Transcription of 1. Wirtschaftssysteme / Wirtschaftsordnungen
1 Thema: Kommunismus/SozialismusManuel Friedrich, StRSchiller-Gymnasium Wirtschaftssysteme / WirtschaftsordnungenIn diesem ersten Kapitel soll eine erste Einf hrung in das Problem der Wirtschaftsordnung erfolgen,noch ohne auf die einzelnen Auspr gungen der Marktwirtschaft oder der Zentralverwaltungswirtschafteinzugehen. Die Frage, die hier gekl rt werden soll ist, welche wirtschaftlichen Fragen muss jedeGesellschaft grunds tzlich kl ren und gibt es bestimmte Eigenschaften des Menschen, die daraufhinweisen k nnten, ob ein bestimmtes Wirtschaftssystem der Natur des Menschen entspricht.
2 Andersherum kann man fragen, dass ein Wirtschaftssystem ein m gliches Menschenbild wiederspiegelt. Wirtschaftssysteme und die dahinterstehenden MenschenbilderMenschenbild:Abh ngig vom christlich-ethischen, geistig-sittlichen Wertesystem, Wertewandel, Werteverh ltnis undWertevorstellungen in einer Gesellschaft; der Mensch als (selbstst ndig oder erzwungen) handelndesWirtschaftssubjekt mit unterstellter :Eine durch historisch bedingte, philosophisch-ideologisch gepr gte Wertevorstellung alswirtschaftsethische Gesinnung und wirtschaftliche Handlungsrichtlinie der Wirtschaftssubjekte in einerbestimmten Volkswirtschaft, Kapitalismus, ihrer Grund berzeugung jeweils vereinbar mit bestimmten Wirtschaftsordnungen :Kapitalismus Marktwirtschaft.
3 Sozialismus :Rechtliche, gesellschaftliche und wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen f r die Funktionsweiseeiner Volkswirtschaft; z. B. Marktwirtschaft, ZVW. Die den volkswirtschaftlichen Aufbau regelndenrechtlichen Normen = WirtschaftsverfassungText:Kartoffeln und Brot f r Millionen ber die Lenkung des WirtschaftsprozessesVersetzen wir uns also einen Augenblick in eine geschlossene Familienwirtschaft von drei ig K pfen,die von einem Manne etwa dem ltesten geleitet wird. Diese Eigenwirtschaft umfasst zehnHektar Boden verschiedener Qualit t und zwanzig Menschen k nnen arbeiten; die brigen sind Kinder,Greise und Kranke.
4 Der Leiter hat sich nicht nur dar ber klar zu werden, wie im Herbst und Fr hjahrder Boden auf den Anbau von Kartoffeln, Roggen usw. zu verteilen ist, ob eine neue Stallung gebautwerden soll und dergleichen. Vielmehr ist tagt glich daf r zu sorgen, dass jeder der Arbeiter Stunde f rStunde f r die Befriedigung von Bed rfnissen optimal t tig ist, dass stets rechtzeitig die notwendigenWerkzeuge, Zugtiere und Materialien, die sogenannten komplement ren G ter zur Hand sind, dassalso z. B. in der Kartoffelernte zur richtigen Zeit Fahrzeuge und Zugtiere da sind, um die Kartoffelnheimzubringen, dass rechtzeitig Futter f r die Tiere oder Mahlzeiten f r die Menschen gebotenwerden.
5 Vielleicht bew ltigt der Leiter diese Aufgabe nicht ganz. Oft m gen Arbeitskr fte wegenfalscher Planung nutzlos herumstehen oder z. B. im Walde arbeiten, w hrend sie auf dem Feldedringender ben tigt werden und hier einen wesentlich gr eren Nutzen stiften w rden. Oder es fehltpl tzlich an einem Zugtier, das anderswo besch ftigt ist. Fehldispositionen gibt es auch in einersolchen Wirtschaft oft; aber der Leiter kann sie korrigieren. Er kann die Bedeutung, die jedeArbeitsstunde oder jedes St ck Boden f r die Bed rfnisbefriedigung in dieser und in anderenVerwendungen gewinnt, absch tzen.
6 Er bewertet fortw hrend. So vermag er Pl ne zu machen, derenDurchf hrung die vielen T tigkeiten der Einzelnen ineinander f gen und sie auf dieBed rfnisbefriedigung ausrichten. Es gelingt die Lenkung des allt glichen wenden wir uns von der kleinen Eigenwirtschaft zu den Verh ltnissen in einem gro enindustrialisierten Welche Probleme tauchen in einem industrialisierten Land auf?2. Wie k nnen die Probleme grunds tzlich gel st werden?aus: Walter Eucken, Grunds tze der Wirtschaftspolitik, 6. Aufl., T bingen 1990, S. 2 f 2006-2007 Manuel Friedrich eMail: - Seite 1 von 7 Thema: Kommunismus/SozialismusManuel Friedrich, StRSchiller-Gymnasium des Einzelnenwelche G terwas produziere wo arbeitein welcher Formkaufe ichichichspare ichBeachte: Dieses Idealmodell einesWirtschaftssystems gibt es in der Realit t nicht!
7 Daher sprechen wir bei real existierenden Beispielen von Wirtschaftsordnungen . Idealtypische WirtschaftssystemeDezentrale RegelungZentrale RegelungHH und U entscheidenselbst ndigEntscheidungsproblem=> wer entscheidet berProduktion und Konsum?Zentrale kennt Bed rfnisseder HH und erteilt den Udementsprechende Pl nezur ProduktionU entscheiden ber dasProdukt und seineHerstellungsmengeProduktionsproblem [Koordinationsproblem]=> Was, wie viel und wiewird produziert?Zentrale entscheidet undbestimmt damit indirektdas Einkommen der HH(siehe )HH entscheiden durchKauf oder Nichtkauf anden M rktenVerteilungsproblem=> F r wen wirdproduziert?
8 Menge und Preis der zuverteilenden G terbestimmt die ZentraleFreie MarktwirtschaftZentralverwaltungs-wirtsc haft 2006-2007 Manuel Friedrich eMail: - Seite 2 von 7 Thema: Kommunismus/SozialismusManuel Friedrich, StRSchiller-Gymnasium Die Freie Marktwirtschaft Idee und OrdnungsmerkmaleJedes Individuum versucht seine Interessen im Wettbewerb mit denen der anderenMenschen bestm glich zu erreichen. Vorteil der Freien MarktwirtschaftDurch den Wettbewerb (Leistungsgesellschaft) ergibt sich ein sehr hohesBruttoinlandsprodukt (Wert aller G ter, die in einem Land hergestellt werden).
9 Individuelle daf r sind:Privateigentum Vertragsfreiheit Gewerbefreiheit/an Produktions-BerufswahlfreiheitmittelnNac hteile der Freien MarktwirtschaftWo Vertragspartner nicht gleichberechtigt sind, kommt es zur Ausn tzung einerMachtposition: hohe Preise bei Monopolen, niedriger Lohn, Welches Menschenbild wird in der Freien Marktwirtschaft verk rpert?Das Individuum entscheidet selbst ber seine Belange, der Staat greift nicht ein, auch wenn er in Notger t, muss er selbst sehen, wie er wieder aus dem Schlamassel rauskommt.
10 2006-2007 Manuel Friedrich eMail: - Seite 3 von 7 Thema: Kommunismus/SozialismusManuel Friedrich, StRSchiller-Gymnasium Rechte des Menschen in Abh ngigkeit des WirtschaftssystemsIndividuumEntfaltungSc hutzFreiheit SicherheitAbwehrrechteAnspruchsrechteKol lektivFreie MarktwirtschaftZentrale Verwaltungswirtschaft Vor- und Nachteile der Freien Marktwirtschaft werden effizienteingesetzt (unwirtschaftlich arbeitendeUnternehmen werden verdr ngt =Wettbewerb)5. hohe G Arbeitnehmer setzen sichdurch leistungsschwache Menschen (Kranke, Schwache+ Alte) verarmen Gefahr der unsozialen G terversorgung Durch Verdr ngung k nnen Monopole entstehen [produziert wird, was nachgefragt wird (auchsinnloses!)]