Transcription of Berufsethik - Soziale Arbeit
1 Berufsethik - Soziale Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug2 Eine Frage der StatikEine medizinische FrageEine konomische FrageWas ist eine ethische Frage?Eine didaktische Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug3ethische Fragen entstehen dort, wo Handlungen (auch oder ausschliesslich) unter moralischen Gesichtspunkten betrachtet werden. Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug4 Definition EthikGanz kurz gefasst, kann Ethik als wissenschaftliches Nachdenken ber Moral bezeichnet werden. Die Ethik besch ftigt sich auf methodische Weise mit ihrem Gegenstand mit moralischen Handlungen , (..) Annemarie Pieper, Einf hrung in die Ethik , T bingen 2003, Soziale Arbeit und Gesundheit Prof.
2 Sonja Hug5 Ethik 2 Aristoteles, Explikation des guten Lebens zentrale Fragestellung der Ethik. ( mit welchen Tugenden kann gutes Leben erreicht werden) Ethik als Frage nach dem guten Leben(Habermas)Ethik definiert das Gute und GerechteEthik denkt dar ber nach, wie das gute Leben aussehen kann, was gutes Leben bem ht sich um objektiv verbindliche Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug6 Deontologie- TeleologieTelos= ZielZweckm ssigkeit des Handelns(ethische Argumentationsmodelle sind Utilitarismus, Hedonismus)Deon= das Pflichtgem ssePflicht, gem ss einem Prinzip handelnd( , Diskursethik) Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug7deskriptive EthikMetaethikEthiknormative EthikTugendethik/GesinnungsethikPrinzipi enethikNormenethikdeontologische Ethikteleologische EthikKant/ Soziale Arbeit und Gesundheit Prof.
3 Sonja Hug8 Wann Ethik ?Wo berkommene Lebensweisen und Institutionen ihre selbstverst ndliche Geltung verlieren, sucht die philosophische Ethik von der Idee eines sinnvollen Lebens geleitet ..allgemeing ltige Aussagen ber das gute und gerechte H ffe: Lexikon der Ethik Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug9 MoralGesamtheit von Normendie das Verhalten gegen ber anderen beeinflussenindividuell und/oder kollektiventwickelt sich aus einer bestimmten Zeit heraus(siehe Eisenmann 2006) Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug10 Ethos:moralische Gesamthaltung, sittliche Grunds tze eines Menschen oder einer Gruppe von Menschen.(D well/H benthal/Werner: Handbuch Ethik. Stuttgart 2002 S.)
4 339)Verinnerlichte Sammlung von moralischen Werten, Grunds tzen, Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug11 Durch Moral definiert man sich selbst; wer man ist, wer man sein m chte, wof r man gehalten werden will. (..). In der Moral geht es um die Frage, was ich bereit bin zu tun. Darum ist die Ausrede Wenn ich es nicht getan h tte, h tte es jemand anderes getan keine, sondern bereits der Kollaps der Moral.(Jan Philipp Reemtsma: Folter im Rechtsstaat, Hamburg 2005) Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug12 Gewissen:Unterscheidung von Gewissensfunktion und Gewissensinhalt Gewissen ist Bestandteil der Identit t einer Person. Kant (1724-1804): innerer Gerichtshof- Instinkt sich selber zu richten-nicht Produkt von Erziehung aber kultivierbar- vernunftorientiertFreud (1856-1939): Gewissen identisch mit ber- IchPsychologie sieht Gewissen als Ergebnis von Sozialisation und Erziehung(siehe Haag, Nachdenklich handeln 1996) Soziale Arbeit und Gesundheit Prof.
5 Sonja Hug13 Berufsethik der Sozialen Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug14 BerufsethosBerufskodexAktueller Ethischer Diskurs innerhalb der Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug15spezifische Herausforderung bei der Bildung einer Professionsethik der Sozialen Arbeit :IndividualethischeFragestellungen Sozialethische Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug16 WerteWerte sind Lebensinhalte, Handlungsziele, Sinndeutungen, die Individuen, Gruppen oder Gesellschaften f r erstrebenswert ist zu unterscheiden zwischen materiellen, religi sen und moralischen Werten.(siehe dazu auch Baum, Ethik sozialer Berufe M nchen 1996) Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug17 Verh ltnis eigener moralischer Vorstellungen zu professionellem ethisch reflektiertem Einstellungenindivid.
6 Ethische FundierungProfessionsethische berlegungen Kodex r professionelles Handeln stehen die professionsethischen berlegungen im Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug18 Grundwerte- instrumentelle WerteGrundwerte in der ethischen Diskussion (auch in der Sozialen Arbeit ) sind Menschenw rde, Gerechtigkeit, AutonomieInstrumentelle Werte dienen zur Verwirklichung von Grundwerten/ h her eingestuften Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug19 Prinzip:Verallgemeinerungsf hige Handlungsmaxime (Handlungsregel) goldene Regel: Alles was Du nicht willst, dass man Dir tut, das f ge auch keinem anderen stellt Prinzipien auf, wie Sozialarbeitende handeln Soziale Arbeit und Gesundheit Prof.
7 Sonja Hug20 Untersuchung Sarah Bangs zit. nach M hlum Tagung 1998 Aus 15 internationalen Social Work Codices destillierte Sarah Bangs vier zentrale Wertpositionen: Respekt vor der Selbstbestimmung F rderung der Wohlfahrt Bedeutung der Gleichheit (Verteilungs) Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug21 Lob- H depohl(siehe Text aus Handbuch Ethik in der Sozialen Arbeit )Menschenw rdeAutonomieGerechtigkeit/Solidarit t/Nachhaltigkeit/Subsidiarit tZus tzlich professionsmoralische Grundhaltungen:aufmerkend/achtsam/ Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug22 Soziale Arbeit als Profession will nach eigener Definition zu einem gelingenden Leben beitragen, Wohlbefinden heben .orientiert sich an Prinzipien der Menschenrechte sowie der sozialen unter anderem IFSW ethische Soziale Arbeit und Gesundheit Prof.
8 Sonja Hug23 Menschenw rde als wichtiger Ausgangspunkt: Soziale Arbeit basiert auf der Achtung des innewohnenden Wertes und der W rde aller Menschen und den Rechten die daraus folgen (ethische Prinzipien IFSW/IASSW) Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug24 Konsequenzen aus dem Bezug auf die Menschenw rde:Weder ich selber noch andere sollen als Mittel zum Zweck dienen- InstrumentalisierungsverbotEs besteht ein Recht/Anspruch auf die Befriedigung der elementaren Bed rfnisseDie Achtung der W rde ist nicht an Eigenschaften gebunden und kann auch nicht verwirkt Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug25 Soziale Arbeit basiert auf der Achtung des innewohnenden Wertes und der W rde aller Menschen und den Rechten, welche daraus der sozialen Arbeit sollen die k rperliche, psychische, emotionale und spirituelle Integrit t und das Wohlbefinden jeder Person sch tzen und Prinzipien der Sozialen Arbeit des Soziale Arbeit und Gesundheit Prof.
9 Sonja Hug26 Autonomie- Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug27 Autonomieautos= selbstnomos=GesetzDer Mensch gibt sich die Gesetze selbstBasis sind Venunfts Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug28emotivistische Selbstbestimmung: Stimmungen, pers nliche Vorlieben, spontane Neigungen reichen aus, um eine Handlung zu rechtfertigenAutonomie steht f r jene eigenverantwortliche Lebensf hrung eines Menschen, die mit dem von ihm selbst bejahten und vertretenen Werten. =Selbstbestimmung im moralischen Sinne (siehe unter anderem Schlittmaier 2004 ) Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug29 Strukturen, die emotivistische Selbstbestimmung erm glichen in Organisationen der (moralische Selbstbestimmung) als Grundwert Sozialer Soziale Arbeit und Gesundheit Prof.
10 Sonja Hug30 Autonomie als ethischer Grundwert ist nichtan Kompetenzen muss zwischen Autonomief higkeit und Autonomieanspruchunterschieden auf die moralische Selbstbestimmung besteht immer. berlegungen dazu bei Brumlik advokatorische Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug31 Sind Menschen nicht, nicht mehr der noch nicht in der Lage, autonome Entscheidungen zu treffen Stellvertretende Entscheidungen Verpflichtung, wenn m glich, zur Entwicklungsunterst tzung hin zur Entscheidungsf higkeit (Brumlik). Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug32F Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Sonja Hug33F rsorgeZuwendung zu einem anderen Menschen bernahme der Selbstsorge des Gegen bers rsorge ist also immer subsidi Soziale Arbeit und Gesundheit Prof.