikation Professor …

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1 Zukunftsstudie 2026 Zukunftsstudie 2026 5 Ein Leitfaden, aber kein Rezeptbuch Peter edelmann , Pr sident viscom 6 Branchenstrukturanalyse Dr. Thomas Gsponer, Direktor viscom10 Die k nftige Rolle von Print in der Kommunikation Professor Dr. Christian Pieter Hoffmann, Universit t Leipzig 16 Ver nderungen in der Unternehmenskommunikation Professor Ruedi Alexander M ller-Beyeler, Fachhochschule Chur22 Die Dynamik des technologischen Fortschritts, Fokus Digitalisierung Paul Fischer, Chefredaktor viscom p+c30 Individualisierte Massenfertigung in der Printindustrie Es geht! Dr. Eduard Neufeld, Gesch ftsf hrer Fogra36 Privat-, Public- und Hybrid-Cloud Fluch oder Segen? Professor Andreas Sidler, Fachhochschule Yverdon42 Die Zukunft mit Printed Electronics Professor Dr. Ulrich Moosheimer, Technische Hochschule M nchen48 Big Data als Chance f r die Druckindustrie Professor Dr.

2 Reinhard Riedl, Fachhochschule Bern56 Marketing als Chance f r Printunternehmen Professor Martin Blatter, Hochschule Westschweiz66 Gesch ftsfeldentwicklungen f r Drucksachendienstleister Logistik, Supply Chain Thomas Wiederkehr, Gesch ftsf hrer IE Graphic Engineering68 Technologische Herausforderungen und die Globalisierung Beat Kneub hler, Vizedirektor viscom74 Gesch ftsmodellinnovation als Chance f r die grafische Industrie Florian Hohmann, Universit t St. Gallen80 Produkte und Dienstleistungen 2026: Experten-Umfrage Professor Dr. Christian Pieter Hoffmann, Universit t Leipzig, Peter edelmann , Pr sident viscom , Professor Ruedi Alexander M ller-Beyeler, Fachhochschule Chur, Stefano Gazzaniga, Vizedirektor viscom92 Kundenbefragung Gegenwart und Zukunft Print Rudolf LisibachZukunftsstudie 2026 5Es geh rt zum Wesen von uns Menschen, dass wir uns mit der Zukunft befassen.

3 Dabei tun wir gut daran, nicht zu vergessen, dass Vorhersagen die l stige Eigenschaft haben, nur selten exakt einzutreffen. Alleine die Dynamik des Fortschritts macht es unm glich, die Zukunft weiter als ein Jahrzehnt ist es f r uns aber auch schlicht unm glich, Unvorhersehbares vorherzu sehen. Oder haben Sie um die Jahrtausendwende etwa damit gerechnet, dass 2016 jeder vierte Mensch auf dieser Erde soziale Netzwerke nutzt? Und h tten Sie es damals f r m glich gehalten, dass Sie Ihr mobiles Telefon dereinst nicht nur f r Ferngespr che nutzen w rden, sondern abseits Ihres B ros auch f r das Herunterladen von Daten aus fremden Computern? Wenn man berhaupt etwas mit Gewissheit ber die Zukunft sagen kann, dann nur, dass sie uns berraschen unter dieser Pr misse eine Zukunftsstudie ber die grafische Industrie der Schweiz berhaupt Sinn?

4 Warum leistet sich viscom diesen Aufwand?Die Zukunft unserer Branche wird durch wesentliche Faktoren gepr gt: Einerseits wird uns die Strukturkrise weiter besch ftigen und andererseits fordern uns die vierte industrielle Revolution sowie andere sozio konomische und demografische Einf l sse in den kommenden Jahren stark heraus. In diesen turbulenten Zeiten sehen wir es als Aufgabe des Verbandes an, unseren Mitgliedern eine Orientierungshilfe zu bieten. Wir haben deshalb namhafte Pers nlichkeiten aus den Disziplinen Marketing, Technolo gie und Wissenschaft beauftragt, sich mit der Zukunft unserer Branche auseinander Ergebnis ist die vorliegende Zukunftsstudie . Sie ist kein Rezeptbuch, sondern sie ist als Leitfaden f r Anregungen zur Zukunftsbew ltigung zu verstehen. Entscheidend ist und bleibt, dass sich die Unternehmen nicht durch die Zukunft berraschen lassen, sondern den Mut auf bringen, selber Neues auszuprobieren.

5 Dies im Bewusstsein, dass es Fortschritt und Innovation die letztlich massgebenden Garanten f r nachhaltigen Erfolg nur zum Preis einer mehr oder weniger grossen Unvorhersehbarkeit w nsche Ihnen eine inspirierende Lekt re!Peter EdelmannEin Leitfaden, aber kein Rezeptbuch Peter Edelmann6 Branchenstrukturanalyse VorbemerkungenSeit dem Jahrtausendwechsel ist die reale Wert sch pfung der grafischen Industrie in der Schweiz um 30 Prozent gesunken und seit dem Jahr 2011 weist die Branche jedes Jahr negative Wachstums zahlen in der Gr ssenordnung zwischen 0,5 und 7,5 Prozent aus (vgl. Abbildung 1). Diese Negativ entwicklung widerspiegelt sich in einem R ckgang der Besch ftigung und einer rasanten Abnahme der in der Branche t tigen Unternehmen. Die Branche leidet im Vergleich zum Ausland unter komparativen Kostennachteilen, die den Werkplatz Schweiz allgemein gef hrden, und zollt zugleich Tribut f r eine rasant fortschreitende Strukturkri se, die die gesamte europ ische Druckindustrie erfasst hat.

6 Die technologische Revolution in der Kommunikationsindustrie hat das Medienkonsum verhalten fundamental ver ndert und dr ngt die grafische Industrie mit ihren Produkten und Dienst leistungen in eine neue Rolle. Printprodukte werden crossmedial eingesetzt und m ssen im Schweizer Markt zugleich hohen Qualit tsanspr chen ent sprechen. Schweizer Printbuyer beschaffen Druck erzeugnisse auf einem offenen, auch internationa len Markt mit einem sinkenden Preisniveau. Der internationale Preiswettbewerb pr gt den Schweizer Printmarkt und fordert von den Unter nehmen eine hohe Innovations und Investitions f higkeit. Das bei Schweizer Unternehmen stark ausgepr gte Technologiebewusstsein verbunden mit einer grossen technischen Fachkompetenz auf der Ebene der Mitarbeitenden d rfte sich im Sog einer zunehmenden Digitalisierung und Automa tisierung der Druckindustrie als Marktchance f r die Schweizer Unternehmen erweisen.

7 Allerdings ist die Branche bei einem tendenziell sinkenden Marktvolumen f r Printprodukte auf noch attrakti vere wirtschaftliche Rahmenbedingungen und ein zus tzliches Produktivit tswachstum nf-Kr fte-Modell gem ss PorterDas F nf Kr fte Modell von Porter dient nachfol gend als methodische Grundlage zur Bewertung der Wettbewerbsf higkeit der schweizerischen grafi schen Industrie. Hierbei handelt es sich um eine Momentaufnahme, die allerdings die Wettbewerbs dynamik und die mit ihr verbundenen Ver nderun gen modellbedingt nur unscharf erfassen F nf Kr fte Modell als Basis f r eine Bran chenstrukturanalyse stellt die Marktstruktur in den Mittelpunkt und geht von der Annahme aus, dass die Attraktivit t einer Branche durch die Auspr gung der nachfolgenden f nf Wettbewerbs kr fte bestimmt wird: Rivalit t unter den bestehenden Wettbewerbern innerhalb einer Branche Bedrohung durch neue Anbieter Verhandlungsst rke der Lieferanten Verhandlungsst rke der Abnehmer Bedrohung durch ErsatzprodukteJe st rker die Bedrohung durch die f nf Wettbe werbskr fte ist, desto unattraktiver ist eine Bran che und desto schwieriger ist es f r die Branchenun ternehmen, einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu erzielen.

8 Branchenunternehmen sind gefordert, eine Marktposition aufzubauen, die es erlaubt, die f nf Wettbewerbskr fte zum Vorteil der eigenen Wettbewerbsposition zu nutzen. WettbewerbssituationIn der Schweiz ist der Markt der grafischen Indus trie gekennzeichnet durch einen intensiven Wett bewerb. In der Branche sind rund 1000 Unterneh men t tig (vgl. Abbildung 2), die ber hnliche Produktionsmittel verf gen und mit vergleichbaren Produkten und Dienstleistungen auf dem Markt auftreten. Seit Jahren weist die Branche ein Nega tivwachstum auf, was den Wettbewerbsdruck unter den Anbietern stetig ansteigen l sst. Investitionen in neue, leistungsf hige Produktionsmittel bedin gen zus tzliche Produktionskapazit ten und f r dern den Preiswettbewerb bei einem sinkenden Marktvolumen. Auf Grund der hohen Branchenka pitalisierung bestehen relativ hohe Marktaustritts barrieren, was den Konkurrenzkampf unter den bestehenden Wettbewerbern permanent antreibt.

9 Thomas Gsponer 7 MarktzugangDer Schweizer Printmarkt kennt zwar niedrige Zugangsbarrieren, aber zu Firmenneugr ndungen und damit zu zus tzlichen Wettbewerbsteilneh mern kommt es auf dem Printmarkt eher selten. Neue inl ndische Anbieter treten vor allem im Digitaldruck auf. Mit neuen Produktionskapazit ten reagieren prim r bestehende Unternehmen bei Ersatz , Erneuerungs und Erweiterungsinvestitio nen auf das Erfordernis, die Unternehmensproduk tivit t dem ver nderten Marktumfeld und den tech nologischen M glichkeiten anzupassen. Bei einer sinkenden Gesamtnachfrage nach Printprodukten in der Schweiz erh hen sie damit aber den Wettbe werbsdruck unter den Anbietern. Der Schweizer Printmarkt wird international beworben (vgl. Abbil dung 3). Die offenen Grenzen und das vorherrschen de Preisniveau machen den Schweizer Markt f r ausl ndische Produzenten interessant.

10 Neue aus l ndische Anbieter dr ngen deshalb, gest tzt von Wechselkursvorteilen und F rderprogrammen, auf den Schweizer Markt. Sie profitieren im Vergleich zu den Schweizer Unternehmen von tieferen Pro duktionskosten (Lohnkosten, Betriebsmittel, Sub ventionen etc.) und bedrohen die inl ndischen Anbieter. Angesichts ihrer Gr sse nutzen ausl ndi sche Unternehmen m gliche Skaleneffekte auf dem Schweizer Markt aus und beg nstigen eine Verlage rung der Nachfrage ins Ausland, was den Wettbe werb auf dem schrumpfenden Binnenmarkt unter den Schweizer Produzenten zus tzlich stimuliert. ZulieferindustrieDie grafische Industrie steht einer starken Zuliefer industrie gegen ber. Diese zeichnet sich durch eine grosse Innovationskraft aus. Neue Technologien, Produktionsverfahren und Betriebsmittel, die von der Zulieferindustrie entwickelt werden, charakte risieren die Innovationsprozesse in der grafischen Industrie.


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