Transcription of Vollzitat: BKV Berufskrankheiten-Verordnung (BKV ...
1 Ein Service des Bundesministeriums der Justiz und f r Verbraucherschutz sowie des Bundesamts f r Justiz Berufskrankheiten-Verordnung (BKV). BKV. Ausfertigungsdatum: Vollzitat: " Berufskrankheiten-Verordnung vom 31. Oktober 1997 (BGBl. I S. 2623), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 10. Juli 2017 (BGBl. I S. 2299) ge ndert worden ist". Stand: Zuletzt ge ndert durch Art. 1 V v. I 2299. Fu note (+++ Textnachweis ab: +++). Eingangsformel Auf Grund des 9 Abs. 1 und 6 und des 193 Abs. 8 des Siebten Buches Sozialgesetzbuch - Gesetzliche Unfallversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes vom 7. August 1996, BGBl. I S. 1254) verordnet die Bundesregierung: 1 Berufskrankheiten Berufskrankheiten sind die in der Anlage 1 bezeichneten Krankheiten, die Versicherte infolge einer den Versicherungsschutz nach 2, 3 oder 6 des Siebten Buches Sozialgesetzbuch begr ndenden T tigkeit erleiden.
2 2 Erweiterter Versicherungsschutz in Unternehmen der Seefahrt F r Versicherte in Unternehmen der Seefahrt erstreckt sich die Versicherung gegen Tropenkrankheiten und Fleckfieber auch auf die Zeit, in der sie an Land beurlaubt sind. 3 Ma nahmen gegen Berufskrankheiten, bergangsleistung (1) Besteht f r Versicherte die Gefahr, da eine Berufskrankheit entsteht, wiederauflebt oder sich verschlimmert, haben die Unfallversicherungstr ger dieser Gefahr mit allen geeigneten Mitteln entgegenzuwirken. Ist die Gefahr gleichwohl nicht zu beseitigen, haben die Unfallversicherungstr ger darauf hinzuwirken, da die Versicherten die gef hrdende T tigkeit unterlassen. Den f r den medizinischen Arbeitsschutz zust ndigen Stellen ist Gelegenheit zur u erung zu geben.
3 (2) Versicherte, die die gef hrdende T tigkeit unterlassen, weil die Gefahr fortbesteht, haben zum Ausgleich hierdurch verursachter Minderungen des Verdienstes oder sonstiger wirtschaftlicher Nachteile gegen den Unfallversicherungstr ger Anspruch auf bergangsleistungen. Als bergangsleistung wird 1. ein einmaliger Betrag bis zur H he der Vollrente oder 2. eine monatlich wiederkehrende Zahlung bis zur H he eines Zw lftels der Vollrente l ngstens f r die Dauer von f nf Jahren gezahlt. Renten wegen Minderung der Erwerbsf higkeit sind nicht zu ber cksichtigen. 4 Mitwirkung der f r den medizinischen Arbeitsschutz zust ndigen Stellen (1) Die f r den medizinischen Arbeitsschutz zust ndigen Stellen wirken bei der Feststellung von Berufskrankheiten und von Krankheiten, die nach 9 Abs.
4 2 des Siebten Buches Sozialgesetzbuch wie Berufskrankheiten anzuerkennen sind, nach Ma gabe der Abs tze 2 bis 4 mit. (2) Die Unfallversicherungstr ger haben die f r den medizinischen Arbeitsschutz zust ndigen Stellen ber die Einleitung eines Feststellungsverfahrens unverz glich zu unterrichten; als Unterrichtung gilt auch die bersendung der Anzeige nach 193 Abs. 2 und 7 oder 202 des Siebten Buches Sozialgesetzbuch. Die Unfallversicherungstr ger beteiligen die f r den medizinischen Arbeitsschutz zust ndigen Stellen an dem - Seite 1 von 9 - Ein Service des Bundesministeriums der Justiz und f r Verbraucherschutz sowie des Bundesamts f r Justiz weiteren Feststellungsverfahren; das n here Verfahren k nnen die Unfallversicherungstr ger mit den f r den medizinischen Arbeitsschutz zust ndigen Stellen durch Vereinbarung regeln.
5 (3) In den F llen der weiteren Beteiligung nach Absatz 2 Satz 2 haben die Unfallversicherungstr ger vor der abschlie enden Entscheidung die f r den medizinischen Arbeitsschutz zust ndigen Stellen ber die Ergebnisse ihrer Ermittlungen zu unterrichten. Soweit die Ermittlungsergebnisse aus Sicht der f r den medizinischen Arbeitsschutz zust ndigen Stellen nicht vollst ndig sind, k nnen sie den Unfallversicherungstr gern erg nzende Beweiserhebungen vorschlagen; diesen Vorschl gen haben die Unfallversicherungstr ger zu folgen. (4) Nach Vorliegen aller Ermittlungsergebnisse k nnen die f r den medizinischen Arbeitsschutz zust ndigen Stellen ein Zusammenhangsgutachten erstellen.
6 Zur Vorbereitung dieser Gutachten k nnen sie die Versicherten untersuchen oder andere rzte auf Kosten der Unfallversicherungstr ger mit Untersuchungen beauftragen. 5 Geb hren (1) Erstellen die f r den medizinischen Arbeitsschutz zust ndigen Stellen ein Zusammenhangsgutachten nach . 4 Abs. 4, erhalten sie von den Unfallversicherungstr gern jeweils eine Geb hr in H he von 200 Euro. Mit dieser Geb hr sind alle Personal- und Sachkosten, die bei der Erstellung des Gutachtens entstehen, einschlie lich der Kosten f r die rztliche Untersuchung von Versicherten durch die f r den medizinischen Arbeitsschutz zust ndigen Stellen abgegolten. (2) Ein Gutachten im Sinne des Absatzes 1 setzt voraus, da der Gutachter unter W rdigung 1.
7 Der Arbeitsanamnese des Versicherten und der festgestellten Einwirkungen am Arbeitsplatz, 2. der Beschwerden, der vorliegenden Befunde und der Diagnose eine eigenst ndig begr ndete schriftliche Bewertung des Ursachenzusammenhangs zwischen der Erkrankung und den t tigkeitsbezogenen Gef hrdungen unter Ber cksichtigung der besonderen f r die gesetzliche Unfallversicherung geltenden Bestimmungen vornimmt. 6 R ckwirkung (1) Leiden Versicherte am 1. August 2017 an einer Krankheit nach den Nummern 1320, 1321, 2115, 4104. (Eierstockkrebs) oder 4113 (Kehlkopfkrebs) der Anlage 1, ist die Krankheit auf Antrag als Berufskrankheit anzuerkennen, wenn sie vor diesem Tag eingetreten ist.
8 (2) Leiden Versicherte am 1. Januar 2015 an einer Krankheit nach Nummer 1319, 2113, 2114 oder 5103 der Anlage 1, ist die Krankheit auf Antrag als Berufskrankheit anzuerkennen, wenn sie vor diesem Tag eingetreten ist. (3) Leiden Versicherte am 1. Juli 2009 an einer Krankheit nach Nummer 2112, 4114 oder 4115 der Anlage 1, ist diese auf Antrag als Berufskrankheit anzuerkennen, wenn der Versicherungsfall nach dem 30. September 2002 eingetreten ist. Leiden Versicherte am 1. Juli 2009 an einer Krankheit nach Nummer 4113 der Anlage 1, ist diese auf Antrag als Berufskrankheit anzuerkennen, wenn der Versicherungsfall nach dem 30. November 1997. eingetreten ist. Leiden Versicherte am 1.
9 Juli 2009 an einer Krankheit nach Nummer 1318 der Anlage 1, ist die Krankheit auf Antrag als Berufskrankheit anzuerkennen, wenn der Versicherungsfall vor diesem Tag eingetreten ist. (4) Leidet ein Versicherter am 1. Oktober 2002 an einer Krankheit nach Nummer 4112 der Anlage 1, ist diese auf Antrag als Berufskrankheit anzuerkennen, wenn der Versicherungsfall nach dem 30. November 1997 eingetreten ist. Satz 1 gilt auch f r eine Krankheit nach Nummer 2106 der Anlage 1, wenn diese nicht bereits nach der Nummer 2106 der Anlage 1 in der am 1. Dezember 1997 in Kraft getretenen Fassung als Berufskrankheit anerkannt werden kann. (5) Leidet ein Versicherter am 1. Dezember 1997 an einer Krankheit nach Nummer 1316, 1317, 4104.
10 (Kehlkopfkrebs) oder 4111 der Anlage 1, ist diese auf Antrag als Berufskrankheit anzuerkennen, wenn der Versicherungsfall nach dem 31. Dezember 1992 eingetreten ist. Abweichend von Satz 1 ist eine Erkrankung nach Nummer 4111 der Anlage 1 auch dann als Berufskrankheit anzuerkennen, wenn die Erkrankung bereits vor dem 1. Januar 1993 eingetreten und einem Unfallversicherungstr ger bis zum 31. Dezember 2009 bekannt geworden ist. (6) Hat ein Versicherter am 1. Januar 1993 an einer Krankheit gelitten, die erst auf Grund der Zweiten Verordnung zur nderung der Berufskrankheiten-Verordnung vom 18. Dezember 1992 (BGBl. I S. 2343) als - Seite 2 von 9 - Ein Service des Bundesministeriums der Justiz und f r Verbraucherschutz sowie des Bundesamts f r Justiz Berufskrankheit anerkannt werden kann, ist die Krankheit auf Antrag als Berufskrankheit anzuerkennen, wenn der Versicherungsfall nach dem 31.