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Deutsch als Zweitsprache - Bildungsserver

Curriculare Grundlagen Deutsch als Zweitsprache Curriculare Grundlagen Deutsch als Zweitsprache 2 ImpressumHerausgeber:Ministerium f r Bildung, Jugend und Sportdes Landes BrandenburgPresse- und ffentlichkeitsarbeitHeinrich-Mann-Allee 10714473 PotsdamTelefon: 0331 8663521 Telefax: 0331 8663525 Internet: : und Autoren (in der Reihenfolge des Umfangs): Dr. Jana Gamper, Dorothe Steinbock, Marion Gutzmann, Prof. Dr. Christoph Schroeder, Galina St lting, Christina Noack, Verena Mezger, unter Mitarbeit von Carina CescottiDruckGS Druck und Medien GmbH14480 Potsdam Ministerium f r Bildung, Jugend und Sport; Mai 2017 InhaltsverzeichnisAbbildungsverzeichnis ..4 Tabellenverzeichnis ..40 Orientierung und Zielsetzung ..51 Deutsch als Zweitsprache berblick.

Dr. Jana Gamper, Dorotheé Steinbock, Marion Gutzmann, Prof. Dr. Christoph Schroeder, Galina Stölting, ... (DaZ) beinhaltet im Gegensatz zu Deutsch als Fremdsprache (DaF), dass die deutsche Sprache die sprachliche Umgebung der Lernenden prägt und für sie das vorrangige Kommunikationsmittel in

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1 Curriculare Grundlagen Deutsch als Zweitsprache Curriculare Grundlagen Deutsch als Zweitsprache 2 ImpressumHerausgeber:Ministerium f r Bildung, Jugend und Sportdes Landes BrandenburgPresse- und ffentlichkeitsarbeitHeinrich-Mann-Allee 10714473 PotsdamTelefon: 0331 8663521 Telefax: 0331 8663525 Internet: : und Autoren (in der Reihenfolge des Umfangs): Dr. Jana Gamper, Dorothe Steinbock, Marion Gutzmann, Prof. Dr. Christoph Schroeder, Galina St lting, Christina Noack, Verena Mezger, unter Mitarbeit von Carina CescottiDruckGS Druck und Medien GmbH14480 Potsdam Ministerium f r Bildung, Jugend und Sport; Mai 2017 InhaltsverzeichnisAbbildungsverzeichnis ..4 Tabellenverzeichnis ..40 Orientierung und Zielsetzung ..51 Deutsch als Zweitsprache berblick.

2 62 Sprachliche Entwicklung .. Allgemeinsprachliche Kompetenzen .. Erwerbsstufen Etappen der grammatischen Entwicklung im Deutschen ..113 Alphabetisierung in Deutsch als Zweitsprache .. Prinzipien, Strategien und Etappen des Schriftspracherwerbs ..164 Einbindung von lernerspezifischen Einflussfaktoren und Erwerbsstufen im Unterricht Didaktische Empfehlungen .. Erwerbsstufen und sprachliche Kompetenzbereiche .. Wortschatzarbeit: Erwerbsstufen und Themenfelder .. Erwerbsstufen als M glichkeit der Binnendifferenzierung innerhalb eines Themenfeldes .. Scaffolding und Strategiebildung.

3 225 F rderphasen im schulischen Bereich ..246 Sprachbiografie und Sprachstandsdiagnostik ..27 Quellen ..29 Anhang I: Sprachbiografischer Fragebogen ..31 Anhang II: Profilanalyse Durchf hrung und Beispielauswertung ..34 Anhang III: bersichtstabellen zu den Erwerbsstufenmit didaktischen Hinweisen ..39 Anhang IV: Liste mit Chunks und sprachlichen Mitteln ..42 Anhang V: Glossar ..44 Endnoten ..473 Curriculare Grundlagen Deutsch als Zweitsprache AbbildungsverzeichnisAbbildung 1: Deutsch als Zweitsprache in Brandenburg - Inhaltlicher Kern und thematische Satelliten ..5 Abbildung 2: Heterogenit tsebenen neu zugewanderter Sch lerinnen und Sch ler (nach Gill 2015: 9) ..7 Abbildung 3: Unterschiedliche Voraussetzungen von DaZ-Lernenden und (gruppen-)spezifische F rderinhalte (Hinweise zu F rderphasen im schulischen Bereich s.)

4 Kapitel 5) ..8 Abbildung 4: Wortschatz und Grammatik als tragende S ulen allgemeinsprachlicher Kompetenz ..9 Abbildung 5: M gliche Schrifterfahrungen neu zugewanderter Sch lerinnen und Sch ler und darauf aufbauende Bedarfe ..16 Abbildung 6: Mind-Map mit spezifischen Verben, Nomen und Formulierungen f r das Themenfeld Stoffe im Alltag ..20 Abbildung 7: F rderphasen im schulischen Bereich unter Ber cksichtigung der Bedarfe von alphabetisierten und nicht alphabetisierten Sch lerinnen und Sch lern ..26 TabellenverzeichnisTabelle 1: Merkmale der Erwerbsstufe 0 ..11 Tabelle 2: Merkmale der Erwerbsstufen 1a und 1b ..12 Tabelle 3: Merkmale der Erwerbsstufe 2.

5 12 Tabelle 4: Merkmale der Erwerbsstufe 3 ..13 Tabelle 5: Merkmale der Erwerbsstufe 4 ..13 Tabelle 6: Erwerbsstufenbezogene sprachliche Mittel im Themenfeld Stoffe im Alltag ..21 Curriculare Grundlagen Deutsch als Zweitsprache 40 Orientierung und Zielsetzung Neu zugewanderte Sch lerinnen und Sch ler bringen gro es und vor allem vielseitiges Potenzial mit, das es inder Schule zu entdecken und zu f rdern gilt. Damit die einzelnen Sch lerinnen und Sch ler ihre Potenziale best-m glich entfalten, bedarf es der Feststellung und Ber cksichtigung ihrer mitgebrachten Wissensressourcen(Sprach- und Lernbiografie) und Interessen sowie der Erfassung weiterer Heterogenit tsfaktoren ( Alter, Mi-grationserfahrung), die relevant f r sprachliche Entwicklungsprozesse sind, in diesem Fall f r Deutsch als Zweit-sprache (DaZ).

6 Gemeinsames Ziel aller Sch lerinnen und Sch ler ist die sichere Beherrschung der deutschenSprache f r eine schnelle und erfolgreiche Integration in den Schulalltag sowie die Vorbereitung auf das beruflicheLeben und die gesellschaftliche Teilhabe in Deutschland. Der vorliegende Text soll eine Unterst tzung bei der Schaffung dieser Bedingungen bieten und richtet sich analle Lehrkr fte, die im schulischen Kontext insbesondere mit neu zugewanderten Sch lerinnen und Sch lernarbeiten. Durch ein inhaltliches Fundament zum systematisch unterst tzten Spracherwerb, welches sich, begleitetvon einem diagnostischen Ansatz, an den Phasen der Entwicklung der Wortstellung des Deutschen orientiert( Erwerbsstufen), soll ein flexibles Konzept geschaffen werden, das die unterschiedlichen Bed rfnisse dereinzelnen Sch lerinnen und Sch ler beachtet und bei der Unterrichtsgestaltung hilft.

7 Die folgenden Ausf hrungen bieten einen berblick zur Zielgruppe und zu ihren spezifischen Bedarfen (Kapitel 1),stellen Ziele und Verlauf des Deutscherwerbs in Erwerbsstufen dar und illustrieren diese beispielhaft (Kapitel 2),gehen auf die Besonderheiten der Alphabetisierung ein (Kapitel 3), bieten eine Orientierung zum Umgang mit ler-nerspezifischen Einflussfaktoren (Kapitel 4) sowie zu m glichen Umsetzungen im Bildungssystem (Kapitel 5) undgeben einen berblick zu diagnostischen Verfahren (Kapitel 6). Der vorliegende Text bildet damit den inhaltlichenKern zum Themenfeld Deutsch als Zweitsprache in Brandenburg ab, um den sich weitere inhaltliche Schwerpunktewie Satelliten gruppieren (s. Abbildung 1). Diese thematischen Satelliten werden hier teilweise angesprochen; f rvertiefende Auseinandersetzungen ist dies allerdings nicht der Ort.

8 Ein Glossar mit Erl uterungen zu fachspezifischenBegriffen befindet sich am Ende dieses Textes. Abbildung 1: Deutsch als Zweitsprache in Brandenburg inhaltlicher Kern und thematische Satelliten5 Curriculare Grundlagen Deutsch als Zweitsprache Deutsch als Zweitsprachein Brandenburg Deutsch als Zweitsprache ( berblick) Sprachliche Entwicklung (vertiefend) Alphabetisierung in DaZ (Einf hrung) Einbindung lernerspezifischer Einflussfaktoren und Erwerbsstufen im Unterricht (vertiefend) F rderphasen im schulischen Bereich ( berblick) Sprachbiografie und Sprachdiagnostik ( berblick) Alphabetisierung, kontrastiveSchriftsysteme, phonologischeBewusstheit Kontrastive Kurzgrammatiken derh ufigsten Herkunftssprachen unddes Deutschen Didaktik Deutsch alsZweitsprache HerkunftssprachenunterrichtMedien und Materialien in der Vermittlung vonDeutsch als ZweitspracheBerufsvorbereitende F rderung in Deutsch alsZweitsprache DSD (Deutsches Sprachdiplom) Diagnostik &Sprachbiografie 1 Deutsch als Zweitsprache berblick Spracherwerbsforschung, Sprachlehrforschung und Fremdsprachendidaktik unterscheiden nach dem Erstsprach-erwerb grunds tzlich zwischen der Aneignung einer Zweitsprache und der einer Fremdsprache.

9 Das KonzeptDeutsch als Zweitsprache (DaZ) beinhaltet im Gegensatz zu Deutsch als Fremdsprache (DaF), dass die deutscheSprache die sprachliche Umgebung der Lernenden pr gt und f r sie das vorrangige Kommunikationsmittel inden meisten Lebensbereichen darstellt, vor allem in der schulischen und beruflichen Bildung sowie als Instrumentzur gesellschaftlichen, rechtlichen und politischen Teilhabe. Die Zweitsprache ist also nicht zwingend die zweiteerlernte Sprache, wie der Begriff suggerieren k nnte, sondern kann auch durchaus die dritte oder vierte Sprachesein. Entscheidend ist, dass im Gegensatz zur Fremdsprache der Stellenwert der Sprache im Leben der Lerne-rinnen und Lerner ein sehr viel h herer weiteren Unterschied zwischen Zweit- und Fremdsprache bildet der Erwerbsmodus, der im Fall des Zweit-spracherwerbs in der Schule zwar durch die Lehrkraft im Unterricht angeleitet wird, jedoch zu einem hohenAnteil zus tzlich ungesteuert im Alltag stattfindet.

10 Der Fremdspracherwerb dagegen findet berwiegend gesteuert,also in der Unterrichtssituation der DaZ-Lernerinnen und -LernerGrunds tzlich z hlen zu der Gruppe der DaZ-Lernerinnen und -Lerner all diejenigen, die in Deutschland leben,bei denen Deutsch nicht die Sprache des Ersterwerbs2und deren Erwerb allgemeinsprachlicher Strukturen imDeutschen noch nicht abgeschlossen ihnen steht die Aufgabe, neben allgemeinsprachlichen Kompe-tenzen m glichst schnell bildungssprachliche Kompetenzen aufzubauen. Die Herausforderung ist daher, bereitsauf einfachem Sprachniveau komplexe Kompetenzen in der Bildungssprache Deutsch zu erlangen. Dies giltinsbesondere f r neu zugewanderte Sch lerinnen und Sch ler, die eine rasche Integration in die Regelklasseund somit in das deutsche Bildungssystem erfahren sollen.


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