Transcription of bfu-Fachdokumentation 2
1 Bfu Beratungsstelle f r Unfallverh tungbfu-Fachdokumentation Bodenbel geAutor: Bern 2018 Markus Buchser5 bfu-Fachdokumentation Anforderungsliste Bodenbel ge Leitfaden: Anforderungen an die Rutschhemmung in ffentlichen und privaten Bereichen Autor: Bern 2018 Markus Buchser bfu Beratungsstelle f r Unfallverh tung Autor Markus Buchser Berater Haus/Freizeit/Produkte bis Juli 2015, bfu Bauzeichner, Bauf hrer; befasst sich seit 1978 mit dem Bau von Sportanlagen, wovon 13 Jahre als Bauf hrer bei einer Sportplatzbaufirma und als Bauleiter bei einem Gartenbauamt. Seit 1991 Be-rater bei der bfu zu Sicherheitsfragen von Sport-, B der- und Freizeitanlagen sowie von Bodenbe-l gen. Vorstandsmitglied der IAKS Sektion Schweiz (Internationale Vereinigung Sport- und Frei-zeiteinrichtungen).
2 Impressum Herausgeberin bfu Beratungsstelle f r Unfallverh tung Postfach CH-3001 Bern Tel. +41 31 390 22 22 Bezug auf , Autor Markus Buchser, Berater Haus / Freizeit / Produkte bis Juli 2015, bfu Redaktion J rg Thoma, dipl. Ing. TH , Leiter Beratung / Sicherheitsdelegierte / Produktesicherheit, Vizedirektor, bfu Projektteam Tobias Jakob, dipl. Bauingenieur HTL, Leiter Haus / Freizeit / Produkte, bfu Tanja Hofer-Gr nig, Sachbearbeiterin Haus / Freizeit, bfu Abteilung Publikationen / Sprachen, bfu Titelbild Ruben Wyttenbach, Bern. Business Park Swisscom Ittigen Druck/Auflage Merkur Druck AG, Gaswerkstrasse 56, 4901 Langenthal 9/2018/2000 Gedruckt auf FSC-Papier bfu 2018 Alle Rechte vorbehalten. Verwendung unter Quellenangabe (siehe Zitationsvorschlag) erlaubt.
3 Kommerzielle Nutzung ausgeschlossen. Zitationsvorschlag Buchser M. Anforderungsliste Bodenbel ge Leitfaden: Anforderungen an die Rutschhem-mung in ffentlichen und privaten Bereichen . Bern: bfu Beratungsstelle f r Unfallverh -tung; 2015. bfu-Fachdokumentation ISBN 978-3-908192-58-9 (Print) ISBN 978-3-908192-59-6 (PDF) Aus Gr nden der Lesbarkeit verzichten wir darauf, konsequent die m nnliche und weibliche Formulierung zu verwenden. Wir bitten die Lesenden um Verst ndnis. bfu-Fachdokumentation Inhalt 5 Inhalt I. Einleitung 7 1. Ursachen von St rzen 7 2. Ziel 7 3. Auswahl geeigneter Bodenbel ge 8 4. Reinigung, Schutz und Pflege 8 5. Zus tzliche Massnahmen 8 6. Weiterf hrende Literatur 8 II. Grundlagen 9 1. Normen 9 2. Fachpublikationen 9 3. Rechtliche Grundlagen 9 III.
4 Anwendungsbereich 10 1. Berufsbereich 10 2. Nichtberufsbereich 10 IV. Messmethoden, Bewertungsgruppen 11 1. Messmethoden 11 2. Station re Messmaschine 11 3. Begehungsverfahren (schiefe Ebene) 13 4. Vergleich der Messmethoden 13 5. Messungen am Bauwerk 14 6. Verdr ngungsraum 14 7. Ausblick 15 V. Auszug aus dem Pr freglement R 9729 16 1. Bodenbel ge f r den Schuhbereich 16 2. Bodenbel ge f r den Barfussbereich 16 VI. Messanleitung: Gleitmessger t FSC 2000 print 17 VII. Vergleich der Pr fsysteme 19 6 Inhalt bfu-Fachdokumentation VIII. Anforderungen 20 1. Hinweise zur Planung 20 Bewertungsgruppe R 9 20 Nassbelastete Barfussbereiche 20 Gedeckte Bereiche ungedeckte Bereiche 20 Laubeng nge, offene Treppen 21 Treppen- und Bodenbel ge im Freien 21 Tipps f r die Auswahl 21 Empfehlung f r ffentliche Bereiche 21 2.
5 Anforderungen Schuhbereich 22 3. Anforderungen Barfussbereich 25 bfu-Fachdokumentationen 26 bfu-Fachdokumentation Einleitung 7 I. EinleitungIn den sp ten 1990er-Jahren wurde in Zusammen-arbeit von Suva und bfu das Gleitverhalten von Schuhen auf Bodenbel gen untersucht und eine Methode zur Pr fung der Gleitfestigkeit von Boden-bel gen entwickelt. Anschliessend erarbeiteten die folgenden Verb nde und Firmen erstmals im Jahr 1998 die Anforde-rungsliste Anforderungen an Bodenbel ge : bfu Suva EMPA St. Gallen Kantonales Amt f r Industrie, Gewerbe und Handel Solothurn Schweizerischer Plattenverband SPV Naturstein-Verband Schweiz NSV Forbo Giubiasco SA Walo Bertschinger AG Die nachfolgenden berarbeitungen erfolgten mit weiteren Verb nden und Firmen: BodenSchweiz Verband der schweizerischen Fachgesch fte f r Linoleum, Spezialbodenbe-l ge, Teppiche und Parkett ISP Interessengemeinschaft der Schweizeri-schen Parkett-Industrie VHP Verband Schweizerischer Hafner- und Plattengesch fte Tecnotest AG 1.
6 Ursachen von St rzen Stolper-, Rutsch- und Sturzunf lle bilden einen Schwerpunkt im Unfallgeschehen. Ein grosser Teil davon wird durch Ausrutschen beim Gehen verur-sacht. In der Schweiz ereignen sich im Bereich Haus und Freizeit j hrlich rund 300 000 Sturzunf lle (St rze auf gleicher Ebene, aus der H he und auf der Treppe). Ursachen daf r sind h ufig ungen -gend rutschfeste Schuhsohlen oder Bodenbel ge, aber auch menschliche Ursachen wie Unachtsam-keit, Bequemlichkeit, falsche Risikoeinsch tzung und Gewohnheiten. Der hohe Anteil am gesamten Unfallgeschehen erfordert eine sorgf ltige Auswahl von Bodenbel gen, Reinigungsverfahren und Reini-gungsmitteln. Rutschhemmende Bodenbel ge sind ein dringendes Erfordernis f r erfolgversprechende Unfallverh tung.
7 2. Ziel Die Anforderungsliste ist ein Hilfsmittel bei der Aus-wahl des geeigneten Bodenbelags entsprechend des Verwendungszwecks und des Einsatzorts. Sie richtet sich an Planer, Architekten, bfu-Sicherheits-delegierte in den Gemeinden, Spezialisten f r Ar-beitssicherheit, Liegenschaftsverwaltungen, Bauher-ren, Bauverwalter, Vertreter der Bodenbelagsbran-che, Fachleute f r Sportanlagen und weitere inte-ressierte Kreise, die sich mit der Rutschhemmung von Bodenbel gen befassen m ssen. Ziel ist es, Un-f lle, die auf Ausrutschen infolge rutschiger Boden-bel ge zur ckzuf hren sind, so weit wie m glich auszuschliessen. 8 Einleitung bfu-Fachdokumentation 3. Auswahl geeigneter Bodenbel ge Bei Neubauten, beim Umbau oder bei der Sanierung von R umen und Anlagen stellt sich bereits in der Planungsphase die Frage nach geeigneten Bodenbe-l gen.
8 Dabei ist es wichtig, die Anforderungen zu kennen, die der k nftige Raum erf llen muss. Es ist zu pr fen, ob der Belag f r die vorgesehene Ver-wendung ausreichend rutschhemmend und stolper-frei ist und ob die mechanische Festigkeit, die Be-st ndigkeit gegen chemische und physikalische Ein-wirkungen sowie die Haftung auf dem Untergrund den zu erwartenden Belastungen entsprechen. In der Planungsphase m ssen auch schon die sp tere Reinigung, der Unterhalt sowie Reparaturen ber ck-sichtigt werden. Besch digte B den erh hen die Stolpergefahr, behindern Transportvorg nge und bringen aus hygienischer Sicht Nachteile. 4. Reinigung, Schutz und Pflege Bodenbel ge stellen in Bezug auf den Unterhalt nicht nur die gr ssten zu reinigenden Fl chen dar, sie werden nutzungs- und reinigungsbedingt auch am meisten beansprucht.
9 Sie sollen die Anforderun-gen an die Trittsicherheit erf llen und den zu erwar-tenden chemischen wie physikalischen Beanspru-chungen standhalten. Durch geschickte Planung und Ber cksichtigung der Unterhaltsarbeiten in der Nutzungsphase k nnen erhebliche Einsparungen im Unterhalt erzielt wer-den. So kann vermieden werden, dass die notwen-digen Reinigungs- und Pflegemassnahmen auf-grund von Kostendruck vernachl ssigt werden. Die Planung entscheidet ber Jahre hinaus, ob mit ver-tretbarem Aufwand die erw nschte Reinheit, Hygi-ene und Sicherheit erreicht werden kann. Nutzung, Reinigung, Schutz und Pflege, Renovation oder Ersatz eines Belags werden Ver nderungen der Oberfl chenstruktur und der Trittsicherheit bewirken. Dementsprechend ver ndern sich auch die Bedingun-gen f r den Geb udeunterhalt.
10 Reinigungs- und Pfle-gesysteme, Reinigungsintervalle und -ergebnisse sind laufend zu berpr fen und anzupassen. 5. Zus tzliche Massnahmen Rutschunf lle lassen sich nicht allein durch rutsch-hemmende Bodenbel ge verhindern. Zus tzlich sind u. a. folgende Punkte zu beachten: bauliche und organisatorische Massnahmen, die sicherstellen, dass Verkehrswege m glichst von Wasser und Verschmutzungen frei bleiben (z. B. Schmutzschleusen) wirkungsvolles Abf hren des anfallenden Was-sers (z. B. durch gen gend grosses Gef lle, ge-eignete Abl ufe) Vermeidung von Abs tzen fl chenb ndige Abdeckungen von berlauf- und Ablaufrinnen 6. Weiterf hrende Literatur In der vorliegenden Dokumentation k nnen nicht alle Geb udetypen, Raumnutzungen oder Ausstat-tungen einzeln aufgef hrt werden.