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Judas Iskariot - Alles um die Kinderkirche

Judas IskariotMt 26f i. A. / Mk 14f i. A. / Lk 22 i. Wer war dieser Mensch?Wir erfahren nur wenig uber Judas . Und viele Berichte uber ihn sind von seinem Verrat uberzeichnet. Dennoch soll hier der Versuch unternommen werden, einige Fakten zusam- Vor der Begegnung mit JesusJudas tr agt den Beinamen Iskariot . Vermutlich bedeutet dieser Zusatz Mann aus Kariot ,einer Stadt im Landesteil Zusatz k onnte aber auch von Sikkarier , Dolchtr ager, stammen und darauf hindeu-ten, dass Judas zu der Freiheitsbewegung der Zeloten geh ort detailierte Berufungsgeschichte von Judas wird nicht erz Vorleben bleibt im Der Weg mit JesusJudas geh ort zum J ungerkreis, zu den Zw olfen, zu denen, die den Ehrentitel Aposteltragen! Au erliche Unterschiede werden nicht gerade dies bedeutet ja auch, dass Judas ebenfalls den Worten Jesu lauschte, des-sen Wunder sah und mit den anderen ausgesandt wurde, um selbst zu verk undigen undWunder zu Auff alliges im J ungerkreis Uber Judas wird bis zum letzten Aufenthalt in Jerusalem nichts besonderes erw ahnt.

Nun kommt also Judas mit einer großen Schar1 Bewaffneter in den kleinen Garten vor den Toren der Stadt, am Olberg.¨ Judas hatte ein …

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Transcription of Judas Iskariot - Alles um die Kinderkirche

1 Judas IskariotMt 26f i. A. / Mk 14f i. A. / Lk 22 i. Wer war dieser Mensch?Wir erfahren nur wenig uber Judas . Und viele Berichte uber ihn sind von seinem Verrat uberzeichnet. Dennoch soll hier der Versuch unternommen werden, einige Fakten zusam- Vor der Begegnung mit JesusJudas tr agt den Beinamen Iskariot . Vermutlich bedeutet dieser Zusatz Mann aus Kariot ,einer Stadt im Landesteil Zusatz k onnte aber auch von Sikkarier , Dolchtr ager, stammen und darauf hindeu-ten, dass Judas zu der Freiheitsbewegung der Zeloten geh ort detailierte Berufungsgeschichte von Judas wird nicht erz Vorleben bleibt im Der Weg mit JesusJudas geh ort zum J ungerkreis, zu den Zw olfen, zu denen, die den Ehrentitel Aposteltragen! Au erliche Unterschiede werden nicht gerade dies bedeutet ja auch, dass Judas ebenfalls den Worten Jesu lauschte, des-sen Wunder sah und mit den anderen ausgesandt wurde, um selbst zu verk undigen undWunder zu Auff alliges im J ungerkreis Uber Judas wird bis zum letzten Aufenthalt in Jerusalem nichts besonderes erw ahnt.

2 Erwar einer unter den doch erfahren wir, dass er die gemeinsame Kasse verwaltete. Ein Ehrenamt!(Im Nachhinein) stellte sich wohl heraus, dass er auch Geld unterschlagen hat (Joh 12,6). Der VerratJudas erlebte, wie eine Frau wertvollstes Salb ol ma los uber Jesus goss. Judas konntedarin nur die au ere Verschwendung entdecken, nicht aber die Liebe, Wertsch atzung undDankbarkeit der Frau gegen uber Jesus (neben ihm aber auch noch andere, vgl. Mk 14,4). Judas , ein k uhler Rechner! Viele von uns w urden wohl ahnlich Anschluss daran ging er zu den Hohepriestern, um den Rahmen f ur einen Verrat ab-zustecken (Mk 14,10). Man einigte sich auf 30 Silberlinge (etwa 1 Monatsgehalt einesTagel ohners) vermutlich eine was will Judas mit dem Verrat bezwecken? Was ist da in ihn gefahren? Will er Jesuswirklich ans Messer liefern?Will er Jesus zum Handeln zwingen? Immerhin war der Empfang in Jerusalem vor we-nigen Tagen sehr messianisch.

3 Das Volk w urde Jesus schnell zum K onig proklamieren. Esbraucht nur noch die Initialz undung. Der K onig aller K onige wird sich schon nicht verhaf-ten lassen. Im Gegenteil, da wird er sich offenbaren. Und dann beginnt das messianischeReich Gottes. Judas will quasi die Wartezeit k urzen, Jesus einen kleinen Ansto geben. Wir kennen nicht wirklich die Motive des Judas . Hat er sich uberhaupt was dabei gedacht?Eines kann wohl auf jeden Fall gesagt werden: Die anderen J unger haben Judas nicht imVerdacht. Er ist einer der Ihren, er geh ort dazu. Ein Verrat wird ihm nicht mehr und nichtweniger zugetraut als jedem anderen nimmt noch am letzten Passamahl und damit an der Einsetzung des Abendmahlsteil ( das ist das Blut des neuen Bundes, das f ur euch und f ur viele vergossen wird,zurVergebung der S unden! ).Am Tisch sagte Jesus: Einer unter euch, der mit mir isst, wird mich verraten.

4 Interessanterweise weist keiner der J unger den Vorwurf so recht von sich. Jeder fragt: Binich s? (Mk 14,19) Jeder hat es sich zugetraut und jedem haben sie es zugetraut (vgl. Lk22,23).Dort wird erneut deutlich, dass Jesus um das weitere Tun des Judas wei und Jesusl asst Judas gew muss auf jeden Fall f ur die S unden der Vielen sein Leben lassen. Er wei das. Dasist Gottes Plan w are allerdings ganz gewiss auch ohne Judas zu seinem Ziel gekommen. Judashatte also die freie Entscheidung. Weh dem, durch den es geschehen wird. Jesus warntihn ja sogar noch verl asst die anderen, nachdem er absch atzen kann, wo Jesus die Nacht verbringt.(Der Raum des Abendmahls wird ja sehr geheimnisvoll eingef uhrt (vgl. Mk 14,12-14).Jesus war an diesem Abendmahl sehr gelegen und das sollte noch in Ruhe stattfinden! Die Lage war derart angespannt, der Plan Jesus zu schnappen so weit gediehen, dassJesus l angst auf der Hut war.)

5 Judas kennt den Garten Gethsemane gut und den Platz, an den Jesus sich zur hielt sich dort ofter kommt also Judas mit einer gro en Schar1 Bewaffneter in den kleinen Garten vorden Toren der Stadt, am hatte ein Zeichen vereinbart, der ubliche Begr u ungskuss. Damit erfahren wirganz nebenbei, wie die J unger ihren Herrn begr u t haben. Das Erkennungszeichen wareine Ironie an sich! (Aber vielleicht war Judas ja gar nicht so falsch, wie wir ihm gerneunterstellen, sondern er kommt in guter Absicht, um Jesus zum Handeln zu zwingen,damit er sich als der Herr der Herren offenbart und Legionen von Engeln ihnen zur Seitestehen.)Nur mit dem Kuss des J ungers konnte Jesus zweifelsfrei im dunklen Garten identifiziertwerden. Die Rotte selbst w are offensichtlich dazu gar nicht in der Lage konstatiert nur kurz: Das ist es, wozu du (also) hier bist!? Mit einem Kuss verr atstdu den Menschensohn?

6 Das war offensichtlich der letzte Wortwechsel. (Ob diese Worte Judas wohl im Ohr nach-klangen?) Die unertr agliche LastStunden vergehen. Was mag Judas in ihnen gedacht, gehofft, erwartet oder vielleichtgesagt haben? Wie ging es seiner Seele dabei? Wie sah es in ihm aus?1Ob das Wort wirklich nach Joh 18,3 im milit arischen Sinne als Kohorte zu verstehen ist mit rund 600 Mann, halte ich f ur zweifelhaft. Das Aufgebot f ur Jesus und die noch ubriggebliebenen 11 war auf jedenFall mehr als genug. Auch sollte an dieser Stelle nicht zwingend mit R omern gerechnet werden. Sonstm usste Jesus zuerst der r omischen Gerichtsbarkeit uberstellt werden. Es handelt sich wohl um Mitgliederder 27,3: Als Judas sah, dass Jesus zum Tode verurteilt war, reute es ihn, und er brachtedie 30 Silberlinge zur bekennt (27,4): Ich habe Unrecht getan, dass ich unschuldiges Blut verraten den Hohenpriestern und Altesten h ort er aber nur: Was geht uns das an?

7 Du musstsehen, selbst damit zurecht zu gerade das schaffte Judas nicht: Er warf die Silberlinge in den Tempel, ging fort underh angte FragenJesus wusste offenbar schon fr uh, wer ihn verraten w urde (vgl. Joh 7,70f).Dennoch, wie konnte ihn Jesus berufen, wie konnte er ihn gew ahren lassen?Was waren die Beweggr unde des Judas f ur den Verrat? Lockte ihn das Geld oder war erentt auscht, dass Jesus nicht machtvoll die Geschicke Israels anderte ( Judas der Zelot)?Oder wollte er nicht mehr l anger warten, Jesus vielleicht herausfordern, damit dieserendlich Legionen von Engeln zur Befreiung Israels kommen lie ?Nur eines kann mit Sicherheit gesagt werden: Der Teufel war in ihn gefahren!(Joh 13,2) Theologische Fragen Zwischen Wehe und g ottlichem Plan (Mk 14,21)1.) Es w are nicht Alles anders gekommen, w are Judas nicht gewesen!2.) Und doch war Judas nicht frei von Schuld! Er hat sich dem Teufel als Werkzeugbereitwillig zur Verf ugung ) Dass es besser w are, wenn er nicht geboren w are, redet von seinem unr uhmli-chen Leben.

8 Dieser Ausspruch wurde im Judentum allgemein auf S under (von-Gott-Getrennte) angewandt. Judas ist demnach kein Sonder- oder Ubers under. 30 Silberlinge als Lohn f ur den guten HirtenVgl. Sach 11,12: D. h., wie Alles Geschehen in der Passionszeit, so entsprechen auchdie 30 Silberlinge Gottes gro em, l angst vorhergesagten, Heilsplan, dem sich selbstdie Gegner unterordnen m ussen. Worin liegt die Schuld des Judas ?War er nur ein Mitl aufer? (Hat er dazu nicht zu viel aufgegeben und in Jesus inve-stiert? Immerhin ist er ihm drei Jahre nachgefolgt.)Hat er es einfach nicht wahr haben wollen, dass das Reich Gottes nicht mit Gewaltkommen wird, sondern mit Opfer?War er nur geldgierig?Kann man auch als Christ abfallen? Oder wollte er gar nicht abfallen?Auch gut gemeinte Motive k onnen falsch sein und nicht dem Willen Gottes einer unter uns mag sich einbilden, f ur Gottes Sache zu k ampfen und zer-schl agt dabei doch mehr Porzellan.

9 Ein Judas ist einer wie wir! Er ist uns gar nicht so fremd! Lassen wir uns von seinerGeschichte hinterfragen?2 Meine theologische LinieEinSimon Petrus(!) hat Jesus dreimal verleugnet, ihn auf seine Weise verraten .Petrus ging sogar so weit, dass er sich selbst verfluchte, wenn er Jesus kennen w urde (Mk14,71).Und Jesus wusste dar uber schon lange zuvor Bescheid!Petrus bereute seine Tat. Er zog sich zur uck und weinte (ob er dabei wohl betete und waser wohl betete?). Doch Petrus hielt sich trotz seines Versagens zu den anderen J ungern.(Er suchte auch als Versager die Gemeinschaft!)Durch seine Verleugnung hat Petrus Jesus in den letzten Stunden allein gelassen! In ihmmuss es furchtbar ausgesehen Jesus ist auch f ur dieses Versagen des Petrus am Kreuz gestorben. Er hat die S unde(des Petrus) getragen! Nachdem Jesus auferstanden war, macht er deutlich, dass er nocheinmal neu mit Petrus anf wird in Joh 21 noch einmal auf sein Versagen angesprochen, um dann einen neuenAnfang mit einer gro en Aufgabe anvertraut zu Rede, kurzer Sinn: Ich kann mir nicht vorstellen, dass Jesus Judas nicht auchvergeben h atte!

10 AuchJudasbereute seine Tat. Er wollte sie r uckg angig machen. Das ist ihm ebensoweniggelungen wie er Jesu Vergebungsbereitschaft nicht wirklich ernst genommen? Wollte er sich garnicht vergeben lassen?Er hat nicht verstanden, was Jesus auch ihm im Abendmahl zugesprochen hat: Zur Ver-gebung der S hat nicht mehr die tragende Gemeinschaft der Glaubensgeschwister gesucht. Er trugallein an seiner Schuld und konnte sie nicht mehr l anger ertragen. Er richtete sich darum geht es bis heute: Aus diesen gegens atzlichen Ausschnitten zweierBiographien k onnen wir lernen, wie wir es machen sollen und wie eben nicht: Wenn wirversagen, dann d urfen wir mit Jesu Vergebungsbereitschaft rechnen, uns ihm im Gebetanvertrauen. Jesus hat auch unserer Untat am Kreuz von Golgatha gerichtet, wir brauchenuns nicht mehr selbst zu d urfen seit Golgatha gewiss sein: Jesus f angt noch einmal neu mit uns an.


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